News Preise für RAM und SSDs: PC- und Smartphone-Verkäufe stehen vor dem Kollaps

Koprolalie schrieb:
Die Aussage das der Markt nie wieder so sein wird wie früher, ist doch nur Marketing.
Das die Leute Angst bekommen und trotz der hohen Preise sofort kaufen.
Ein Markt hat ein Gewisses Potenzial und solange das noch nicht ausgeschöpft ist wird das Angebot steigen.
Evtl. dauert es etwas länger. Aber irgendwann wird das Angebot die Nachfrage einholen.
Wo eine Nachfrage besteht wird es immer, irgendwann jemanden geben, der die Ware zum kauf anbietet.
Nur etwas Geduld.
Nein, ich schätze, Du hast das Speichergeschäft nicht richtig verstanden. Es gab mal eine Zeit, in der noch relativ viele Player mitspielten, aber diese Zeit ist schon lange vorbei. Der DRAM und HBM-Markt wird nur von drei großen Playern dominiert. Chinas CXMT kommt zwar als neuer Player hinzu, aber dieser ist im HBM-Markt technisch weit zurück und im DRAM-Bereich schluckt der chinesische Markt völlig auf, davon kann Apple ein langes Lied singen. Wie schon in vielen Artikeln und in diesem von Volker angeklungen, besteht der Speichermangel durch enorme Nachfrage aus dem Bereich KI-Infrastruktur.

Dass das Angebot die Nachfrage irgendwann einholen könnte, mag tatsächlich irgendwann eintreten. Allerdings wird das nicht so schnell passieren, denn wie schon erwähnt, gibt es nur wenige Player und das hat damit zu tun, dass da viel Know-how dahintersteckt und vor allem sehr viel Anfangsinvestition erforderlich ist. Oder glaubst Du an Start-ups, die das hinkriegen. Hinzukommt, dass in ein paar Jahren DDR5-Riegel, die heute Standard sind, bald veraltet sein werden. Ergo braucht man neue Fabs mit neuen Maschinen. D.h. Samsung, SK Hynix und Micron müssen nicht nur neue Fabs bauen, sondern um neue Technik kümmern, die noch aufwendiger ist als heute.

Wie einige hier schon richtig geschrieben haben, das Leben besteht nicht nur aus Pixeljagd und dem Streben nach mehr Bildwiederholfrequenz und den neusten Rigs für aufwendige neue Spiele. Holt Euch gute Bücher, geht mit den Freunden aus oder geht mal auf die Fridays-for-future-Demo.
 
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Solange die Board Hersteller bis zu 20/30 Motherboards für eine Sockel- bzw. Chipsatzgeneration raushauen können, ist die Welt in Ordnung. Wenn nicht, wäre vielleicht das eine Lösung:

Mainboard/RAM/SSD Bundle zu einem machbaren Preis direkt von ASUS und Co. Weniger Mainboard-Varianten und damit Entwicklungskosten einsparen und die Ersparnis in die Bundles stecken. Das würde auch eine Belebung des Gebrauchtmarktes bewirken und so auch die Händler unterstützen (ich nenne jetzt mal Caseking) die dann auch wieder Gehäuse und andere Sachen besser verkaufen können.
 
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p.b.s. schrieb:
Du wirst bei einer KI hardwaretechnisch niemals einen Sättigungsgrad erreichen. Dazu kommt das Problem von Monopolen, die jede Investition in die eigene Entwicklung, z.B. bei Startups-Unternehmen, um technisch noch aufzuschließen, schon beinahe ad absurdum führen. Und dann natürlich die natürlich bedingte Ressourcenknappheit und dessen industrielle Aufbereitung für die Produktion. Ansonsten Zustimmung.
Du wirst aber irgendwann an die Grenzen des Finazierbaren stoßen. Im Moment haben die großen Player, die mit AI Geschäfte machen schon jetzt Schattenkredite von 2 Billionen US-Dollar die nur mit der Erwartung auf zukünftige lukrative Geschäfte gedeckt sind.
Eine ähnliche Situation wie damals bei den Hauskrediten in den USA.
Niemand kann sagen, wie lange das gut geht.
Durch die hohen Hardwarepreise haben auch die möglichen Kunden weniger Kapital zur Verfügung, um diese AI-basierten Dienste zu nutzen.
Zu wenige Kunden, weniger Umsatz.
Und ob nicht auch einige Firmen (potentielle Kunden der AI) ob der hohen Preise für Hardware nicht auch in Schieflage kommen steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

