RAM auf Funktion testen

fzst

Ensign
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Hallo Zusammen

Ich habe am WE mal meine "Technik-Kiste" geräumt und dabei zwei ungenutzte Nvme-SSDs und 4 alte 8Gb DDR4 SODIMM RAM-sticks gefunden. Ich dachte eigentlich, die SSDs lohnen sich nicht wirklich zu verkaufen und die alten RAM- sticks wolle ja eh niemand mehr. Aufgrund der aktuellen Situation kann diese aber vielleicht ja doch noch jemand brauchen und ich will diese deshalb verkaufen.

Bevor ich das Zeugs anbiete, will ich aber deren Funktion sicherstellen. Die SSDs sind kein Problem aber wie kann ich testen ob die RAM-sticks noch funktionieren? Ich habe momentan nur ein Laptop mit einem SODIMM-Slot, ein Lenovo P16s Gen 1 aber kann ich da bedenkenlos die RAM-Module einbauen und schauen ob sie laufen oder kann da etwas passieren? Ich habe vor allem Angst vor den Modulen, welche in meinem alten Dell XPS 15 verbaut waren, denn dieses starb den Wassertod weil ich ein Glas Wasser über die Tastatur geschüttet hatte🙄😅und natürlich laufen alle mit der falschen Taktung...

Wie seht ihr das? Falls damit die Gefahr besteht, mein Laptop zu schrotten lass ich es lieber und schmeiss die Module weg bzw. gebe sie kostenlos als potentiell defekt weg...
 
Ram Module verlieren ja alle Daten beim ausschalten, insofern kannst du problemlos einbauen und tauschen
 
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Wenn der RAM defekt ist fährt die Kiste A nicht hoch oder B stürzt ab.. Checken kannst Du das mit MEMTest86:

https://www.memtest86.com/
 
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Für 10 bis 20 Euro kann man Adapter kaufen und den Speicher auf einem beliebigen Board mit DDR4-Slots testen.
 
Piak schrieb:
Ram Module verlieren ja alle Daten beim ausschalten, insofern kannst du problemlos einbauen und tauschen
von Keks schrieb:
Wenn der RAM defekt ist fährt die Kiste A nicht hoch oder B stürzt ab.. Checken kannst Du das mit MEMTest86:

https://www.memtest86.com/
Ok, danke für die Info👍Also besteht da keine Gefahr für einen Kurzschluss oder sonstiges? Schlimmstenfalls fährt der Laptop einfach nicht hoch und ich bau den Stick wieder aus?
Ergänzung ()

dx1 schrieb:
Für 10 bis 20 Euro kann man Adapter kaufen und den Speicher auf einem beliebigen Board mit DDR4-Slots testen.
Danke für den Tipp, wäre auch ne Möglichkeit. Allerdings lohnt sich das in meinem Fall wohl nicht wirklich da ich wahrscheinlich für alle 4 Sticks vlt. noch so 50€ kriegen werde. Wenn ich dzuerst noch einen Adapter, den ich wahrscheinlich nie mehr brauchen werde, für 20€ kaufen muss, lass ich es lieber und schmeiss sie weg/gebe sie kostenlos her.
 
fzst schrieb:
Wie seht ihr das? Falls damit die Gefahr besteht, mein Laptop zu schrotten lass ich es lieber und schmeiss die Module weg bzw. gebe sie kostenlos als potentiell defekt weg...
Denke nicht, dass da eine Gefahr besteht.
Aber selbst ungetestet würde sich sie nicht kostenlos weggeben oder wegschmeißen. Es ist - imho - sehr wahrscheinlich, dass die Riegel noch funktionieren.

Gib sie an als ungetestet und potentiell defekt und verlange einen fairen Preis. Ich bin sehr sicher, dass sie in der aktuellen Situation dennoch sehr schnell verkauft werden. Wegschmeissen bzw. umsonst weggeben wäre schade drum.
 
