Selbstbau-PC läuft nicht fehlerfrei

miujin

Cadet 1st Year
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Sep. 2014
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Hallo,

ich habe mir einen PC zusammengestellt mit folgenden Spezifikationen:

CPU: Intel Xeon 1231v3
MB: ASRock H97M-ITX/ac Intel H97
GPU: MSI Geforce GTX 970 Gaming 4G
RAM: 8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 DIMM CL9 Dual Kit
Netzteil: Enermaxx Pro82+ 525W (die erste Generation)
SSD: Crucial 256 GB

Als Betriebssystem ist Windows 8.1 Pro installiert.

Jetzt treten jedoch Problem beim Betrieb des Systems Fehler auf. Hier mal eine Auflistung:
1. Wenn man Netzteil ausschaltet und wieder anschaltet startet Rechner nicht mehr. Die Lüfter fangen nicht mal an zu drehen. (Wenn man Rechner über Stromleiste vom Netz hängt tritt der Fehler nicht auf) --> Lösung des Problems: beim ersten mal half es die CMOS-Batterie zu wechseln. Beim zweiten mal, half das nicht mehr, dann musste ich eine ClearCMOS mit dem Jumper ausführen.

2. Rechner fährt im ausgeschaltetem Zustand von selbst hoch (er ist wirklich heruntergefahren und nicht im Ruhezustand oder ähnlichem). Ich fahre den Rechner runter, komme nach einiger Zeit in den Raum und er läuft und der Anmeldebildschirm von Windows ist zu sehen.

3. WLAN Verbindung ist vorhanden, jedoch ist die Internetverbindung nur sporadisch vorhanden. Bzw. die Internetverbindung bricht regelmäßig ab.

4. Rechner friert ein oder stürzt im laufenden Betrieb ab und startet sich neu.

Ich habe in Windows unter der Ereignisanzeige folgenden Fehlermeldungen nach den Abstürzen:
Kritisch: Kernel-Power (ID: 41)
Fehler: EventLog (ID: 6008): System wurde zuvor unerwartet heruntergefahren.

Zu den WLAN Problemen würde ich folgende Meldungen zuordnen:
Warnung: WLAN-Erweiterungsmodul wurde beendet.
Fehler: DistributedCOM (ID: 10010) Server konnte innerhalb des angegebenen Zeitabschnittes mit DCOM nicht registriert werden.

Kann man mit diesen Fehlern auf ein Hardware-Problem schließen oder sind das vielleicht Probleme mit unterschiedlichen Ursachen die man nur einzeln beheben muss.
Ich hab einiges schon probiert um dem Fehler auf die Spur zu kommen, bin jedoch mit meinem Latein am Ende.

Ich würde mich sehr über Hilfe von euch freuen.
 
Nur wenn ich einen anderen Rechner komplett auseinander nehmen würde. Und dann weiß ich gerade nicht was für ein Netzteil in dem verbaut ist. Vielleicht kann ich morgen noch eins organisieren.
 
Die Fehler sagen mir auch nicht viel.
Hast du mal den RAM auf Fehler getestet? Bzw. Nur mit einem Modul gestartet?
 
Also ich hab das NT aus meinem alten Rechner ausgebaut. Der lief eine lange Zeit nicht mehr, aber ich kann mich an keine Fehler erinnern.

RAM-Test von Windows hab ich ausgeführt und er hat bei beiden Riegeln keinen Fehler gefunden.
 
Kann es sein, daß der PC kalt war, wenn er nicht einzuschalten ging? Das deutet auf defekte Kondensatoren hin, denen bereits zuviel Elektrolyt verloren gegangen ist. Wenn das 10 Jahre alt ist, sind die hinüber. Die NT aus der Gerneration P4/Athlon-XP sind für hohe Lasten auf der 3V-Schiene ausgelegt. Heute wird fast nur 12V benötigt.
Normalerweise kann man jetzt versuchen die GPU zu entfernen um die 12V-Last zu senken. Die Analysemöglichkeit hast Du mit dem Xeon-1231v3 leider beschnitten.