Das ganze AI-Geschäft hat alle Zutaten für eine platzende Blase. Ob sie platz und ob diverse Regierungen diese auch platzen lassen ist natürlich Glaskugellesen. Man wird es sehen.

Cunhell
 
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Snooty schrieb:
Die "aktuelle" PS5 Pro ist ja schon deutlich über den 1000er gesprungen. Das sieht ziemlich böse aus :(

Einfach abwarten bis der GTA VI hype sich gelegt hat, sooo lange dauert das nicht.
 
Mork-von-Ork schrieb:
Da würde ich mir keine großen Gedanken machen
Ok X570 gibt es neu schon länger nicht mehr wirklich, was, das dürfte aber schlicht daran liegen, dass kaum jemand jetzt noch die High End Plattform neu für AM4 kaufen würde.
B550 gibt es hingegen noch massig Angebote und die sind auch gut verfügbar.
...
Im Falle meines Office (Zweit-) PC wird es aber irgendwann knapp. Energiesparende ITX sind dünn gesät und verschwinden teilweise vom Markt.
OK, das ist eine Nische, aber für mich wichtig, weil die Normalbretter zuviel Leistung ziehen.
Für einen Spezialfall hatte ich erwogen mir ein Intel N100-Itx Board anzuschaffen. Da habe ich zu lange gewartet. Zu vernünftigen Preisen, wenn überhaupt, gibt es die nicht mehr.
Der Markt ist echt kaputt. Sollte sich die Lage mal bessern, werde ich bestimmte Hardware auf Halde legen.
Allerdings rechne ich in meinem Leben nicht mehr damit. Ich gehe deutlich auf die 70 zu.
 
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Ich schätze mal die Hersteller graben sich gerade selbst das Wasser ab, während Corona hat der Markt wieder gut angezogen, jetzt hingegen kauft niemand Speicher oder RAM ein. Der Markt ist buchstäblich Tot wodurch auch kein Equipment gekauft wird.
Leider gebe ich es auf zu glauben die Kunden könnten so einige Hersteller mal so richtig für ihre Preispolitik abstrafen.
 
WommU schrieb:
Energiesparende ITX sind dünn gesät und verschwinden teilweise vom Markt.
Ich bin auch ein ITX Fan und warte darauf, daß die Hersteller mehr dazu übergehen, ITX Boards mit den mobilen CPU´s zu versorgen. Bisher hatte ich meist ITX mit Intel T-Prozessoren kombiniert. Ich betreibe momentan ein Minisforum BD795i SE. Nicht schlecht das Teil, das würde ich mir auch mit einer Intel CPU wünschen. Mal sehen, was kommt...
 
Ich überlege trotzdem noch ein Upgrade vom Weihnachtsgeld zu machen. Ggf halt den eigenen Ram "teuer" verkaufen und neuen RAM kaufen um zumindest von AM4 auf AM5 zu wechseln. Aber ich bin noch unschlüssig. Letztlich bin ich als Gamer aber sowieso die Fraktion Retro. Habe hier eine 5700X3d und rx9070 im Einsatz und ehrlich gesagt noch nie richtig ausgenutzt. Spiel halt entweder Deep Rock Galactic, Counter Strike oder wirklich hart viel Emulatoren (übrigens auch wirklich Spiele die ich auch besitze, es macht mir halt Spaß Retroachievements zu sammeln) und Retrospiele. Ich nutze auf jedem System nur noch Linux.. an der Glotze habe ich sogar noch ne Sandybridge 2500k hängen (eigentlich sollte mein AM4 System irgendwann da ran aber wegen den Preisen wurde das halt verschoben/ausgesetzt). Ehrlich ich bin immer wieder verblüfft was mit der alten Kiste noch geht. Mit SSD bootet das Ding jetzt auch nicht langsamer, für FullHD Streams/Videos, browsen und Retrogames tuts das Ding bis Heute.