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Piak schrieb:
Ram Module verlieren ja alle Daten beim ausschalten, insofern kannst du problemlos einbauen und tauschen
Das war nie die Frage des TE.

fzst schrieb:
Also besteht da keine Gefahr für einen Kurzschluss oder sonstiges?
Selbstverständlich besteht die, insbesondere dann, wenn die RAM-Module zuvor in einem Gerät verbaut waren, das den "Wassertod" gestorben ist, wie du selbst schreibst.

Ein Kurzschluss als solches würde aber vermutlich nur dann auftreten können, wenn auf den RAM-Bausteinen sichtbar irgend welche Leiterbahnen (Kontaktstreifen sowie Lötpunkte von SMD-Bauteilen) zusammengeschmort sind.

Wenn das nicht der Fall ist, wäre ich vermutlich erst einmal entspannt, aber dennoch kann natürlich immer irgendwo der Wurm drinstecken. Eine 100%ige Sicherheit kann dir da niemand geben.
 
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Sichtprüfung und zum Test einbauen. Test Methoden gibt es genügend.
 
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DJMadMax schrieb:
Selbstverständlich besteht die, insbesondere dann, wenn die RAM-Module zuvor in einem Gerät verbaut waren, das den "Wassertod" gestorben ist, wie du selbst schreibst.
Ja... und der war schon ziemlich dramatisch, da ist wirklich ein volles Halbliterglas drüber gekippt😅
DJMadMax schrieb:
Ein Kurzschluss als solches würde aber vermutlich nur dann auftreten können, wenn auf den RAM-Bausteinen sichtbar irgend welche Leiterbahnen (Kontaktstreifen sowie Lötpunkte von SMD-Bauteilen) zusammengeschmort sind.

Wenn das nicht der Fall ist, wäre ich vermutlich erst einmal entspannt, aber dennoch kann natürlich immer irgendwo der Wurm drinstecken. Eine 100%ige Sicherheit kann dir da niemand geben.
So mikroskopisch genau habe ich sie mir noch nicht angekuckt aber habe erstmal nichts gesehen... Wär halt schon sehr doof, wenn ich auf diesem Weg meinen Laptop schrotten würde🙄nur um vlt. noch ~50€ zu verdienen... aber ihr schätzt die Gefahr wohl sehr niedrig ein und einen anderen Weg ohne teure Testbenches scheint es ja nicht zu geben... Wenn ich sie via einem Adapter an ein MB in einem Desktop anschliessen würde, wäre ich bezgl. Kurzschlussgefahr ja wieder gleichweit oder?
Ergänzung ()

SSD960 schrieb:
Test Methoden gibt es genügend.
Welche denn?
 
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Ich vermute, @SSD960 meint damit sowas wie Memtest, wobei ich persönlich für den "Quick and Dirty"-Test immer "TestMem5" empfehle.

Aus einem älteren Beitrag von mir:
1768818418712.png


Nach nur wenigen Minuten war TestMem5 bereits in der Lage, mehrere Speicherfehler zu analysieren.

Hier muss man jedoch mit Vorsicht herangehen:
Getestet wurden ZWEI RAM-Kits auf einmal (2x 16 GB Kits = die oben rechts stehenden 32 GB RAM). Einzeln funktionierten die Speicherkits problemlos und lediglich in gemeinsamer Nutzung kam es zu den Fehlern. Grund war hier vermutlich eher der Speichercontroller des i5-8600K, denn dieselbe Speicherkombination lief auf meinem 12600K (auf DDR4-Board) später ebenfalls problemlos.

Aber nochmal: für den "Quick and Dirty"-Test ist TestMem5 uneingeschränkt empfehlenswert. Runterladen, Starten, fertig. Kein Einstellen wilder Konfigurationen notwendig. Nach 2-3 Cycles ohne Fehler würde ich bereits beenden, das dauert dann keine 10 Minuten. Dagegen benötigt Memtest oftmals viele Stunden oder gar Tage (!) ununterbrochener Testläufe, bis tatsächlich defekte Speicherzellen ausgemacht werden können (dafür aber recht zuverlässig).
 
