Raid Fragen

Ryrudo

Cadet 2nd Year
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Feb. 2010
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Hallo,

ich bräuchte mal nen Rat/Erklärung zu meinem Problem.

Ich habe nen Asus X670E Motherboard mit 6 Sata Anschlüssen und 6 Samsung 870 QVO(qlc nand) gleicher größe.
Ich wollte jeweils 3 SSDs in einem Raid 0 zusammenfügen, um zum einen die teilweise etwas schwächelnden Transferaten zu verbessern und zum anderen halt am ende zwei größere logische Datenträger zu haben.

Das beim Ausfall eines Datenträgers alle Daten weg sind ist mir klar, deswegen würde ich auf eine HHD die jeweils so groß ist wie 3 SSDs auch nen Backup erstellen, dieser Aspeckt spielt für mich also keine Rolle.
Nun bin ich aber bei diesem unterfangen gleich mehreren Problemen begegnet.

1. Beim versuch im Bios die angedachten Raids zu erstellen werden nur 4 SSDs erkannt und nicht 6...
Ich kann also nur einen Raidverbund wie angedacht erstellen und das funktioniert dann auch wie erwartet, dass ich bessere Performance habe und ein Größeres Volumen.
Wieso geht das aber nicht mit den anderen?

->Der Teil ist geklärt

2.Als Alternative habe ich laut google Stripesetvolumen oder Speicherpool erstellung Gefunden.
Darüber kannn ich dann die restlichen 3 SSds zu einem Großen Volumen zusammenfassen, soweit so gut, aber die Performance bleibt identisch zu einer einzelnen...
Wieso ist das so, bzw. habe ich da was falsch gemacht?
Ich hatte es so verstanden das sich auch hier die Tranferaten verdreifachen müssten?

3.Gibt es noch irgend einen anderen Ansatz wie ich zu meinem ursprünglichen Ziel komme?
 
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Welches Board? Welcher Controller

die QVO haben QLC Chips und verlieren vor allem Performance durch Latenzen
Durch RAID machst du die latenzen noch schlechter, da hier noch 1 Hardware und Software layer zwischen kommen.
Auch hast du am ende mehr Last auf den Chips und die 870QVO habe ich in solchen setups schon oft sterben sehen, da sie von sich aus schon nicht super haltbar sind.

Wie und wozu werden die SSDs genutzt und wie viel Platz haben sie?
 
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Ryrudo schrieb:
Asus X670E Motherboard mit 6 Sata Anschlüssen
Vielleicht hängen die nicht alle am selben RAID-Controller. Ein Blick ins Handbuch verrät es Dir.
 
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QLC Consumer SSDs und Soft-RAID Lösungen sind ne ganz schlechte Idee. Die sind dafür nicht gemacht, das gibt früher oder später sicher Probleme.
 
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Wenn Windows drauf läuft einfach ein Windows SoftwareRAID machen und gut ist.
Hat den Vorteil ist Hardware unabhängig und das SoftwareRAID kann ohne Probleme bei einem Mainboardwechsel wieder eingebunden werden.
 
Also generell erstmal danke für die Antworten, auch wenn diese mir noch nicht wirklich weitergeholfen haben, ins Handbuch bezüglich des Controllers werde ich aber mal schaun.

@madmax2010
Um Latenz mache ich mir keine großen Gedanken, da das für mich keine Rolle spielt.
Es ist nen Datenspeicher, alles Latenz relevante erfolgt auf meiner Nvme und wird dann auf den Qvos ausgelagert.
Mir geht es um eine Erhöhung der Transferraten, da diese bei größeren Kopiervorgänge teils unter HDD Niveau fallen, wenn ich Daten zwischen NVME und den SSDs transferiere und selbst beim Kopieren auf meine HDD läuft das ab gewissen Mengen langsamer als es von HDD seiten möglich wäre.
@Mojo1987
In inwiefern sind die QLC-SSDs nicht für Raid geeignet, mir ist klar das sie eine verhältnismäsig niedrige TBW haben aber sonst?
Das einzige Problem was ich jemals mit ner SSD hatte ist das scheinbar der Controler seinen Dienst quitiert hat und ganricht mehr erkannt wurde(das war aber ne TLC SSD), aber mit relevant abbauenden Nandbausteinen hatte ich zumindest persönlich noch garkeinen Kontakt, weshalb ich mir auch wegen QLC Nand garkeine Sorgen mache.

