News Raubkopien: IFPI fordert härteres Vorgehen

Relict schrieb:
Theoretisch JA. Der Haken ist, das er körperlich dazu noch nicht voll fähig ist und sich damit alles Jahre nach hinten verschiebt. Aber wenn er früh angefangen oder sein Talent erkannt hat, kann er auch seinen Jung-Meister oder Professor mit 18 machen. :)

Du verstehst aber auch gar nichts: KFZ-Meister kann man innerhalb von 3 Jahren werden. Um ein Meister der Musik zu werden bedarf es Jahrzehnte der täglichen und kontinuierlichen Ausbildung. *DAS* ist der Unterschied.

Dann ist bspw. die Öffentliche Hand gefragt, wenn sich keiner findet, der das ehrenamtlich übernehmen möchte. Mißstände in diesem Bereich rechtfertigen aber noch lange nicht das private Abkassieren von gemeinschaftlichem Kulturgut.

Mach dich doch nicht lächerlich. Das Wirken von Komponisten zum Beispiel sind nicht national beschränkt. Welche "öffentliche" Hand sollte sich denn um das Werk von Strawinksy kümmern? Rußland, wo er geboren wurde, die USA wo er gelebt hat oder Frankreich, wo er geheiratet und gestorben ist. Ehrlich, geradezu lächerlich.

Überhaupt: Und du bist dir auch sicher, daß die "öffentliche Hand" überhaupt die Mittel dazu hätte? Die Nachlaß-Verwaltung des Werkes kostet mehrer Millionen jährlich.

Blutschlumpf schrieb:
Wenn du heute 3 Wochen nach Ende der Popstars oder DSDS-Staffel noch keine goldene Platte hast, dann kommt da auch 100 Jahre später nichts mehr.

Weißt du, ich rede ja nicht (nur) über dieses Unterschichten Programm "DSDS" oder die Pop_Musik im allegemeinen. Ich rede auch von wahrer Kunst und die setzt sich größtenteils erst nach Jahrzehnten durch. Beispielsweise: Isang Yun.
 
Natan schrieb:
Du verstehst aber auch gar nichts: KFZ-Meister kann man innerhalb von 3 Jahren werden. Um ein Meister der Musik zu werden bedarf es Jahrzehnte der täglichen und kontinuierlichen Ausbildung.
Genaugenommen gehört zum Meister in den meisten Berufen viel mehr als 3 Jahre Ausbildung. Nach 3 Jahren bist du Geselle, aber sicher kein Meister.
Und um mit Musik Geld zu verdienen musst du nicht unebedingt ein Meister der selbigen sein.
Die "Unterschichten Programme" zeigen imo recht deutlich, dass man in dem Business auch Erfolg haben kann ohne auch nur eine Note lesen zu können. :D

Ich rede auch von wahrer Kunst und die setzt sich größtenteils erst nach Jahrzehnten durch.
Du redest vielleicht davon, aber ich glaube die bösen "Raubkopierer", die die arme MI in die Armut drängen, kopieren dann doch lieber Pop_Musik statt illegale Inszenierungen von West Side Story, Cats, Phantom of the Opera etc. zu veranstalten. ;)

btw, http://de.wikipedia.org/wiki/Meisterbrief
 
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Natan schrieb:
Du verstehst aber auch gar nichts: KFZ-Meister kann man innerhalb von 3 Jahren werden. Um ein Meister der Musik zu werden bedarf es Jahrzehnte der täglichen und kontinuierlichen Ausbildung. *DAS* ist der Unterschied.

Ich glaub du verheimlichst auch was wichtiges in deinem obigen Satz, damit andere denkt, wie schwierig ein Musik Meister werden, im Vergleich zu anderen.

Nach deinem Satz:
KFZ Meister = Ausbildung machen, fertig dann Meister
Musik Meister = Ausbildung machen, fertig dann zwar Meister aber noch weiter üben.

Also die Ausbildung ist am Ende die gleiche, nämlich die Übung und Grundlagen.

Ein KFZ Meister, der nicht weiter übt bzw. neue Erfahrung sammelt kann auch nicht nach spätestens 5 Jahre professional arbeiten und genauso gilt auch bei Musiker.
Also was für einen Blödsinn da du denn geschrieben hast?!? Mann du verstehst aber mega viel, gell.:evillol:
 
Sug82 schrieb:
Also die Ausbildung ist am Ende die gleiche, nämlich die Übung und Grundlagen.

Die Ausbildung ist eben NICHT dieselbe. Ich möchte nicht einen Musiker nach 5 Jahren auf der Carnegie-Hall Bühne oder in der Mailänder Scala hören oder auch nur an irgendeinem Studio-Projekt teilnehmen lassen.

Ein KFZ Meister, der nicht weiter übt bzw. neue Erfahrung sammelt kann auch nicht nach spätestens 5 Jahre professional arbeiten und genauso gilt auch bei Musiker.
Also was für einen Blödsinn da du denn geschrieben hast?!? Mann du verstehst aber mega viel, gell.:evillol:

Darum ging es doch gar nicht. Es ging darum, wei aufwändig es sit überhaupt ein professioneller Musiker zu werden. Da komt man mit der Berufsschule eben nicht hin. Noch nicht mal zum Gesellen.

Beispiel: Die Musik- und Kunsthochschulen. Da bewerben sich locker 250 Studenten für einen PLatz. Und jeder ist so gut, wie es Musiker vor 20 Jahren bei ihrem Abschluß waren. Damit man das NIveau hält und die Konkurrenz schlägt (sonst kein Sutdienplatz...) muß man schon im Kleinkindalter anfangen zu trainieren.

So, nun zeige mir das Äquivalent mal bei einem KFZ-Typen. :eek:

Blutschlumpf schrieb:
Und um mit Musik Geld zu verdienen musst du nicht unebedingt ein Meister der selbigen sein.
Die "Unterschichten Programme" zeigen imo recht deutlich, dass man in dem Business auch Erfolg haben kann ohne auch nur eine Note lesen zu können.

Nö, zeigt es Dir eben nicht. Dahinter stecken Vollprofi-Musiker. Ich rede ja nicht von den Pappnasen auf der Bühne, sondern von den Leuten, die zum Beispiel *wirklich* die CDs einsingen...
 
