Selbstständigkeit ein paar Fragen

@cartman999: Je nach Aufwand halt. Kenn ich die Person gut, wird's mal für nen Kasten Bier gemacht...
Arbeite ich für jemanden, der evtl. selbst ein Gewerbe hat, wird schon regulär abgerechnet. Da kann man auch mal etwas mehr verlangen.
Alles in allem, bescheiss ich aber die Leute nicht, so wie es manch andere machen. Stundenlöhne von >40€ für das bisschen Computerzeugs sind für mich etwas utopisch ;)
Aber das macht jeder nach seinem Ermessen!
 
ich hab selbst eine GbR angemeldet um nebenher selbst PCs / Laptops und Hardware zu verkaufen und um eben bei Bekannten / Freunden eine Rechnung stellen zu können (mache ich meistens trotzdem leider nicht^^)

Ich denke nebenher ist das ein guter Zusatzverdienst bzw kann es sein wenn man es richtig angeht (Arbeite selbst 35h/Monat bei einer Firma)

Meiner Meinung nach verdient man aber nur durchs PC verkaufen und reparieren heutzutage nichts mehr, bzw kann davon sicher nicht gut leben. Dienstleistung ist hier das richtige, was ich wenn überhaupt dem TE empfehlen kann, denke aber das dort evtl das Hintergrundwissen fehlt.

Trotzdem viel Glück ;)
 
Moin moin.. Das Thema ist schon ein paar Monate alt, bin aber darauf gestoßen weil ich nach "Nebengewerbe" gesucht hatte :)

Wenn ich das hier und da richtig gelesen habe, darf man PC Reparaturen nur mit einem "Meistertitel" aus dem Elektrobereich erledigen. Richtig? Wie sieht es denn aus, wenn man sagt das man eine PC Werkstatt ist.. wir hatten nämlich bei uns in der Gemeinde einen PC Shop, der hatte irgendwas mit PC Werkstall in seiner Liste und auch Reparaturen in seiner Auflistung. Durch Facebook und Inhaber raus suchen, weiß ich das der Chef gelernter Fachinformatiker ist.

Eine weitere Frage habe ich an diejenigen, die ihre IT Firma als Nebengewerbe betreiben. Die steuerlichen Grenzen (17.500 im ersten und bis 50.000 Umsatz im zweiten Jahr) habe ich auch schon gesehen. Ich möchte ja auch nur ein Kleingewerbe beantragen, aber ich möchte / muss ja MwSt. auf den Rechnungen ausweisen, weil ich schon potentielle feste Kunden habe. Wie macht Ihr das denn?
DerBaya schrieb:
Ich hab von Anfang an mit der MWSt. gearbeitet, ist auch kein größerer Aufwand.
Darauf beziehe ich mich da gerade. Ich werde definitiv keine hohen Umsätze erzielen (vielleicht 5.000 im ersten Jahr), aber MwSt. möchte ich schon ausweisen auf den Rechnungen :)

Dazu kommt noch, was kostet denn Eure Versicherung (ungefähr)? Ich hatte einen Kumpel von mir gefragt, aber der hat keine Versicherung und meinte nur "dann muss ich bluten!"

Was die Stundenlöhne 40+ angeht, also hier in der Firma nehmen wir pro Std. 55 Euro, und mein Kumpel nimmt 45 Euro! Eine andere Firma die ich kenne, nimmt 70+ und das sind alles netto Preise. Von daher ist die Spanne doch recht groß..!

Gruß, Domi
 
Domi83 schrieb:
Wenn ich das hier und da richtig gelesen habe, darf man PC Reparaturen nur mit einem "Meistertitel" aus dem Elektrobereich erledigen. Richtig?
Ich hab es zumindest so gehört, dass man eine Fachausbildung im Bereich der Elektrotechnik braucht. Hat ja im Endeffekt mit Gewährleistung und Versicherungsschutz zu tun. Ein falsch angeklemmtes Kabel kann gern mal einen Wohnungsbrand auslösen, auch im PC.

