Selbstbau-NAS. Welche Hardware sinnvoll für mein Profil?

iSeeSharp

Lt. Commander
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Ich möchte mir gern einen NAS zulegen, welcher folgende Anforderungen erfüllen soll:

Zentraler Speicherplatz für zwei HTPCs mit XBMC.
Time Machine Backup (einmal tägl.) fürs Macbook.

Das wars eigtl. auch schon.

Nun frage ich mich, wieviel Rechenpower ich benötige, um den kleinen Aufgabenbereich abzudecken? Reicht da eine feste Mainboard/CPU-Kombination a la ATOM? Das ganze sollte miniITX Abmessungen haben.

Wie groß sollte das Netzteil sein? Ich werde wohl niemals mehr als vier 3,5" + eine kleine SSD verbauen. Reicht da ne 300W PSU? Würde dann das Netzteil meines HTPCs nehmen und für diesen dann eine picoPSU besorgen.

Dann die Frage nach den Festplatten: reichen WD greens? Der Nas wird auf jeden Fall einmal tägl. Geweckt, um das Backup aufzuspielen. Dann würde ich sagen, dass das Teil im Durchschnitt 18-24h die Woche laufen wird, also alles andere als 24/7/365.


Dann eine Frage zu Redundanz:
Ich habe zwei Arten von Daten: Variante A ist sensibel und wichtig, Variante B wäre zwar ärgerlich zu verlieren, ist aber zu 90% als Original DVD/Bluray/CD vorhanden. Für Variante A hätte ich gern eine Raidlösung. Anfangs würde ich gern 2x4TB verbauen. Ist es möglich einen Raid zwischen zwei Partitionen zu erstellen?

Nach dem Schema:
HDD1 - Partition1 - Daten A
HDD2 - Partition 1 - Daten A gespiegelt
HDD1 und HDD2 bilden eine dritte, Große Partition, die als Datengrab/XBMC-Mediathek fungiert?

Jetzt noch ein paar speziellere Fragen direkt zu meinem Einsatzgebiet, vllt. hat ja jemand Erfahrung genau damit.
Lässt es sich technisch überhaupt realisieren, dass der Time Machine Prozess meines Macbooks den NAS für das Update aus dem Standby holt?

Gleiches gilt für XBMC. Wird wahrscheinlich alles über WOL geregelt sein? Kann mir jemand sagen, ob die Navigationsgeschwindigkeit im XBMC durch die Auslagerung ins Netzwerk beeinträchtigt wird? (Gerade für größere Datenbanken interessant)

Danke schon einmal im Voraus.
 
1. ein RAID ist kein Backup, wenn dir die Daten wichtig sind, sichere extern.
2. Das was du vor hast geht nicht (bzw. nicht so einfach). Da RAID immer nur ganze Festplatten einschließt.
 
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Ja man kann ein Software RAID aus 2 Partitionen erstellen, bringt aber nix weil ja kein Backup.
Ja für ein NAS reicht ein Atom oder Kabini.
 
Wie ist es denn den HTPC aufzurüsten... Ich hatte mal ähnliches vor. Letztlich hab ich den HTPC Rückgebaut. Tower unauffällig platziert und da ist dann alles drin an Datengrab. In/auf meinem Schrank seh ich nur noch einen IR empfäger. Die Überlegung ein externes Laufwerk dazu in den Schrank zu stellen scheiterte bisher an nichtgebrauch. Ginge aber.
So hab ich Platz für HDs, brauche kein zusätliches NAS mit all seinen Nachteilen und eine Datensicherung würde ich ebenfalls unbedingt extern empfehlen, ggf. zusätzlich.
Der Rechner kann dann auch alles andere im Netzwerk versorgen.

Bei der überlegung NAS stellte ich immer wieder fest das zuerst der Basteltrieb die Motivation war.
Vielleicht wäre das ja auch eine Lösung für Dich.
 
Prinzipiell würde das natürlich gehen. Der Nachteil an dieser Lösung ist, dass ich den ganzen Lärm und die ganze Abwärme im Wohnzimmer hätte.

Wie sieht das denn mit den Platten aus? Kriegt man das ganze so gemanaged, dass die sich schlafen legen, wenn nicht von ihnen gelesen wird (unter Win)?

Was soll das Gerede bez. des RAIDS? Backuppe ich meine Daten auf einem RAID1, dann befinden sich diese auf mind. drei verschiedenen, physikalischen Datenträgern (original, HDD1, HDD2)
 
Die Idee die HTPC aufzurüsten plus jeweils eine externe Backup-HD klingt doch nicht schlecht.

