RAID 0 in der Praxis

Das nach einem BIOS-Update das RAID weg war, habe ich z.B. im MSI-Forum gelesen und auch im Forum von DFI (wenn ich nicht irre :rolleyes: ).

Die Software die ein Onboard-RAID verwaltet ist der Treiber, oder wenn man es über Windows macht (denn da kann es ebenso - Vergleich war mal in der c't) das OS.

Die Lösungen Onboard oder die Low-Cost Teile im Bereich von 50 - bis etwa 150€ haben keine CPU. Lösungen im Bereich ab etwa 300€ (und es gibt sie auch bereits für PCIe) von ICP Vortex, Symbios Logic u.ä. haben eine CPU die die Arbeit verrichtet und lokalen Speicher (in MB Größe).

Um es nicht falsch zu verstehen, ich habe nichts gegen die Lösungen, jeder soll machen was er will, aber man sollte die Vorteile, Nachteile und Alternativen kennen.

Kleine Anmerkung: RAID-Lösungen im Preis-Bereich eines Einzelhauses (EMC², Hitachi - da kann eine Cache-Erweiterung schon mal einen fünfstelligen Betrag kosten) und darüber lasse ich mal außer acht, denn da geht es eigentlich erst richtig los, hier sind die Platten allerdings im Preis inbegriffen:lol: .
 
Zur Win-Inatallation mit RAID0:
- Platten anschließen
- ins RAID-BIOS (nicht ins normale) gehen (Strg+S, F10 oder so) und die Platten als RAID0 (striping) konfigurieren
- Win-CD rein
- F6 drücken (bei Aufforderung)
- Diskette rein (oder die letzten 2 Punkte sparen und z.B. mit nLite die Treiber in die Win-CD integrieren)
- Win instaliieren (die beiden Platten werden als eine Platte erkannt, dementsprechend auch Partitionierung möglich)
 
Bei mir laufen 2x160GB Hitachi im Raid0 laufen. Die Festplatten hängen an einem Dawicontrol im PCI-Bus. Durch den Bus beschränkt habe ich so eine konstante Leserate von ~90Mb/s. Bedingt durch die Windows Neuinstallation und meine 1. Erfahrungen mit einem Raid 0 habe ich den subjektiven Eindruck das alle Zugriffe auf Dateien, Verzeichnisse, Programme etc schneller laufen und es zu weniger Verzögerungen kommt.
Momentan rippe ich viele DVDs und kopiere große Verzeichnisse hin und her und wenn das macht mit dem Raid schon richtig Spaß.

Das Einrichten geht schnell von der Hand und zum Thema Datensicherheit wurde schon alles gesagt.
 
Mueli schrieb:
Alle auf den Mainboards oder in den Chipsets integrierte Lösungen sind Software-RAID, d.h. die CPU macht die Arbeit und kann es 'ihr auch ansehen'.
Hardware RAID hat eine dedizierte CPU (MIPS, i960 o.ä.) für den Controller gepaart mit eigenem Cache. Man kann aber auch nicht erwarten, dass man für den Preis eines guten MoBos auch noch einen 'ausgwachsenen' RAID bekommt (ich habe z.B. einen Mylex, der einen vierstelligen Betrag gekostet hat).


d.h. im Endeffekt wenn ich mir ein Asus P5B Deluxe kaufe, dort ein RAID0 einrichte, dann wird immer wenn ich Daten verschiebe auch die CPU belastet? Ist deswegen von einem "Software" RAID abzuraten?
 
Das bei einem Software-Raid die CPU belastet wird stimmt, allerdings wird das erst bei "komplizierten" Raid-Leveln relevant. Ein Raid0 auf einem modernen System belastet die CPU auch bei vollem Festplattenzugriff nur im 1-stelligem Prozentbereich.
 
