News Raubkopien: IFPI fordert härteres Vorgehen

MountWalker schrieb:
Genau, ich darf auch nicht schätzen, wieviel ein Auto wert ist, nur weil ich von KFz-Mechanik nicht viel verstehe. :lol:

Klar darfst Du. Ob dein Urteil aber dann mehr wiegen würde als das eines Sachverständigen, wage ich doch zu bezweifeln. Außerdem würde es hier vielmehr um den Zusammenbau eines Autos gehen, als um irgendwelche Schätzungen.

Ja und nun? Ist mir trotzdem wumpe, ich nenne deine Musikhochschule trotzdem Musikuni,

In diesem Beispiel wäre es so, als ob man die Grundschule mit Yale vergleichen würde... Zumal die Uni promovieren darf, die Hochschule aber nicht. Also ein eklatanter Unterschied.

Ich glaube, dir ist ziemlich viel "wumpe"; und das trägt nicht gerade zu deiner Kredibilität bei. Daher sind Diskussionen in diesem Rahmen auch so müßig.
Sicher, hier kann ja jeder seinen Senf zu allem möglichen beitragen. Besser macht es die Sache dann aber auch nicht.

Weißt du, Mount, gehe in den Kulturausschuß deiner Stadt/Landkreises und sieh dich mal mit den Realitäten konfrontiert. Dann kannst du die Kultur-Welt mit deinen QUalifikationen ja nach deinen Vorstellungen verbessern.


(P.S.: Übrigens, MountWalker: Promotionen im naturwissenschaftlichen Bereich sind - gemessen am zeitlichen Aufwand - ein Klacks gegenüber Promotionen der Geisteswissenschaften. Das sagt aber nichts über die Qualität aus. Während man innerhalb 6 Monate im medizinischen Bereich seine Promotion einfährt, kann das bei den Geisteswissenschaften bis zu 10 jahren dauern. Daher ist es den Ärzten auch schnuppe, ob man sie mit "Dr." oder eben nicht anspricht. Als Spezialist für kulturelle und Bildungsfragen weißt du das aber bestimmt. Viele Professoren schreiben daher auch Uni. Prof. Das "uni" weist den Universitäts-Titel im Gegensatz zum Hochschultitel aus. Aber darüber bist du dir sicherlich im klaren, hehe.)
 
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Ja, dann schaffen wir die Demokratie doch einfach ab, wenn der Bürger mangels Fachwissen nicht mitbestimmen soll. Wert wird nicht durch Herstellungsaufwand oder -kosten bestimmt, sondern allein durch Wertschätzung anderer, der Kunden. Jetzt kannst du gerne sagen, das sei zu "verkommerzialisiert" Kunst darauf festzunageln, aber ich nagle nicht die Kunst darauf fest, sondern ihren Wert. Du kannst den Menschen nicht befehlen, was sie wie wertvoll zu finden haben.


P.S.
Es gibt doch auch Aufnahmen der Callas, die teilweise ausschließlich als Raubkopien gehandelt werden - das in der Rockmusik beliebte "Bootlegging" wurde ja vermutlich von Callas-Fans erfunden (das weißt du sicherlich besser als ich) und die profitträchtige (Erst-) Veröffentlichung einer dieser Aufnahmen vor einigen Jahren brachte trotz jahrzehntelanger "Raubkopiererei" dieser Aufnahme viele Leute dazu dafür Geld auszugeben - weil sie es eben sehr wertvoll schätzten, aber nicht, weil ihnen der Wert von einem "Musikgutachter" befohlen worden wäre.
 
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Mount, das ist doch jetzt Käse, was du von Dir gibst. Wofür gibt es denn Spezialisten? Würdest du dich bei einer Herz-OP eher dem hochdotierten Spezialisten oder deinem Stammtischkumpan mit Küchenmesser überantworten? Das hat doch nichts mit "mitbestimmmen" zu tun.

Genauso wie ich die Bremsen an meinem Wagen vom Fachmann kontrollieren lasse und da aus Sicherheitsgründen nicht selber rummache. Ich rede dann ja auch nicht in die TÜV-Bestimmungen hinein. Das überlaße ich Fachleuten.

Also: Gehe in die Ausschüße und schau mal, ob du da Land siehst. ;) Da wirst du mit harten Realitäts-Fallbeispielen konfrontiert, vieles erklärt sich dann von selbst. Allerdings würdest du von vielem wahrscheinlich nicht einmal "Bohne" verstehen. (Typische Fachgespräche.)

Zur Wertschätzung von Kunst. Kunst läßt sich nicht mit kommerzialistischen Methoden wertschätzen. D. h. die Gesetze der BWLer oder irgendwelcher andere spießiger Buchhalter gelten hier nicht. Das weißt du selbst. Zumal der Wert eines Kunstwerkes zeitlos ist, bzw. sich im Laufe der Zeit exponential verändern kann.


Mountwalker schrieb:
Du kannst den Menschen nicht befehlen, was sie wie wertvoll zu finden haben.

Das tut auch keiner. Aber bloß weil man den Diamanten im Schaufenster als viel zu teuer empfindet, klau man den nicht einfach. Genauso halten wir es bitte auch mit geistigen Werten, ok? Wenn es dir zu teuer ist, konsumiere es eben nicht und boykottiere den Hersteller/Künstler.
Aber klauen ist dann eben auch nicht. Das wär dann einfach bigott und reduziert die Glaubwürdigkeit deiner Aussage.
 