Ich möchte ja auch nur ein Kleingewerbe beantragen, aber ich möchte / muss ja MwSt. auf den Rechnungen ausweisen, weil ich schon potentielle feste Kunden habe. Wie macht Ihr das denn?
Gemäß Vereinbahrung blabla stelle ich ihnen 119€ inkl. 19€ MwSt. in Rechnung....

Dazu kommt noch, was kostet denn Eure Versicherung (ungefähr)? Ich hatte einen Kumpel von mir gefragt, aber der hat keine Versicherung und meinte nur "dann muss ich bluten!"
Als ich mich mit meinem Versicherungsvertreter mal drüber unterhalten hab is mir auch die Kinnlade runter gefallen. Selbst bei was mildem wie Webdesign sind die Prämien absolut irrsinnig. Da kannste dich lieber jedes Jahr 1x verklagen lassen als die Prämien zu zahlen...

Was die Stundenlöhne 40+ angeht, also hier in der Firma nehmen wir pro Std. 55 Euro, und mein Kumpel nimmt 45 Euro! Eine andere Firma die ich kenne, nimmt 70+ und das sind alles netto Preise. Von daher ist die Spanne doch recht groß..!
Kommt aber auch immer auf die Anforderungen an... aber ja, unter 40€/h braucht man oftmals keinen Finger krumm zu machen, da lebt man von H4 ja besser.
 
Daaron schrieb:
Als ich mich mit meinem Versicherungsvertreter mal drüber unterhalten hab is mir auch die Kinnlade runter gefallen. Selbst bei was mildem wie Webdesign sind die Prämien absolut irrsinnig. Da kannste dich lieber jedes Jahr 1x verklagen lassen als die Prämien zu zahlen...
Ahh.. okay, dann kann ich mir schon denken, warum mein Kollege sich keine Versicherung zugelegt hat und mit dem Risiko spielt das etwas kaputt gehen könnte. Wobei ja doppelt und dreifache Sicherung existiert... und man das alles weiter spielen kann etc., aber jetzt bin ich schon mal ein Bisschen im Bild :)

Daaron schrieb:
Gemäß Vereinbahrung blabla stelle ich ihnen 119€ inkl. 19€ MwSt. in Rechnung....
Ahh.. Dann schreibst Du also gar keine Rechnung mit separat ausgewiesener Steuer, wie z.B. auf einer Rechnung von Amazon...
****
Summe: 100 Euro
MwSt.: 19 Euro
Brutto: 119 Euro
****
so ähnlich steht es zumindest hier auf der Rechnung drauf, die hier liegt :D
 
Domi83 schrieb:
aber ich möchte / muss ja MwSt. auf den Rechnungen ausweisen, weil ich schon potentielle feste Kunden habe. Wie macht Ihr das denn?
Hast du Unternehmen oder normale Bürger als Kunden? Denn ein normaler Mitmensch wird sich über die Kleinunternehmerregelung freuen, da du dann keine MwSt berechnest und er somit fast 20% weniger zahlen muss ;)

Domi83 schrieb:
Dazu kommt noch, was kostet denn Eure Versicherung (ungefähr)? Ich hatte einen Kumpel von mir gefragt, aber der hat keine Versicherung und meinte nur "dann muss ich bluten!"
Als Software-Entwickler zahle ich knapp unter einem Tausender pro Jahr. Das ganze ist eine IT-Haftpflicht und trifft auch auf PC-Reperaturen zu, sofern ich das gerade korrekt sehe.
Das ganze ist auf einen Maximalbetrag von einer halben Million Euro gedeckelt, wenn dein reparierter PC Feuer fängt und eine Villa abfackelt, ist das also nicht ausreichend, da muss dann wahrscheinlich zu teureren Versicherungen gegriffen werden.
 
ice-breaker schrieb:
Hast du Unternehmen oder normale Bürger als Kunden?
Moin.. Also, ich würde im Auftrag für ein / zwei Unternehmen ein paar Aufträge übernehmen, und habe selbst ein paar Kunden. Einer davon ist ein Unternehmen und die anderen zwei sind Privatpersonen. Ich erwähne die jetzt schon, weil die nur noch darauf warten das ich mein Gewerbe anmelde.