Natan schrieb:
...
Darum ging es doch gar nicht. Es ging darum, wei aufwändig es sit überhaupt ein professioneller Musiker zu werden. ...
Das spielt nur absolut keine Rolle, weil es hier ja darum geht, dass 50 Jahre zum Exklusiv-Geldverdienen mit einem Werk angeblich nicht ausreichen würden. Und jetzt erzähl mir bitte keiner den Blödsinn, die Callas hätte mit 70 noch so gut gesungen wie mit 50 - den körperlichen Verfall der Muskulatur, die beim Singen nunmal das entscheidende ist, kann auch das beste Training nicht verhindern. Überhaupt: Warum muss ein Künstler, auch wenn er besser wird, noch länger als 50 Jahre der einzige sein, der dieses Lied frei interpretieren darf? 50 jahre sind eine sehr lange Zeit um anständig dafür entlohnt zu werden und die 50 Jahre haben mit der besser werdenden Interpretenleistung rein gar nichts zu tun. Er darf ja auch mit neuen Interpretationen seines eigenen Werkes Geld veridenen, darf diese neuen Interpretationen auch neu schützen lassen nur muss er akzeptieren, dass seine Schöpfung von vor über fünfzig Jahren jetzt auch von anderen Künstlern interpretiert werden darf.
 
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MountWalker schrieb:
Und jetzt erzähl mir bitte keiner den Blödsinn, die Callas hätte mit 70 noch so gut gesungen wie mit 50 - den körperlichen Verfall der Muskulatur, die beim Singen nunmal das entscheidende ist, kann auch das beste Training nicht verhindern.

a) Die Callas ist nicht 70 geworden.

b) Würdest du dich wundern, wie gut man mit 70 noch singen kann. (Siehe Dietrich Fischer-Dieskau, J. Heesters)

c) Was hat das denn mit "Exklusiv-Heldverdienen" zu tun? Die Callas ist eine INTERPRETIN, bei denen greifen die 70 Jahre Klausel doch gar nicht. :freak::rolleyes::eek:
Es geht hier um KOMPONISTEN, um kreative Interpreten, und nicht um reproduzierende Interpreten.

d) Ich sag ja: Ihr habt eben keine Ahnung, schmeißt alles durcheinander (Interpret != Komponist != Arrangeur != Reproduktion != Produktion) etc.
Das klingt dann alles nach ein bißchen präpubertäres Weltverbesserungsgehabe.

Das meine ich nicht böse oder beleidigend, aber es ist einfach Fakt und macht jede Diskusion eben so sinnlos. Zu wenig fundierstes Wissen.
Ihr habt einen absolut nicht nachvollziehbaren Haß auf die MI, doch die Sportindustrie ist doch viel schlimmer.

Niemand regt sich auf, wenn Sportler 10 Millionen pro Monat verdienen, für absolut stumpsinnige Tätigkeiten. Doch bei Musikern pickt man sich die 0.0001% Spitzenverdiener heraus und schert alles über einen Kamm. Ist halt "cool" und "in".

Mit euren Forderunegn würdet ihr einen ganzen Berufszweig ruinineren und in die moderne soziale SKlaverei treiben. Zum Glück geht es nicht nach Euch und irgendwo haben unsere EU-ler dann doch noch Sachverstand.

Überhaupt: Warum muss ein Künstler, auch wenn er besser wird, noch länger als 50 Jahre der einzige sein, der dieses Lied frei interpretieren darf? 50 jahre sind eine sehr lange Zeit um anständig dafür entlohnt zu werden und die 50 Jahre haben mit der besser werdenden Interpretenleistung rein gar nichts zu tun.

Gequirrlte Hühnerkacke. Ehrlich. Es bestätigt alles, was ich oben sagte, denn:

a) Der Künstler hat KEINE Rechte am Lied, das hat der Komponist, bzw sein Verleger.

b) JEDER darf das Lied intepretieren, jedoch muß er dann in der einen oder anderen Form Lizenzgebühren bezahlen. Bei der klassischen Musik erfolgt das durch den rechtmäßigen Erwerb des Notenmateriales. Band 1 der Beetovenschen Klavierwerke kostet jetzt 23 Euro und das ist zum Beispiel ein absolut vertretbarer Preis.
Das ist eben vergleichbar mit dem Germanisten, der sich eine Ringelnatz-Ausgabe ersteht, um damit zu arbeiten.

c) Bei Pop-Musiken werden die Lizenzen direkt an den Verlag entrichtet oder an das Label, bzw. an die GEMA.
 
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Natan schrieb:
Niemand regt sich auf, wenn Sportler 10 Millionen pro Monat verdienen, für absolut stumpsinnige Tätigkeiten. Doch bei Musikern pickt man sich die 0.0001% Spitzenverdiener heraus und schert alles über einen Kamm. Ist halt "cool" und "in".

Wer hier alles über eine Kamm schert lasse ich jetzt offen. Glashaus, Steine, Haustüre, kehren, Du verstehst.

Warum willst Du hier unbedingt dieses Thema durchboxen? Aber nungut.
Auch bei diesen sind/wären Schutzfristen 70 Jahre über deren Tod hinaus inakzeptabel.
Dort wird überwiegend Person oder Club vermarktet. Ihre "Werke" besser gesagt Leistung, müssen sie hingegen jedesmal wieder aufs neue beweisen, sonst kanns schnell mal aus sein mit dem Geldregen und sie müssen wieder in ihren (hoffentlich) erlernten Beruf zurück oder verdingen sich bspw. als Trainer.
Du kannst Dich bei Geldmangel oder Alterschwäche im Idealfall auch zb. als Musiklehrer verdingen und somit wiederum Nachwuchs heranziehen und zugleich die Kunst erhalten und fördern. Du kannst aber genauso auch Instrumentenbauer werden oder Händler oder KFZ-Schlosser, was auch immer und nebenbei Deinem Hobby nachgehen und andere gern daran teilhaben lassen.
Soll Kunst nun in erster Linie etwas rüberbringen oder rüberwachsen lassen?