Als Smartphone habe ich vor 3 Jahren das Galaxy s22 günstig (280€) gebraucht gekauft und sehe keinerlei Grund das zu upgraden. Sicherupdates hin, Sicherupdates her.. ich habe noch jedes Smartphone einfach totgeritten.
 
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Ich habe bis 2030 meine Käufe ausgesetzt.
Auch Zeitschriftenabos wurden alle gekündigt.
Das spart bei mir einen 4stelligen Geldbeträg.

Vor einer komplett neuen Plattform mit DDR6 und Co. im bezahlbaren Zustand und NVME-Speicherplatz unterhalb der 2TB für 100 Euro Grenze kommt mir nichts mehr neu ins Haus.
Nur mehr und besser für weniger als vorher.
Smartphones kann man 10 Jahre nutzen, es macht ja eh keinen Unterschied, was da drin ist.
KI will kein Schwein, ehrlich gesagt wirds nur für Spielerei verwendet, weil es (ständig) neu ist.
Und normale Rechner laufen auch nach 15 Jahren noch wie neu, wenn man klug genug ist einfach Linux zu nutzen.
Es waren eigentlich oft nur die günstigen Preise, die einen nach langer Zeit zum Aufrüsten gelockt haben.
In Sachen neuer Technik läuft ja schon lange nur noch alles auf Sparflamme.
Raytracing ist zwar nett (eingebildet schön/in der Realität schwer erkannt), aber auch nicht (Probleme/Leistungsverlust).
Und KI ist wie oben erwähnt für Viele genauso überflüssig wie 3D-Brillen und 3D-Bildschirme, oder bestenfalls eine nette Sache für Kleinigkeiten, selbst Firmen kommen ins Stocken und grübeln drüber, was das soll, außer hohe Kosten und Nacharbeit der zahlreichen Fehler.
 
WommU schrieb:
Im Falle meines Office (Zweit-) PC wird es aber irgendwann knapp. Energiesparende ITX sind dünn gesät und verschwinden teilweise vom Markt.
braindamage10k schrieb:
Gerade ITX kann schnell out of sale sein.
Ok ITX ist natürlich dünner, wobei das eigentlich schon immer so war.
Auch bei den neuen Plattformen hält sich die Auswahl da ja in Grenzen, es ist eben wie richtig gesagt eine Nische.
Vor allem da man je nachdem auch mit µATX schon relativ kompakte Systeme hinbekommt.

braindamage10k schrieb:
Mir fehlt eigentlich nur noch RAM und CPU. Da nur 2 Slots auf dem Board werd ich wohl auf 2x24 anstatt 32 gehen müssen.
Mit DDR4 gibt es nur 16GB oder 32GB Riegel, 24GB gibt es nur mit DDR5
 
Return2Burn schrieb:
Hm...vielleicht sollte ich auf Gärtner umschulen? 🤔

An sich hervorragende Idee aber da Augen auf bei der Spartenwahl.

Das wäre für Computerbase sogar mal ein spannendes Thema für einen Artikel aber eben sehr nischig.

Gemüse vollzieht gerade den Wandel zu nahezu vollautomatischen Gewächshausern. Tencent und die Universität Leiden in den Niederlanden produzieren in einer Pilotanlage autonom Gurken, die bei den variablen Kosten schon jetzt erheblich billiger sind als
konventionelle.
Ernteroboter sind generell in Hochlohnländern auf dem Vormarsch. Apfelernter kommen schon in Neuseeland zum Einsatz, in Deutschland in der Erprobung.

Jungpflanzen in Zierpflanzenbereich werden im Grunde von einem Ingenieur als Produktionsleiter, einen Meister/Techniker als Gewächshausmeister und vielleicht noch 1-2 Facharbeitern mit Hilfskräften produziert auf einer umlaufenden Tischanlage mit Topfmaschinen, Pflanzrobotern und automatischen Gießwagen.