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Ich fasse einfach mal zusammen:
50.000 Leute die von der Musikkunst leben, auf jeden dieser Supermenschen (die alle schon mit 3 Wochen das erste Instrument gelernt haben) kommen 250 Degenerierte die keine Ahnung von der ganzen Sache haben weil Sie keinen Platz an der Musikschule bekommen haben.
Macht 12,5 Mio Neider die alle nur Hass auf die Musikelite haben und (weil Sie eh nichts verstehen) dafür zahlen und die Klappe halten müssen.

Ich druck mir jetzt erstmal alle Posts von Natan aus und häng Sie mir zum Bewundern als Poster ins Zimmer. Natürlich zahl ich (die nächsten 70 Jahre regelmäßig) dafür entsprechend, er muss ja für sein Lebenswerk und seine 34 Jahre lange Ausbildung entsprechend entlohnt werden.
 
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Natan schrieb:
...
Das tut auch keiner. Aber bloß weil man den Diamanten im Schaufenster als viel zu teuer empfindet, klau man den nicht einfach. Genauso halten wir es bitte auch mit geistigen Werten, ok?...
Sehr richtig und genau das meinte ich heute Nachmittag mit der Rhetorischen Frage ob du schonmal einen Beitrag von mir in einem Raubkopiererthread gelesen hättest. Es geht mir hier darum, dass 50 Jahre exklusives Vermarktungsrecht in den Sonderfällen genug sind und eine Änderung (Verlängerung) in meinen Augen eben falsch ist, nicht darum, das Urheberrecht abzuschaffen. ;)
 
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Wo nimmst du denn diese absurden Zahlen her, Blutschlumpf?

Du kannst hier kreischen und schreien und marodieren so viel du willst. So lange du nicht mit realistischen Vorschlägen und Forderungen rüberkommst und in die Ausschüße gehst, apssiert gar nichts.

Mach doch mal realistische Vorschläge, die das wiederspiegeln, was du anstrebst. Bedenke dabei aber, daß im kulturellen bereich Menschen arbeiten, die genauso entlohnt werden müsssen udn wollen, wie du. Und bedenke auch die Kulturellen Groß- und Kleinstprojekte, wie Off-Theater und deutsche Opernhäuser.

Ich habe ein offenes Ohr und wäre sogar bereit, es in der nächsten GEMA-Sitzung vorzubringen.

Ansonsten könnte ich höchstens die Geschichte vom kleinen Blutschlumpf erzählen, der auszog, die Welt der Kultur zu revolutionieren...


@MountWalker: Ahhh ok, aneinander vorbeigeredet. Ja, damit könnte ich (persönlich) gut leben.

Die 75-Jahre sind eben aus der Tradition heraus zu erklären und haben ihre Berechtigung, es sind sozusagen "Erfahrungswerte" und spiegeln einen Zeitraum von 2 Generationen wieder. Über 2 Generationen hinweg sollen die Rechte von Komponisten und Literaten eben geschützt sein.

Viele, denke ich, könnten aber auch gut mit 40 oder 50 Jahren leben. Das Problem ist hier das Verlagswesen. Es ist wahnsinnig aufwändig und teuer, den Nachlaß eines Komponisten zu verwalten.
Das Notenmaterial muß in regelmäßigen Abständen redigiert und lektoriert werden. Das wiederum machen Extrem-Spezialisten. (Habe direkt nach dem Studium in diesem Bereich angefangen. Das sind Leute, die sich nicht nur "extremst" mit Computersatz-Techniken, sondern auch mit musiktheoretischen und kompositorischen Problemen auseinandersetzen können müssen, um z. Bsp eine kritische Ausgabe herzustellen. Ziemlich teure und knifflige Sache.

Wenn diese Kosten abgedeckt sind, ist es sicherlich legitim, das Werk freizugeben. Ob das jetzt 30, 40, 50 oder 60 Jahre sind, ist doch nebensächlich.)


Bezügl. Udo Jürgens:

Auch da könnt ihr zetern und schreien soviel ihr wollt. Der Mann ist nun einmal einer der wenigen, der Komponist und Interpret und wahrscheinlich sogar Arrangeur in Personalunion ist. D.h. als Komponist fallen seine Werke natürlich auch unter die 75-Jahr Klausel, ist doch klar und auch völlig verständlich und legitim.

Wenn ich jetzt aber als Alleinunterhalte einen Udo Jürgens Song auf einer Party wiedergeben, dann muß ich mir nur die Noten beschafft haben. Solange es nicht einen gewissen Rahmen sprengt,m sind damit die rechtlichen Forderungen erfüllt. Geht es über einen gewissen Rahmen hinaus, sind GEMA-Gebühren fällig, klar.

Ich denk, bei vielen hier spricht nur der Neid und das macht mich dann schon ein wenig traurig.
 
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Natan schrieb:
(P.S.: Übrigens, MountWalker: Promotionen im naturwissenschaftlichen Bereich sind - gemessen am zeitlichen Aufwand - ein Klacks gegenüber Promotionen der Geisteswissenschaften. Das sagt aber nichts über die Qualität aus. Während man innerhalb 6 Monate im medizinischen Bereich seine Promotion einfährt, kann das bei den Geisteswissenschaften bis zu 10 jahren dauern. Daher ist es den Ärzten auch schnuppe, ob man sie mit "Dr." oder eben nicht anspricht. Als Spezialist für kulturelle und Bildungsfragen weißt du das aber bestimmt. Viele Professoren schreiben daher auch Uni. Prof. Das "uni" weist den Universitäts-Titel im Gegensatz zum Hochschultitel aus. Aber darüber bist du dir sicherlich im klaren, hehe.)

