Fujiyama schrieb:
So richtig den Vorteil durch weniger spaltmaße sind mir im Artikel nicht klar geworden, ist etwas weniger Lärm und Widerstand?
Ein geringeres Spaltmaß resultiert in einem längeren Rotorblatt und somit in mehr Durchsatz und einem höheren statischen Druck. Außerdem erreicht man solch ein geringes Spaltmaß nur, wenn man LCP (Flüssigkristall-Polymer) für den Rotor einsetzt, was ein Zeichen für Langlebigkeit bzw. Haltbarkeit ist.
Ein normaler Rotor würde sich durch Alterung, hohe Drehzahlen, Temperatur-Schwankungen etc. über die Zeit etwas verziehen und somit auch potentiell gegen den Rahmen des Lüfters schlagen. Deswegen ist bei non-LCP-Lüftern der Spalt immer etwas größer gehalten. Einfach um mehr Toleranzen für das sich verziehende Material zu geben (1,8-2,0mm). Bei LCP ist das nicht nötig. Dafür ist die Fertigung aber deutlich teurer.
Zum Lüfter selbst:
Für den Preis dürfte man erwarten, dass man die max. Lüfterdrehzahl, ähnlich wie auch beim Phanteks T30, direkt am Lüfter via DIP-Switch verstellen kann.
Ich möchte doch kein zusätzliches Kabel mit einem Widerstand vor meinen Lüfter hängen müssen, nur weil die Drehzahl mir nicht passt. Das macht das Verkabeln unnötig kompliziert bzw. sieht es unsauber aus und lässt sich halt nicht mal eben "on-the-fly" umstellen.
Außerdem fehlt in Asus' Datenblatt ein ganz entscheidender Wert, wenn man 30€ für einen Lüfter zu zahlen bereit ist: Die zu erwartenden Lebensdauer (
MTBF). Denn die ist grad bei Noctua extrem hoch und sollte zumindest vergleichbar hoch/gut ausfallen, um den Preis zu rechtfertigen.
Wenn man da auch noch drunter liegt, sollte man direkt zu Noctua oder Phanteks greifen.