Diese Schutzfristen sollten jedenfalls drastisch dezimiert werden. Ich würde da sogar noch weiter gehen. Maximal bis 20 Jahre nach Erstveröffentlichung halte ich für angemessen. Wer innerhalb dieses Zeitraumes weder sein Produkt ausreichend vermarkten konnte oder für neues nicht im imstande war, hat ganz einfach Pech und das private Kulturgut (schon paradox insich) wird zu gesellschaftlichem Allgemeingut. Ob es danach ins Museum wandert oder weiterverwendet wird, steht frei.
Die Angabe des Copyrights würde ich verpflichtend belassen, so dass dem Urheber Ehre und Ruhm erhalten bleiben. DAS will ihm ja auch keiner nehmen.

Auch nach einer Entschärfung wird es keine Innovationsnot geben und auch die Kunst nicht aussterben. Jahrtausende gabs auch kein solch verschärftes Recht und es gab trotzdem immer und wieder neue Kunst.
Auch im Zeitalter der Informationstechnik, verändern sich klar nunmal Werte und Ansichten, was aber kein Nachteil und schon gar kein Rückschritt sein muss. Man muss sich anpassen, kooperieren und mit der Entwicklung arangieren, aber nicht dagegen ankämpfen. Diesen Kampf kann man nur verlieren.
Leider findet dieser Umdenk- und Umstrukturierungsprozess in der MI & Sympathisanten nur sehr sehr schleppend statt und man wehrt sich weiterhin mit aller Macht.

Natan schrieb:
Mit euren Forderunegn würdet ihr einen ganzen Berufszweig ruinineren und in die moderne soziale SKlaverei treiben.
Auch Musiker und Künstler stellen keine Ausnahme und Sonderrolle dar, schon garnicht die "Nachlassverwalter". Wir ALLE müssen uns anpassen und schaffen das auch.
 
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Relict schrieb:
Warum willst Du hier unbedingt dieses Thema durchboxen? Aber nungut.

Ich will gar nichts "Durchboxen", heh, und schon gar nicht bei Euch, denn ihr seid ja nicht meine Ansprechpartner, ohne eigentliche Macht, repräsentiert kein Gremium und habt keine Entscheidungsgewalt. Kurzum: Ihr seid eigentlich total uninteressant für mich und oftmals wirkt ihr auch nur wie ein Haufen von Internet-Anarchos. (Sorry... trifft es aber.) Keine eurer "Forderungen" wird irgendwann irgendwie jemals durchgesetzt werden, denn es wäre eine Verachtung jehlicher künstlerischer Tätigkeit. Dennoch finde ich den Dialog und die Auseinandersetzung wichtig.
Ich bin einer der wenigen Mitglieder der MI, die sich wenigstens im Dialog auf euch zugehen und erklären und aufklären wollen, was schon längst in der Schule hätte vermittelt werden müssen. Aber auf die Kunst scheißt man ja. Der Sport ist wichtiger. Ich finde, daß ist auch mal einer Beachtung wert, oder?

Auch bei diesen sind/wären Schutzfristen 70 Jahre über deren Tod hinaus inakzeptabel.

Nein. Diese Regelung gilt absolut weltweit. Überall in dieser Welt sind sich Verbände, Regierungen, kluge und weise Männer und Frauen, Künstler und Interpreten jeglcher Coleur einig geworden, daß es wichtig ist, das Kulturgut zu schützen. Und das schließt auch den Schaffenden, den Komponisten oder Texter mit ein und ein Wahrung der Entlohnung dieser. Kunst gibt es nicht umsonst.

Dort wird überwiegend Person oder Club vermarktet. Ihre "Werke" besser gesagt Leistung, müssen sie hingegen jedesmal wieder aufs neue beweisen, sonst kanns schnell mal aus sein mit dem Geldregen und sie müssen wieder in ihren (hoffentlich) erlernten Beruf zurück oder verdingen sich bspw. als Trainer.

Das ist doch Schwachsinn. Strawinsky's Sacre du Printemps ist nach wie vor ein Jahrhundertwerk des 20. Jahrhunderts. Er muß sich nicht erneut beweisen. Dieses Werk wird bis 2041 geschützt sein. Und das ist gut so, denn es ist ein Meilenstein.

Jahrtausende gabs auch kein solch verschärftes Recht und es gab trotzdem immer und wieder neue Kunst.

Äpfel und Birnen. Vor Jahrtausenden gab es auch nicht das Internet. Die Menschen waren auf Aufzeichnungen in Form von Neumen oder Mensural-Notation (frühe Form der Notenschrift) angewiesen, diese erhielten sie vom Verfasser des Werkes.
Auch gab es keine Tonaufzeichnungen. D.h. wer Musik hören wollte mußte sie selber machen (!) und nach den vom Komponisten gelieferten Notenmaterial reproduzieren. Dieses Notenmaterial kostete aber etwas.

Auch Musiker und Künstler stellen keine Ausnahme und Sonderrolle dar, schon garnicht die "Nachlassverwalter". Wir ALLE müssen uns anpassen und schaffen das auch.

- Genau. Jeder - SOGAR Künstler und Musiker - hat das Recht, entsprechend entlöhnt zu werden. Wieviel der Lohn ausmacht, bestimmt der Markt. Die höhere Form der Kunst ist vom Marktwert allerdings ausgeschlossen. (Rembrandt und Picasso ,unbezahlbare Schätze der Kulturgeschichte.)
- Und jeder Künstler und Musiker hat das Recht, genauso wie jeder andere Bürger, rechtlich dagegen vorzugehen, sollte man ihm sein Eigentum stehlen oder ihn durch Betrugsdelikte an seinem Eigentum um seinen Lohn bringen.
- Jeder Künstler und Musiker hat das Recht auf Anerkennug seiner Werke, obwohl diese Werke nur "geistige" Präsenz aufweisen. Das bedeutet aber nciht, daß man sie umsonst beziehen kann (Stichwort: "Ich klau dem Urheber doch ncihts, er hat ja immer noch sein Original" - lächerlich).
Einhergehend damit muß jeder Musiker oder Künstler entlohnt werden, sollte Dritte sich an den Werken dieser Künstler gütlich tun.

Und daher nochmal meine Frage:

Warum regt sich niemand über die Verdienste vom "Schumi", Khan oder Podolski auf?

Leisten die mehr als die dummen Künstlerspinner?
Sind die irgendwie cooler?
Ist das irgendwie wichtiger für Euch, was die machen?

Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen. Solange dieser Zustand anhält, wird keine vernünftige Diskussion möglich sein.
 
