Simple Windows Freigabe Frage

cpujunkie

Cadet 3rd Year
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Dez. 2011
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Hallo Leute,

ich habe in meinem Heimnetzwerk mit immerhin 6 Rechnern Zugriff auf einen Zentralrechner eingerichet, bei dem ich eine SSD freigegeben habe.

Bisher hat alles immer einwandfrei funktioniert. Seit zwei Monaten beobachte ich aber immer langsamere Zugriffe und auch zum Beispiel beim Öffnen von Excel oder Word Dateien (alle Dateien kleiner 500kb), dass die Datei nicht direkt geöffnet wird, stattdessen kommt ein Downloadfenster mit Fortschrittbalken. Ca. 10 Sekunden später ist die Datei offen. Vorallem meine Kinder sind sehr genervt, da sie eigentlich alles auf dem Server speichern sollen wegen Backup etc.

Mein Server ist eher moderat ausgestattet, Windows 7, Core 2 Duo mit 3 Ghz, 4GB RAM, SSD und HDD, 100Mbit LAN Anbindung.

Früher hat alles ehrlich gesagt flotter funktioniert, hat jemand vielleicht eine Ahnung was da schief gelaufen sein könnte? Für einen simplen File Server sollte die Hardware noch okay sein oder?

Da ich bestimmt Angaben vergessen habe, liefer ich diese gerne nach! Vielen Dank!
 
Hilft dir jetzt zwar nur indirekt, aber hast du mal über ein NAS nachgedacht? Für mich klingt es so als wenn du nur minimale Anforderungen an den Netzwerkspeicher hast und da würde ich persönlich keinen ganzen PC für abstellen. Der Energieverbrauch ist deutlich höher sofern man nicht explizit auf entsprechende Hardware+Einstellungen achtet, die Kiste ist unter Umständen laut und je nach Gehäuse auch zT unhandlich groß für den Zweck. Ein günstiges NAS sollte meiner Meinung nach besser passen, zumal du ja eh nur 100 Mbit/s LAN hast und schwächere (NAS-)Hardware damit quasi irrelevant wird.

Das Zyxel NSA325v2 ist zB ein LowCost-NAS für ~90€. Es geht auch günstiger, aber dann wird es evtl. deutlich langsamer, wenn man dann doch mal Gbit braucht.
 
hast du den "server" auch schon mal neugestartet?

oder ist die ssd defekt (cristaldisk oder herstellertool nutzen) oder braucht die ein neues firmwareupgrade?

bei einem datengrab ist eine ssd zwar schneller, aber durch weniger garantierten zugriffszyklen/lebensdauer schneller am ende..
 
Da es alle Pcs betrifft kann die Ursache nur dein "Server" sein: den durchchecken wie meine Vorposter schon vorgeschlagen haben (CPU, RAM Auslastung, Windowsupdates, Treiberupdates des Chipset+Netzwerkarte, Antivirus...).
Testweise kannst du ja auf einem anderen Pc etwas freigeben und testen ob es dort auch langsam geht (unwahrscheinlich) dann kann es evt. an dem Netzwerkswitch liegen.
 
Oh, SSD.. Das habe ich überlesen. Das würde ich auch nicht empfehlen, nicht in dem Szenario. 100 Mbit/s LAN sind max 12,5 MByte/s Übertragungsrate. Das schafft selbst die billigste Notebook-Platte. Dafür eine SSD mit 200+ Mbyte/s einzusetzen, halte ich für sinnfrei. Wie chrigu schon sagt haben SSDs eine geringere Lebensdauer als HDDs bzw. die Lebensdauer orientiert sich an den Schreibzugriffen. Jede Speicherzelle kann bei einer SSD nur x-mal beschrieben werden und geht früher oder später kaputt. Viele Nutzer im Netzwerk mit vielen Zugriffen = SSD schneller kaputt. Mag der Teufel an der Wand sein, aber so ganz abwegig ist das nicht. Hinterher ist man immer schlauer - doof, wenn man dann schon Daten verloren hat.

Versuch mal folgendes:

- lade dir iperf/jperf runter
- starte es am Server als iperf-server
- starte es am PC als iperf-client
- teste die Geschwindigkeit


iperf misst im Prinzip von RAM-zu-RAM und kann somit den Netzwerkspeed ziemlich präzise ermitteln, weil potentiell langsame Festplatten außen vor bleiben. Wenn dabei 100 Mbit/s rauskommen, ist von der Infrastruktur erstmal alles ok.

