Schwierigkeiten beim Erststudium

aggroman

Lt. Junior Grade
Registriert
Sep. 2008
Beiträge
449
An die Studierenden bzw. angehenden Studenten im Forum hätte ich einige Fragen die mich brennend interessieren würden.

Ich hab ursprünglich ein Maschinenbaustudium angestrebt und bin nach 2 Semestern kläglich gescheitert. Mittlerweile hab ich ein Informatikstudium abgeschlossen und sehe die Dinge etwas "anders".

"...Hättest du das gewusst, dann hättest du auch das Ingenieursstudium gepackt..."

Wie war es bei euch so in den ersten Semestern? Ich werde demnächst eine Assistentenstelle an einer FH annehmen und würde gerne die Studierenden von den Fehlern schützen, die ich selbst einmal begangen habe, jedoch sind die Ansichten unterschiedlich weshalb mich jede Meinung interessieren würde.

Ich würde mich über jeden Beitrag, jeder Art freuen.

Ein Ergänzung zu dem Thema:

Was hättet/habt ihr euch als Erstsemestler gewünscht?

Beispiel: Lerngruppen, mehr Vorkurse, mehr Übungen, mehr Tutorien usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass jeder für sich selber lernen muss sich hinzusetzen und zu arbeiten, weil genau das ist ein Studium wie Maschinenbau (MaBau). Zwar fällt es dem ein oder anderen leichter, aber ohne viel Sitzfleisch und Arbeit geht in diesem Fach einfach nicht viel.
Ob man junge Leute davor schützen kann? Ich glaube nicht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden bzw. lernen. Das gehört einfach zum älter werden dazu.
 
Was für "Fehler" hast du denn begangen. Bin Schüler und will später auch mal iwas in der Richtung studieren
 
Also findest du, dass jeder Studierenden das Lernen selbst lernen muss ?

Du fängst an zu studieren und wirst erstmal von dem Stoff überrollt. Schnell Schreiben, Sinnvoll Abkürzen der Mitschrift, Filtern der wichtigen Informationen. Klingt einfach, ist aber meistens nicht ganz trivial.

Man muss sich das Recherchieren von guten Quellen selbst aneignen (Internet, Bibliothek), Dokumentationen lesen können usw. Vorbereitung auf Klausur bleibt einem selbst überlassen, es ist eben nicht mehr wie in der Schule, dass man Hausaufgaben macht und unbewusst den Stoff wiederholt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermute mal der
termi666 schrieb:
war entweder sich nicht rein gehängt zu haben, oder sich für das falsche Fach entschieden zu haben.

EDIT:

@aggroman: Naja, das Lernen an sich hängt auch viel von Dozenten ab, aber für ein Studium wie MaBau brauchst meiner Meinung nach Motivation sich hinzusetzen Übungen zu machen. Als Dozent wird es Schwer da zu motivieren. Hast Du das Informatikstudium beendet weil Du bessere Dozenten hattest?
 
Zuletzt bearbeitet:
aggroman schrieb:
"...Hättest du das gewusst, dann hättest du auch das Ingenieursstudium gepackt..."
Hättest du "was" gewusst bzw. woran bist du gescheitert?

Wenn du deine Fehler kennst, dann weißt du doch, wovor du zukünftige Studenten warnen kannst.
Wie war es bei euch so in den ersten Semestern?
Und auch hier die Frage wie war "was"? Das Lernen, die Motivation, das frühe Aufstehen (:D)?
 
Gott das ist jetzt nicht dein Ernst oder ? :freak:
Geiler Fehler muss ich schon sagen.... Musstest du echt erst auf die (ich sags mal hart) Schnauze fallen um rauszukriegen das man lernen muss ?!

Das weiß ja ich schon als Schüler der jetzt in die Oberstufe kommt( Mathe, Physik LK :> ) , naja vermutlich wird der Physik-LK ziemlich lustig genau wegen Leuten wie dir, die in der EF absoulut gar nichts getan haben :rolleyes:
 
ein teufelskreis...das ganze geht schon seit ewigkeiten. das wirst du nicht ändern können. man unterschätzt es trotzdem meistens, einfach weil man die anstieg nicht voraussehen kann. die eigenen erfahrungen sind mächtiger als die gut gemeinten ratschläge anderer. diese erfahrung machen die meisten studis :) mich damals eingeschlossen :D

aber ich weiß durchaus was du meinst. mir geht es genauso, dass ich leuten dann immer einzutrichtern versuche so ein studium auf keinen fall zu unterschätzen...gleichzeitig will man ihnen aber keine angst einjagen oder das studium schlecht machen.


edit:
Du fängst an zu studieren und wirst erstmal von dem Stoff überrollt. Schnell Schreiben, Sinnvoll Abkürzen der Mitschrift, Filtern der wichtigen Informationen. Klingt einfach, ist aber meistens nicht ganz trivial.

