Plötzlich halbe Cache-Geschwindigkeiten mit P D 945 (MemTest86+)?

branhalor

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'n Abend zusammen,

bin eben durch Zufall auf etwas Merkwürdiges gestoßen und wüßte gern, ob ich ein Problem habe:

Meinen PC (s. Signatur) habe ich im Januar 2007 mal mit MemTest86+, v1.65, den RAM testen lassen (noch mit einer X1950).

Bei den Status-Daten oben stand u.a.:

  • Pentium D, 3.412 MHz
  • L1 Cache: 16K, 23.861 MB/s
  • L2 Cache: 2.048K, 18.544 MB/s
  • Memory: 2.047M, 2.778 MB/s

Jetzt wollte ich heute Abend ne Kopie der MemTest86+-CD testen und stelle plötzlich folgende Werte für die L1 und L2 Caches fest:
  • L1 Cache: 16K, 12.828 MB/s (die Hälfte!!)
  • L2 Cache: 2.048K, 9.272 MB/s (die Hälfte!!)
  • Memory: 2.047M, 2.665 MB/s (in der Toleranz)

Alle übrigen Daten (ECC, FSB, RAM-Takt, CAS, etc.) sind identisch, und auch das Dual Channeling (Interleaved) ist unverändert (wobei das ja nix mit dem Cache zu tun haben dürfte).

Zwei Änderungen habe ich der Zeit seit Januar 2007 vorgenommen:
  • BIOS-Update für das Board von Hersteller-Stand (keine Ahnung mehr) auf 1301;
  • Austauschen von Netzteil und Grafikkarte (x1950 > HD3870)

Soweit läuft alles; keine Abstürze; auch MemTest86+ zeigt in den paar Minuten Testlauf keine Fehler.
Trotzdem kommt mir die Reduzierung um die Hälfte an Geschwindigkeit komisch vor.
Oder ist das nur ein theoretischer Wert, der bspw. auch von der BIOS-Version abhängig ist...? Bzw. hat der MemTest mit der BIOS-Version vielleicht n Problem?

Wäre Euch super-dankbar für Eure Meinungen - bin im Augenblick echt am Bangen, ob mein Prozi was abbekommen hat :confused_alt:
Thx :)

(BTW - um etwaigen Fragen vorzubeugen: Sämtliche BIOS-Einstellungen bzgl. CPU, Caches, RAM, etc. auf Standard / default. Habe an keiner Einstellung was verändert, auch keine Übertaktungen o.ä. Wüßte auch auf Anhieb gar nicht, wo ich den Cache verändern könnte ;) )


EDIT, 02.02.08:

Moin zusammen :)

Fällt niemandem was zu meinem "Problem" / meiner Frage ein?
Würde echt gern noch ein paar Meinungen dazu hören.
Thx, und ein schönes Wochenende schonmal an alle :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann es nicht schlicht an der Architektur des Pentium D liegen ? Beide Kerne haben getrennte L2-Caches, auch L1 ?

Einfachste Erklärung wäre der (zweifelhafte) Test lief nur auf einem Kern ? Liegt doch nahe, wenn die Testergebnisse exakt halbiert sind. Ursachen wären, der zweite Kern wurde von der Software nicht angesprochen, wurde im ersten Test auch von CD-Boot getestet ?
 
Moin,

zunächst mal danke für die Antwort :)

Also:
Testumgebung und Werkzeug (Programm, Version, CD) sind exakt dieselben wie im Jan 2007 gewesen - zwar ne andere CD (Kopie für einen Kollegen), aber eben das gleiche Medium per Boot.

Daß das was mit den 2 Kernen zu tun haben muß, dachte ich mir zwischenzeitlich auch.

Habe die Tage auch mal einen 3dMark06 laufen lassen, der ja auch 2 CPU-Tests hat.
Ergebnis: 1700 und 1701 Punkte, wie schon früher - wobei ich dummerweise nicht mehr 100% sagen kann, ob dieses "früher" vor dem BIOS-Update war... habe unglücklicherweise meine alten Log-Dateien gelöscht.

Aber: Wenn ich mein CPU-Marks (3dMark06) mit denen anderer in der Datenbank von futuremark vergleiche, dann reicht die Bandbreite von 1670 bis 1720 Punkt für diese CPU - ich bin also mit meinen 1700 absolut im grünen Bereich.

Ich vermute daher mittlerweile, daß wahrscheinlich alles i.O. ist.