ice-breaker schrieb:
Als Software-Entwickler zahle ich knapp unter einem Tausender pro Jahr. Das ganze ist eine IT-Haftpflicht und trifft auch auf PC-Reperaturen zu, sofern ich das gerade korrekt sehe.
Joa, dass ist ja mal eine Hausnummer.. :)
Ich habe meinen Versicherungsmenschen einmal angeschrieben und alles ausgefüllt was bei mir in Frage kommt. Mal schauen, was er mir dann sagen wird.. was der Spaß kosten wird. Aber das man selbst als Softwareentwickler so viel zahlt ist schon eine gute Nummer. Oder liegt das dann an den Unternehmen, die da angegeben worden sind (Banken, Energiewerke, Weltraumtechnik etc.) da konnte man ja ganz nette Dinge auswählen.

Gruß, Domi
 
ice-breaker schrieb:
Hast du Unternehmen oder normale Bürger als Kunden? Denn ein normaler Mitmensch wird sich über die Kleinunternehmerregelung freuen, da du dann keine MwSt berechnest und er somit fast 20% weniger zahlen muss ;)
Ha, von wegen... Alle Kalkulationen inkl. MwSt. Hier gibts nix geschenkt.


Domi83 schrieb:
Ich habe meinen Versicherungsmenschen einmal angeschrieben und alles ausgefüllt was bei mir in Frage kommt. Mal schauen, was er mir dann sagen wird.. was der Spaß kosten wird. Aber das man selbst als Softwareentwickler so viel zahlt ist schon eine gute Nummer. Oder liegt das dann an den Unternehmen, die da angegeben worden sind (Banken, Energiewerke, Weltraumtechnik etc.) da konnte man ja ganz nette Dinge auswählen.
Na ja, selbst wenn du, wie ich, nur nebenbei kleine Projekte für gemeinnützige Vereine machst... Stell dir mal vor, du richtest denen ein Newsletter-System ein aber haste ne Sicherheitslücke drin (z.B. ne SQL Injection) und jemand angelt sich jetzt die ganzen registrieren Userdaten. Wenn da jemand ne Klagewelle lostritt haste zwar immer noch nicht so viel Schaden angerichtet wie bei nem Zahlendreher in der Software des Mars Rover, aber einige Tausender kommen evtl. trotzdem zusammen.
 
Daaron schrieb:
z.B. ne SQL Injection
Gibts bei mir nicht.. "think positiv!" :D

Okay, zurück zum Ernst des Lebens.. Klar.., hast schon recht. Dann wäre das auch nicht verkehrt. Na mal schauen, was mich der Spaß kosten wird bei dem was ich da angegeben habe. Wenn ich etwas weiß, erwähne ich das dann hier. Vielleicht gibt es ja Personen, die das dann auch interessiert.

Gruß, Domi
 
Kleiner Nachtrag... Habe heute die Lexware von uns aus der Firma einmal mit fiktiven Daten für ein Gewerbe gefüttert ohne Umsatzsteuerpflicht.. Dann steht automatisch unter den Rechnungen, dass es sich dabei um eine laut §19 UStG. Rechnung handelt. Ich denke mal, von daher sollte das mit der Kleinunternehmerregelung selbst für Software kein Problem sein :)

Falls das jemanden interessiert.. wollte ich das einfach mal erzählt haben.
Gruß, Domi

p.s. Ich hoffe mal, dass das eine oder andere Unternehmen dann nicht weint wegen solchen Rechnungen.
 
Doch tun Sie.
Ich kann euch nur raten gleich mit Umsatzsteuer zu arbeiten, es ist doch echt kinderleicht....!
 
DerBaya schrieb:
Ich kann euch nur raten gleich mit Umsatzsteuer zu arbeiten, es ist doch echt kinderleicht....!
Dann muss eine Umsatzsteuer-Voranmeldung ausgefüllt werden und ich muss schätzen, wie viel Umsatz im Jahr gemacht wird, war das nicht so?
 
Umsatzsteuer-VA sind drei Zahlen die du eintragen musst.
Wie viel Umsatz du machst ist eigtl. wurst.
 