Dann müssen die Naturwissenschaftler voll genie und Geistenwissenschaftler voll depp sein. Es hängt zwar richtig von Aufwand ab, aber in deinem Gedanken geht die Aufwand von Naturwiss. so einfach und Geisteswiss. wieder wie ich vorher gepostet hab so schwierig wie Hölle, bis Doktoranden fast ums Leben gekommen seien, um die Aufwand zu leisten. Oh Mann. Es gibt immer Bereiche, die schwierig sind und andersrum.

Ich sag's dir, ohne Naturwiss. (Physik auch) gibt deine Musik nicht, höchstens schreien alle Musiker wie Troubadix (Siehe Asterix Bände) und werden am Baum gefesselt, da schrecklich ist. :lol:
Und wenn die Patente im Naturwiss.-bereich auch 70 Jahre belaufen wären, sieht der heutige Stand der Technik voll anders aus. Wäre es so, fährst du vielleicht immer noch mit Kutsche.

Daher die Frage, ob's 70 Jahre nicht zu übertrieben seien, bin auch dafür dass die Künstler belöhnt werden müssen, aber inwiefern? Eine Kunst 70 Jahre, eine Erfindung 25 Jahre?

Und wegen Schumi, oder Kahn, solche Leute kannst du mit Finger aufzählen und denk doch einfach immer positiv, die haben das Glück sowas zu bekommen. Und wir, wir müssen arbeiten zu überleben. Fertig!

Falls du dann noch wegen Raubkopien "meckern" solltest, es ist halt so, dass nicht nur Kunst (in deinem Fall deine Musik) geklaut werden kann, sondern die Technik auch.
z.B. Ich muss die Technik verstehen, mache einen Firmenbesuch, sehe z.B. die eingesetzte Werkzeuge, dann speichere ich im Kopf, gehe nach Hause, entwerfe ich was ich hab und kann ich nachmachen, sogar ohne Patentverletzung. Und damit auch noch Geld verdienen. Glaubst nicht? Denk einfach z.B. an Autoindustrie.
 
Natan schrieb:
Es gab keinen grund für Verwertungsgesellschaften und Klauseln, denn man konnte seine Musik nur hören, wenn man auch dafür bezahlt hat.
Jesus...

Das mit Beethoven bezog ich vorallem auf die heutige Zeit. Du kommst doch dauernd mit Beispielen über private Verwalter, welche die dem Verfall ausgesetzte Kunst gegen Kasse über die Zeit hinwegretten. Das hat allerdings selten noch was mit Aufwandsentschädigung zu tun, sondern mit Profitmaximierung durch verschärfte Restriktionen, kurz Lizenzen. Der eigentliche Kunstgedanke kommt dabei doch immer kürzer.

Natan schrieb:
Tantiemen könen ja auch nur auf künstlerische Werke abgerechnet werden. Außerdem: Bei Forschern gibt es das Äquivalent des Pantentes.
Tja aber nur max. 25 Jahre, keine 50 und auch keine 70. DAS ist der Unterschied.
Da funktioniert es komischerwiese, unabhängig von irgendwelchen laufenden oder zurückliegenden Kosten, welche sicherlich auch aufgebracht werden/ wurden. Aber nach 25 Jahren nicht mehr vom jeweiligen Verwerter, dann ist Schluss mit Gebühren und verschärften Restriktionen. In einigen Bereichen ist sogar das noch zu lange und zu verschärft, daher höchst umstritten, besonders im Pharmabereich, wo es um Menschenleben geht. Aber auch hier wirft man pauschal wieder mal alle in einen Topf. Auch ein Mißstand, aber hier weniger das Thema.

Ob das jetzt 30, 40, 50 oder 60 Jahre sind, ist eben nicht nebensächlich. Darum streitet - ehm kämpft man doch gerade:
CB-Artikel schrieb:
Während die Werke von Komponisten und Textdichtern 70 Jahre über deren Tod hinaus geschützt sind, gilt für die Arbeit von Künstlern in Europa eine Schutzfrist von 50 Jahren nach Veröffentlichung der Tonaufnahmen. Von diesem Phänomen seien allein in Deutschland 14.000 Künstler betroffen. „Immer mehr Künstler müssen die bittere Erfahrung machen, dass ihre frühen Aufnahmen und ihr geistiges Eigentum ohne ihr Wissen, ihren Einfluss und ohne eine Entschädigung veröffentlicht und kommerziell ausgewertet werden“, sagte Udo Jürgens als Betroffener bei dem Treffen.
14000 Künstler gegen den Rest, nunja.
Ich denke zudem nicht, das UdoJ-Werke von Extrem-Spezialisten in regelmäßigen Abständen so aufwendig und teuer redigiert und lektoriert werden müssen. Er will ganz einfach mehr als die 50 Jahre kräftig mitverdienen und folglich darüber bestimmen. Am Ende gehts wie immer nur um Geld und Eitelkeiten.

Doch selbst die 50 Jahre sind bereits rechtssichere Privilegien, welche eben andere Gewerbe und Gewerke nicht in diesem Umfang besitzen. Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Unverhältnismäßigkeit.

Natan schrieb:
Nicht wieviel Zeit wer wofür aufwenden musste.
Interessant. Warum streikt denn gerade die Telekom für mehr Stundenlohn?
Geld gegen Leistung, kein Problem. Wenn ihr für eure Arbeit gekürzt oder nicht entlohnt werden solltet, könnt ihr ja auch auf die Barrikaden gehen.
Die T-Mitarbeiter streiken aber sicher nicht um jahrzehntelange Tantiemenzahlung und besondere Rechte für Weiterverwertung ihrer Leistung, nach getaner Arbeit. Wohl eher streiken sie dafür, dass sie auch weiterhin überhaupt Leistung erbringen dürfen und zugleich dafür auch angemessen entlohnt werden. Das ist nun wirklich nicht miteinander zu vergleichen.