Man muss sich das Recherchieren von guten Quellen selbst aneignen (Internet, Bibliothek), Dokumentationen lesen können usw. Vorbereitung auf Klausur bleibt einem selbst überlassen, es ist eben nicht mehr wie in der Schule, dass man Hausaufgaben macht und unbewusst den Stoff wiederholt.

deswegen nennt sich das ganze auch STUDIUM...
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich muss jeder für sich selbst lernen aber ich bin auch immer sehr froh und dankbar darüber,wenn Studenten aus höheren Semestern mir Tipps geben und eventuell helfen ein Thema besser einordnen zu können!

Ich finds gut den so spart man sich viel Zeit und Nerven wenn man ungefähr weiss,was relevant ist und was nicht.

Ich denke du kannst die Erstis am besten darauf vorbereiten in dem du ihnen zeigst,was genau dieses Studium beinhaltet und wo die Schwerpunkte liegen.Denn nur so kann man ungefähr einschätzen wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen.
 
Im den ersten Semestern Maschinenbau tat ich mir auch schwer - man kommt vom gymnasium, wo einem alles einfach nur zugeflogen ist (komplette Abiturvorbereitung: etwa 6 Tage). Und nun kriegt man eine dermaßene Menge an Stoff ab, dass man darin fast ertrinkt. Noch dazu hat man sich nie ein Zeitmanagment angeeignet, eben weil man es nie brauchte - das führt dann dazu, dass man für manche Fächer zuviel macht und damit Zeit vergeudet, die man für andere Fächer dringend bräuchte.

Nach 2 Semestern war ich dann mit mir im Lot, aber die Umstellung war hart. Wenn man mal raus hat, was man wo investieren muss an zeit, welche Vorlesungen man besucht und bei welchen man sich stattdessen lieber zuhause hinsetzt und Übungen löst und sich den Stoff so nebenbei aneignet etc., dann läuft es.

Nur dieses Umstellen vom Gymnasium auf Studium ist - meines Erachtens nach - der Stolperfels (-stein wäre da wohl zu klein).
 
@termi du bist schon geil :)

Fang an zu studieren, dann diskutieren wir weiter :)
 
Zuletzt bearbeitet:
als oberstufenschüler sollte man wirklich nicht auf die kacke hauen, wenn man von der materie keine ahnung hat...
aber genau da hast du ein paradebeispiel...als schüler hast du keine ahnung von nem studium...nicht die geringste...und von mathevorlesungen, in denen in 90 minuten fast nur buchstaben und keine zahlen an den tafeln zu sehen sind, hat man eben keine ahnung...ich damals ebenso wenig...:D
 
So ähnlich wie termi war ich auch drauf, von der Schule auf das Studium projeziert.

Der übelste Fehler, den man diesbezüglich machen kann.
 
Das Problem ist, dass der Lernaufwand ind er Schule sehr gering war. Den Abend vor einer Klassenarbeit auf den Hintern gesetzt hat schon gereicht.
Für das Abi hat man mal 1-2 Wochen die eigenen Aufschreibe und 1-2 Bücher gelesen.

Die GFSen von den Schülern sind auch der Witz, habe selbst einige bewerten müssen. Die machen Past&Copy aus 3-5 Hausuafgaben.de Arbeiten udn meinen das wäre es. Dann Probieren sie alle 3D-Word-Schriftarten in einer Arbeit für die Überschriften aus und der Lehrer soll dann dafür gefälligst eine 1 mit 10 Sternchen machen, ansonsten diskutiert man mit dem so lange rum bis er die Note besser macht.

Die Leute kommen an die Uni und meinen mit 2 Wochen vor einer Klausur lernen ist es getan. Hausaufgaben haben sie schon in der Schule nie gemacht, also macht man an der Uni auch nur dann was wenn man es abgeben muss und selbst dann schreibt amn es von einem anderen ab oder holt sich die Lösungen in der Fachschaft.

