Sehr schlechte Low-Light-Fotos trotz großem Sensor - DJI Osmo Action 5 Pro (1/1,3'') vs. Sony DSC-HX60 (1/2,3'') und Samsung S24 (1/1.56" & 1/2.55")

King_Rollo

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Guten Tag. Ich bin gerade massiv verwundert über die vergleichsweise schlechte Low-Light-Performance meiner DJI Osmo Action 5 Pro Action-Kamera im direkten Vergleich zu meiner 10 Jahre alten Kompaktkamera Sony DSC-HX60 und meinem Handy Samsung Galaxy S24, und ich suche auf diesem Weg nach einer Erklärung.

Hier noch einmal die technischen Eckdaten der verschiedenen Kandidaten im Überblick:

Kamera / ProduktSensorBlendeSichtfeld / FOV
DJI Osmo Action 5 Pro (Action-Cam)1/1,3'' CMOSf/2,89 mm / 155°
Sony DSC-HX60 (Kompaktkamera)1/2,3" CMOSf/3,524 mm
Samsung Galaxy S24 (Hauptkamera)1/1.56"f/1,824 mm
Samsung Galaxy S24 (Ultrawide-Camera)1/2,55"f/2,213 mm

Technisch gesehen bzw. von der Größe des Sensors her sollte die DJI eigentlich vorn liegen, aber sie liegt immer deutlich auf dem letzten Platz. Im Anhang ein paar Bilder im Direktvergleich. Man sieht deutlich, dass die DJI immer massiv dunkler ist als alle anderen Kameras. Sprich: sie holt einfach mit Abstand das wenigste Licht raus, obwohl sie den größten Sensor hat.

Woran liegt das?

[EDIT] Für die Vergleichbarkeit, welche Kamera am meisten Licht einfängt, habe ich alle Fotos im manuellen Pro-Modus gemacht bei gleicher Belichtungszeit und gleichen ISO-Werten. Je heller ein Foto, desto mehr Licht hat die Kamera eingefangen und um so besser performt diese in Low-Light-Situationen.
 

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Irgendwas scheint aber bei allen schief zu laufen? Mag sein das die Sony und das Samsung heller sind, aber die sind dafür komplett ausgebrannt.

Nicht falsch verstehen, aber ich sehe das "Problem" eher hinter der Kamera. Oder soll das ein allgemeiner Vergleich sein?
Du hast ja auch unterschiedliche Belichtungszeiten genommen.

Gerade das Bild am Herd ist doch von der DJI am natürlichsten.
 
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King_Rollo schrieb:
Man sieht deutlich, dass die DJI immer massiv dunkler ist als alle anderen Kameras
Das kann schlicht an unterschiedlichen Belichtungsmessungen liegen.
Je nach Kamera kann man da ja zwischen verschiedenen Modi (z.B. Spot, Mehrfeld, mittenbetont) wechseln...
 
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x4 01.jpg Beschriftung untere reihe scheint mir bezüglich "norm" und "uw" falsch zu sein.
 
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Die Fotos von deiner Action Cam sind die besten hier präsentierten Fotos. Die Fotos der anderen Geräte sind alle maßlos überbelichtet.
Am ehesten ist die Sony noch auf Niveau, aber auch hier wirkt das aus meiner Sicht bei allen Bildern nicht "besser".
 
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Die Fotos sehen alle FURCHTBAR aus? Ich weiß aus erster Hand dass das S24 extrem viel bessere Fotos macht. Was machst du falsch?
 
Er hat auf allen Kameras manuell die gleichen Einstellungen gesetzt. Das Ziel der Übung war nicht die korrekte Belichtung jedes Bildes sondern das veranschaulichen der jeweiligen Lichtausbeute.
 
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@Christian1297 Was natürlich irgendwo keik Sinn macht. Mir ist bewusst was der Threadersteller wollte. Aber schlussendlich arbeitet man mit dem wo man hat und muss sich mit der Gegebenheit auseinandersetzen.

Und eine 2.8 Blende ist jetzt auch nicht das beste.
 
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Das geht so nicht. Die Blende ist doch unterschiedlich
 
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Relevant ist in dem Fall nicht nur die Blende, sondern auch, wieviel Licht das Objektiv tatsächlich durchläßt, also der t-Stop.
 
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@King_Rollo
Sind das im Vergleich alles RAW Aufnahmen?

Bei JPG Ausgabe können sich die Ergebnisse noch durch anderen Faktoren wie die von dir bisher genannten verändern. Bei der Sony Kamera gibt es bestimmt schon DRO wo im JPG die Schatten aufgehellt werden. Beim Samsung findet bei JPG auch im manuellen Modus das verrechnen mehrerer Einzelframes zu einem Gesamtbild statt. Ob DJI bei den JPG auch schon so viel macht weiß ich nicht.
 
Naja, nach dem Bildsensor gibts ja noch enorm viel Rechenschritte. Das sind nunmal irgendwelche Automatiken/Algorithmen, welche auf das durchschnittliche Bild optimiert sind.
Ergibt am Ende nunmal ein meist suboptimales Bild. Eine DSLR oder ein Handy ist da etwas besser, da auch mehr Rechenleistung. Außerdem ist es nunmal eine Action-Cam, welche eine ganz anderen Einsatzfokus hat.
Und die DJI Action-Cam zählen, m.E.n., auch nicht zu den Belichtungsmonstern. Da sind die Insta360 viel weiter vorn.

Wenn es geht, speicher die Bilder in RAW, entrausche sie ggf. und bei der Entwicklung kannst du die Belichtung optimal einstellen...
Direkt in jpg speichern bedeutet halt auch, das nahezu alle wichtigen Informationen zum weiterarbeiten weg sind.
 