Natan schrieb:
Der persönliche Polterabend wäre mir jetzt egal. Der GEMA übrigens auch. Ich habe noch nie gehört, daß die auf einer wirklich privaten Party auflaufen.
Privater Charakter heisst für die GEMA jeder kennt jeden auf einer möglichst geschlossenen Veranstaltung. Bei Polterabenden oder Hochzeiten wirds schon schwieriger. Sobald aussenstehende oder uneingeladene Gäste dabei sind bzw. Zugang haben, werden Gebühren fällig. Klar, in vielen Fällen wird das der GEMA nicht auffallen, wenn man solche Veranstaltungen nicht ordnungsgemäß meldet, doch bewegt man sich damit bereits im illegalen Bereich mit all seinen möglichen Konsequenzen.
Doch genau für solche Fälle, welche eben der GEMA durch die Lappen gehen könnten, hat man ja die Pauschalabgabe auf Drucker, Brenner, Scanner und Medien eingeführt. Nur leider ist damit absolut nichts abgegolten. Man zahlt in jedem Falle, im tatsächlichen Verwertungsfalle mindestens doppelt.
Das geht einfach viel zu weit.
 
Ich sag's dir, ohne Naturwiss. (Physik auch) gibt deine Musik nicht, höchstens schreien alle Musiker wie Troubadix (Siehe Asterix Bände) und werden am Baum gefesselt, da schrecklich ist. :lol:

Ja und meiner ist größer als deiner und ohne Biologie gäbe es kein Leben... Wahnsinnig sinnvoller Beitrag.

Daher die Frage, ob's 70 Jahre nicht zu übertrieben seien, bin auch dafür dass die Künstler belöhnt werden müssen, aber inwiefern? Eine Kunst 70 Jahre, eine Erfindung 25 Jahre?

Nun, erst einmal bin ich mir mit den 25 Jahren des Patentschutzes gar nicht so sicher. Dies wäre nachzuforschen. Und zum anderen ist es ein Problem der Technokraten. Diese sollten sich dann eben um andere Bedingungen bemühen, sollte es ihnen zu wenig sein.
25 Jahre Schutz eines Kunstwerkes sind aber definitiv zu wenig.

Zumindestens während meiner Lebzeiten möchte ich volle Kontrolle über mein Schaffen und Geschaffenes haben.

Und wegen Schumi, oder Kahn, solche Leute kannst du mit Finger aufzählen und denk doch einfach immer positiv, die haben das Glück sowas zu bekommen. Und wir, wir müssen arbeiten zu überleben. Fertig!

Ja, aber dasselbe gilt für die MI... Nur das dort eben auf solche Leute geschimpft wird. (Siehe Udo Jürgens). Hier wird - typisch für Foren wie dieses - mal wieder mit zweierlei Maß gemessen. Wir bashen halt ein bißchen die Vielverdiener der MI...


Relict schrieb:
Der eigentliche Kunstgedanke kommt dabei doch immer kürzer.

Meinst du, du bist in der Lage das - den Kunstgedanken - zu beurteilen? Elaborier das doch bitte mal ein wenig.

Doch selbst die 50 Jahre sind bereits rechtssichere Privilegien, welche eben andere Gewerbe und Gewerke nicht in diesem Umfang besitzen. Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Unverhältnismäßigkeit.

Kunst ist kein Gewerbe und kein Gewerke. Die 75 Jahre Schutzfrist ist weltweit etabliert und verankert. Und das, wie schon so oft oben ausgeührt, aus gutem Grund.
25 Jahre zum Beispiel wären zu wenig.

Mittlerweile habe ich bald 20 Jahre alte Werke von mir herumliegen. Wenn ich die überarbeite und die dann in 5 Jahren erfolgreich sein sollten bin ich die Rechte los oder wie?

Ich mache darauf aufmerksam, daß wahrscheinlich keiner der User hier überhaupt in irgendeiner Form von dieser Regelung betroffen ist, bzw. eingeschränkt wird. Im Grunde geht es doch wiederum nur um das bei jugendlichen Internet-Usern so allseits beliebte MI-Bashing.
 
Natan schrieb:
Der eigentliche Kunstgedanke kommt dabei doch immer kürzer.
Meinst du, du bist in der Lage das - den Kunstgedanken - zu beurteilen? Elaborier das doch bitte mal ein wenig.
Wurde doch schon alles angesprochen und Du weisst es doch sowieso mal wieder besser als ich.
Eins ist jedoch sicher. Finanzielle Interessen gehören nicht dazu, sondern in eine ganz andere Sparte.

Natan schrieb:
Mittlerweile habe ich bald 20 Jahre alte Werke von mir herumliegen. Wenn ich die überarbeite und die dann in 5 Jahren erfolgreich sein sollten bin ich die Rechte los oder wie?

Du wärst dann an der alten Fassung die Allein-Rechte los, wie eben jetzt nach 50 Jahren. Mit Deiner neuen Fassung kannst Du nach nun zwanzig "vergeudeten" Jahren - wie jeder andere nun auch - auf dieser Fassung kostenlos aufbauen und damit Geld verdienen und/oder Deine Kunst herüberbringen, es lassen oder was ganz neues machen, wie Du magst, wie jeder mag. :)
75 Jahre auf einen möglichen Durchbruch zu hoffen und bis dahin Däumchen zu drehen muss es nicht sein.
Irgendwann muss einfach Schluss sein und irgendwo eine Grenze gesetzt werden. Es wird immer Leute geben, welche durchs Raster rutschen. Ist ja bei unseren Gesetzen und Verordnungen nicht unüblich.
Sonst kommt - wie jetzt - der nächste und barmt herum, wegen "nur" 50 Jahren oder nur 70 oder nur 1000. Rumzumäkeln wirds immer was geben, wenn man will. Doch umso kürzer diese Zeit ist, umso nutzbringender für alle. ^^

Ob sich 75 Jahre Schutzfrist weltweit etabliert und verankert haben ist irrelevant, schlimm genug. Du springst auch nicht ins Feuer, nur weil es viele machen. Und wer ist denn überhaupt "die Welt"? Wohl eher "DIE Lobby".
Die 75 Jahre Schutzfrist sind zudem auch nur ein gnädigerweise zugestandener Kompromiss, sonst nichts. Wohl eher der Sparte Gewohnheitsrecht zuzuordnen.

