Sind Smartphone-CPUs so stark wie Gamer-PC-CPUs von 2021?

WoisthierdasKlo

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Ich habe jetzt schon mehrfach erstaunt festgestellt, wie stark der Prozessor meines Google Pixel 9 ist. Ich habe schon verschiedene komplizierte Programme parallel auf meinem Gamer-PC mit Ryzen 5 3600 von 2021 und auf meinem Pixel laufen lassen. Das Smartphone war quasi genauso schnell bei den Berechnungen. (Es ging z.B. um die Erstellung einer hocheffizienten lokalen SQLite-FTS5-Volltextdatenbank mit Trigrammindizes.) Außerdem laufen kleine CPU-basierte Transkriptionsmodelle (Vosk) ähnlich schnell wie auf dem 5 Jahre alten CPU.

Und ja, ich weiß, ist nicht "fair" der Vergleich bei "Moore's Law", aber ich wollte einfach mal nachfragen, ob mein subjektiver Eindruck Hand und Fuß hat und für welche (sinnvollen) Hochleistungsanwendungen ihr eure Smartphones so benützt... :)
 
WoisthierdasKlo schrieb:
für welche (sinnvollen) Hochleistungsanwendungen ihr eure Smartphones so benützt... :)
Firefox, CoMaps, Element, Bitwarden sowie die Fossify Suite
 
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Der R5 war auch nur eine Einstiegs CPU.

Bei Notebookcheck vergleichen per geekbench...

Also Google Tensor G4 vs Ryzen 5 3600

Single core sehr ähnlich multicore wäre der ryzen etwas schneller..

Und nein mein Smartphone nutze ich nicht für sowas...
 
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Ich habe vor ein paar Wochen aus Spaß auf einem Pentium 1 System eine Woche gearbeitet.
Selbst gebautes Betriebssystem, browser, editor, ssh client, IMAP, xmpp und Matrix client.

Alles recht minimal und crypto musste auf dem ESP der auch WLAN Karte sein dürfte passieren. Viel nutzlosen Kram habe ich eine Ebene weiter oben geblockt (Werbung, recht viel js... )

War tatsächlich brauchbar und irgendwie war ich kaum langsamer als sonst.

Daher vielleicht als Antwort.. Moderne Software ist ein gruselig überkomplexer, Ressourcen verschwendender Haufen auf unzählbar vielen Schichten an frameworks.

Komplexe Dinge die ich rechne brauchen halt einfach Monate lang so viel Hardware wie möglich ist.

Unter Android bin ich froh, wenn startmenu, messenger und browser nicht ruckeln
 
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madmax2010 schrieb:
Daher vielleicht als Antwort.. Moderne Software ist ein gruselig überkomplexer, Ressourcen verschwendender Haufen auf unzählbar vielen Schichten an frameworks.
↑↑↑ THIS
madmax2010 schrieb:
Komplexe Dinge die ich rechne brauchen halt einfach Monate lang so viel Hardware wie möglich ist.
Okay, aber sicher dann auch nicht auf 5 Jahre alter Hardware sondern modernere oder? Nicht dass ich ein Handy monatelangen Berechnungen aussetzen würde. :D
 
Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.
2021 war das Jahr in dem Windows 11 erschienen ist.

Vielleicht, wenn man deutlich ältere PCs als Vergleichswert nimmt.
 
Du darst auch nicht die unterschiedlichen Architekturen (RISC vs. CISC)
und damit einhergehenden, grundverschiedenen Herangehensweisen zur Berechnung von Aufgaben, welche hier zu Grunde liegen, vergessen.

Einfach gesprochen:
In den ganzen Smartphones (u.a. ähnlichen Geräten) sind RISC-Prozessoren verbaut. Welche "einfache" Berechnungen weitaus schneller und effizienter als CISC-Prozessoren verarbeiten können.
Bei äußert komplexen Rechenaufgaben sind halt CISC-CPUs wiederum besser.
Das nimmt sich aber aktuell nicht mehr viel, da moderne CPUs nicht wirklich mehr in die beiden Kategorien passen, da beide Architekturen intern mit beiden Konzepten arbeiten.

Man hat sich halt vor nun fast 50J bei Intel, mit den 8086, einfach für die CISC-CPUs entschieden, da die damals einfach potenter waren und außerdem die Entwicklung der RISC noch in den Kinderschuhen steckte.
Und mit der Zeit hat sich halt die CISC-Architektur (mit u.a. der x86 sowie x64-CPUs) durchgesetzt.
In den 80er bis in die 90er hinen gab es ein Aufblühen der RISC-CPUs. Vor allem Apple hatte damals mit dem Power-PC-CPUs den privaten Markt mit RISCs versehen.
Aber die schnelle Entwicklung und damit Leistungsfähigkeit der CISCs war zu der Zeit unschlagbar. So gut, das Apple so mitte der 2000er selbst bei seinen Macs auf Intel CPUs und damit das erste mal auf CISC wechselte.
Der Markt der (IMB-kompatiblen)-PCs war fest in der hand der x86/x64-CPUs.
Und erst so vor 15J, mit dem flächenmäßigen Aufkommen des Smartphones und der damit einhergehenden rasanten Weiterentwicklung der passenden CPUs (von vor allem ARM) konnten die RISC-CPUs überhaupt an die Leistungsfähigkeit der CISCs heran kommen.

