Sicherungs"server" - Beratung

fanatiXalpha

Fleet Admiral
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ich bin aktuell etwas am rumdrucksen und überlegen
momentan "sichere" ich meine Daten raus auf eine externe 3 TB HDD
da sind aber Daten, die sind nur dort da ich sonst nirgends dafür Platz habe und entsprechend sind die nicht gesichert
auf der anderen Seite hatte ich mal Lust einen kleinen Linux-Rechner aufzubauen der für das alltägliche her soll und Windows als Spielerechner "verbannt"

dementsprechend hatte ich daran gedacht beides miteinander zu verbinden
wie ich das nachher bezeichnen soll weiß ich nicht
denn ich bin Student und momentan ist keine LAN-Verbindung in Sicht
eine dauerhafte (24/7) Verfügbarkeit der Daten muss dementsprechend auch nicht sein, noch nicht
später aber vllt. ganz cool mittels Wake-on-LAN (über WLAN geht sowas ja nicht, oder?)
das heißt zuerst wäre es eher ein Sicherungsgrab welches ich auch als Desktoprechner nutze und ab und zu Daten rüberschieb
die externe HDD würde dann als mobiler Abgleich fungieren den ich mitnehmen kann
das ganze sollte dann später als NAS fungieren was auch von außen erreichbar sein soll (feste IP und das ganze was dazugehört)

da ich mich nicht so sehr mit dem ganzen Kram auskenne dachte ich an folgendes:
irgendeine Linux Distribution mit dem man ganz gut das erreichen kann was ich vorhabe bzw. die hinsichtlich Datensicherung, NAS/Server-Funktionalitäten usw. mir alles anbietet
von der Größe (Gehäuse, Board) her so klein wie möglich, so groß wie nötig
1x SSD und 4xHDD im Raid 10 (hab dazu mal ein bisschen was gelesen und das hört sich für mich ganz gescheit an)
Leistungsmäßig sollte es HD bis UHD-Filme abspielen können, Office und Internet so das überliche/normale (mit fällt nix spezielles ein worauf man achten müsste)
ECC-RAM ist denke ich nicht nötig, oder?

ich weiß es ist etwas dürftig an Vorgaben, aber ich hoffe ihr könnt schon mal anregungen geben usw.
da die HW nicht so viel leisten muss bzw. so groß sein muss könnte es ja auch ein kleines Board sein und das RAID wird über einen Controller realisiert, was meint ihr?
 
Ein Celeron G1840 mit H81 Mainboard(kleinerer Stromverbrauch), 1x4GB RAM und 300W Netzteil (kleiner gibts kaum).
RAID wird über Linux Software realisiert, nicht über einen Controller! RAID 10 ist auch Humbug, RAID1 ist OK, RAID5 vielleicht.
SSD mit 30-60GB

Nimm eine normale Desktop Linux Distro, wie z.B. Mint.

Im Endeffekt ist das ein kleiner "Office PC" der ein paar Festplatten zuviel hat und deswgen auch noch persönliches NAS und Server ist.
 
- Wenn du "irgendeine Linux Distribution" installieren willst, musst du dich auch damit auseinandersetzen. Es gibt zwar mittlerweile ein paar spezielle Systeme wie FreeNAS, die verhältnismäßig einfach zu konfigurieren sind, aber man muss sich dennoch mit der Linux-Marterie auseinandersetzen.

- Eine SSD für ein NAS-Betriebssystem braucht man nicht, da hier nicht wirklich viele Daten gelesen oder geschrieben werden. Das meiste passiert im RAM.

- Raid ist für Privatpersonen nach wie vor Blödsinn. Du brauchst keine Hochverfügbarkeit für deine Daten, sondern Sicherheit -> lieber separates Backup auf 2te Platte.

- das Abspielen von UHD-Material benötigt aktuell sehr viel Leistung, da die Dekodierung momentan per Software gemacht wird. Da man bei einer NAS normlerweise eher ein kleineres, stromsparendes System will, ist das eine schlechte Kombination.
 
Hatte vor ein paar Jahren ähnliche Überlegungen und habe mir dann einen HP Microserver gekauft. Habe darauf Ubuntu Server installiert. Ist eigentlich perfekt für den Einstieg, da es extrem viele Anleitungen und Dokumentationen gibt. Ich hatte aus Kostengründen ein Software-Raid installiert, was auch super funktioniert. Für "zu Hause" ist das vollkommen ausreichend, es sei denn du willst mehrere hundert Euro für eine Raidkarte ausgeben.

Momentan habe ich einen lautlos-Server, da ich im selben Raum schlafe. Darauf habe ich Proxmox installiert und mir mehrere Linux-Container angelegt. Z.B. Fileserver, Multimedia (Plex, Sabnzbd, Sickbeard, usw.), Testserver, etc. Als Hardware habe ich hier ein J1900 Board mit einem DC-Stecker (Notebook). Verbrauchen tut der Server ~11W im Idle.

Bitte installiere keine normale Desktop-Distribution, weil du ja die Linux lernen willst. Also nur Headless (ohne GUI).

@pintness SSD kann sich positiv auf Verbrauch und Lautstärke auswirken. Wenn VMs/Container oder Datenbanken gleichzeitig darauf laufen, kann es schon Vorteile geben bei der Geschwindigkeit.
 
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Ich würde dir empfehlen einen kleinen HTPC zu bauen und diesen autom. in den Ruhezustand zu schicken, das spart mehr Strom als jedes 24/7 System.

Unter Debian / *Ubuntu lassen sich Backups ganz einfach dank proftpd hochladen. Eine KDE distro bringt bereits einiges an nützlicher Software mit, z.B. LibreOffice, einen Webbrowser und Energieverwaltung.
 
Im Endeffekt ist das ein kleiner "Office PC" der ein paar Festplatten zuviel hat und deswgen auch noch persönliches NAS und Server ist.
ja stimmt
so kann man das sehen^^

ja klar werd ich mich mit den Distros noch auseinandersetzen
aber vllt. hab ihr ja den ein oder anderen Tipp/Hinweis schon parat

naja, das Ding soll ja nicht nur als NAS fungieren sondern auch als Desktoprechner, deswegen würde ich eine SSD als OS-Platte in Betracht ziehen

Sicherheit erziele ich doch mit einem Raid? Bzw. ist es bequemer als immer ein Backup zu ziehen
gut, das lässt sich auch per Skript automatisieren, aber ich sehe ein Raid schon als sinnvoll an
welches das dann wird weiß ich jetzt auch noch nicht genau
10 hatte sich ganz gut angehört, aber ihr seid ja irgendwie dagegen^^

ja, das UHD ist das was mir am meisten "Sorgen" bereitet...

diesen autom. in den Ruhezustand zu schicken, das spart mehr Strom als jedes 24/7 System
naja, mit WOL ist das hinfällig, oder nicht?
damit ist er doch immer im Ruhezustand sofern er nicht gebraucht wird
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ein RAID ist kein Backup und erzielst keinerlei Sicherheit. Überhaupt keine.
Du erzielst höhere Verfügbarkeit und nur Verfügbarkeit. Aka weniger Downtime. Du kannst weiterarbeiten obwohl eine Festplatte grade kaputt ging. Mit Backup hat das nichts zu tun.
 
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