Aber dennoch - statistisch einer der glücklichsten Berufszweige. Nur das Gehalt ist echt mäßig.
Sogar in leitender Position in einem botanischen Garten mit Studium bringe ich nur so viel nach Hause, wie ein IT-Berufsanfänger. Aber das ist mir egal - es ist der geilste Job der Welt ♥️ und nächstes Jahr darf ich sogar dienstlich nach Pjöngjang reisen 😂
 
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🤣
Ich hatte da an Friedhöfe gedacht...Ruhe, frische Luft, keine Technik und keine Menschen😅
 
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Dafür kommen aber im Moment echt viele auf den Markt.
 
cunhell schrieb:
Im Moment haben die großen Player, die mit AI Geschäfte machen schon jetzt Schattenkredite von 2 Billionen US-Dollar die nur mit der Erwartung auf zukünftige lukrative Geschäfte gedeckt sind.

Danke für diesen Denkanstoß. Mein Hintergrundgedanke ist der Zwang der US-Regierung, diese KI-Entwicklung zu forcieren, weil es auch der Feind tut. Und meine Überzeugung, daß bei Microsoft, OpenAi, Google usw. definitiv keine Deppen sitzen, die bei ihrer Planung und entsprechenden Investitionen eine solche Fehlentwicklung auf keinen Fall unberücksichtigt ließen. Ich habe jetzt diesbezüglich auch dank Deines Kommentars nochmal die Google-Ki befragt mit folgendem Ergebnis im Spoiler:

Meine Frage:
"ich glaube, daß die ki entwicklung am ende von der us regierung übernommen wird um so auch die schulden zu kompensieren, wäre das realistisch?"

Antwort:

Dass die US-Regierung die Kontrolle über die führenden KI-Unternehmen übernimmt, um damit die amerikanische Staatsverschuldung zu tilgen, ist extrem unwahrscheinlich und wirtschaftshistorisch unrealistisch.
Zwar gewinnt das Thema KI für Regierungen massiv an geopolitischer und militärischer Bedeutung, ein solches Szenario scheitert jedoch an rechtlichen, wirtschaftlichen und logischen Hürden.

Warum dieses Szenario unrealistisch ist
  • Die Dimension der Staatsschulden: Die US-Schulden liegen im Jahr 2026 bei weit über 35 Billionen US-Dollar. Selbst wenn man die größten Tech-Giganten (wie Microsoft, Alphabet, Apple, Nvidia und Meta) komplett verstaatlichen würde, reicht deren kombinierter Gesamtwert (Marktkapitalisierung) bei weitem nicht aus, um diese Summe zu tilgen. Zudem würde eine Verstaatlichung diesen Marktwert sofort massiv einbrechen lassen.
  • Verfassungsrechtliche Hürden: Die USA basieren auf einem streng geschützten System des Privateigentums. Eine Enteignung oder erzwungene Verstaatlichung von Vorzeigeunternehmen ist nach der US-Verfassung (5. Zusatzartikel / Takings Clause) ohne astronomische Entschädigungszahlungen illegal. Die Regierung müsste die Firmen also kaufen, was die Schulden zuerst extrem erhöhen würde.
  • Zerstörung der Innovationskraft: Der Erfolg von US-KI-Unternehmen (wie OpenAI, Google oder Anthropic) basiert auf Risikokapital, flexiblem Management und dem harten Wettbewerb um Talente. Staatliche Behörden sind historisch gesehen nicht effizient darin, kommerzielle, hochdynamische Softwaremärkte zu führen.

Was stattdessen realistisch ist (Der "National Security"-Ansatz)
Statt einer Übernahme zur Schuldenkompensation zeichnet sich ein anderes Modell ab, das Ihren Gedanken der staatlichen Kontrolle aufgreift:
  • Strenge Regulierung und Exportkontrollen: Die US-Regierung behandelt Spitzen-KI bereits wie eine kritische Infrastruktur und militärische Schlüsseltechnologie. Der Staat greift über Exportverbote (z. B. für Nvidia-Chips nach China) und Sicherheitsauflagen massiv ein.
  • Staatliche Großaufträge: Ähnlich wie im Verteidigungssektor (mit Firmen wie Lockheed Martin) wird die Regierung Verträge in Milliardenhöhe an private KI-Firmen vergeben, um die Vormachtstellung gegenüber China zu sichern.