Außerdem:
  1. Der MemTest spuckt die Geschwindigkeiten für den Cache direkt nach Programmstart aus, noch bevor der eigentliche RAM-Test so richtig gestartet ist. Soo fix, wie die Daten kommen, kann der MemTest den Cache eigentlich gar nicht getestet haben - vermute ich. Wenn ich nen Cache-/RAM-Test mit SiSoft-Sandra mache, dauert's jedenfalls länger.
    Ich glaube daher mittlerweile eher, daß sich der MemTest diese Daten per BIOS-Eintrag aus der CPU "ausliest", statt sie zu messen. Immerhin soll der MemTest ja auch den RAM testen, und nicht den Cache.
  2. Und jetzt kommen die 2 Kerne ins Spiel: Die alte BIOS-Version hat die Caches vielleicht quasi "falsch" ausgelesen (so meine Vermutung), sprich die kombinierte Geschwindigkeit beider Kerne womöglich als Einzelgeschwindigkeit eines jeden einzelnen Kerns angegeben. Asus hat den Mini-Bug bemerkt, und prompt liest die neue BIOS-Version die Cache-Geschwindigkeiten "richtig" aus.

Klingt das alles irgendwie plausibel?
 
Nachvollziehbar, ja. Kenne selbst die Speichertests von den c´t-CD-ROMs, bei denen ein Linux oder DOS gestartet wird und der Speichertest grafisch den Fortschritt anzeigt. Dieser Vorgang dauert aber ziemlich lange, jedenfalls mehrere Minuten.

Wenn du es genau wissen willst, wiederhole eben den Test mit einer Software, die garantiert deine CPU richtig erkennt. Du kennst die Systeminfo-Software von c´t ? http://www.heise.de/ct/ftp/ctsi.shtml
 
branhalor schrieb:
Außerdem:
  1. Der MemTest spuckt die Geschwindigkeiten für den Cache direkt nach Programmstart aus, noch bevor der eigentliche RAM-Test so richtig gestartet ist. Soo fix, wie die Daten kommen, kann der MemTest den Cache eigentlich gar nicht getestet haben - vermute ich.

  1. Hallo? Einmal komplett die 16k 1st Level Cache bei 12 GByte/s lesen dauert etwa 1.3 Mikrosekunden. Einmal 2 MB 2nd lvl cache mit 9GByte/s lesen dauert etwa 220 Mikosekunden. Und man muß ihn nichtmal komplett lesen. Beim Hauptspeicher ist die Frage, wie man testet. Dazu kommt der Overhead fürs messen und vorherige ermitteln der Cachegrößen. Der ganze Benchmark dauert jedenfalls nicht länger als wenige Millisekunden.

    branhalor schrieb:
    Wenn ich nen Cache-/RAM-Test mit SiSoft-Sandra mache, dauert's jedenfalls länger.
    Ja, und zwar damit Leute wie du denken, daß da "besser" gebenchmarkt wird. Was gut ist, muß lange dauern - sieht man ja. :) Nein, war ein Scherz. Ein Speicherbenchmark unter Windows kann nie sicherstellen, daß nicht nebenbei andere Software läuft und das Ergebnis verfälscht. Deshalb muß so ein Windowsprogramm über längere Zeit mehrmals testen, um solche "Dreckeffekte" auszuschließen. Memtest hat diese Sorgen nicht. Memtest ist alleiniger Herrscher über den Rechner und kann deshalb viel schneller testen.

    branhalor schrieb:
    Ich glaube daher mittlerweile eher, daß sich der MemTest diese Daten per BIOS-Eintrag aus der CPU "ausliest", statt sie zu messen.
    Nie und nimmer. Sowas wäre um Welten komplexer. Außerdem stehen nirgends im BIOS oder in der CPU solche Zahlen drin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für eure Meinung vorweg :)

Naja, ok, was die Cache-Test-Geschwindigkeit angeht, hast Du sicher recht - daran hab ich so noch gar nicht gedacht. Stand wohl noch unter Schock ;)

Denke dann aber schlußendlich doch, daß es irgendwas mit dem BIOS-Update und den 2 Prozis / Caches zu tun hat bzw. mit der Umrechnung. Evtl. hat das alte BIOS dem MemTest nen falschen Umrechnungsfaktor genannt, wodurch der geglaubt, die errechnete(n) CPU-Cache-Gesamt-Geschwindigkeit(en) seien die Einzelgeschwindigkeiten eines jeden Kerns.
Und mit dem Update dann ist dieser Faktor korrigiert worden, so daß der MemTest diese Werte jetzt exakt zuweisen kann.

Ich meine:
Ein Ausfall um den Faktor 2 (Rundungsfehler mal inklusive) kann ja wohl kein Zufall sein, wenn
a) der Rechner stabil läuft (s.o.). Kann mir kaum vorstellen, daß es CPU-Schäden gibt, die nur die Caches betreffen, und dann noch um ziemlich exakt die halbe Geschwindigkeit;
b) ich just zwischen Jan 07 und Jan 08 ein BIOS-Update durchgeführt habe, und;
c) meine 3dMark06-CPU-benchs mit 1700 absolut im grünen Bereich 1670-1720 liegen.

Oder?
 
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