Was ich bisher so an Benches dazu gesehen habe liegt es im Bereich von etwa 4 - 8% aber gerade hier im Forum habe ich 22% gesehen. Wenn ich aber bedenke das eine Prozessorklasse etwa 4% Leistung (zum nächsthöheren Prozessor in einer Linie) bedeutet sind es bis zu zwei Stufen (worst case aber schon 5!) wäre mir das die Sache nicht Wert. Etwas ähnliches gilt ja auch für den Sound, wer Onboard nutzt verliert bei Games mit aufwendigen Sounds und Effekten nochmal bis zu 12% (gibt Tools dafür -> von Rightmark z.B.).
Ich persönlich bin jedenfalls nicht bereit eine derart leistungsstärkere CPU zu kaufen um diese Verluste wieder auszugleichen, aber das muß jeder für sich selber entscheiden.
 
4% als Sprung zur nächst höheren oder niedrigeren CPU-Leistungsklasse mag stimmen. Dabei sollten wir aber bedenken das diese Versuche sich auf den Sound bei Spielen beziehen. Das heißt bei Spielen mit Onboard-Sound verliert man ständig Leistung. Festplattenzugriffe finden ja nicht 24/7 statt, gerade bei Spielen nicht. Und dazu kommt wenn meine Festplatte(n) zu 100% ausgelastet sind mache ich meistens nichts anderes mehr am Rechner. Dann ist mir die CPU-Auslastung erst recht egal.
 
Mueli schrieb:
Was ich bisher so an Benches dazu gesehen habe liegt es im Bereich von etwa 4 - 8% aber gerade hier im Forum habe ich 22% gesehen.
Das hängt immer von der Stripegröße ab. Wenn man 4kb große Stipes wählt, dann erreicht man auch 20%. Nimmt man 64, 128 oder 256, dann geht die Prozessorlast runter bis auf ein paar %.

Meine Emfehlung lautet daher 128k zu wählen. Das halte ich für den goldenen Mittelweg.


Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die Raid Treiber auch speziell auf Dual-Core Systemen sehr gut laufen. Ich habe leider nur einen Singlecore, aber es wäre ja für die Treiberprogrammierer nur logisch die "Raid-Berechnungen" auf dem zweiten Kern durchzuführen. Dort stört die CPU-Last wahrscheinlich am wenigsten.

Dual-Core User dürften also noch weniger von der Belastung merken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also lieber eine Soundkarte rein, und das RAID0 dann evtl. mal testen und schauen wie sich das auf die CPU auswirkt. Beim Laden dürfte man natürlich eine Steigerung feststellen, während des Spielens dürfte sich die geringere CPU Leistung kaum bemerkbar machen, da ja nur noch wenige bis fast keine Daten von der FP gezogen werden?! Weiß jmd zuffällig eine Soundkarte die auf das AUS P5B Deluxe passt?
 
Man muß einfach nur alle Aspekte berücksichtigen, wenn man die Entscheidung für eine Konfiguration wählt. Wer seinen PC durch Sponsoren (Eltern :D etc.) gestellt bekommt, kann sicher aus dem Vollen schöpfen und sich die maximale Ausstattung hinstellen dann spielen die paar Prozente vielleicht keine Rolle. Wer seine Hardware teuer erkauft und auch durch OC nicht allzuviel riskieren möchte sollte vielleicht mal darüber einen Gedanken verschwenden, ob es so sinnvoll ist all die mühsam gewonnene Mehrleistung wieder verschwendet.

Plattenzugriffe finden vielfach auch in den Spielen und Anwendungen statt, Level nachladen, Texturen von der Disk holen, auslagern von Speicher im Zusammenhang mit Hintergrundprozessen (mal einen Disk- und/oder Filemon im Hintergrund laufen lassen).
Die Foren ist von vielen Games die Stocken zu lesen und das kommt sicher bei vielen auch durch die Last beim speichern/laden von Blöcken und ist daher auch nicht immer leicht zu diagnostizieren. Es ist also die Frage, ob ider Gewinn durch RAID bei der Speed nicht wieder durch die CPU-Last, zum Teil zumindest, wieder verloren geht. Ich habe zumindest noch nie mit Lags etc. zu tun gehabt, wenn ich mal von den Problemen durch der Kombination von nForce3 und 6800 Ultra (Throtteling etc.) absehe. Meine Hardware besteht fast außschließlich aus SCSI mit (15000'er und 10000'er) der Beschränkung des PCI-Busses auf max. 133MB/s und ich kann sogar eine Dasi im Hintergrund auf DLT machen!