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Natan schrieb:
Ich will gar nichts "Durchboxen", heh, und schon gar nicht bei Euch, denn ihr seid ja nicht meine Ansprechpartner, ohne eigentliche Macht, repräsentiert kein Gremium und habt keine Entscheidungsgewalt. Kurzum: Ihr seid eigentlich total uninteressant für mich.
Ansichtssache. Immerhin reicht unsere Macht dazu eure Einnahmen durch das Nicht-Kaufen eurer Kunst zu verringern.
Aber ich glaube dass das eh euer Problem ist, seht die Leute doch mal als potentielle Kunden statt als Gegner und potentielle Raubkopierer.

Natan schrieb:
Und daher nochmal meine Frage:

Warum regt sich niemand über die Verdienste vom "Schumi", Khan oder Podolski auf?
Warum regt ihr euch nicht über den Irak-Krieg, die Umweltverschmutzung und den Hunger in Indonesien auf ? Evtl. weil das schlichtweg nichts mit dem Thema hier zu tun hat ? Wenn es dich stört und einer Diskussion Bedarf, dass Schumi Millionen verdient, dann mach nen Thread dazu auf, hier ist es OT und hat hier nichts zu suchen. Lies dir doch mal das Topic durch ;)
Abgesehen davon hat hier auch niemand bestritten, dass die zu viel verdienen.
 
Natan schrieb:
...
b) Würdest du dich wundern, wie gut man mit 70 noch singen kann. (Siehe Dietrich Fischer-Dieskau, J. Heesters)
Besuche auch nur einen Vortrag an der Uni zum Thema Gesang, dann dürftest du merken, was ich meine.

Natan schrieb:
...c) Was hat das denn mit "Exklusiv-Geldverdienen" zu tun? Die Callas ist eine INTERPRETIN, bei denen greifen die 70 Jahre Klausel doch gar nicht.
Ach nee, und wie wärs, wenn du jetzt mal die News liest, unter der wir hier sind? Ich habe keine Änderung des Bestehenden Rechts gefordert, sondern will ja gerade die Änderungsvorstellungen der IFPI - nachdenen eben 70 Jahre nach Tod für alle gelten solle - verhindern.

Natan schrieb:
...Ihr habt einen absolut nicht nachvollziehbaren Haß auf die MI,
Ach ja? Schonmal Beiträge von mir in Raubkopiererthreads gelesen? Wozu auch, dann müsstest du ja erkennen, dass es nicht nur schwarz und weiß, sondern auch differenzierte Haltungen gibt.


Natan schrieb:
...b) JEDER darf das Lied intepretieren, jedoch muß er dann in der einen oder anderen Form Lizenzgebühren bezahlen.
Nein, wenn der Rechteinhaber die Interpretation nicht ausdrücklich gestattet, ist die Interpretation verboten.
Natan schrieb:
... Bei der klassischen Musik erfolgt das durch den rechtmäßigen Erwerb des Notenmateriales. Band 1 der Beetovenschen Klavierwerke kostet jetzt 23 Euro und das ist zum Beispiel ein absolut vertretbarer Preis.
Du wirfst anderen vo, zu wenig Ahnung zu haben? Beethoven ist 1827 gestorben - die 75 Jahre nach dem Tod sind längst vorbei. Dass das Notenmaterial jetzt etwas kostet ist logisch, denn Papier, Farbe, Druckmaschine und Angestellter der Druckerei müssen natürlich unabhängig von Lizenzkosten bezahlt werden.

P.S.
Herr Jürgens wird jetzt natürlich ganz bestimmt in die Sklaverei getrieben, wenn jetzt jeder ohne seine Erlaubnis, nachdem er 50 jahre damit Geld verdient hat, "17 Jahr'" singen darf. :lol:

P.P.S.
Sich das Kathodenstrahlröhrenprinzip, das Verbrennungsmotorprinzip, die Brennstoffzelle, die gesteuerte atomare Kettenreaktion usw. ausdenken und es zur Serienreife bringen war übrigens auch keine einfache Sache, dennoch gelten bei solchen Technologischen Quantensprüngen die aus dem Patentrecht üblichen 25 Jahre - Kunst ist also doppelt so viel wert!
 
Zuletzt bearbeitet:
Natan schrieb:
Ich will gar nichts "Durchboxen", heh, und schon gar nicht bei Euch, denn ihr seid ja nicht meine Ansprechpartner, ohne eigentliche Macht, repräsentiert kein Gremium und habt keine Entscheidungsgewalt. Kurzum: Ihr seid eigentlich total uninteressant für mich und oftmals wirkt ihr auch nur wie ein Haufen von Internet-Anarchos. (Sorry... trifft es aber.) Keine eurer "Forderungen" wird irgendwann irgendwie jemals durchgesetzt werden, denn es wäre eine Verachtung jehlicher künstlerischer Tätigkeit.
Komm mal wieder runter. Hier spricht ja deutlich der ganze Hass in voller Arroganz. Bestätigt mal wieder alle Vorurteile. Und da wundert ihr euch tatschächlich noch über euer zunehmend verlustiges Image :rolleyes:
Kommt es hiernach wirklich nur mir so vor, als ob ihr Kunst nur für euch macht und der Endverbraucher nur der zahlende Idiot ist, der marketingtechnisch interessiert eure speziellen Hobbys kontinuierlich finanzieren soll, mehr aber auch nicht. Und schon garnicht das Maul aufreissen darf. Denn das scheint ja SO in eurer Maschinerie garnicht vorgesehen.
Dann behaltet doch eure Messages und/oder Kunst bis zum St. Nimmerleins Tag und verschont uns damit, besingt, bespielt, bemalt und kassiert euch zukünftig gegenseitig. Dann nimmt euch keiner mehr was weg.
Wäre es bei den angesprochenen Wissenschaftlern genauso, hättet ihr heute nicht mal ein bezahlbares Mikrofon, wo ihr reinplärren könntet. Da geht es komischerweise, die wenigsten Wissenschaftler verarmen oder die Wisssehnschaft stirbt aus. Da scheint auch die kürzere Patentfrist gerade recht zu kommen. Aber wehe wenns einen selber betrifft.

