Probleme mit neuer Netzwerkleitung

HH1990

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Hallo!
Ich habe ein Problem und würde mich sehr freuen, wenn es hier jemanden gäbe, der mir weiterhelfen kann:

Ich habe seit einigen Wochen einen Glasfaseranschluss im Haus mit 300Mbit/s.

Nun hat mir ein Elektrofachbetrieb Netzwerkkabel in einige Zimmer des Hauses gelegt (insg. 14 Stück). Alle Leitungen laufen im
Keller in einem 6er und einem 12er Patchpanel zusammen.
13 Leitungen funktionieren einwandfrei, eine Leitung jedoch nicht. Hier schwankt die gemessene Datengeschwindigkeit sehr stark zwischen 2 und 180 Mbit/s im Download, obwohl an der Fritz.Box 7590 konstant 300Mbit/s anliegen. Der Elektriker war nun insg. 3mal vor Ort und bekommt das Problem nicht in den Griff. Zuerst wurde ein Kurzschluss in einem der Patchpanel ausgemacht. Das Panel wurde ausgetauscht. Der Fehler blieb. Die Kabel an sich scheinen nicht beschädigt zu sein. Allerdings sind diese direkt an der Dose (unter Putz) sehr stark geknickt. Könnte dieser Umstand zu diesen starken Schwankungen führen?

Vielleicht hat hier jemand einen Tipp oder eine Idee. Nachher kommt erneut ein Mitarbeiter der Elektrofirma.

Ich danke Euch!

Viele Grüße
 
Wenn es ein „Fach“betrieb ist, dann haben die sicherlich die Möglichkeit, die Leitungsqualität zu messen und Dir ein Prüfprotokoll inkl. erfüllte Übertragungsstandards zu zeigen.
 
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Da kann eigentlich nur der Elektrofachbetrieb helfen. Die haben das verlegt, die müssen schauen das das geht.
Wenn sonst nichts hilft, das Kabel nochmal neu verlegen und anschließen.

Wurde die Geschwindigkeit mit verschiedenen Geräten/PC's getestet?
Liegt lt. PC auch eine Gigabit an?
Verschiedene Ports an der Fritzbox und dem nicht genannten Switch probiert?
Was für ein Switch wird verwendet?
 
Wird an der Leitung mit dem gleichen PC oder Handy gemessen wie an den anderen ?

Ist da noch WLAN oder Dlan mit verbaut an der Leitung?
 
Zuletzt bearbeitet:
HH1990 schrieb:
Die Kabel an sich scheinen nicht beschädigt zu sein.
scheinen heißt ja nicht, dass es auch so ist.
Wenn 13 von 14 Leitungen stabil laufen kann es durchaus sein, dass es irgendwo in der Verkabelung hakt. Bspw. einfach auch durch einen Defekt am Kabel, Isolierung beschädigt beim Einbau etc.

Sind die Kabel in einem Leerrohr? Dann würde sich das ja easy tauschen und testen lassen. Wenn du aber so verlegt wurden, dass man nicht so einfach ran kommt, kann es auch da eine Ursache geben.
Ich denke, dass der Elektriker alle einzelnen Leitungen ordentlich gemessen hat.
Vllt. war was in der Verdrahtung defekt an der einen Dose?

Kann man verorten ob es die Leitung 14 am Patchpanel ist. Also wenn man das umsteckt, dann ist eine andere Dose betroffen oder ist es immer die gleiche Dose?
 
Wie werden diese zwei beziehungsweise 180 Mb gemessen?
hängst da ein PC dran wenn ja gehe ich zu 99,9 % davon aus dass mit dem PC irgendwas nicht stimmt denn wenn mit dem Kabel etwas wäre dann würden entweder zehn oder 100 Mb funktionieren und nicht irgendwas dazwischen
 
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Wäre wirklich interessant wie gemessen wurde.
Optimalerweise würde ich WAN beim Test außen vor lassen und zunächst inhouse im LAN messen:
2 PCs im Haus verteilt per LAN angeschlossen, auf beiden iperf starten und den Durchsatz messen.
Dann je nach Ergebnis weitere Messungen Richtung WAN oder eben die Leitung durch den Techniker instandsetzen lassen.
 