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DJMadMax schrieb:
Ich vermute, @SSD960 meint damit sowas wie Memtest, wobei ich persönlich für den "Quick and Dirty"-Test immer "TestMem5" empfehle.

Aus einem älteren Beitrag von mir:
Anhang anzeigen 1698549

Nach nur wenigen Minuten war TestMem5 bereits in der Lage, mehrere Speicherfehler zu analysieren.

Hier muss man jedoch mit Vorsicht herangehen:
Getestet wurden ZWEI RAM-Kits auf einmal (2x 16 GB Kits = die oben rechts stehenden 32 GB RAM). Einzeln funktionierten die Speicherkits problemlos und lediglich in gemeinsamer Nutzung kam es zu den Fehlern. Grund war hier vermutlich eher der Speichercontroller des i5-8600K, denn dieselbe Speicherkombination lief auf meinem 12600K (auf DDR4-Board) später ebenfalls problemlos.

Aber nochmal: für den "Quick and Dirty"-Test ist TestMem5 uneingeschränkt empfehlenswert. Runterladen, Starten, fertig. Kein Einstellen wilder Konfigurationen notwendig. Nach 2-3 Cycles ohne Fehler würde ich bereits beenden, das dauert dann keine 10 Minuten. Dagegen benötigt Memtest oftmals viele Stunden oder gar Tage (!) ununterbrochener Testläufe, bis tatsächlich defekte Speicherzellen ausgemacht werden können (dafür aber recht zuverlässig).
Danke dir fürs Ausführen.

Das wäre dann allerdings erst der zweite Schritt. Mir gehts ja primär darum, dass ich meinen Laptop nicht beschädigen will indem ich potentiell defekte Ram-Sticks einbaue.

Sprich um ganz sicher zu sein müsste man wohl ein externes Testgerät wie die unten verlinkten Teile kaufen um zuerst zu testen ob denn rein elektronisch alles i.O. ist und man mit einem Einbau zumindest keinen Kurzschluss riskiert.

https://de.aliexpress.com/item/1005...__M6EWUrO__1768817633119&gatewayAdapt=glo2deu

https://www.joom.com/de/products/68...oOXC0ht9-_Q2fKKv2Fo3JydMN-596ZixoC1KAQAvD_BwE

Aber wie gesagt, extra nur für den Verkauf so ein Billig-Chinaböller-Teil zu kaufen dass dann ev. selbst nicht funktioniert, weiss ja nicht ob sich das lohnt... Die Sticks laufen mit mit 2666Mhz, da glaube ich trotz RAM-Krise kaum, dass die 4 Sticks mehr als ~50€ einbringen werden - und ehrlich gesagt will ich auch gar nicht mehr verlangen. Mir geht es da mehr darum, dass vlt. noch jemand etwas davon hat, denn ich kann die Dinger ja eh nicht mehr nutzen (bei den SSDs ists anders, die kann ich schon noch nutzen sei es als Datengrab SSD oder als USB-stick, dann brauche ich schon etwas Motivation um mich von diesen zu trennen😉).
Bei den Ram-Sticks gehts mir mehr darum, meinen Aufwand fürs Verpacken und Versenden zu entschädigen, sonst würde ich die Dinger auch kostenlos hergeben...
 
von Keks schrieb:
Wenn der RAM defekt ist fährt die Kiste A nicht hoch oder B stürzt ab..

Wäre schön, wenn es so einfach wäre, ist es aber leider nicht. RAM-Fehler können sehr perfide sein. Im schlimmsten Fall korrumpieren sie über längere Zeit nach und nach Daten, ohne dass es auffällt.

Wenn der RAM zuvor ohne Auffälligkeiten funktioniert hat und du nicht auf Socken herumgelaufen bist, als du ihn angefasst hast, und du nicht an die Kontakte gefasst hast, würde ich es jetzt aber auch nicht übertreiben und eher den Weg von @DJMadMax gehen.

Willst du wirklich sehr sicher sein, dass sie keinen Defekt aufweisen, würde ich auch zu Memtest86 raten.
 
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