Natan schrieb:
Im Grunde geht es doch wiederum nur um das bei jugendlichen Internet-Usern so allseits beliebte MI-Bashing.
Die muss niemand bashen, die disqualifiziert sich durch ihre eigenen Handlungen oder Nichthandlungen selber. Und DAS hat sie alleine sich selber zuzuschreiben.

Wie heisst es immer so schön: Der grösste Barmer ist kein armer. In diesem Sinne. :D
 
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Natan schrieb:
Ja und meiner ist größer als deiner und ohne Biologie gäbe es kein Leben... Wahnsinnig sinnvoller Beitrag.
Ist Biologie kein Naturwiss mehr? Oo Und was ist von deiner Größer? Kopf, Augen, Nase, Eier, oder was? Lächerlich mehrdeutige Aussage.

Natan schrieb:
Nun, erst einmal bin ich mir mit den 25 Jahren des Patentschutzes gar nicht so sicher. Dies wäre nachzuforschen. Und zum anderen ist es ein Problem der Technokraten. Diese sollten sich dann eben um andere Bedingungen bemühen, sollte es ihnen zu wenig sein.
25 Jahre Schutz eines Kunstwerkes sind aber definitiv zu wenig.
Es ist egal ob 25 Jahre, oder weniger. Denn je länger der Patentschutz, desto langsamer ist die Technologieentwicklung.

Natan schrieb:
Mittlerweile habe ich bald 20 Jahre alte Werke von mir herumliegen. Wenn ich die überarbeite und die dann in 5 Jahren erfolgreich sein sollten bin ich die Rechte los oder wie?
lol. Hast du davor Angst? Steck die unter deinem Bett und hast immer deine eigene Rechte, Herrschaft und volle Kontrolle. Mann wie Kindergartenkunstler. Wenn du die Mut hast, etwas zum Markt rauszubringen, musst du auch davor bereit sein, dass deins wenns gut ist von Markt akzeptiert, vermehrt oder auch nicht akzeptiert und rausgekickt. Wenn du übrigens deine eigene Regierung gebaut hättest, hättest du auch volle Kontrolle.

Natan schrieb:
Ich mache darauf aufmerksam, daß wahrscheinlich keiner der User hier überhaupt in irgendeiner Form von dieser Regelung betroffen ist, bzw. eingeschränkt wird. Im Grunde geht es doch wiederum nur um das bei jugendlichen Internet-Usern so allseits beliebte MI-Bashing.
[/QUOTE]
Wozu soll man MI bashen? Hier werden nur Arrogante gebasht. :D
 
Relict schrieb:
Eins ist jedoch sicher. Finanzielle Interessen gehören nicht dazu, sondern in eine ganz andere Sparte.

Genau, es geht in erster Linie um die Wahrung der Autorenschaft. Inwiefern das jetzt euch beeinträchtigt, bleibt mir schleierhaft.

Du wärst dann an der alten Fassung die Allein-Rechte los, wie eben jetzt nach 50 Jahren. Mit Deiner neuen Fassung kannst Du nach nun zwanzig "vergeudeten" Jahren - wie jeder andere nun auch - auf dieser Fassung kostenlos aufbauen und damit Geld verdienen und/oder Deine Kunst herüberbringen, es lassen oder was ganz neues machen, wie Du magst, wie jeder mag. :)
Und das ist inakzeptabel, das sollte eigentlich jedem einleuchten. Dann könnte letzendlich jeder seinen Namen unter meine Werke setzen.

75 Jahre auf einen möglichen Durchbruch zu hoffen und bis dahin Däumchen zu drehen muss es nicht sein.
Irgendwann muss einfach Schluss sein und irgendwo eine Grenze gesetzt werden.

Was heißt denn "Däumchen" drehen? Kunst *braucht* eben manchmal eben länger. Bach hat über 300 Jahre auf seinen Durchbruch gewartet. Gustav Mahlers Symphonien sind erst durch Leonard Bernstein 60 Jahre nach seinem Tod (1911) in den 1960er Jahren anerkannt worden...

Hätte Bach Plakate drucken sollen "ich bin der Größte", oder wie meinst du das mit "ausruhen"?

Du siehst, es ist lächerlich. Zumal es dich, Relict, in keinster Weise einschränkt, ob das Werk nun 75 Jahre geschützt ist oder nicht.

Mache doch einmal einen Vorschlag, wie es besser gehen sollte. Oder findest du es akzeptabel, daß jemand einfach seinen Karl-Heinz unter ein Werk setzten soll dürfen, dessen Entstehung er nicht zu verantworten hat und damit dem rechtmäßigen Autor seine Anerkennung - auch in finanzieller Hinsich- nimmt?

