Was hier übersehen wird ist, dass dieses Update-Programm "Apple Software Update" heißt und somit eigentlich keine weiteren, nicht installierten Programme betrifft, sondern nur UPDATES. Davon geht der User (mit gutem Recht) aus, denn das Programm heißt ja so.
Durch das wiederholte Anbieten weiterer Software (bisher Safari) ist das Programm eher ein "Apple Software Extender". Darin liegt die Verarsche, und der User wird spätestens nach der ersten ungewollten Software-Installation sauer und vor allem misstrauisch sein. Eigentlich kennt man solche "Qualitäten" nur von typischer Crapware.
Dass Apple jetzt eine Unterteilung in zwei Listen vorgenommen hat, ist schon mal ein Fortschritt, allerdings sollte man bei der Installtion des Update-Programms gefragt werden, ob man über neue Software informiert werden möchte und man müsste diese Funktion auch in den Optionen umstellen können. Aber da würden ja dann die meisten Anwender "nein" anklicken, gell?


All dies untergräbt dann auf Dauer das Vertrauen der Nutzer in Software-Update-Funktionen - und zwar realistisch betrachtet nicht nur in die Variante von Apple. Bei Mozilla war man beispielsweise entsetzt über dieses Vorgehen. Langfristig stellt es eine Katastrophe dar, wenn viele User gerade ihre Browser nicht updaten und generell gegenüber Sicherheitsupdates misstrauisch sind - für mich logisch!
Zweiter Punkt: Apple wird hier nicht wie Microsoft behandelt, weil nicht die Gefahr besteht, dass der Safari durch diese Maßnahme eine Monopolstellung auf dem Markt einnimmt. Sobald dies bei Safari oder analog bei einer anderen Apple-Software der Fall wäre, würde die Firma wie MS behandelt.
Und wenn Microsoft anfangen sollte, bei jedem Windows-Update-Prozess zwangsweise weitere Produkte wie MS-Office, OneCare und so weiter anzubieten, würde MS sehr schnell massiven Ärger kriegen. Berechtigterweise, denn es besteht durch die Verbreitung von MS Windows ja Monopolisierungspotenzial und -gefahr in den Märkten für die entsprechende Software, z. B. bei Virenscannern.
Meiner Meinung nach sollte man überlegen, ob man nicht im Sinne der Vertrauenswürdigkeit und der Qualität solche Methoden verbietet. Wir haben doch ganz ehrlich alle was besseres zu tun als uns mit sowas rumzuärgern. Ich finde, dass sowas gefährlich für die IT-Welt ist, da eine möglichst schlanke und aktuelle Softwareausstattung am widerstandsfähigsten gegenüber Angriffen ist. Was hier passiert, führt hingegen zum Gegenteil. Und außerdem würde es verhindern, dass Hersteller darauf spekulieren, den Markt zu fluten und stattdessen versuchen müssen, sich mit Qualität durchzusetzen (das heißt nicht, dass Safari schlecht wäre, sondern das ist eine generelle Aussage).