Ein Internetspeedtest ist denkbar ungeeignet, um die einwandfreie Funktion der Netzwerkverkabelung zu prüfen. Das Kabel, der bzw. ggfs die Switches sowie der Router können innerhalb deiner eigenen 4 Wände 1 Gbit/s übertragen. Das heißt, dass ein erfolgreicher Speedtest im Internet mit 300 Mbit/s rein gar nichts über die Qualität der Verkabelung aussagt, da diese ja 1000 Mbit/s könnte.

Um tatsächlich die Verkabelung zu testen, bitte wie folgt vorgehen:

2 PCs/Laptops
PC#1 an die fragliche Dose anschließen
PC#2 an eine andere Dose anschließen
iperf3 auf PC#1 als Server starten
iperf3 auf PC#2 als Client starten
Messung durchführen

Anleitungen zu iperf3 gibt es bei Onkel google. Bei einer sauberen Verkabelung sollten in etwa 900+ Mbit/s rauskommen. Ist das der Fall, sind die Kabel, die Dosen und das Patchfeld vollkommen in Ordnung und das Problem liegt auch nicht im Aufgabenbereich der Installationsfirma.

Bringt der Internetspeedtest an PC#1 nach wie vor nicht mal im Ansatz die erwarteten 300 Mbit/s, während andere PCs im Haus die 300 Mbit/s erreichen, liegt der Verdacht nahe, dass es tatsächlich am PC liegt. Um das auszuschließen oder zu bestätigen sollte man den Problem-PC an einer der anderen Dosen testen. Zeigt sich dort dasselbe Fehlerbild wie zuvor, kann man sich TCPOptimizer runterladen, dort die Windows Defaults laden (nichts optimieren!!!) und erneut testen. Bleibt das Problem, empfiehlt es sich, ein Live-Linux runterzuladen, auf einem USB-Stick zu installieren und den PC damit zu starten und zu testen.
 
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Vielen Dank für die vielen Beiträge!
Verwendet wird folgender Switch: D-Link DGS-1016D. Gemessen habe ich mit einem Laptop über speedtest.net. So war die Empfehlung des Netzbetreibers, der im übrigen auch schon vor Ort war. Es ist für mich allerdings schon erstaunlich, dass ich auf allen Leitungen etwa 299 Mbit/s messe und nur diese eine so stark schwankt…
 
Joe Dalton schrieb:
Wenn es ein „Fach“betrieb ist, dann haben die sicherlich die Möglichkeit, die Leitungsqualität zu messen und Dir ein Prüfprotokoll inkl. erfüllte Übertragungsstandards zu zeigen.
genau sieht es aus!
es kann nicht DEINE Aufgabe sein, da mit iperf & Co. irgendwelche Test Aufbauten durch zu spielen. Eine Firma, die professionell Datenleitungen verkabelt, hat auch das entsprechende Mess-Equipment dafür.
aber elleine schon die Aussage, dass ein Kurzschluss am Patchfeld nicht schon bei der Instalation gefunden wurde, ist ein echtes Armutszeugnis!
ich müchte bei sowas dann gar nicht wissen, ob z.B. die Rcihtlinien zur Erdung der Patchpanel eingehalten wurde. Hoffentlich kennen die sich damit besser aus als mit den "Daten".

leider habe ich inzwischen schon häufiger von solchen "Profis" gehört :(
 
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Mickey Mouse schrieb:
es kann nicht DEINE Aufgabe sein, da mit iperf & Co. irgendwelche Test Aufbauten durch zu spielen. Eine Firma, die professionell Datenleitungen verkabelt, hat auch das entsprechende Mess-Equipment dafür.
Das ist schon richtig, aber wenn die Firma meint alles sei ok, muss man sich nun mal absichern und im Zweifelsfalle den Gegenbeweis antreten. Natürlich ist das eigentlich Aufgabe des Betriebs mitsamt Protokoll, aber wie gesagt, ist ja angeblich alles supi.
 