WIe gesagt, Zetern kannst due gegen die "Weltherrschaft" der Kulturbürger so viel du willst. Entweder findet hier eine Mao'sche Kulturevolution statt oder Kunstwerke bleiben weiterhin unter dem Schutz des Gesetzes. Du kannst ja einen Anfang machen und die neue "Kunst für lau" - Partei grunden. (Unter Mao haben allerdings alle Künstler eine Rente bezogen - automatisch nach Abschluß des Diploms. Fände ich auch gut.)

Nein, ich finde, wir bauen jetzt erst einmal ein paar Fußballstadien ab und lassen den Rennzirkus mal weg und subventionieren ein paar der erfolgloseren Künstler. Dann reden wir über die reichen MI-Ärsche, gelle? ;)

Sug82 schrieb:
Steck die unter deinem Bett und hast immer deine eigene Rechte, Herrschaft und volle Kontrolle. Mann wie Kindergartenkunstler. Wenn du die Mut hast, etwas zum Markt rauszubringen, musst du auch davor bereit sein, dass deins wenns gut ist von Markt akzeptiert, vermehrt oder auch nicht akzeptiert und rausgekickt.

Lächerlich. Bilde dich doch bitte zunächst einmal etwas, bevor du weiter so ein wirres Zeugs von dir gibts. Man kann auf dieser Basis der Ignoranz und Unkenntnis einfach nicht mit dir diskutieren.

Und wenn einem aus Mangel an Wissen und Sachverständnis nichts gescheites zur Thematik einfällt, dann sollte man sich doch lieber zurückhalten oder Fragen stellen anstatt sich in unangebrachter - und daher lächerlicher - Polemik versuchsweise zu ergehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natan schrieb:
Lächerlich. Bilde dich doch bitte zunächst einmal etwas, bevor du weiter so ein wirres Zeugs von dir gibts. Man kann auf dieser Basis der Ignoranz und Unkenntnis einfach nicht mit dir diskutieren.

Und wenn einem aus Mangel an Wissen und Sachverständnis nichts gescheites zur Thematik einfällt, dann sollte man sich doch lieber zurückhalten oder Fragen stellen anstatt sich in unangebrachter - und daher lächerlicher - Polemik versuchsweise zu ergehen.

Genauso sag ich dir. Da du dich hier wie der allerklügste benimmst. Alle haben keine Ahnung ausser dir, o Gott zittere ich mich, wenn ich sowas höre.
Du siehst von deiner Sicht und ich von meiner.
 
@Natan
Natürlich betrifft es auch mich und alle anderen, die potenzielle Kunden und Verwerter sind.
Und wenn ich es nur öffentlich aufführe, werden keine Gebühren mehr fällig und ich kann die Werke frei verwenden oder Teile daraus.
Es geht auch nicht darum, mich mit falschen Federn zu schmücken. Der Urheber ist gerne einer Erwähnung wert. Hatte ich hier schonmal vorgeschlagen: Bindende Copyright-Vorschrift, aber ohne Bürokratie und Kosten frei verfüg- und verwertbar.
Es ist wesentlich unkomplizierter, schneller, sicherer und kostengünstiger, ein nicht geschütztes, sprich freies Werk zu verwenden, als eben nicht. Letzteres ist Krampf und leider inzwischen oft auch Abzocke.

Es geht auch hier nicht nur um klassische Kunst und Musik. Die derzeitige Regelung beinhaltet alle Künstler, Autoren, Dichter pipapo - wie Du ja auch selber schon gesagt hast.
Das können auch Pop-Akkorde Deiner "Kulturbürger", genauso wie ein Gedicht in irgendeiner Sammlung oder Website sein. Ich könnte es dann sogar spontan irgendwem öffentlich vorlesen, wenn mir so ist. Sprich, nicht mal mit eigener finanzieller Absicht.

Sicher braucht Kunst manchmal länger, nur dann gäbe es theoretisch nie ein Ende, sondern noch die nächsten 1000 Jahre Sonderprivilegien. Kunst verschwindet auch nicht, wenn keine Gebühren an den Urheber abgeführt würden. Kunst ist für mich sowieso ein sehr dehnbares Konstrukt und liegt oft im Auge des Betrachters. Wenn der sich nach 20 Jahren nicht findet, dann ists eben persönliches Pech. Und es geht in kulturelles Allgemeingut über. Ist doch nichts verwerfliches. War doch sowieso für die Gesellschaft und Öffentlichkeit gemacht und nicht für sich selber. Wer letzteres will, veröffentlicht es erst garnicht.
Pech und für manchen vllt. auch Demütigung^^ wärs genauso, wenn sich in 75 Jahren noch kein Interessierter für diese "Kunst" gefunden hat oder erst im 76. Jahr findet.
Alles hat Ende, nur die Wurst...

Und wer kann schon sicher sagen, wo wir heute wären, wenn es diese strenge Regelung nicht gäbe. Mutmaßen kann man da viel, je nachdem wie mans gerade braucht. "Probiert" wurde es allerdings schon, alte Werke von zb. vor 300 Jahren. Da gehts doch auch. Und die Urenkel von Beethoven (hat der welche? egal^^) widmen sich eben anderen Dingen und nicht denen ihres Vorfahren. Heute nimmt auch soweit ich weiss irgend so ein Orchester für ihre Version von glaube 1982 (? irrelevant) Gebühren bzw. die ist geschützt. Na und? Es ist eine Neuinterpretation. Nach 20 Jahren wäre wiederum auch hier Schluss.
Aber auf das Urmaterial darf inzwischen jeder jederzeit frei zugreifen und aufbauen. Wer exakt diese Orchesterversion hören will, zahlt eben seinen Obulus in den nächsten 20 Jahren, aber niemals 75.
Fänd ich garnicht so schlecht, warum Du Dich da so sehr gegen sträubst? Könnte auch Deinem Ruhm beschleunigen. Denk nur mal bisschen positiver, mal nicht immer alles so schwarz und Du würdest auch aus so einer Regelung das beste draus machen.