Ich habe eigentlich nur (allerdings auch, weil ich jetzt auch die Zeit dafür habe) gepostet, damit jeder alle Seiten kennen sollte, wenn er sich für eine Konfiguration entscheidet.
 
Hi Jungs,

vieles von dem was ich hier lese ist richtig, einiges davon auch etwas weniger ;-) Grundsätzlich gilt, dass sämtliche Onboard-Lösungen als Software-Raid zu bezeichnen sind, wobei die CPU die Berechnungen des Stripesets durchführt. Im Gegensatz zu einer reinen Software-Lösung unter win2k/xp bzw. Linux kann somit das Betriebssystem auf dem Raid installiert werden, man spricht dabei von einem FakeRaid, da zwar ein Stück Hardware (eben der Raidcontroller) vorhanden ist, dieser aber die CPU mit Hilfe des Treibers die Arbeit machen läßt. Der „richtige" Hardware-Controller bringt somit immer seine eigene CPU selbst mit.

Betrachten wir aber auch mal, von welcher CPU-Last wir hierbei sprechen: Dazu eignen sich ganz hervorragend gerade die hier gemachten Motherboard Tests, die ebenfalls grundsätzlich die Schnittstellengeschwindigkeiten mit berücksichtigen. Bei modernen Boards wie z.B. einem Asus P5W DH Deluxe, einem Intel Bad Axe mit ICHR7 oder einem Asus P5N32-SLI Deluxe mit nForce4 liegt die CPU-Last bei Raid 0 oder Raid 1 bei durchschnittlich 3%. Da diese Art des Stripesets oder Mirroring wenig Rechenleistung benötigt, ist die Leistung der CPU somit nicht wirklich ausschlaggebend. Die reale CPU-Last ist zum einem vom Controller abhängig (wie gut wurde das umgesetzt) zum anderen auch vom verwendeten Raid-Level. Ein Raid5 benötigt auf Grund der notwendigen XOR Paritätsdaten-Berechnung am gleichen Controller ca. 10 - 13% der CPU-Leistung.

Darüber hinaus gibt es auch bei reinen Harware-Controllern eklatante Leistungsunterschiede. Somit ist nicht nur die verbaute CPU für die Geschwindigkeit verantwortlich, sondern das Gesamtkonzept des Controllers - Mein Server läuft z.B. mit 8 Atlas SCSI 15000 1/min Platten, die jeweils zu 2 Raid5 a 4 Platten verbunden sind. Das ganze an einem 2-Kanal Hardware-SCSI-Controller eines führenden Anbieters, der alleine schon ein Vermögen gekostet hat. Über die Geschwindigkeit sprechen wir lieber nicht, die Vorstellungen eines „Normal-Users" über die Leistung derartiger Profi-Systeme sind da deutlich zu hoch..

Ist es nun sinnvoll, CPU-Leistung zu opfern um Festplattenleistung zu erhalten? Auch da gibt es wiederum verschiedenste Ansätze, die ich aus meiner Sicht etwas erläutern möchte.

In den letzten Jahren konnte man Eines feststellen: Die CPU-Leistung ist in Riesensprüngen gewachsen. Immense Taktraten, Hyper-Threading, Dual-Core CPU’s und neue Prozessorarchitekturen haben das möglich gemacht. Ist noch nicht all zu lange her, das war ein Pentium III 1000 das Maß der CPU-Leistung. Heute bieten aktuelle CPU’s annähernd das 10 fache an Leistung.
Zu dieser Zeit lag die durchschnittliche Transferrate einer schnellen Festplatte zwischen 15 und 20 Mb/sek. Eine Seagate Cheeta SCSI brachte es damals schon auf schier unglaubliche 30 MB/sec. Auf die CPU-Leistung umgerechnet sollte sie somit bei Festplatten nun bei ca. 200 Mb/sek liegen. Tut sie aber nicht. Weil es eben keine derart rasanten Entwicklungsfortschritte wie bei anderen Geräten (z.B. auch Grafikkarten) gegeben hat.

