News Selbstbewusst oder überschätzt?: Rapidus will 2-nm-Chips zu (oder knapp unter) TSMC-Preisen verkaufen

incurable schrieb:
So lang die Kapazitäten bei TSMC begrenzt sind, muss sich die Konkurrenz gar nicht darum bemühren, dortige Kunden zum Wechseln zu animieren, vielmehr reicht das Anbieten mutmaßlich vergleichbarer Produktionsqualität zu ähnlichen Preisen

Dafür müsste man aber erstmal beweisen, dass man überhaupt ein vergleichbares Produkt hat.
 
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Deshalb der Konjunktiv.

Ich erwarte, dass die ersten Kapazitäten an lokale Unternehmen gehen, und mit den damit gesammelten Daten kann Rapidus sich an weitere potenzielle Kunden wenden.
 
incurable schrieb:
So lang die Kapazitäten bei TSMC begrenzt sind, muss sich die Konkurrenz gar nicht darum bemühren, dortige Kunden zum Wechseln zu animieren, vielmehr reicht das Anbieten mutmaßlich vergleichbarer Produktionsqualität zu ähnlichen Preisen, um Kunden einzusammeln, die beim Marktführer nicht zu Zuge kommen.
Wie begrenzt die Kapazitäten von TSMC tatsächlich sind werden wir sehen. Da ist zur Zeit jede Menge Gerede.

Das Wafer Volumen das TSMC bieten kann ist enorm. Was kann denn Rapidus tatsächlich liefern? Ab wann kann Rapidus tatsächlich liefern? Rapidus hat bisher nur Sprüche abgeliefert.

Und vieles was Rapidus erzählt hat, passt hinten und vorne nicht zusammen. Wir werden sehen wer bei Rapidus fertigen lässt.
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incurable schrieb:
Deshalb der Konjunktiv.

Ich erwarte, dass die ersten Kapazitäten an lokale Unternehmen gehen, und mit den damit gesammelten Daten kann Rapidus sich an weitere potenzielle Kunden wenden.
Welche lokalen Unternehmen sind bei den modernsten Nodes tatsächlich noch dabei?

Und dann solltest Du dir Mal klar machen dass 2 nm Geschichte ist. Alle relevanten Aufträge sind vergeben. Da kommen nur noch ein paar kleine hinterher. Aktuell geht es darum wer für A14/14A fertigen lassen will. Die PDKs von TSMC und Intel sind AFAIK fertig.

TSMC stellt hier wieder neue Fabs hin. Wir werden sehen ob Intel die Fertigungsstellung von Ohio beschleunigt oder nicht.

Und dann kommt die Frage baut Rapidus eine zweite Fab für A14 oder widmet die aktuelle Fab mangels Aufträge um.

Und dann darf Rapidus wieder massiv Steuergelder in die Hand nehmen um einen neuen Prozess und ein neues PDK zu entwickeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe, TSMC bekommt massig Konkurrenz, die spinnen sich ja derzeit einen ab mit den Preisen, ständige Erhöhungen trotz riesiger Gewinne.
 
@lutzlustig Du solltest das was da geschrieben wird nicht allzu ernst nehmen. Aktuell gehen alle Preise bei den Halbleiterbrache nach oben.

TSMC war was die Wafer Preise anbelangt immer maßvoll. Oder hast Du gehört dass irgendein Kunde von TSMC gesagt hat er kann sich das nicht mehr leisten, so wie es aktuell bei den Preisen für DRAM oder NAND der Fall ist?

TSMC gibt dieses Jahr mehr als 50 Milliarden USD für Kapazitätserweiterung aus. Was meinst Du woher das Geld kommt?
 
ETI1120 schrieb:
Dass Rapidus einen IBM Prozess verwendet macht das ganze nicht einfacher. IBM hat was die Prozesse angeht in der Branche keinen guten Ruf. Kompliziert und teuer.
Genau dieses Renommee von IBMs Prozeß als kompliziert ist einer der Gründe, warum Rapidus einen proof-of-concept in Form eines echten, erfolgreich belieferten Auftrages braucht. Allerdings finde ich es nichtsdestotrotz gut, daß Japan es wenigstens versucht. In Deutschland und Europa/EU kriegt man ja nicht einmal das zuwege.
 
@eastcoast_pete Nein das stimmt nicht. Europa ist in der Halbleiterforschung ganz vorne mit dabei.

Allerdings waren die Fabs in Europa immer zu teuer um auf Dauer mithalten zu können.

Deshalb sind alle Europäischen Halbleiterunternehmen aus dem Wettlauf um die neuesten Nodes ausgestiegen.

Und 2009 hat man zugesehen als Qimonda Pleite ging. Nach denselben Maßstäben nach denen Qimonda Pleite ging gemessen, gäbe es auch SK Hynix nicht mehr. Mit einem Bruchteil des Geldes das heute als Subventionen gehandelt wird, hätte man Qimonda über Wasser halten können.
 
@ETI1120 In der Forschung ganz vorne mit dabei zu sein ist zwar toll und wichtig, aber wenn die Früchte dieser Forschung und Entwicklung dann woanders geerntet werden (Arbeitsplätze!) ist das IMHO nicht so schlau. Was damals bei der Qimonda Pleite gemacht bzw nicht gemacht wurde war IMHO schlechte Industriepolitik vom Feinsten.

Über digitale Souveränität und Software machen wir uns aus guten Gründen Sorgen, aber wie sieht's bei Hardware aus? Es gibt durchaus gute Gründe, warum man zumindest ein paar (Paar) Stahlhütten im Land am Leben hält, moderne Halbleiterfertigung vor Ort hat (IMHO) doch mindestens denselben Stellenwert. Bei EUV Knoten sind wir (praktisch ganz Europa) auf Fertigung in Taiwan, Südkorea und (vielleicht noch?) den USA angewiesen. Warum praktisch, und nicht zu 100%? Weil es eben doch eine (einzige) Fab mit EUV Fertigung in Europa gibt, nämlich die Intel Fab in Irland - das war's. Was schon irgendwie traurig ist.
 
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