Sicherestes Medium für Datensicherung

Avenger84

Lt. Commander
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Feb. 2008
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1.742
Hallo, ich frage mich welches Medium im unteren Kapazitätsbereich (bis max. SD Karten Größe) am zuverlässigsten ist was die Dauerhaltbarkeit bei Raumtemperatur ohne Sonneneinstrahlung (damit meine ich nicht 1-2 Jahre sondern 10-20 Jahre) an geht.
-externe Festplatte
-externe SSD
-USB Stick
-SD Karte

Dann wäre noch der Fall eines Wohnungsbrandes (fiktiv). Wer schneidet hier am besten ab?

Bei den SD Karten steht bei z.B.:
✔ wasserdicht: Bis zu 24 Stunden wasserdicht (sogar in Salzwasser)!
✔ schock- und stoßfest: bis zu einer Einwirkung von 1,9 Tonnen!
✔ keine Angst vor Magneten: Hält Magnetstrahlungen stand, die 13-mal so stark sind, wie die von Heimkinolautsprechern (bis zu 15.000 Gauss)!
✔ kein Problem mit Röntgenstrahlen: Die Karte schützt Ihre digitalen Daten vor Schäden durch Röntgenscanner an Flughäfen!
✔ ausgelegt für starke Temperaturbelastungen: zuverlässig bei Betriebstemperaturen von -25°C bis +85°C!


Der Werbung nach tendiere ich zur SD Karte. Nur wie dauerhaltbar ist sie?

Verwendungszweck: Persönliche Datensicherung (Fotos, Dokumente usw.) wird also nur einige Male pro Jahr (5-10x) beschrieben.

MfG
 
Raid 1 mit zwei brandgeschützten HDDs müsste die sicherste Lösung ohne großen Aufwand darstellen, ist allerdings nicht ganz billig. Und wenn du nur wenig drauf hast, müsste eine SD wohl reichen.
Wenn es keine allzu privaten Daten sind, könntest du sie zusätzlich noch in die Cloud auslagern (OneDrive, Dropbox etc.).
 
Hi, davon habe ich noch nie gehört. Hast du mal einen Link zu einer brandgeschützten HDD ??
Was ist ein LTO?
Cloud/Dropbox kommt nicht in Frage.
 
Bandlaufwerk! Redundant halt, dass du es immer doppelt sicherst und dass du ein Band immer an einem relativ sicheren Ort aufbewahrst.
 
Flash-Speicher sind schon aufgrund ihrer Physik ungeeignet. (Floating Gate endläd sich mit der Zeit)
Da es Flash noch gar nicht soo lang gibt, kann dir auch noch niemand sagen, wie lang die heutigen Chips halten werden!
Somit fallen alle von dir genannten Medien außer die HDD raus. :)
Ich empfehle folgendes: Spätestens alle 10 Jahre auf ein neues Medium umkopieren, nicht darauf vertrauen, dass ein heutiges Medium in 20 Jahren noch lesbar ist.
 
Langzeitarchivierung digitaler Daten ist ein besonderes Thema und es gibt extra Anbieter in dem Segment die z.B. optische Medien anbieten für die sie eine lange Haltbarkeit der Daten versprechen. Für Heimanwender ist es am günstigsten, wenn man die Daten erstmal sowieso redundant speichert, dann regelmäßig prüft und ggf. refresht bzw. auf aktuelle Medien neu kopiert. Das Problem ist ja schon, dass sich die Standards vor allem der Schnittstellen ändern, Du kannst ja heute auf aktueller HW kaum noch eine 10 oder 20 Jahre alte HDD anschließen. Dann ist mehr als fraglich, ob heutige HDDs in mehr als 10 Jahren noch funktioniere, die altern selbst wenn sie im Schrank liegen.

Seagate empfiehlt z.B. im Product Manual der ES.3 die Platten nicht länger als 90 Tage in der ungeöffneten Originalverpackung zu lagern und nicht länger als 30 Tage nach dem Öffnen der Packung:

NAND ist auch kein guter Langzeitspeicher, die SSDs sollten bei 30°C die Daten mindestens 12 Monate halten können, bei noch neuwertigen NANDs guter Qualität ist von 10 Jahren die Rede, geringeren Temperaturen helfen NAND die Daten länger zu halten. In Speicherkarten und USB Sticks ist aber meist NAND geringere Qualität verbaut, die taugen dann noch weniger als Langzeitdatenspeicher.
 
Backup vom Backup ist das einzige was schützt... selbst die ganzen feuerfesten Sachen sind nur bedingt feuerfest.
Nur Magnetspeicher halten die 10-20 Jahre sicher am Stück durch.
 
Ich würde ein optisches Medium verwenden.
 
Wohnungsbrand: Sicherungsmedium außerhalb der Wohnung lagern. Am besten 2 Medien verwenden - eines in der Wohnung und eines außerhalb. Das Sicherungsmedium außerhalb braucht dann nur alle 3/6/12 Monate aktualisiert werden. Medium eins wird kurzfristig gesichert (jeden Tag, jede Woche, wie man's halt braucht). Im Fall eines Wohnungsbrands (Medium 1 zerstört), kann man noch auf Medium 2 zurückgreifen und muss nicht mehr bei Stand Null anfangen.
 
Ich würde die Dateien per TrueCrypt verschlüsseln und in zwei unterschiedliche Clouds hochladen (z.B. Dropbox & Microsoft). Einige der Cloud-Anbieter sichern zudem die Daten auch mehrfach in unterschiedlichen Rechenzentren, was zusätzliche Sicherheit gibt.
 
Benzer schrieb:
@Nudelholz:
Als sicheres optisches Medium ist mir nur Mikrofilm bekannt, und die Datenmengen die dort drauf passen sind doch arg begrenzt.
Was ist mit stinknormalen CDs oder DVDs?
Bei der Verwendung von guten Rohlingen und anständiger Aufbewahrung sind die Daten viele Jahre sicher.
 
Also ich denke nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Ich habe noch mehrere Backup-CDs rumliegen, die teilweise schon über 10 Jahre alt aber trotzdem noch einwandfrei lesbar sind. Ich denke das hängt wohl stark von der Qualität des Rohlings ab.
 
Vereinzelt kann das sein... aber die Regel ist es nicht, dafür habe ich schon zu viele ausgeblichene CDs gesehen - egal ob Marke oder billig, irgendwann bleichen die alle aus. Es ist einfach kein zuverlässiges Medium.
 
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