Die Schüler lernen auch nicht sich selbst Lernmaterialien zusammen zu suchen. Dann bekommen sie 10 Skripte und drehen ab, weil die so dick sind, oder sie bekommen kein einziges und nur gesagt sie sollen 5 Fachbücher gelesen haben.
Ändern kann man da als Lehrer/Dozent auch nicht viel. Eigenständiges Lernen wollen die LEute nicht, die wollen Frontalunterricht, weil "Gruppenarbeit anstengt und langweilt". --> Lerngruppen funktionieren nicht weil nur 1-2 wirklich was machen (Zusammenfassungen)

Das man immer ein etwas machen muss und das Internet meist keine Hilfe ist und man sich in der UB die Bücher rechtzeitig holen muss ehe andere sie ausgeliehen haben lernen die Leute durch gut zureden auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessantes Thema an sich, aber Fehler muss jeder für sich selbst erkennen und daraus lernen. Zumindest imho. Aus eigener Erfahrung sind die Gründe für das Scheitern im Erststudium so unterschiedlich, dass es ne eigene Vorlesung wäre alle ansprechen zu wollen. Die Frage die sich jeder stellen muss ist doch, "Ist dieses der richtige Studiengang für mich?". Am Anfang kann man dieses meist ja noch mit "Ja" beantworten, doch nach 1-2 Semestern kommt dann der harte Boden der Realität.

Ich hab z.B. in Bremen ein Studium der VWL abgebrochen obwohl ich als Schüler damals davon ausging, dass dieses meine Interessen widerspiegelt. Mittlerweile sitze ich im 9ten Semester eines Bauing. Studium und bereue keine Sekunde lang die Zeit in Bremen gehabt zu haben. Failen gehört zum leben. Wenn ich an die Zeiten unserer Elterngeneration denk, haben auch wir das gute Recht Fehler zu machen und erst im 2ten oder 3ten Anlauf das richtige gefunden zu haben. Dementsprechend denke ich, dass man durchaus Probleme ansprechen kann, jedoch ist ein gesundes "auf die Schnauze fallen", durchaus gesund.

Und zu den lustigen Schülern mit "ich komme grade in die Oberstufe".... studieren ist eine ganz andere Welt, zumindest was das Lernpensum und das Verständnis angeht. Vorallem merke ich langsam wohin uns dieses Zentralabitur und die schleichende Entwertung der Schulabschlüsse hinführt. Wenn ich versuche einigen Erstsemestern simpelste Statik beizuzubringen und allein schon das Verständnis für jegliche Winkelfunktionen fehlt, trotz angeblichem Mathe LK, frage ich mich schon was aus dem einstigen Abitur geworden ist.
 
@novachen Hast vollkommen Recht

In Bayern haben sie auch die Anforderungen runterschauben müssen damit die G12er es überhaubt gepackt haben. Was bringt das den Kids, wenn sie früher an die Uni kommen, aber noch zu unreif sind um ein Studium auch wirklich durchziehen zu können.

Die Eltern udn Schüler jammern doch nur wegen G12, was meinen die wie es dem Kind an der Uni ergehen wird? Da muss auch gebüffelt werden.

Jetzt machen sie auch keinen Zivi mehr um sich selbst finden zu können und fangen ein Studium an, welches ihnen nicht zusagt aber die Eltern wollen oder aber es scheitert daran, dass es zwar das ist was sie wollten, das Studium aber zu theoretisch ist und es sie langweilt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe nach all den threads echt angst, dass ich in meinem angestrebten studium untergehen wüerde^^. Allerdings gibts es häufig auch menschen bei denen ich mich frage, wie die das studium nur geschafft haben.
Ich habe jetzt mit meinem abitur von 2,4 auch keine meisterleistugn verbracht. Zumdem waren wir auch der doppeljahrgang und von 15 oder 160 leuten hatten wir 37 mit einem 1, schnitt und nur 2 sind durchgefallen. Da merkt man doch schon, dass die anforderungen schon runtergeschraubt wurden. Deswegen kann ich mir überhaupt gar nichts auf mein abitur einbilden^^
 
Ich werde demnächst eine Assistentenstelle an einer FH annehmen

Welches Bestreben hast du in Zeiten von "guten Aussichten für Informatiker" eine Stelle als Assistent an der FH anzunehmen. Bist du im RZ oder Studienberatung tätig?
 
@Jonas5

Wie gesagt, Scheitern im Studium ist keine Schande. Wobei ein schlechtes Abi keine Aussagekraft über die Leistungsfähigkeit im Studium hat. Studiere etwas an dem du Spass hast, dann ist eigentlich alles in Butter und wenns dennoch nichts wird isses halt einfach so.
 
Vielen Dank für eure Meinungen.

@Robin: Die Assistentenstelle reizt mich insofern, weil ich meine Softskills verbessern will und mich auf manchen Gebieten weiterbilden möchte. Außerdem hab ich die Möglichkeit etwas guten zutun und evtl. den ein oder anderen Studenten am Scheitern zu hindern (sprich Tutorien, Vorkurse usw.)
 
Zurück
Oben