Auch der Endverbraucher hat eine Macht. Hätte dieser sie nicht, hättet ihr kein jetziges Problem mit Respekt und auch keines mit rückläufigen Verkaufszahlen. Dazu muss er nicht mal in Gremien organisiert sein. Was ihr mit Macht macht, ist euch in einer pseudo-elitären Liga abzuheben, abzuschotten und zu bestimmen. Zunehmend nichts mehr dahinter, ausser Dollarzeichen in den Augen. WER seid ihr?

Wirf also bitte nicht dauernd mit so Worten wie "klug und weise" herum. Weise wäre, Kunst jederman zugänglich zu machen und Kunst für jederman bereitszustellen, um wiederum neue Kunst daraus entstehen zu lassen. Ihr hängt aber den interessierten Nutzer mit eurem schier endlosen "Wegezoll" an den Tropf und unterbindet in raubritterlicher Manier jeden, der in diesem nicht enden wollenden Zeitraum nur ein paar Akkorde davon für seine Werke verwerten will. Aber noch lange nicht genug, selbst euren aufgeblasenen GEMA-Inkasso-Wasserkopf finanziert noch jeder mit, selbst in jedem Scanner, Drucker, Brenner oder Medium. Der Endverbraucher als potentieller Raubverbrecher wird vorsorglich schonmal pauschal zur Kasse gebeten. :rolleyes:
Das alles würde eine Dezimierung der Schutzfristen durchaus eindämmen. Aber daran ist man ja garnicht interessiert. Man könnte ja zu kurz kommen. Hauptsache andere kommen zu kurz.

Und wenn ein KFZ-Schlosser seine Arbeit schlecht macht, biste tot, bei einem Komponisten verliert man da weit weniger. Wenn Du Deine Kunst als solche siehst und über alles andere stellst, heisst das nicht, das alle anderen dies auch tun. Dieser Wertevergleich ist einfach nur anmaßend.

Es gibt zudem viele Künstler, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben und ihre Werke zur freien Verfügung stellen, besonders zur privaten Nutzung, trotzdem noch gut leben. Nicht reich werden, aber das werden auch die wenigsten KFZ-Meister. Ja diese Künstler nutzen sogar die freie zur Verfügungstellung als günstiges Marktinginstrument.
Kunst wird es immer geben, selbst wenn ihr die Volksvertreter noch zur Todesstrafe im Urheberrecht missionieren würdet.

Nicht immer nur andere Negativbeispiele als Rechtfertigung hinzuziehen. Zuerst mal an der eigenen Nase zupfen.
 
Blutschlumpf schrieb:
Ansichtssache. Immerhin reicht unsere Macht dazu eure Einnahmen durch das Nicht-Kaufen eurer Kunst zu verringern.
Aber ich glaube dass das eh euer Problem ist, seht die Leute doch mal als potentielle Kunden statt als Gegner und potentielle Raubkopierer.

Wenn die Produkte bei Nicht-Kauf dann eben nicht illegal heruntergeladen (weil man es ja doch hören/spiele will), dann ist das ok. Ansonsten ist es eine verlogene Bigotterie. Ich unterstelle einmal, daß die meisten diese Bigotterie betreiben.

Evtl. weil das schlichtweg nichts mit dem Thema hier zu tun hat ? Wenn es dich stört und einer Diskussion Bedarf, dass Schumi Millionen verdient, dann mach nen Thread dazu auf, hier ist es OT und hat hier nichts zu suchen.

Quatsch! Ihr regt euch auf, daß Musiker Millionen verdienen (muß ich Zitate aus dem Thread hier velinken?), ich verweise nur auf andere vergleichbare (!) Bereiche, wo es noch "viel schlimmer" ist. Ein legitimer Vergleich, der in DIskussionen wie dieser gang und gäbe ist und von dir selbst auch so praktiziert wird, Blutschlump.

MountWalker schrieb:
Besuche auch nur einen Vortrag an der Uni zum Thema Gesang, dann dürftest du merken, was ich meine.

Reichen 20 Jahre Korrepetition und Lied-begleitung an diversen Musikhochschulen und Stage Schools als Qualifikation meiner Person aus? Danke.

Jeder Musiker nimmt Universitäten nciht ernst. Musik wird an den künstlerischen Musikhochschulen unterrichtet, das sind KEINE Universität. An den Unis kannst du nur Musikwissenschaften studieren, daß hat mit der praktischen Ausübung gar nichts zu tun. Due Universitäten haben auch keine Aufnahmeprüfung, die nehmen jeden, der due Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule nicht geschafft hat.

Mit scheint, als ob du wirklich viel Ahnung von der Ausbildung eines Musikers hast... :rolleyes:
Nicht gerade sehr überzeugend in einer Diskussion, in der es über Kunst und Vergütung von Künstlern geht.

Du wirfst anderen vo, zu wenig Ahnung zu haben? Beethoven ist 1827 gestorben - die 75 Jahre nach dem Tod sind längst vorbei. Dass das Notenmaterial jetzt etwas kostet ist logisch, denn Papier, Farbe, Druckmaschine und Angestellter der Druckerei müssen natürlich unabhängig von Lizenzkosten bezahlt werden.
Logischerweise sind Beethoven und Konsorten "frei". Das gilt aber nicht für Schönberg, Strawinsky, Berg, Zemlinsky etc...
Zu Beethovens Zeiten gab es diese Regelung auch noch nicht, da man keine Reproduktionsm,öglichkeiten on Musik hatte. Musik wurde "live" gemacht und man war auf die Noten des Verlages angewiesen. WIe oft muß ich das jetzt wiederholen?

Ich habe keine Änderung des Bestehenden Rechts gefordert, sondern will ja gerade die Änderungsvorstellungen der IFPI - nachdenen eben 70 Jahre nach Tod für alle gelten solle - verhindern.

Wen interessiert das? Was willst du denn mit den Aufnahmen der Callas schon groß machen?
Wen es hier also ausschließlich um ausübende Künstler geht, muß folgende Regel gelten, die acuh im literarischen bereich gilt:

a) Solange der Interpret lebt bekommt er anteilig Tantiemenzahlungen auf seine eingespielten Werke. Das ist doch klar und darüber brauchen wir gar nicht mehr zu reden. Da könnt ihr Euch hier auf der Forenbase aufregen soviel ihr wollt, ihr habt die ganze Welt gegen euch.

b) Mit Ableben des interpretierenden Künstlers - ich meine damit NICHT den kreatvien Schaffenden - erlischt diese Lizenzabgabe. Die Verlage und Labels müßten natürlich angemessen entschädigt werden, im Falle eines nicht vorhersehbaren Ablebens, das ist klar. Auch muß vermieden werden, daß öältere Künstler damit keine Aufträge mehr erhalten.