Wenn es denn ein NAS sein soll, willst du unbedingt einen kleinen PC? Die Synology Geräte sind extrem zuverlässig, funktionieren einwandfrei mit Mäckes und sind kleiner & stromsparender als ein ganzer Rechner.
 
Wenn du in jeden HTPC eine Festplatte einbaust und die Daten synchronisierst, hast du eine Kombination aus Raid1 und Backup. In Windows kann man ja in der Energieverwaltung angeben, wann sich Festplatten ausschalten sollen, soweit ich weiß funktioniert das gut.

Inwiefern RAID1 "nix bringt" versteh ich auch nicht. Ja, es sichert "nur" gegen Ausfall einer Festplatte, nicht gegen Betriebssystemfehler oder umfassende Hardwareschäden, aber "nix" ist deutlich weniger ;)
Für die Anforderung mit TimeMachine und Raid von Partitionen bist du wohl auf Linux angewiesen. TimeMachine soll ja auch mit SMB/Windowsfreigaben funktionieren, aber nur mit Hacks und fehleranfälliger. Hardware- oder Fake-Raid (onboard) können i.d.R. nur ganze Platten nutzen. Linux Raid oder LVM, selbst ZFS kommen mit Partitionen klar. Ohne RAID5/6 bringen schnellere CPUs als Atom/Kabini kaum Vorteile. Aber etwas langsamer als Direktzugriff ist das ganze schon, Gigabit limitiert und SMB fügt Overhead hinzu, dabei KANN sich eine schnellere CPU positiv auswirken, behaupte in diesem Szenario aber kaum.
FreeNAS und Konsorten (NAS4Free, OpenMediaVault via Plugin) bieten appletalk (AFP)-Unterstüztung, aber ob man auch per GUI Partitionen für Raids auswählen kann weiß ich da nicht.

Edit: für Wake-on-Lan muss man aber selber frickeln. So einfach dass Windows/OSX merkt, oh der will auf die Netzfreigabe zugreifen, schicke ich doch mal ein WoL-Paket, geht das nicht. Aber sollte Skripte/Tools zu finden geben die das mit wenigen Klicks manuell hinbekommen, könnte man eventuell mit dem Start von XBMC verbinden.
 
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Welche CPU empfielst du denn konkret? Szenario mit maximaler Belastung sieht folgendermaßen aus: NAS streamt gleichzeitig fullHD-Material an HTPC1 und HTPC2 und das Macbook macht ein Backup. Je günstiger, desto besser.

Warum ich keinen fertigan NAS wähle? Weil ich nicht in der Anzahl der Platten limitiert bin. 4Bay MUSS zwingend vorhanden sein. Gibt es da etwas unter 200€? Dann würde ich mir den Spaß sparen.
 
Hab nicht den kompletten Marktüberblick, aber ein Board mit J1800 klingt nett. Sehe aber gerade dass es kaum Boards mit ausreichend SATA-Anschlüssen gibt. Ganz wenige haben 4 (ein J1900, zwei Kabini AM1, jeweils von ASRock).
Also vielleicht doch sogar ein (gebrauchtes) 1155 mit Ivy-Celeron? Kommt in der Anschaffung nicht teurer, braucht halt maximal 10W mehr, was ohne Dauerbetrieb nicht so ins Gewicht fällt.
 
Ich möchte den Thread noch einmal aufgreifen. Ich habe die Anschaffung des NAS bis jetzt vor mir hergeschoben und als Backup eine externe Festplatte genutzt.

Da nächsten Monat der Umzug in eine neue Wohnung bevorsteht, ist dies ein geeigneter Zeitpunkt für eine Anschaffung. Die Idee mit dem Raid habe ich verworfen, ich werde zusätzlich zum Time Machine Backup wöchentliche Backups per Hand durchführen (externe HDD, direkt am Mac).

Trotzdem möchte ich Time Machine mit einbinden. Also noch immer der gleiche Anwendungsbereich:

- mind 4Bay (Erweiterungsmöglichkeit durch SATA-Karten erwünscht, kann also auch nur zwei SATA-Ports onboard haben)
- simultanes, ruckelfreies stremmen an zwei HTPCs gleichzeitig (einer davon wird zwangsweise durch WLAN oder DLAN verbunden werden müssen)
- P/L-Verhältnis muss stimmen - hier bitte ich darauf zu achten, dass der NAS wirklich ausschließlich als Datengrab/Time Machine Backup genutzt werden soll. Dementsprechend benötige ich definitiv keine Leistungsreserven nach oben.

Würde da schon ein SoC-Board reichen? Atom/Exxx?
 
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