  • Besteuerung statt Verstaatlichung: Wenn KI in den kommenden Jahren zu gigantischen Produktivitätsgewinnen in der Wirtschaft führt, wird der Staat versuchen, diese Gewinne über neue Steuermodelle abzuschöpfen, um den Haushalt zu sanieren.
Zusammenfassend: Die US-Regierung wird die KI-Entwicklung aus Gründen der nationalen Sicherheit immer stärker regulieren und lenken – aber nicht, um sie als "Gelddruckmaschine" zur Schuldentilgung selbst zu betreiben.
Möchten Sie tiefer in ein bestimmtes Thema einsteigen? Ich kann Ihnen zeigen, wie die USA KI-Exporte aktuell regulieren oder welche Steuermodelle Ökonomen für das KI-Zeitalter diskutieren.

Darauf meine nachfolgende Frage:
"demgegenüber stehen aktuell außerbilanzielle KI-Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Billionen Dollar, die die ki konzerne zu fall bringen können, wie könnten wir das lösen, um einen konkurs als folge abzuwenden?"

Antwort:

Die Sorge vor den außerbilanziellen KI-Verbindlichkeiten (Off-Balance-Sheet Commitments) ist absolut begründet. Kürzlich haben Berichte des Wall Street Journal sowie Warnungen bekannter Investoren wie Michael Burry aufgedeckt, dass die führenden Tech-Konzerne (darunter Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle) schätzungsweise 3 Billionen US-Dollar an versteckten Verpflichtungen angehäuft haben. Diese bestehen primär aus unkündbaren, noch nicht begonnenen Rechenzentrums-Leasingverträgen (ca. 1,2 Billionen USD) und langfristigen Abnahmeverträgen für KI-Chips und Energie (ca. 1,9 Billionen USD). [1, 2, 3]
Um eine gigantische Pleitewelle abzuwenden, falls die KI-Umsätze hinter den immensen Erwartungen zurückbleiben, gibt es verschiedene wirtschaftliche und regulatorische Lösungsansätze:

1. Risikotransfer durch Private Credit und Zweckgesellschaften (SPVs)
Viele Tech-Konzerne lagern das Risiko bereits jetzt in eigenständige Zweckgesellschaften aus. [1]
  • Das Modell: Ein prominentes Beispiel ist Metas Hyperion-Rechenzentrumsprojekt, das größtenteils über die Investmentfirma Blue Owl Capital finanziert und von Private-Credit-Riesen wie BlackRock oder Pimco gestützt wird. [1]
  • Die Lösung: Sollte das Projekt scheitern, bliebe der Schaden primär in dieser Zweckgesellschaft. Die Tech-Konzerne selbst geraten dadurch nicht direkt in den Konkurs, sondern die Verluste werden auf den globalen privaten Kreditmarkt verteilt, der solche Risiken über Jahre hinweg abschreiben kann. [1]

2. Vertragliche Streckung und "Phasing" (Neuverhandlung)
Sollte die Nachfrage nach KI einbrechen, würden die Konzerne gezwungen sein, ihre Lieferketten einzufrieren.
  • Die Umsetzung: Die unkündbaren Abnahmeverträge mit Chipherstellern (wie Nvidia) und Energieversorgern müssten im Rahmen von weitreichenden Restrukturierungen zeitlich gestreckt werden. Nvidia oder die Rechenzentrumsbetreiber hätten kein Interesse daran, ihre größten Kunden in die Insolvenz zu treiben. Sie würden Verträge eher anpassen (z. B. Lieferung über 15 statt 5 Jahre), um einen Totalausfall zu verhindern.