Seit die dann Leistungsstark genug waren, erobern sie die Welt. Da sie auch noch weitaus günstiger herzustellen sind. Ob in Smart-Geräten aller Coleur oder halt auch in Top-Geräten wie die ganzen Apple M-CPUs.

Und ja, moderne RISC-CPUs können Leistungsstark wie CISC-CPUs sein. Siehe Apple M-CPUs.

In Smartphones und Co. ist halt auch die Abwärme sowie die Energieversorgung der limitierende Faktor, würdest du deine Smamrtphone-CPU auf ein richtiges Mainboard mit großen Tower-Kühler packen, würdest du staunen, was die können. Auch wenn ich mich wiederhole: Siehe Apple M-CPUs.

Aktuell ist die Software der ausschlaggebende Faktor.
Würden jedweilige Software, welche es für x86/x64 gibt ohne Einschränkungen für die ARM-Architektur herauskommen, würden wohl innerhalb kürzester Zeit die x86/x64-CPUs verdrängt werden.
Die ARMs sind einfach effizienter...
Und meine Beschreibung hier ist sehr vereinfacht gehalten, ich weis, das dieses Feld weitraus komplexer ist, soll halt nur zur verdeutlichung dienen...
 
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madmax2010 schrieb:
Daher vielleicht als Antwort.. Moderne Software ist ein gruselig überkomplexer, Ressourcen verschwendender Haufen auf unzählbar vielen Schichten an frameworks.

Wie schlecht Windows geworden ist, sieht man am besten wenn man den Windows Taschenrechner startet.
Bei einem frisch gestartetem Windows, startet der Win7 Taschenrechner deutlich schneller als der von Win11
Bei Win7 WinTaste+r + Calc + Enter und der Taschenrechner war fast augenblicklich da. Win11 brauch das ne halbe sek. und das trotz neuerer und schnellerer Hardware.
 
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wern001 schrieb:
Wie schlecht Windows geworden ist, sieht man am besten wenn man den Windows Taschenrechner startet.
Hat aber in dem Fall nix mit Windows zu tun, sondern mit der Rechner-App.

Installier den alten Rechner und es wird wieder schneller.
Kenne das Problem mit der Windows-Photo-Anzeige. Die brauch sehr lange zum starten und das schnelle durchgucken der Bilder mittels Pfeiltasten braucht bei jedem Bild ne Gedenksekunde (trotz schneller SSDs)

Hab bei mir und auch auf unsere Rechner auf Arbeit (Fotostudio) die alte Windows Bild- und Fax-Anzeige von Win 7 installiert/aktiviert.
Die ist rasend schnell und kann auch nicht weniger als die neue.
Beim schnellen gucken und aussortieren von Bildern ist das essenziell...

Ich denke es hat was mit den Entwicklern der Software und vor allem das diese "verwöhnt" sind mit viel Resourcen.
Als die Rechner noch HDDs hatten mussten Programme schlank sein um schnell starten zu können. Dieser Zwang ist mit dem letzten Nadelöhr, den HDDs gestorben.
Gleiches gilt für CPU- und GPU-Power, Internet-Geschwindigkeit usw.
Die Nachteile der modernen, schnellen Technik.
 
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Das kommt aufs Szenario an, im Rendering wäre sie heute nicht schneller die ARM cpu während video Bearbeitung der ARM schneller wäre.
 
Im Mobiltelefon mit Android steckt vielleicht eine recht starke CPU und GPU und NPU im SOC, aber insgesamt ist so ein Gerät immer sehr beschränkt von der Kühlung und der Akkulaufzeit. Es kann vielleicht nur 2 Minuten unter höchster Geschwindigkeit laufen, bis es überhitzt und runter regelt. Man kann die Hardware also nicht voll ausnutzen im Dauerbetrieb. Der PC dagegen hat ja einen aktiven CPU-Kühler und Gehäuselüfter, der kann zeitlich unbegrenzt dauerhaft 90W verbraten.
 
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@Chesterfield
Geb ich dir erstmal prinzipell recht. Es gibt Anwendungsfälle, wo eine CISC- schneller ist als eine RISC-CPU.

