Rabatte im Edeka - Wieviel ist erlaubt?

Peter.Falkner

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Mit ist letzte Woche mal aufgefallen, dass ein Müller Milchreis für 39 Cent angeboten wurde.
War die Woche im Angebot.

Diese Woche kostet der wieder 89 Cent.

Wie hoch ist denn in der Regel die Gewinnmarge von so einem Edeka Laden?
Verkauft der die für 39 Cent unter seinem Einkaufspreis?
Oder ist die Gewinnmarge tatsächlich über 100%?

Gabs nicht mal ein Gesetzt, dass man Waren nicht unter dem Einkaufspreis verkaufen darf?
 
Geschaefte verkaufen Waren auch teilweise unter Wert um Kunden in den Laden zu locken. Die wenigsten werden aussschliesslich Milchreis kaufen und dann den Laden verlassen, sondern auf dem Weg zum Milchreis noch andere Artikel sehen und mitnehmen.

Edit: Dazu wie Preise reguliert werden, habe ich HIER einen Link gefunden. Theoretisch werden die Preise zwar reguliert, in der Praxis laesst sich da zwischen Verkaufer und Zulieferer aber noch einiges "verhandeln".
 
Du kannst davon ausgehen, dass Edeka solche stark rabattierten Angebote nicht alleine entscheidet, sondern in Absprache mit dem Hersteller durchführt. Ich vermute da sollen entweder Lager geleert und/oder Umsatzziele erreicht werden. Bei anderen Supermärkten werden oft im gleichen Zeitraum die gleichen Produkte ähnlich stark rabattiert, was auch darauf hindeutet, dass vieles vom Hersteller ausgeht.
 
Kann auch sein, dass ein Teil des vorhandenen Bestandes nicht mehr all zu weit vom Mindesthaltbarkeitsdatum entfernt war und man auf dem Weg den Abverkauf angekurbelt hat.
 
Die Geschäfte machen mit dem Lieferanten einen Sonderpreis aus.

Wenn bei uns im Laden eine Werbeanfrage kommt, ist da nicht selten ein ziemlicher hoher EK Rabatt drauf.
 
Capet schrieb:
Kann auch sein, dass ein Teil des vorhandenen Bestandes nicht mehr all zu weit vom Mindesthaltbarkeitsdatum entfernt war und man auf dem Weg den Abverkauf angekurbelt hat.
Genau... ich mache ein Werbeprospekt in dem ich Ware anbiete, die innerhalb 1 Woche abläuft…
 
Je nach Lagerbestand und Absatzprognose geht das schon Monate im Voraus.

Grundsätzlich werden diese Preise aber, wie schon erwähnt, mit dem Lieferanten abgestimmt, damit man eben nicht illegaler Weise unter Einkaufspreis verkauft.
 
SpookyFBI schrieb:
Genau... ich mache ein Werbeprospekt in dem ich Ware anbiete, die innerhalb 1 Woche abläuft…
Im Eingangsprospekt stand rein gar nichts von Werbeprospekt, was "im Angebot" auch per se nicht bedeutet.

Im Kaufland hier um die Ecke gibt es für gekühlte Produkte, die kurz vor dem Ablauf sind, eine extra Kühlbox mit dem Hinweis dran, dass der Inhalt in wenigen Tagen abläuft, dafür dann aber gern mal 70-80% günstiger ist. In der Regel sind das diverse Joghurts, Quark, aber auch solch Kram wie das Zeug von Müller.

Wenn ich eh vorhabe, das gekaufte Zeug sofort zu verbrauchen, nehme ich da gern mal was mit.
 
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MichaelaRegena schrieb:
dass man nichts unter dem Einkaufpreis als Werbeaktion weiterverkaufen darf?
Das war nie so und ist nicht so. MAn darf unter dem Einstandspreis verkaufen. Nur nicht dauerhaft und Wettbewerber mit dominierender Marktmacht unterlíegen dabei einer besonderen Einschränkungen. Aber ein grunsätzlich Verbot unter Einstandspreis zu verkaufen gibt es in der Form nicht. Aslo grade als Werbeaktion über einen begrenzten definierten zeitraum darf man das.
 
Peter.Falkner schrieb:
Müller Milchreis für 39 Cent angeboten wurde.
War die Woche im Angebot.

Diese Woche kostet der wieder 89 Cent.
Edeka hat bis vor wenigen Monaten teilweise Artikel gratis rausgehauen bei Nutzung der App.

Beispiel:
div. Säfte, Normalpreis ca. 1,60€, Angebotspreis 0,88€, per App 1 Stück gratis.


In einigen Branchen gibt es sogenannte MAP Preise. Minimum Advertised Price.
Drunter darf nicht öffentlich beworben werden. Hält man sich nicht dran, wird man nicht mehr beliefert, weil meist ein Generalimporteur die Hand drauf hat.
Eigentlich auch nicht erlaubt, findet aber meist in kleineren Branchen abseits des Mainstream statt, zum Beispiel bei Paintballequipment.
Da wird deswegen kein Fass aufgemacht, der Verbraucher hat keine Beweise und die Händler profitieren davon wenn keiner die Preise "kaputt" macht.
 
Bei nimm 3, zahl 2 Angeboten und ähnlichen Rabattaktionen ist nichts gratis, weil das Angebot im Kontext zum Einkauf zu sehen ist. Oder wären die Artikel unabhängig vom Einkauf mit Nutzung der App auch gratis gewesen?
 
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