Somit bleibt festzustellen, dass das eindeutig langsamste Teil, das heute die Leistung eines flotten PC’s nach unten begrenzt, die Festplatte ist. Eben das Bauteil, bei dem es keine bahnbrechenden Entwicklungen zu beobachten gibt. Auch das Perpendicular Recording, das bei der neuen Seagate 750 eingesetzt wird, ändert grundsätzlich nichts daran.

Somit bietet sich im Bereich der Festplatten ausschließlich das Stripeset (Raid0) zu nennenswerter und kostengünstiger Leistungssteigerung an. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass auch geeignete Platten zur Verwendung kommen. Ebenso wie bei Schnittstellen und Controllern gibt es bei Festplatten mehr oder weniger geeignete Teile.

Grundsätzlich eignen sich für ein Stripeset die nativen (also in den Chipsatz integrierten) Conroller moderner S-ATA Boards besonders gut, da diese über den schnellen PCI-E Bus angebundenen Controller keinen Flaschenhals für die Transferraten bilden. Die oft vorhandenen, zusätzlichen Controller (Marvell, Silicon Image) sind häufig über den PCI-Bus angeschlossen und somit meist deutlich langsamer.

Möchte ich nun eine der CPU-Leistung adäquate Festplattenleistung erzielen, bieten sich z.B. die WD 1500 Raptoren besonders gut an. Diese auf Server-Betrieb konstruierten Platten eigen sich zum einen für einen 24/7/365 Betrieb durch ihre MTBF-Time von 1,2 Mio Std., zum anderen sind sie somit nicht so Ausfall-gefährdet wie so manch andere bekannte Durchschnittsplatte.

Wie bereits hier im Thread aufgeführt belegen Messungen mit CT’s h2benchw die Leistungszunahme eines derartigen Stripesets.

Die Frage, ob man nun 3% CPU-Leistung für eine Steigerung der Festplattenleistung von durchschnittlich 50% in Kauf nimmt, ist für mich somit klar mit einem JA zu beantworten.

Wer benötigt nun diese Leistung:
Eigentlich jeder, der viele Daten bewegt oder entsprechend große Programme im Einsatz hat. Für den Lebenslauf oder die Bewerbung in Word ist das ziemlich sekundär, bei Bild- oder Video-Bearbeitung aber quasi ein Muß. Zu Spielen kann ich mich hierbei nicht äußern, da ich bis jetzt noch nie ein Spiel gespielt habe. Wer aber jemals mit Photoshop gearbeitet hat, für die Programmierung einen J-Builder oder Intel Compiler hochwuchten muss und nebenbei (wie ich) Filme in HDV mit z.B. Premiere Pro 2.0 produziert, der weiß, dass er auf diese Art der Festplattenleistung nicht mehr verzichten möchte.

Nur ein Beispiel: Mein aktueller, am nächsten WoE zu bauender PC besteht aus einer Conroe E6700 CPU, 3 GByte DDR2 Corsair Speicher und nach langer Überlegung einem Asus P5N32-SLI SE Deluxe MotherBoard. Diese 3 Komponenten kosten zusammen etwas mehr als 1000 Euronen. Eine WD Raptor 1500 liegt bei ca. 220 Euro - bei dem Preis des Systems wäre es somit fast fahrlässig, wegen eben dieser 220 Euro auf einen großen Teil der Leistung des Gesamtsystems zu verzichten. Somit kommt das Betriebssystem auf 2 dieser Raptoren (Stripeset), für die HDV-Files gibt es 2 weitere WD-Platten a 400 Gbyte, ebenfalls als Stripeset. Vereinfacht ausgedrückt: Was nützen 500 PS an Motor, wenn mein Fahrgestell ein Opel Corsa ist..

Und zu den bereits erwähnten Benchmarks ein reales Beispiel aus der Praxis: Ein HDV-Film in mpeg2 (oder auch ein DV-Film in *.avi) belegt pro 10min Laufzeit ca. 2,3 GByte an Festplattenplatz - ein Film mit 30 min Länge kommt somit auf ein File von ca. 7 Gbyte. Das sind somit keineswegs unrealistische Größen.