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Ich hab meinen originalen Beitrag mal noch ergänzt:

[EDIT] Für die Vergleichbarkeit, welche Kamera am meisten Licht einfängt, habe ich alle Fotos im manuellen Pro-Modus gemacht bei gleicher Belichtungszeit und gleichen ISO-Werten. Je heller ein Foto, desto mehr Licht hat die Kamera eingefangen und um so besser performt diese in Low-Light-Situationen.

Ansonsten will ich einfach möglichst brauchbare Schnappschüsse machen und bin davon ausgegangen, dass eine Kamera aus 2024 mit einem 3x größeren Sensor und einer besseren Blende mehr Licht einfangen kann als meine alte Sony-Kompakt-Knipse.

Ergänzung ()

K-551 schrieb:
Da sind die Insta360 viel weiter vorn.

Welche Modelle wären das? Vielleicht ist das ja eine Alternative für mich! :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das S24 solte mit der F1.8 Blende und einer langen Belichtungszeit gute Fotos bei LowLight hinbekommen.

F2.5 und höher ist eher semioptimal.

Ich nutze für meine Sony Alpha eine 1.4er Blende für low light aufnahmen. Ja und entsprechende Belichtungszeiten.

LG
 
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Wenn ich das richtig verstehe sind alle Fotos mit gleicher ISO und Belichtungszeit aber nicht kontrollierter Blende gemacht worden. So gesehen kein Wunder, dass sie nicht gleich hell sind. Dann ist noch zu beachten, dass viele Hersteller ISO relativ großzügig auslegen, so dass 1 Blende Helligkeitsunterschied nicht unüblich sind. Bei gleicher ISO, gleicher Blende und gleicher Belichtungszeit müssten idealerweise alle Bilder gleich hell sein - die kamerainterne Software berechnet die Graustufen aus diesen Werten - der Unterschied ist, dass bei einem kleinen Sensor mit kleinen Pixeln nur wenige Photonen das Signal erzeugen und es dann stark rauscht - Helligkeitsunterschiede werden durch unterschiedliche Verstärkung ausgeglichen.
 
Deine Beurteilung "schlechte Low-Light-Performance" scheint sich rein auf die erzielte Helligkeit des Bildes zubeziehen. In diesem Scenario ist nicht Sensorgröße relevant. Einziger Faktor (bei selben ISO/Belichtungszeit) ist die Blende.

Heißt die Reihenfolge absteigend nach Helligkeit ist:
  1. Samsung Galaxy S24 (Hauptkamera)
  2. Samsung Galaxy S24 (Ultrawide-Camera)
  3. DJI Osmo Action 5 Pro (Action-Cam)
  4. Sony DSC-HX60 (Kompaktkamera)
Die Reihenfolge besteht auch so in den Bildern. Einzig die HX60 tanzt aus der Reihe.
Denke hier sind Optionen aktiviert, die für eine automatische Aufhellung des Bildes sorgen, zb.

1767527135208.png
 
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Korrekt. Mir geht es ausschließlich darum, welche Kamera das meiste Licht einfängt. Mein Thread-Titel ist in diesem Zusammenhang vielleicht ein bisschen reißerisch. ;)

Und lassen wir zur besseren Vergleichbarkeit doch mal das Samsung außen vor. Das hatte ich nur zufällig da; aber eigentlich geht es mir ja um DJI vs. Sony.

Und da bleibe ich dabei: DJI hat den ca. 3x größeren Sensor (was alleine schon einen riesigen Unterschied machen müsste) und die DJI hat auch noch die bessere Blende mit f/2,8 (gegenüber f/3,5 bei Sony). Warum also ist das Sony-Bild bei gleichem ISO-Wert und gleicher Belichtungszeit deutlich heller (fängt also mehr Licht ein)? Das ist die Frage, die ich mir stelle und für die ich eine Erklärung suche!

DRO-/HDR-Automatik hatte ich bei der Sony deaktiviert.

Und "dass viele Hersteller ISO relativ großzügig auslegen", halte ich für eine gewagte Behauptung. @Fritz Panter Hast du dafür Belege? Immerhin ist ISO ein internationaler Standard.

Am Ende will ich doch nur das, was alle wollen: auch bei ungünstigeren Lichtverhältnissen (abends daheim oder bei der abendlich Gartenparty etc.) möglichst brauchbare Fotos machen - sprich mit möglichst wenig Verschlusszeit und dabei noch möglichst kleinen ISO-Werten.

Und ich möchte verstehen, warum eine Kamera, die auf dem Papier die massiv bessere Technik hat, das in der Realität nicht umgesetzt bekommt.
Ergänzung ()

Fritz Panter schrieb:
Bei gleicher ISO, gleicher Blende und gleicher Belichtungszeit müssten idealerweise alle Bilder gleich hell sein...

Nein, eben gerade nicht! Weil ein größerer Sensor ja viel mehr Licht einfängt als ein kleinerer und genau deswegen sollte das Foto mit großem Sensor bei sonst gleichen Einstellungen heller sein.

Denn auch nur dann habe ich ja bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Karten, da ich trotz wenig Licht mit kürzeren Verschlusszeiten und/oder geringeren ISO-Werten arbeiten kann.
 
King_Rollo schrieb:
Weil ein größerer Sensor ja viel mehr Licht einfängt als ein kleinerer und genau deswegen sollte das Foto mit großem Sensor bei sonst gleichen Einstellungen heller sein.
Das ist ein Trugschluß. Der größere Sensor benötigt weniger Verstärkung um die gleiche ISO zu erreichen => weniger Bildrauschen. Da aber alle diese kleinen Kameras die Bilder massiv nacharbeiten, vor allem im Handy, ist jeder Vergleich eh müßig.
 
Sind die Bilder aus deinem Vergleich denn nun RAW oder JPG?
 
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