Nein, wenn der Rechteinhaber die Interpretation nicht ausdrücklich gestattet, ist die Interpretation verboten.

Käse. Jeder darf die Werke eines Komponisten interpretieren, solange er Lizenzgebühren in welcher Form auch immer bezahlt. Ausnahmen:

a)Exklusiv-Werke, die zeitlich geschützt sind. ALso wenn mir ein Opernhaus einen Auftrag erteilt ist das Werk normalerweise für 2 Jahre geschützt und darf in dieser Zeit nirgendwo anders nachgespielt werden. Meiner Meinung nach verständlich und etwas, was euch nicht im geringsten interessiert.

b) Es kommt zum Eklat. Der Komponist ist mit der Interpretationsweise des Ausführenden überhaupt nicht einverstanden. Dann kann der Komponist die Aufführung untersgaen, meistens unter schweren Konventionalstrafen für eine der bedien Seiten.
Äußert unschön. Bisher ist mir nur ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit im Gedächstnis und das betrifft Ligeti und sein Bläserquintett.

Relict schrieb:
Und wenn ein KFZ-Schlosser seine Arbeit schlecht macht, biste tot, bei einem Komponisten verliert man da weit weniger.
Wenn ich nächstes Jahr 'ne schlechte Premiere abliefere, bin ich auch tot. Und zwar "töter" als irgendeine KFZ-Angestellter. Die Presse kann dich wirklich töten. Ich denke nicht, daß diese Gefahr bei einem KFZ-Mechaniker besteht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natan schrieb:
Wenn die Produkte bei Nicht-Kauf dann eben nicht illegal heruntergeladen (weil man es ja doch hören/spiele will), dann ist das ok. Ansonsten ist es eine verlogene Bigotterie. Ich unterstelle einmal, daß die meisten diese Bigotterie betreiben.
Ob Bigotterie oder nicht, die Macht liegt bei uns ;):
boykott1.gif

http://www.ccc.de/campaigns/boycott-musicindustry
 
Zuletzt bearbeitet:
Natan schrieb:
Logischerweise sind Beethoven und Konsorten "frei".
Und? War / ist das ein Nachteil für die Kunst? Ist er dadurch in Vergessenheit geraten, seine Werke untergegangen?

Natan schrieb:
Wenn ich nächstes Jahr 'ne schlechte Premiere abliefere, bin ich auch tot. Und zwar "töter" als irgendeine KFZ-Angestellter. Die Presse kann dich wirklich töten. Ich denke nicht, daß diese Gefahr bei einem KFZ-Mechaniker besteht.
Das nennt man Berufs- und Lebensrisiko, kann jedem passieren, dass er persönlich im Leben scheitert oder von vornherein den Beruf verfehlt.
Aber nur bei bestimmten Lobbys wie Musikern fliesst der Geldregen in Form von Tantiemen kontinuierlich bis zum Tod weiter. Die brauchen nur paar Jahre - aus welchen Gründen auch immer - erfolgreich gewesen zu sein. Sicherer als jedes Aktiengeschäft und sicherer als das KFZ-Handwerk sowieso.
Auch wenn der Wissenschaftler schlechte Arbeit abliefert isser wech vom Fenster und hats danach schwerer. Tantiemen fliessen bei ihm nicht. Er könnte dann noch ein Buch schreiben oder wieder forschen, was aber erneuten Aufwand bedeutet. Vom Nichtstun kommt da nichts rein.
Warum soll es einem Musiker besser gehen?
Was hinten raus kommt zählt. Nicht wieviel Zeit wer wofür aufwenden musste.


Nochwas:
Biete ich auf dem Polterabend nicht nur für mich musikalische Untermalung, sondern auch für Gäste, kommt die GEMA. Da spielt es keine Rolle mehr, ob ich die CD käuflich bereits teuer genug erworben habe. Und das die nächsten 70 Jahre, bei jeder weiteren Veranstaltung. Fürs Abspielen von bereits gekaufter Konserve.
Nächstens wird wohl auch noch das Nachpfeifen kostenpflichtig oder verboten werden, wenn es den gnädigen nicht zusagt oder die Einnahmen die Wünsche nicht mehr ausreichend befriedigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natan schrieb:
... ich verweise nur auf andere vergleichbare (!) Bereiche,
Und unterstellst jedem, er würde sich darüber nicht aufregen, obwohl gerade bei Sportmillionären die Aufregung, dort wo das Thema ist,. wirklich sehr groß ist - viel größer als das bisschen Ablehnung gegen Musikmillionen hier, die hier ja übrigens auch nicht jeder hat - wenn ABBA nach Angebot und Nachfrage mit seinem neuen Musical wieder Millionen macht ist das voll O.K., worums in diesem Thema geht steht in der News. Da du es praktisch als unter deiner Würde empfindest das bei der Diskussion zu berücksichtigen, macht eine Diskussion hier weiter eigentlich keinen Sinn. Wenn ich mich über das Abaschaffen der 50-Jahr-Klausel nicht aufregen darf, weils die angeblich nicht geben würde, warum fordert dann die IFPI deren Abschaffung?

Natan schrieb:
...
Jeder Musiker nimmt Universitäten nciht ernst.
Fachhochschule = private Uni - Professor heißts bei beiden, Vorlesungen gibts bei der FH auch. Ob ich nun Uni oder FH sage ist ziemlich wurscht, finde ich.

Natan schrieb:
...Mit scheint, als ob du wirklich viel Ahnung von der Ausbildung eines Musikers hast... :rolleyes:
Nicht gerade sehr überzeugend in einer Diskussion, in der es über Kunst und Vergütung von Künstlern geht.
Genau, bei der Bestimmung der Dauer der Exklusivabsicherung von Nutzungsrechten darf gefälligst nur mitreden, wer selbst direkt vom Fach ist. Den Preis bestimme ich, nicht der Kunde! :evillol:

Natan schrieb:
...Logischerweise sind Beethoven und Konsorten "frei". Das gilt aber nicht für Schönberg, Strawinsky, Berg, Zemlinsky etc...
Ich finds nur trotzdem lustig, dass du Lizenzgebühren mit der Günstigkeit von Noten belegen willst, für die niemand Lizenzgebühren zahlen muss. Du bist hier der Fachtyp und hochnäselst über uns hinweg, machst aber dann selbst solche Fehler.