Die Transferleistung meiner Platten, gemessen von Stripeset 1 zu Stripeset 2, Datenmenge etwas mehr als 1 Gbyte (1080 Mb): 12 Sekunden, die gesamten 7 GByte in ca. 1 min 20 Sek.

Nein, darauf würde ich nicht mehr verzichten wollen..

Ich hoffe, meine Sicht der Dinge kurzweilig dargestellt zu haben.

Gruß Mr Jo :cool_alt:
 
Zuletzt bearbeitet:
WoW

Sehr gut erklärt Mr Jo. Damit ist ja eigentlch alles gesagt.


Übrigens! Für alle Gamer die gerne mal ein paar Videos von ihrem Können aufzeichnen wollen ist ein Raid 0 auch sehr sinnvoll.

Denn auch dort ist nicht die CPU-Leistung, die zum kodieren benötigt wird, der begrenzende Faktor, sondern die Platten, die diese riesigen Datenmengen in kurzer Zeit abspeichern müssen.


Es ist irgendwie schade, dass alle anderen Komponenten solche Leistungssprünge vollziehen und die Festplatten immer mehr zu einem Hemmschuh werden. Es wird wirklich mal Zeit für etwas Neues.
 
@Mr Jo
Deinen Text kann ich eigentlich nur unterschreiben, wobei Du es aus der Sicht eines doch rel. speziellen Anwerders (Harddisk-Recording etc.) geschrieben hast.
Der Punkt ist doch, dass man bei einer Frage wie sie hier gestellt wurde besser die Anwendung(en) hätte angeben sollen, die man im Auge hat.

In der letzten Zeit bin ich im I-Net vielfach auf Probleme (Lags etc.) im Zusammenhang mit RAID und Games gestoßen, dazu habe ich viele HD Tach Pics von Usern gesehen die CPU-Lasten bis zu 20% und darüber aufwiesen.

Diejenigen, die über die Vorteile der Onboard-RAID Lösungen berichten, sind aber auch meistens in der Lage sie richtig zu installieren und Probleme selber zu lösen. Auch die Stripe-Blöcke sollten auf die Anwendung bzw. Daten zugeschnitten sein und das zu beurteilen müssen oder sollten die User ebenso in der Lage sein.

Meine Meinung bleibt nach wie vor, RAID für einen normalen User und besonders Gamer sollte nicht die erste Wahl sein. Mit der Integration von RAID in die Chipsets als Standard hat man sicher mehr Schaden angerichtet als Anwendern einen Gefallen getan. Wer als Semi-Profi und nat. IT-Spezi sich für den Kauf eines RAID-Controllers entschieden hat wußte was er tat.

Das soll es jetzt aber auch von meiner Seite aus zu diesem Thema gewesen sein.
 
Also ich finde, gerade für Gamer ist es sehr sinnvoll, bei den riesigen Dateien, die heute geladen weren müssen.

Dann muss man auch nicht übermäßig lange warten, wenn in HL² mal wieder der nächste Levelabschnitt geladen wird. Mit meinem damaligem 4x Raid 0 flackerte nur kurz der Fortschrittbalken auf und schon ging's weiter mit dem Spiel. War wirklich sehr angenehm.
 
Hi,

Mueli schrieb:
Diejenigen, die über die Vorteile der Onboard-RAID Lösungen berichten, sind aber auch meistens in der Lage sie richtig zu installieren und Probleme selber zu lösen. Auch die Stripe-Blöcke sollten auf die Anwendung bzw. Daten zugeschnitten sein und das zu beurteilen müssen oder sollten die User ebenso in der Lage sein.

Meine Meinung bleibt nach wie vor, RAID für einen normalen User und besonders Gamer sollte nicht die erste Wahl sein. Mit der Integration von RAID in die Chipsets als Standard hat man sicher mehr Schaden angerichtet als Anwendern einen Gefallen getan.

Diese Ausagen sind natürlich korrekt. Bei der ganzen Angelegenheit darf nicht vergessen werden, dass es sich bei den diversen Raid-Leveln und deren Einsatz um einen ganz eigenen Bereich der Festplattenverwaltung handelt.