@wern001 Genau das habe ich ja mit meinem 2. Punkt beschrieben aber ich erhalte keine besseren Transferraten?
 
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ein hardware raid controller oder das RAID von Mainboard ist auch nicht schneller als das SoftwareRAID von Windows.
Erst bei RAID5 sieht es anders aus.
Das Problem ist halt der Write Cache der Samsung 870 QVO der läst sich halt nicht ändern.
 
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Ja aber wieso ist das bei mir dann nicht so?
Wenn ich aus 3 SSDs im Bios nen Verbund mache habe ich Transferraten von über 1400mb/s aber wenn ich wie gesagt über Stripesetvolumen oder Speicherpool die SSDs zusammenfasse bleibt das bei etwa 450mb/s in der Spitze?

@dx1 Ok, habe nachgeschaut und es ist wohl so das nur die ersten vier am Raidcontroller hängen, das ist ärgerlich, damit hatte ich nicht gerechnet.
Damit ist zumindest die erste Punkt beantwortet.
 
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liegt bestimmt an deinem System.
Hab mit Windows Server schon mal ein Software RAID0 mit 5x 500 GB SSDs gehabt und das hat im schreiben knapp über 2000 MB/sek geschaft.
 
Ryrudo schrieb:
werden nur 4 SSDs erkannt und nicht 6
Aus dem Handbuch:
1769881596687.png
 
Ok warum es mit den Hardware Raid nicht so klapt wie geplant ist mir ja nun klar, aber wieso haut die Software Variante nicht hin?
Ich habe über die Datenträgerverwaltung ein Stripesetvolumen mit 3 SSds erstellt wieso ergibt sich da keine Verbesserung der Transferraten?
Alternativ hatte ich über die Speicherplatzverwaltung einen Pool erstellt mit Resilienztrype einfach(ohne Resilienz), aber auch hierbei war keine Transferratenverbesserung feststellbar.
An den SSDs selber sollte es ja eigentlich nicht liegen, da es über das Bios ja geklappt hat oder?
Hat jemand eine Idee oder noch ne Alternative?
 
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Hatte bisher nur Firmware-RAID0 am laufen und die funktionierten damals mit HDDs so wie sie sollten. Software RAID0 noch nie benutzt, kann ich also nix zu sagen. Vlt. hat MS da was verkackt.

Edit: Da du ja 6 SSDs hast, teste mal "Parität" als Resilienztyp. Da solltest du mit 6 Laufwerken zumindest bei den Leseraten über 2GB/s kommen.
 
@qiller Also Parität macht keinen Unterschied, aber als ich alle 6 zusammen zu einem gemacht haber bin ich nun drauf gekommen warum das alles auch nicht klappt.
Es scheitert scheinbar genau an der selben stelle wie der Hardware Raid.
Die SSD 5-6 lassen sich auch Softwareseitig nicht richtig in nen Raid 0 Schalten.
Wenn ich alle 6 zusammenlege komme ich blos auf 800mb/s.
Wenn ich 1-2-3 zu einem mache sind es 1600mb/s, bei 4-5-6 dann aber nur 600mb/s.
1-2 1100mb/s, 5-6 sind 450mb/s, 1-6 ist komischerweise dann aber 800mb/s.
Der beste Kopmromiss scheint wohl die Kombi 1-2-6 und 3-4-5 zu sein, dann haben beide nämlich 1200mb/s.
Ich schätze dann werde ich wohl mal die letzte Variante probieren und hoffen das es nicht im stärker beschrieben Zustand dann zu irgendwelchen Problemen kommt, da 5 und 6 aufgrund der Anbindung ja scheinbar langsamer agieren.
 
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Ryrudo schrieb:
Wenn ich 1-2-3 zu einem mache sind es 1600mb/s, bei 4-5-6 dann aber nur 600mb/s.
Dann klauen sich die Sata-Schnittstellen gegenseitig die Lanes bzw. die Datenrate ist geteilt. Hab leider kein Blockdiagramm/Lane-Aufteilung gefunden. Ich denke auch, dass 5+6 irgendwie gesondert angebunden sind. Müsstest mal im Gerätemanager nachschauen, wieviel Controller da unter "IDE ATA/ATAPI-Controller" als Sata-AHCI-Controller aufgelistet sind. Ich denke da werden 2 aufgelistet und nicht nur einer.
 
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