Generell wäre es hilfreich, wenn du konkrete Werte nennen könntest. Kopiere eine Datei mit 1 GByte vom PC zum Server und/oder andersherum und messe die Zeit von Hand. Dann rechnest du die MByte/s aus und postest das Ergebnis hier. "Früher war alles irgendwie flotter" ist keine sinnvolle Beschreibung, weil wir weder heute noch früher an deinem PC sitzen und Dateien kopieren...
 
Zuletzt bearbeitet:
So schnell stirbt eine SSD nun auch wieder nicht.

Das 100mbit Netzwerk ist nicht der hit, aber ich vermute mal, da läuft im Netzwerk eventuell Virenscanner oder ähnliches quer.

lg
fire
 
Klar stirbt sie nicht in ein paar Wochen, aber es stellt sich doch die berechtigte Frage "wozu SSD"? Schließlich gibt es keinerlei Vorteil gegenüber einer HDD, wenn man eh nur mit 100 Mbit/s ziehen kann. Selbst in einem Gigabit-LAN sind SSDs nicht schneller, wenn man halbwegs vernünftige Festplatten hat (mit 100+ MByte/s).
 
Vielen Dank erstmal für die vielen Tipps! Iperf werde ich später mal installieren und den Speed checken. Der Tipp mit dem Virenscanner könnte goldrichtig gewesen sein... Habe eben kurz den Kaspersky ausgeschaltet und sehe immerhin das Downloadfenster nicht mehr. Dazu aber nochmal eine Frage, normal ist das nicht oder? Wenn ich eine Datei aus dem Netzwerk öffne kommt doch eigentlich nicht erst ein Download Fenster, oder gab es da eventuell mal ein Update.

Die SSD sollte okay sein, insegsamt wurde sie noch nicht mal komplett (128GB) mit Daten beschrieben. Also wird sie bestimmt noch eine Weile durchhalten. Aber SSD ist doch insgesamt schneller und besser, auch für einen File Server (wenn man das Wear Level mal weg lässt) oder?
 
Naja, es kann sein, dass Kaspersky Dateien aus dem Internet direkt scannt und evtl Infos zu der Datei bzw der Quelle beim Kaspersky-Server abfragt. Das Netzwerk ist im Gegensatz zum Internet eine vertrauenswürdige Quelle und die Sicherheitsmechanismen teilweise oder ganz deaktiviert.

Zur SSD: Was soll den schneller sein? Eine SSD kann Geschwindigkeiten jenseits von 300 MByte/s erreichen. Der Server ist aber nur mit 100 Mbit/s an das Netzwerk angeschlossen. Das sind max 12,5 Mbyte/s, also nur ein Bruchteil davon. Die SSD wird daher nicht mal ansatzweise ausgelastet. Eine normale Festplatte schafft so im Schnitt ca 100 Mbyte/s, teilweise auch deutlich mehr. Das ist selbst für Gigabit-LAN (1 Gbit/s = 125 Mbyte/s) noch ausreichend.

Ein Porsche schafft locker 250 km/h - auf der Autobahn. Im Stadtgebiet auf Kopfsteinpflaster wird er aber auch nicht über 50 km/h hinauskommen.

Eine SSD bietet sich als internes Laufwerk für das Betriebssystem an, um zB Bootzeiten, etc zu beschleunigen. Als Datengrab sind sie meiner Meinung noch unsinnig, teuer und zu klein - es sei denn man hat 10 Gbit/s LAN... Wenn man über ein normales LAN mit 1 Gbit/s Daten von/zu einem Server kopiert, wird man nicht feststellen können ob die Daten auf einer SSD landen oder einer HDD. In beiden Fällen wird man nahezu mit der vollen Geschwindigkeit des Netzwerks kopieren.
 
Nun ja, eine SSD überzeugt ja eher mit Zugriffszeiten, anstatt Geschwindigkeit. So der eigentliche Tenor.

Die ersten Fertig-NAS in der Firma damals hatten immer sterbende Festplatten, während von den ca. 40-50 SSD in den verschiedensten Systemen in 5j nicht eine defekt ist.

Was die SSD angeht: viele haben Trim, was aber nicht bei jedem System angestossen wird. Intel SSDs haben dafür zb noch die Garbagde Collection, die von alleine läuft. Im Endeffekt könnte man auch eine Plattenprüfung anstossen, um die Zellen frisch zu halten.

Zum Virenscanner: manche Scanner haben die Eigenschaft, im Standardmodus auch Netzlaufwerke zu scannen. Das kann aber auch das Netzwerk ausbremsen, besonders wenn die Anbindung noch auf den alten Chips läuft mit 100mbit.

lg
fire
 
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