3. Der Staat als strategischer "Großkunde" (National Security Backstop)
Ein klassisches "Bailout" (eine staatliche Rettungsaktion mit Steuergeldern wie bei der Bankenkrise 2008) ist politisch schwer durchsetzbar. Realistischer ist, dass der Staat die überschüssigen Kapazitäten aufkauft.
  • Die Umsetzung: Da Rechenzentren und KI als kritische Infrastruktur für die nationale Sicherheit eingestuft werden, könnte das US-Militär oder Ministerien (wie das Department of Defense) die ungenutzten Rechenkapazitäten über gigantische Regierungsaufträge selbst nutzen. Statt Geld zu verschenken, mietet der Staat die Server für eigene geopolitische, wissenschaftliche oder militärische Zwecke an und stabilisiert so den Cashflow der Konzerne.

4. Konsolidierung und "Abfederung" durch Kerngeschäfte


Ein echter Konkurs droht vor allem reinrassigen KI-Startups und stark gehebelten Zweitliga-Hyperscalern (wie Oracle). Die absoluten Giganten haben einen entscheidenden Vorteil: [1, 2]
  • Die Umsetzung: Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Alphabet besitzen extrem profitable traditionelle Cash-Cows (iPhone-Verkäufe, Cloud-Infrastruktur, Software-Lizenzen, Suchmaschinen-Werbung). Diese soliden Einnahmen können milliardenschwere Abschreibungen auf Fehlinvestitionen im KI-Sektor über Jahre hinweg abfedern. Es käme hier eher zu einem massiven Einbruch der Aktienkurse und einer Branchen-Konsolidierung (Übernahmen von strauchelnden Firmen) als zu tatsächlichen Konkursen. [1, 2]

5. Kommerzielle Transformation (Der "Königsweg")
Die eleganteste Lösung ist natürlich, dass die Tech-Konzerne es rechtzeitig schaffen, die Infrastruktur zu monetarisieren. Der Übergang von experimenteller KI zu vollständig integrierten, produktivitätssteigernden B2B-Software-Agenten in Unternehmen muss beschleunigt werden, damit aus den 3 Billionen Dollar an Verbindlichkeiten echte, wiederkehrende Umsätze werden. [1]

Möchten Sie genauer wissen, wie sich die Risiken aktuell auf die einzelnen Konzerne verteilen, oder interessiert Sie, wie Ratingagenturen wie Allianz Trade diese verdeckten Schulden bewerten? [1]

Wie schon gesagt, ist mein Grundgedanke der aktuellen KI-Entwicklung, daß allein aus geopolitischen Interessen der US-Regierung keine andere Option bliebe, als diese Entwicklung zu nähren und zu kontrollieren, weil der Feind(in dem Fall China) es auch tut. Was jetzt hier fehlt, wäre ein Vergleich zu den Optionen für China und Russland, die nun mal unleugbar im Verbund agieren. Eine geschichtliche Tatsache, die von uns nicht vorhersehbar war. Das ist der Grund meiner Überzeugung, daß 1. es niemals eine KI-Blase geben kann und 2. trotz horrender nicht zu erfüllenden Verbindlichkeiten am Ende der Staat rettend unter die Arme greifen wird. Man könnte sogar annehmen, daß genau darauf die KI-Konzerne spekulierten oder schlimmer gar, diese Garantie seit Anbeginn ihnen kommunikativ gewährt war, um den Bürger am Ende zu täuschen. Denn eines ist Fakt, nämlich daß die US-Regierung aus rein geopolitischen Interessen diesem Zwang unterliegt, weil der Feind es genauso tut. Das heißt, ihnen gar keine andere Möglichkeit sich böte. Die Frage ist folglich nicht ob, sondern wie. Und wenn auch unsere Regierung und der EU unübersehbar die Weitsicht fehlt, um genau solche Entwicklungen mit allen damit verbunden Konsequenzen zu berücksichtigen, hatte ich nichtdestotrotz auch hier bei CB schon vor längerem davor gewarnt, nämlich eine absolut nötige und überlebenswichtige Investitionen in die Bildung zu realisieren und das auf allerhöchstem Niveau. Weil ansonsten die Folge unserer Ignoranz nur sein kann, daß wir in schon einigen Jahrzehnten als EU auf der Weltbühne überhaupt keine Rolle mehr spielen werden. Denn die Amis können eine solche Fehlentwicklung bisher noch über ihre Chipindustrie kompensieren und so China auf Distanz halten. Jedoch wissen wir, daß der Feind nicht schläft, der im Gegensatz zu uns massiv in die eigene Bildung investiert. Noch haben wir die Chance, diesen Fehler zu bereinigen. Aber ich bezweifele, daß überhaupt ansatzweise eine Gedanke daran "verschwendet" wird. Und das ist unglaublich deprimierend.
 