Was in anderen Patentrechten funktioniert, wird auch hier funktionieren. Da könnt ihr zedern und laut strampeln wie ihr wollt. Auch hier gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft und sei es die gekonntere Verwertung durch Dritte. :D
 
Relict schrieb:
Es geht auch nicht darum, mich mit falschen Federn zu schmücken. Der Urheber ist gerne einer Erwähnung wert.

Was heißt den hier "gerne"? Das ist ja wohl das mindeste.

Es ist wesentlich unkomplizierter, schneller, sicherer und kostengünstiger, ein nicht geschütztes, sprich freies Werk zu verwenden, als eben nicht. Letzteres ist Krampf und leider inzwischen oft auch Abzocke.

Warum möchtest du denn ein "freies" Werk verwenden? Bist du etwa auuh Komponist undn willlst von einem Kollegen klauen dürfen, ohne dafür belangt zu werden? FÄnde ich sehr arm und würde irgendwann auffliegen.

Anders herum: Isang Yun, einer der wohl bedeutensten koreanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, ist durch die politische SItuation in Korea erst sehr spät und kurz in seinem Leben zu Ruhm und Anerkennung gekommen.

Sollen also alle seine Werke, die älter als 20 Jahre sind und jetzt ihre Erstaufführung erleben, aufgeführt werden können, ohne daß der Mann dafür auch nur einen Cent sieht? Das kann ja wohl nicht dein ernst sein.

Man sieht gleich: So funktioniert das nicht. Es gibt in der Kunst zu viele Unwägbarkeiten., Es kann keinen in diesem Sinne Kunst-TüV geben, kein Reglement.

Und genauso wie ein Diamant oder Gold eben zeitlose Werte sind, so ist auch die Kunst zeitlos und doch wohl zumindestens solange der Künstler lebt einer gewissen Wertigkeit unterworfen. Ich bitte euch, ernsthaft.

Es geht auch hier nicht nur um klassische Kunst und Musik.

Nicht nur, aber auch. Denn man kann noch so bürokratisch sein: iIne Unterscheidung zwischen E- und U-Kunst ist schwer in Paragraphen festzuhalten. Verusch das bitte doch einmal. WO ist die Grenze? Was ist mit Corss-over und Pop-Art?

Sicher braucht Kunst manchmal länger, nur dann gäbe es theoretisch nie ein Ende, sondern noch die nächsten 1000 Jahre Sonderprivilegien.

WIe gesagt: Solange zumindest, wie der Urheber auf dieser Erde wandelt. Alles andere ist lächerlich und wird sowieso nicht euren Wünschen entsprechend geändert werden. So war es schon immer, seit Anbeginn der Schrift und die P2P-Generation wird es nicht ändern können. Denn dann würden 98% der Künstler für lau arbeiten, während die 2% der superreichen Künstler ohnehin ihren - in euren Augen wohl - unegerechten Status nicht verlieren würden.

Heute nimmt auch soweit ich weiss irgend so ein Orchester für ihre Version von glaube 1982 (? irrelevant) Gebühren bzw. die ist geschützt. Na und? Es ist eine Neuinterpretation. Nach 20 Jahren wäre wiederum auch hier Schluss.

Falsche Information: Hier geht es um Lizenzgebühren einer Neu-Arrangierung, daß im Auftrag des Komponisten erstellt wurde. Vermutlich wurde hier vom Großen Recht ins Kleine Recht umgeschrieben.

Aber auf das Urmaterial darf inzwischen jeder jederzeit frei zugreifen und aufbauen.

Nein! Das gäbe sofort eine Plagiats-Klage, worauf du dich verlassen kannst.
 
Natan schrieb:
Was heißt den hier "gerne"? Das ist ja wohl das mindeste.
DU hast Dich doch beschwert und pauschal unterstellt, dass jeder einfach seinen Karl-Heinz unter die Werke setzen würde. Darum geht es (zumindest mir) überhaupt nicht. Als wenn alle anderen nur Verbrecher wären und absichtlich nur böses wollen, ja Dir sogar noch Deine Würde nehmen wollten. :rolleyes: Ziemlich egozentrisch und fast schon paranoid. Nicht bös gemeint.

Natan schrieb:
Warum möchtest du denn ein "freies" Werk verwenden? Bist du etwa auuh Komponist undn willlst von einem Kollegen klauen dürfen, ohne dafür belangt zu werden? FÄnde ich sehr arm und würde irgendwann auffliegen.

Höre ich hier schon wieder gewissen Egoismus und Mißgunst heraus?
Ein freies Werk wäre kein Klauen mehr, sondern ein legales Verwerten von Allgemeingut von der Allgemeinheit, ein freies Gut eben. Was tatsächlich als geklaut gilt, bestimmt der Gesetzgeber und sonst niemand, zumindest theoretisch, Stichwort Lobby.
Wenn ich schon wieder lese "auffliegen": Einer Selbstregulierung des Marktes vertraust Du natürlich nicht. Sicher ist wohl sicher. Was glaubst Du, was mit einem Wissenschaftler passiert, der sich mit fremden Federn schmückt? Der ist erstmal Weg vom Fenster, dazu bedarf es keinen Paragraphen.