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ein "normaler" Fehler ist:
alle 8 Leitungen sind verbunden aber es wurde nicht die "Paarung" eingehalten.
die ganz billigen Testgeräte merken davon nichts, für die sieht "bei Gleichstrom" alles i.O. aus.
sowie aber mit "richtigen" Geräten gemessen wird, die Dämpfung, Übersprechen, Reflexionen usw. messen, fällt das sofort auf.
 
Da wir aber nicht wissen wie dieser Betrieb das nun konkret getestet hat, ist es müßig darüber zu diskutieren. Klar, eigentlich muss es ein komplettes Prüfprotokoll geben, aber wenn es das nicht gibt bzw. der Dienstleister einfach alle Beschwerden beiseite wischt, muss sich der Kunde eben handfeste Argumente besorgen - wenn sich am Ende nicht doch herausstellt, dass die Verkabelung vollkommen in Ordnung und der Dienstleister fein raus ist. Sollte nämlich iperf3 ein perfektes Ergebnis zeigen, hat der Dienstleister nichts mehr damit zu tun, weil er nicht für die Endgeräte verantwortlich ist.
 
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In diesem Zusammenhang ist mir noch etwas aufgefallen. Der Potentialausgleich des Patch-Panels verläuft nicht direkt zur PA-Schiene, sondern indirekt über ein Heizungsrohr (Kupfer). Ist so etwas überhaupt zulässig?
 
HH1990 schrieb:
Der Potentialausgleich des Patch-Panels verläuft nicht direkt zur PA-Schiene, sondern indirekt über ein Heizungsrohr (Kupfer). Ist so etwas überhaupt zulässig?
Nein!
 
Das war aber schon ein Fachbetrieb für Elektro- und Netzwerkinstallationen?
 
Raijin schrieb:
Das war aber schon ein Fachbetrieb für Elektro- und Netzwerkinstallationen?
Ja eigentlich schon. In unserer Region ein Betrieb mit sonst nur besten Bewertungen. Komischerweise habe ich derartige Probleme aber mit den meisten Gewerken, die ich beauftrage…
 
Geknickte Netzwerkkabel sind nie gut.
Potentialausgleich an die Heizung - Autsch, das geht gar nicht.
Es soll auch schlechte Mitarbeiter in einer Elektrofirma geben.

Zuerst sollte man beim Patchpanel prüfen, ob die Verdrahtung passt. Mach vielleicht mal ein Foto davon.
Wenn am Patchpanel nichts gefunden wird, dann sollte die betroffene Netzwerkdose angeschaut werden.
Wird weder am Patchpanel noch an der Dose etwas gefunden, dann sollten die betroffenen Kabel komplett entfernt und neu aufgelegt werden.
Typische Fehler sind z. B., dass vom Abschirmungsgeflecht ein einzelner dünner Draht, den man kaum sieht, einen Kurzschluss macht. Und das vielleicht nicht dauerhaft. Oder jemand hat mit Gewalt die Netzwerkdose hineingepresst und die einzelnen Adern verletzt. Ich verdrahte immer zuerst die Dosen und ziehe das Kabel dann wieder ein wenig zurück Richtung Patchpanel.
 
Raijin schrieb:
Das ist schon richtig, aber wenn die Firma meint alles sei ok, muss man sich nun mal absichern und im Zweifelsfalle den Gegenbeweis antreten. Natürlich ist das eigentlich Aufgabe des Betriebs mitsamt Protokoll, aber wie gesagt, ist ja angeblich alles supi.
Sofern von Haus kein Prüfprotokoll vorgesehen und beauftragt war, sollte ein ordentlicher Test mit Boardmitteln Anstoß genug sein.
 
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