Okay, dann weiß ich schon mal bescheid. Wobei ein Kumpel eben meinte "lass die UStVA weg und mach es über die normale USt Erklärung" Grund dafür ist, wenn ich die UStVA mache, muss Steuer im Vorfeld bezahlt werden. Das ist ja etwas, was ich gerne vermeiden wollte :)
 
Jedes vernünftige Geschäft läuft mit USt...!
Lass dir da nix einreden, es ist überhaupt nicht schwer das mit USt zu machen.
Du musst halt jeden Monat deine USt.-VA machen, je nachdem kriegst du mal was vom FA oder bezahlst eben etwas, insgesamt ist die MWSt. ein durchlaufener Posten.
Sch dich mal auf www.klicktipps.de etwas um, da sind im Downloadbereich auch aktuelle EÜRs mit und ohne MWSt.

EÜR ohne MWST
EÜR mit MWST

Wie gesagt, lass dich nicht einschüchtern, es ist einfacher als man glaubt...
 
DerBaya schrieb:
Wie gesagt, lass dich nicht einschüchtern, es ist einfacher als man glaubt...
Joa, das merke ich hinterher auch immer wieder. Man ließt sich etwas durch, man forscht.. durch die Beschreibungen etc. denkt man "ohh Gott, was für ein Aufwand" und wenn man so etwas das erste mal gemacht hat, denkt man sich nur "okay, dass war ja einfach".

So war es z.B. auch bei meiner ersten Einkommensteuererklärung die ich gemacht hatte. Da sagte man auch immer "man muss dies und das beachten" etc. vielleicht ist das gerade ein Vergleich Äpfel mit Birnen, aber wenn man aufpasst, sollte alles klappen. Und immer schön Geld für das FA parat haben.

Ich habe ja bei meinem Stiefvater gesehen, wie man es damals nicht machen sollte :D
 
p.s. Ich hoffe mal, dass das eine oder andere Unternehmen dann nicht weint wegen solchen Rechnungen.

Doch, das werden sie, weil sie sich ja die MwSt nicht wiederholen können. Der Preis ändert sich ja nicht, ob nun 119 € (§19 UStG. Rechnung) oder 100 € + 19 € MwSt., der Unternehmer macht bei seiner USt.-VA ja die 19 € geltend und holt sie sich wieder indem er verrechnet mit bereits gezahlter MwSt., bei Deiner §19 Rechnung kann er nichts verrechnen, weil Du es ja bereits als Kleinunternehmer gemacht hast, indem Du darauf verzichtest von Deinen Kunden MwSt zu verlangen, dafür bei Deinem Einkauf die gezahlte MwSt. auch nicht verrechnen kannst. Der Kunde "Unternehmer" zahlt also 19 € zuviel, beim Endkunde "Verbraucher" ist es egal, der kann sich ja nix wiederholen/verrechnen.
wenn ich die UStVA mache, muss Steuer im Vorfeld bezahlt werden.
Ob Du die Steuer nun im Vorfeld bezahlst oder erst im neuen Jahr mit der Steuererklärung >> dann auf einen Schlag, weiss nicht was daran einfacher ist. Steuern zahlen wirst Du ja auf jeden Fall, ob nun mit oder ohne Ust-VA., der Gewinn ist ja massgebend und wird versteuert.
 
der Endkunde Verbraucher freut sich, da du so günstiger anbieten kannst ;)

Wenn du also viel mit Endkunden zu tun hast, nimm erstmal die Kleinunternehmerregelung^^
 
da du so günstiger anbieten kannst
Aus welchem Grund kann er günstiger anbieten, der Endkunde zahlt doch genausogut 119 € wie der Unternehmer, die MwSt wird doch nicht vorher schon abgezogen, da würde er ja ganz schön viel Verlust machen, bzw. weniger Gewinn oder gar keinen Gewinn.
 
Wieso günstiger anbieten... Das ist Quatsch.
Bei der Kleinunternehmerregelung, darf er einfach die MWSt. nicht ausweisen.
Rein rechnen muss er sie doch trotzdem.

Schau dir die beiden EÜRs an, die ich oben gepostet hab. Diese Tabellen sind idiotensicher.
Hör auf mich und mach's mit MWSt., 1. da du so mehr Kunden bedienen kannst (Firmen) und 2. da du dir selber (geschäftlich) die 19% sparen kannst.
 
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