Natan schrieb:
...Wen es hier also ausschließlich um ausübende Künstler geht
Geht es nicht, hier geht es, wie du in der News lesen könntest, wenn das nicht unter deiner Würde wäre, um "Sonderfälle", in denen der Künstler beides ist und deshalb nicht den vollen Schutz bis 75 Jahre nach seinem Tod gewährt bekommt. Ich hab die Callas nur eingeworfen, weil das ein name ist, den du kennst - dass Opernsänger/innen bis ans Lebensende nur besser werden würden ist einfach Quatsch. Diese Sache war bzw. ist recht nebensächlich, da es letztlich wurscht ist, ob ein Künstler nun über 50 Jahre besser wird oder schlechter (oder beides), das alles ändert den Wert seines 50 jahre alten Werkes nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Relict schrieb:
Und? War / ist das ein Nachteil für die Kunst? Ist er dadurch in Vergessenheit geraten, seine Werke untergegangen?

Muß ich mch selbst zitieren?

Es gab keinen grund für Verwertungsgesellschaften und Klauseln, denn man konnte seine Musik nur hören, wenn man auch dafür bezahlt hat.
Jesus...

Tantiemen fliessen bei ihm nicht.

Tantiemen könen ja auch nur auf künstlerische Werke abgerechnet werden. Außerdem: Bei Forschern gibt es das Äquivalent des Pantentes.

Nicht wieviel Zeit wer wofür aufwenden musste.

Interessant. Warum streikt denn gerade die Telekom für mehr Stundenlohn?

Biete ich auf dem Polterabend nicht nur für mich musikalische Untermalung, sondern auch für Gäste, kommt die GEMA. Da spielt es keine Rolle mehr, ob ich die CD käuflich bereits teuer genug erworben habe. Und das die nächsten 70 Jahre, bei jeder weiteren Veranstaltung. Fürs Abspielen von bereits gekaufter Konserve.

Schau mal, es ist schwierig, da irgendwo eine Grenze zu ziehen. Der persönliche Polterabend wäre mir jetzt egal. Der GEMA übrigens auch. Ich habe noch nie gehört, daß die auf einer wirklich privaten Party auflaufen. Aber wenn meine Titel auf einer Disco-Veranstaltung, deklariert als "Polterabend-Party", gespielt würden, wäre mir das nicht mehr egal.

Nächstens wird wohl auch noch das Nachpfeifen kostenpflichtig oder verboten werden, wenn es den gnädigen nicht zusagt oder die Einnahmen die Wünsche nicht mehr ausreichend befriedigen.

Nein, denn da greift ja das Beethoven-Beispiel: DU bist ja selbst Interpret. Solltest du allerdings das Stück per Pfeifen vor einem großem Publikum darbieten, müßtest du Lizensgebühren bezahlen. Meistens in der Form, daß du die Noten zu dem Stück käuflich erwirbst.

Übrigens glaueb ich, daß 97% der Poster hier nichtmal den Baß-Schlüssel, geschweige denn den Tenor-Schlüssel, lesen können, was diese Debatte schon etwas ad absurdum führt.

MountWalker schrieb:
Fachhochschule = private Uni - Professor heißts bei beiden, Vorlesungen gibts bei der FH auch. Ob ich nun Uni oder FH sage ist ziemlich wurscht, finde ich.

Zeigt wieder einmal mehr, wie erschreckend wenig Ahnung du hast. Eine Musikhochschule ist KEINE Fachschule.

Um an der Uni den Professoren-Titel zu tragen, mußt du habilitiert sein, daß ist an der Hochschule nicht der Fall. Dort wird man einfach berufen zum Professor. An keiner Universität wirst du Instrumentalunterricht erhalten können. Du wirst nicht Singen lernen, nicht Schlagzeug spielen, nicht Dirigieren, nicht Klavier spielen.

Die Universitäten bilden ausschließlich Musikwissenschaftler aus. Das ist so etwas wie Romanisten der Musik, kapische? Die spielen kein Instrument, sind zu schlecht dafür gewesen.

Nur die Musikhochschulen bilden in Musiker aus. Und um an einer Musikhoschule zu studieren, brauchst du auch kein Abitur. Man macht eine Aufnahmeprüfung, die hammerhart ist. Auf einen Studienplatz kommen bis zu 250 Bewerber. Dafür bereitest du dich schon in deiner Kindheit darauf vor, mit täglich stundenlangem Üben.

Uni und Musiker... hahahaha. (Mein Vater war Emeritus für Muwi und hat NIE ein Instrument unterrichtet. Aber was solls.)

Ich hab die Callas nur eingeworfen, weil das ein name ist, den du kennst -

Hm, ich kenne viele Künstler. Callas ist ein richtig beschissenes Beispiel, denn sie ist weder Komponistin, noch Dirigentin, noch Arrangeurin, sonder "nur" Sängerin, Interpretin. Ihre Interpretation zu "Casta Diva" ist übrigens auch noch nach 50 Jahren eine Weltsensation. Es erscheint mir, als ob ihr Name einzige ist, der *dir* eingefallen ist. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr sprecht immer nur von Musik und Video, interessanterweise gilt das auch für Literatur.

Wikipedia schrieb:
Bei vielen Prominentenaussprüchen ist weder davon auszugehen, dass die urheberrechtlich geforderte Schöpfungshöhe erreicht ist, noch dass ihre Urheber etwas gegen die Verbreitung haben.

Anders verhält es sich bei Zitaten aus geschützten literarischen Werken, deren Urheber noch keine 70 Jahre tot ist (Regelschutzfrist, z. B. bei Aphorismen).

Vorsichtig ist also bei bei Autoren geboten, die noch keine 70 Jahre tot sind. Auch einzelne Sätze von solchen sind urheberrechtlich geschützt. Die erlaubte Ausnahme des "Kleinzitats" gilt dann, wenn das Zitat zur Untermauerung eigener Gedanken u.ä. benutzt wird und wenn die Länge des Kleinzitats in angemessenem Verhältnis zum Gesamttext steht. Das ist bei reinen Zitatsammlungen nicht gegeben.