Mork-von-Ork schrieb:
Ok ITX ist natürlich dünner, wobei das eigentlich schon immer so war.
Auch bei den neuen Plattformen hält sich die Auswahl da ja in Grenzen, es ist eben wie richtig gesagt eine Nische.
Vor allem da man je nachdem auch mit µATX schon relativ kompakte Systeme hinbekommt.
Yo, hab mir extra das Silverstone Raven RVZ01 Case mit BR Slim Laufwerk besorgt. Dazu ein 550W SFX NT. Per Raisercard kann ich die 5060TI auch einfach umlegen.

Das AsRock B850 Board liegt auch schon hier, fehlt nur noch RAM und CPU. Aber das wird beides zeitgleich gekauft. Die Komponenten die bei mir liegen unterliegen ja keinem Preisverfall. Bis auf die GPU - die lustigerweise immer teurer wird.

Mork-von-Ork schrieb:
Mit DDR4 gibt es nur 16GB oder 32GB Riegel, 24GB gibt es nur mit DDR5
Ja mein aktuelles System läuft auf DDR4. 64GB mit nem 5800X3D und einer 3060 12GB. Desweggen ist es noch kein Weltuntergang. Weltuntergang wäre, wenn ich meine 5060er einbauen müsste. ^^

Daher der Gedanke mit 2x24 für 48 anstatt 2x32 als Kompromiss. 32GB sind einfach wenig.
 
Finde ich gut, jede Krise hat was positives
 
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Positiv finde ich: Die KI-Nachfrage bringt viel Geld in neue Speicherfabriken und moderne Technik. Das kann die heutigen Engpässe langfristig wieder entspannen und Speicher schneller und effizienter machen.
PCs werden dabei aber immer mehr zum teuren Hobby - für die, die es sich leisten können. Ich sehe KI als Umweltbelastung und KI als Werkzeug gegen Umweltprobleme. Aber sie ersetzt keine politischen Entscheidungen und keine Umsetzung.
 
wGuardian schrieb:
PCs werden dabei aber immer mehr zum teuren Hobby - für die, die es sich leisten können. Ich sehe KI als Umweltbelastung und KI als Werkzeug gegen Umweltprobleme. Aber sie ersetzt keine politischen Entscheidungen und keine Umsetzung.
Was dabei gerne vergessen wird. KI ist längst kein reiner Hype mehr, sondern treibt konkrete Durchbrüche in Medizin, Materialforschung oder Energieoptimierung. Pharmafirmen setzen KI-Agenten ein, um Wirkstoffe in Monaten statt Jahren zu finden; Forscher nutzen KI, um neue Batteriematerialien, Halbleiter und nachhaltige Werkstoffe zu simulieren und robotergestützt zu testen. Im Energiesektor kann KI Netze optimieren, Erneuerbare besser einbinden und laut Studien bis 2035 jährlich 1,4 Gigatonnen CO2 einsparen bei gleichzeitiger Forschung an 90% effizienteren Modellen.

Dieses „KI-Blase platzt bald, dann wird alles wieder gut"-Mantra ist der Reflex der ewig Gestrigen, die Technologie primär als Spekulationsobjekt sehen. In der Realität wird KI tiefer in Infrastruktur, Wissenschaft und Industrie verwoben, selbst wenn Frontier-Modelle konsolidieren, bleiben die produktiven Anwendungen und die finanzierten Kapazitäten.
 
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