Aber meinetwegen, bleiben wir bei Komponisten und Musik. Beispielsweise will ich einen oder mehrere Titel als Untermalung für eine Filmproduktion oder Präsentation o.ä.. Dafür sind aktuell zig Lizenzen und Abgaben fällig. Eine vom Künstler, eine vom Komponisten, GEMA, Plattenlabel, dann eine spezielle, damit der Musiktitel mit Bildern untermalt werden darf, eine evt. noch fürs Verändern jeglicher Art, dann kommt noch die GVL.
Vieles ist da gestaffelt, kann aber richtig aufwendig und vorallem teuer werden, auch ohne dass ich damit nur einen Cent verdient habe, verdienen will oder womöglich verdienen werde. Bei letzterem kommen ja öfters nochmal Abgaben dazu, es sei denn ich habe gleich alle Rechte gekauft, was kein ganz billiges vergnügen ist.

Also überlegt man es sich dreimal. Dieser Dschungel von Vorschriften und Abgaben ist abscheckend.
Man weicht also vorzugsweise auf freie Alternativen aus, wenn es nicht unbedingt einer kompletten Neuentwickung bedarf. Und wehe es klingt dann anderem ähnlich und seien es nur Passagen. Dann hat man im ungünstigen Falle wiederum Klagen, Aufwand und Kosten am Ar...
Was auch nicht in jedem Falle ideal ist, zb. bzgl. Popularität und Wirkung. Kommt schliesslich immer auf den Verwendungszweck an, welcher aber bei Erstellung noch nicht endgültig feststehen muss oder später genauso aufgrund veränderter Situation anders verwendet werden könnte. Eben ähnlich, wie Deine Sachen, welche Du so am Tag über komponierst, aber danach u.U. erstmal in der Schublade verschwinden.
Am Ende bleibt die Einschränkung, mit der man sich abfinden muss oder eben der kostenaufwendige Weg. Nicht für Dich, aber für mich als Verwerter oder Nutzer. Das kann vorallem bei mehreren Titeln oder Auszügen daraus schnell ein Fass ohne Boden werden.

Heutzutage zählt man schon als Verbrecher (Raubkopierer) wenn man derartig geschützte Werke ohne Genehmigung nur verwendet. Egal aus welchen Quellen, illegal ist es ohne explizite Genehmigung und meist noch damit damit verbundenen Kosten. Hier will jeder, der nur den Dreck unterm Fingernagel damit zu tun hat mitkassieren. Selbst ein Homepagebesitzer ist heutzutage schon "dank" dieser Gesetzeslage potenziell gefährdet. Soweit sind wir - eigentlich ihr - schon gekommen.
Und dabei spielen auch diese elend langen Schutzfristen keine ganz unerhebliche Rolle.

Natan schrieb:
Sollen also alle seine Werke, die älter als 20 Jahre sind und jetzt ihre Erstaufführung erleben, aufgeführt werden können, ohne daß der Mann dafür auch nur einen Cent sieht? Das kann ja wohl nicht dein ernst sein.

Da hast Du was in meinen vorigen posts überlesen. Ich schrieb 20 Jahre nach Erstveröffentlichung. Wenn Du es 20 Jahre lang im Keller hattest, dann fangen die 20 Jahre mit der Erstveröffentlichung ja erst an zu zählen. Wurde es natürlich vorher schonmal von Dir irgendwo veröffentlicht und Du hattest nur keinen reißenden Absatz und/oder Einahmen oder gewünschten Erfolg, dann wäre nach 20 Jahren natürlich Schluss, wie jetzt quasi nach 50 bzw. 75 (eher theoretisch!).
Damit musst Du Dich dann abfinden, richtig. Aber Du bist ja sicher keine "Eintagsfliege", die nur ein einziges Werk in 20 Jahren schreibt bzw. geschrieben hat. Und selbst eine Eintagsfliege wäre ja dann mit diesem Werk bereits gross raus gekommen und berühmt, hätte gut 20 Jahre daran verdient. Bei manchen reicht das schon, andere müssen eben etwas mehr tun. :)

Natan schrieb:
WIe gesagt: Solange zumindest, wie der Urheber auf dieser Erde wandelt. Alles andere ist lächerlich und wird sowieso nicht euren Wünschen entsprechend geändert werden.
Es geht nicht darum, wer Urheber ist, an seine Gedanken will auch keiner, aber an seine zu Papier gebrachten veröffentlichten Gedanken. ^^
Es geht darum wie mit diesen Werken verfahren wird, es geht um Lockerung (zb. ich) oder Restriktionen (zb. Du oder Udo). Dem Udo reichen ja selbst die aktuellen Regelungen nicht aus. Er will nicht den kleinen Finger, er will den ganzen Arm. Das ist der Dank für ihm entgegengebrachten Respekt und vorallem Erfolg mit unzähligen Songs. Ohne diesen würde er nicht mal als Opfervertreter hier sitzen. Ich frage mich für was er so um Entschädigung barmt. Aber ist doch immer wieder dasgleiche. Gerade er sollte besser etwas kleinlauter sein. Aber das hatten wir ja schon durch, dass ich ihn für hierfür ungeeignet halte.

Natan schrieb:
Aber auf das Urmaterial darf inzwischen jeder jederzeit frei zugreifen und aufbauen.
Nein! Das gäbe sofort eine Plagiats-Klage, worauf du dich verlassen kannst.
Na umso schlimmer. Da haben wir es wieder, Klagewüterei, Abkassiererei und anmaßende Wertung, zudem Beeinflussung von freiem Schöpfertum. Man sieht hieran wieder mal schön, wie verstrickt doch dieses ganze Netz bereits ist, schlimmer wie eine Hydra. Selbst wenn man die Schutzfristen lockern würde, wäre nichts gewonnen. Irgend ein Paragraph verhindert immer. Ist ja fast aussichtsloser wie der Kampf der Industrie gegen illegale Filesharer. ;)
 
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