In den letzten Jahren sind insbesondere die Erben von Erich Kästner mit Abmahnungswellen gegen Zitate bekannt geworden. Selbst Schulen, die Kästners Namen tragen, wurden abgemahnt, weil sie auf ihren Internetseiten Zitate trugen, die in keinen Bezug gesetzt waren.

Welcher "normale" Mensch soll sich da noch auskennen...

Wenn ich also einen Kästner Spruch zu einer privaten Einladung verwende (ich betreibe Aufwand, setzte mich mit der Situation auseinander und wähle einen Lieblingsausspruch aus) kann ich theoretisch abgemahnt werden!

Wo sind wir denn nur hingekommen... wenn ich nicht mal mehr Sinnsprüche von von mir geschätzten Menschen verwenden darf (Nennung des Autor setzte ich mal voraus!)
 
Zuletzt bearbeitet: (Habe noch ein wenig konkretisiert...)
addl1970 schrieb:
Ihr sprecht immer nur von Musik und Video, interessanterweise gilt das auch für Literatur.

Sag ich doch: Für alle Bereiche der Kultur. Photos übrigens auch. Man kann also nicht einfach ein Photo, an dem man nicht die Rechte hat auf seine Website stellen. Finde ich sehr ok. Schluß mit dem unausgewiesenem Klau an den Werken anderer. Bildernachweise mußten bisher in jedem Magazin/Buch geführt werden, so bitteschön auch im Internet.

In den letzten Jahren sind insbesondere die Erben von Erich Kästner mit Abmahnungswellen gegen Zitate bekannt geworden. Selbst Schulen, die Kästners Namen tragen, wurden abgemahnt, weil sie auf ihren Internetseiten Zitate trugen, die in keinen Bezug gesetzt waren.

Jepp. Besonders so einige Musical-Projekte sind daran abgeschmiert. Mir ist ein Fall bekannt, wo eine Amateur-Produktions-Gruppe sich einfach mal den ganzen Kästner-Text zu Emil und die Detektive geklaut hat und daraus groß ein projekt im Raum Bonn/Köln machen wollte. Ohne die Rechte einzuholen. Das geht natürlich nicht.

Welcher "normale" Mensch soll sich da noch auskennen...

Früher wurde einem schon in der Schule beigebracht, was geistige Werte sind und was sie bedeuten, d.h. es war im Bewußtsein der Menschen verankert. Heutzutage ist das ja aber sekundär.
Es leuchtet jedem ein, daß "Schuuuuuuuumi" 110 Millionen Euro im Jahr verdient, daß man für ein TIcket im Rennzirkus 800 Euro und mehr bezahlt, aber wenn man 10 Euro für ein Buch oder eine CD hinlegen soll, dann gehts auf die Barrikaden. Ignoranz regiert die Welt... naja.

Wenn ich also einen Kästner Spruch zur Einladung verwende (ich betreibe Aufwand, setzte mich mit der Situation auseinander und wähle einen Lieblingsausspruch aus) kann ich abgemahnt werden!

Eher nicht, nur wenn du es gewerblich machst und dann ist es auch nicht ok. Siehe obiges Beispiel mit der "Party-Musik". (Den Autor sollte man allerdings IMMER nennen. Allein schon aus Respekt vor dem Werk. Was ich hier so in einigen Signaturen an nicht ausgeführten Zitaten sehe, macht mich ja schon (ver-)zweifeln...)
 
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Natan schrieb:
...Außerdem: Bei Forschern gibt es das Äquivalent des Pantentes.
Hast du noch andere Sachen zum belehren, die ich bereits als Argument verwendet habe? Guckst du hier:
MountWalker schrieb:
[...]
P.P.S.
Sich das Kathodenstrahlröhrenprinzip, das Verbrennungsmotorprinzip, die Brennstoffzelle, die gesteuerte atomare Kettenreaktion usw. ausdenken und es zur Serienreife bringen war übrigens auch keine einfache Sache, dennoch gelten bei solchen Technologischen Quantensprüngen die aus dem Patentrecht üblichen 25 Jahre - Kunst ist also doppelt so viel wert!


Natan schrieb:
...
Übrigens glaueb ich, daß 97% der Poster hier nichtmal den Baß-Schlüssel, geschweige denn den Tenor-Schlüssel, lesen können, was diese Debatte schon etwas ad absurdum führt.
Genau, ich darf auch nicht schätzen, wieviel ein Auto wert ist, nur weil ich von KFz-Mechanik nicht viel verstehe. :lol:

Übrigens kann ich den Baßschlüssel lesen, bei meinem Avatar ist das auch gar nicht so abwegig, aber das ist für die Diskussion völlig wumpe, weil hier niemand anprangert, ob ein Opernsänger nun gut oder schlecht singt, sondern die Dauer des Urheberschutzes (bzw. die geforderte Änderung der Dauer in besagten Sonderfällen) nicht in allen Fällen in Gunst steht.


Natan schrieb:
...
Um an der Uni den Professoren-Titel zu tragen, mußt du habilitiert sein, daß ist an der Hochschule nicht der Fall. Dort wird man einfach berufen zum Professor.
Ja und nun? Ist mir trotzdem wumpe, ich nenne deine Musikhochschule trotzdem Musikuni, sowie jeder Arzt von seinen Patienten Doktor angesprochen wird, obwohl er das nicht sein muss. Ich hab noch nie erlebt, dass nen Dr. med. deswegen auf die Palme gegangen ist. (also nicht der Kundschaft gegenüber) ;)
 
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Mal eine Frage an alle Rechtsversteher... ;) Mir fehlt da leider der intellektuelle Zugang oder das 13. Schauspielunterrichtsjahr! :D

Wie mache ich das bei Veröffentlichungen von privaten Fotos (Bildschirmkopien ect.) in Foren.

Reicht z. B. folgender Text aus:

Die hier im Forum verwendeten Bilder sind von mir selber und nur für private Zwecke erstellt worden. Einer weiteren Verwendung (Download) auf privater Ebene stimme ich zu, solange die Urheberschaft nicht verschleiert wird!

oder bin ich damit ein potentielles Opfer von Profiabmahnern?

P.S.: Die Jungs von der Abmahnindustrie haben Sie doch nicht mehr alle! - aber ggf. bald mein und Euer Geld?
 
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