Was bei meiner obigen Ausführung nicht erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass ich als Netzwerk- und Server-Administrator diverser mittelständischer Unternehmen die Sache aus der Sicht eines Professionals betrachten kann. Noch vor geraumer Zeit war das Thema Raid quasi nur im Serverbereich zur Datensicherheit relevant und mit entsprechend hohen Kosten verbunden. Heute ist es ein populäres Thema, als (angeblich) einfach zu verwendende Möglichkeit des Stipings bzw. Mirrorings wird es entsprechend populistisch vermarktet. Der Hintergrund ist wie immer trivial, die Möglichkeit verschiedene Raidlevel in den Chipsatz zu integrieren ist mittlerweile außerordentlich kostengünstig zu realisieren und wird somit als Zusatz-Feature entsprechd werbewirksam verkauft.

Der angesprochene "Otto Normal User" wird somit zu einer durchaus mit diversen Vorteilen behafteten Technologie verführt, ist sich im Endeffekt aber der damit verbundenen Konsequenzen nicht bewusst. Genau über diese Konsequenzen in Abhängigkeit der verschiedenen Raid-Level ließe sich ein ganzens Buch schreiben.

Ich habe bewusst somt keine Stellung zu dieser Thematik bezogen, selbstverständlich haben diese Warnungen insgesamt eine nicht zu vernachlässigende Berechtigung.

Wer den Unterschied zwischen Klustegröße und Stripesize (Chunksize) kennt, die Auswirkungen verschiedener Stripesizes auf seine Anwendung hin per diverser Benchmarks tagelang getestet hat, den einen oder auch anderen Plattenausfall gut über die Bühne gebracht hat, HDD-Firmware flashen musste, Raid-Migrationen überlebte oder Partitionen rebuilte, weis wovon ich spreche.

Wem das aber "Böhmische Dörfer" sind, sollte sicherlich mit entsprechender Vorsicht und nicht zu großer Erwartunghaltung an diese Sache herangehen, das ist der erste Schritt zu mehr Wissen und Erfahrung.

Und davon kann man gerade in dieser Sache nicht genug haben. ;)

Gruß Mr Jo
 
Mr Jo schrieb:
Wem das aber "Böhmische Dörfer" sind, sollte sicherlich mit entsprechender Vorsicht und nicht zu großer Erwartunghaltung an diese Sache herangehen, das ist der erste Schritt zu mehr Wissen und Erfahrung.

Genau das ist der Punkt und darum habe ich hier überhaupt etwas geschrieben. Ich finde es gut, wenn jemand nachfragt und sich versucht Wissen anzueignen und nicht gleich 'macht' und hinterher die Foren füllt. Deswegen poste ich auch lieber so, dass sie der Fragende danach komfortabler fühlt, die nächsten Probleme selber zu lösen. An Diskussionen wie was ist besser oder was soll ich kaufen halte ich mich meist raus und poste lieber dann, wenn ich 'Quatsch' gelesen habe und poste lieber die fehlenden Aspekte.
In der Zeit wo jeder fast alle Anleitungen zumindest anliest und z.B. seinen Rocorder oder Handy aus dem gelesenen heraus bändigen kann, ist beim PC kaum etwas vernünftiges dabei. aber auch die wenigsten 'holen' sich die Information, anders kann ich mir die banalsten Fragen in Foren kaum erklären.
Im Bekanntenkreis habe ich bereits einen zum Kauf von Literatur 'genötigt', denn ich war es leid, selbst nach etwa 5 Jahren noch Fragen zu Boot.ini u.ä. immer wieder erklären zu müssen. Mittlerweile unterstützt er selber seinen Bekanntenkreis!

Ich habe übrigens beruflich über 25 Jahre Unix- und properitäre Server (im 6 bis etwa 8 stelligen preislichen Bereich) installiert und supportet, aber auch technische Systeme für z.B. Micrprocessor-Development. Hier geht man teilweise mit Projektgruppen an die Konfiguration eines z.B. Data-Warehouse oder SAP-Systems und besonders der Mass-Storage-Systeme.
 
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