Dass der PC von alleine einschaltet, kann von mehreren Sachen herrühren. Manche Mäuse schalten nicht nur auf Tastendruck ein, sondern bei Erschütterung. Aus dem Netz können Magic-Packets gesendet worden sein, oder wenn es kurz nach dem Runterfahren ist, kann es eine dieser Hybrid-Standby-Modis sein. Windows 8 fährt ja meines Wissens nie so richtig runter.
 
Also das NT ist 5 Jahre alt, war ca. 3 jahre intensiv in Benutzung und die letzten 2 jahre fast garnicht. Ich werde morgen probieren ein moderneres NT zu bekommen.

Die ganzen WakeOn Funktionen habe ich im bios deaktiviert, also dürfte es eigentlich nicht an Mauserschüterungen oder ähnlichem liegen.

Da werde ich probieren ein anderes Netzteil anzuschließen und wenn das nicht hilft, das MB zurück schicken und ein neues ordern.
 
Hier das gewünschte Update.
Als ich nach Arbeit ins Zimmer gekommen bin, lief der Rechner mal wieder. Diesmal hab ich jedoch in der Ereignisanzeige eine Meldung über den Fritz WLAN Stick gefunden (hab gestern probiert eine andere WLAN Verbindung zu nutzen, Grund dafür später). Somit vermute ich den Selbst-Hochfahr-Fehler irgendwo beim WLAN. Kann ich aber durch die Stromleiste regeln.

Ich hab mich dann rangesetzt, um Problem zu lösen.

WLAN hab ich erstmal deaktiviert und eine Kabelverbindung genutzt. (Ich hatte die Vermutung, dass die Problemquelle das WLAN Modul ist, weil der Rechner nur im Multiplayer abgestürzt ist, zumindest bin ich der Meinung bei den wenigen Singleplayer Runden das der da nicht abgestürzt ist). Dann erstmal getestet. Rechner stürzte jedoch wieder ab.

Versuch Nummer 2 für heute war das Testen eines anderen Netzteils. Jedoch habe ich dann gemerkt, dass bei dem organisierten Netzteil zu wenig Anschlüsse für die GPU waren. Hatte ein Kabel falsch interpretiert. Somit wieder das alte Netzteil angeschlossen.
Dabei habe ich mir nochmal alle Anschlußkabel vom Netzteil angeschaut und bemerkt, dass ich 3 Kabel für die GPU habe. Ein 6-Poliges und zwei 6+2-Polige. Die Grafikkarte braucht einmal 6 und einmal 8 Pole. Angeschlossen hatte ich vorher die beiden 8 Poligen. Jetzt habe ich einfach das 6-Polige Kabel angeschlossen und wieder getestet.

Der Rechner lief jetzt ca. 1 Stunde ohne Absturz. Ich hab jetzt erstmal für heute keine Zeit mehr zum testen und werde morgen das System weiter ein bisschen unter Last setzen, um zu schauen ob es jetzt stabil läuft.
Eine Fehlerquelle könnte noch die Hitze sein, hab beim testen die Seitenwände jetzt offen gelassen. Was ich aber eher nicht denke, nach einem Absturz liegt die CPU-Temperatur laut BIOS bei ca. 55 °C und ich denke nicht, dass die so schnell abkühlen können.

Bei dem Problem mit der WLAN Verbindung habe ich wohl auch einen Übeltäter gefunden. Bei einem der beiden Antennenkabel sah es so aus, als sei es nicht richtig angeschlossen.

Aber diese Sachen werde ich wohl morgen erst testen können.
 
So ein weiteres Update.

Das Netzwerkproblem ja sich erledigt, ein Antennenkabel war nicht ordentlich angeschlossen.

Für die anderen 3 Probleme habe ich wohl auch den Übeltäter gefunden. Das Netzteil wird defekt sein. Hab ein neues eingebaut und er lief bisher ohne Abstürze. An Überhitzung hatte ich noch gedacht, aber hab nochmal ein paar Stresstests über CPU und GPU laufen lassen und beide erreichen maximal 65 Grad. Im Netz hatte ich noch eine weitere mögliche Fehlerquelle gefunden. Laut ASrock besteht keine Kompatibilität mit der RAM von crucial. Dir Lösung des Problemes wäre im Bios die Spannung manuell auf 1.5 V zu stellen. Weiterhin wurde empfohlen alle Energiesparfunktionen im Bois zu deaktivieren.
 
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