Aber gerade beim Rendern wird halt i.d.R. eine GPU verwendet und ne GPU ist mit Ihrer ASIC-Architektur der RISC-Architektur doch weitaus näher als einer CISC.

Und es geht nicht nur um schneller, sonder hauptsächlich effektiver.
Ist die Recheneinheit nur 80% so schnell wie seine Konkurenz, dafür aber nur 50% so Energiehungrig, kann ich auch für die gleiche Energie 2 der effizienteren Einheiten nutzen, was wiederum 160% der Leistung entspricht...
 
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madmax2010 schrieb:
Ich habe vor ein paar Wochen aus Spaß auf einem Pentium 1 System eine Woche gearbeitet.
Selbst gebautes Betriebssystem, browser, editor, ssh client, IMAP, xmpp und Matrix client.
ist schon wieder märchenstunde?
nein?
dann bitte hierzu mehr details und infos.
wie konntest du die unzähligen gefahren des internets abwehren?
hier im forum wird ja schon geschimpft wenn leute mit nem core2duo und win7 online wollen.
und jetzt kommst du mit nem pentium 1 daher.
bin schon auf das nächste märchen gespannt.
 
WoisthierdasKlo schrieb:
Ryzen 5 3600 von 2021 :)

Der stammt aus dem Juli 2019.

Und schon da aus der Einstiegsklasse und nicht wirklich schnell.
 
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K-551 schrieb:
In den ganzen Smartphones (u.a. ähnlichen Geräten) sind RISC-Prozessoren verbaut. Welche "einfache" Berechnungen weitaus schneller und effizienter als CISC-Prozessoren verarbeiten können.
Das ist eine schöne Geschichtsstunde, die nichts mit der Realität zu tun hat. Weder sind aktuelle x86 CPUs reinrassige CISC Prozessoren, noch sind Smartphone CPUs heutzutage reine RISC Prozessoren.

Die Zeit als RISC Prozessoren nur einen stark reduzierten Befehlssatz verarbeiten konnten, ist schon seit vielen Jahren vorbei und umgekehrt beherrschen moderne x86 CPUs viele Befehle mit einer kurzen Verarbeitungszeit. Die Unterschiede der Architekturen stammen aus den 90er Jahren und sich heute immer weniger relevant.

Nur um mal ein Beispiel zu nennen, moderne ARM CPUs kennen über 1000 Befehle, das ist weit dem über dem was "CISC" CPUs noch vor einigen Jahren kannten.
Modern 64-bit Architecture (Armv8-A / Armv9-A)
In the 64-bit execution state (A64), the instruction count is quite large, moving away from what people traditionally think of as a "Reduced Instruction Set" (RISC):
  • Base Instructions: There are roughly 350+ core integer, load/store, and branch instructions.
  • SIMD & Floating-Point (Neon): Adds about 400+ vector and floating-point instructions.
  • Scalable Vector Extension (SVE/SVE2): Adds another 500+ highly specialized vector-processing instructions.
 
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madmax2010 schrieb:
Ich habe vor ein paar Wochen aus Spaß auf einem Pentium 1 System eine Woche gearbeitet.
Selbst gebautes Betriebssystem, browser, editor, ssh client, IMAP, xmpp und Matrix client.
Selbst gebautes Betriebssystem? Klingt super spannend, magst du mal etwas mehr dazu erzählen oder gar einen Leserartikel schreiben? :)
madmax2010 schrieb:
Daher vielleicht als Antwort.. Moderne Software ist ein gruselig überkomplexer, Ressourcen verschwendender Haufen auf unzählbar vielen Schichten an frameworks.
Das ist wohl so. Schnellere und einfachere Entwicklung erfordert seinen Tribut bei der Ressourceneffizienz.
Ich habe mir aus alten Teilen einen Windows XP Retro Gaming-PC gebaut (nur offline Nutzung selbstverständlich), der läuft trotz nur alter HDD, Dualcore ohne HT mit max. 2,933 Ghz Takt und 4GB DDR2 richtig flott und fühlt sich in Sachen Systemstartzeit, responsives navigieren durch das OS und Programm/Spielstarts (Retrogames) nicht wirklich langsamer an, als mein relativ neuer Rechner mit X-fach schnellerer Hardware mit morderner Software/Spielen.
Faierweise hat sich gerade bei Spielen auch einiges getan seit den 90ern / früheren 2000ern Moorhuhn in 5:4 1280x1024 mit 70hz, zu Battlefield 6 in 3840x2160 auf dem 240hz Oled, dennoch überrascht es immer wieder, wie viel Leistung "Standardkram" den man schon vor vielen Jahren auf vielfach langsamerer Hardware prima nutzen/tun konnte, mittlerweile braucht.
 
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madmax2010 schrieb:
Ich habe vor ein paar Wochen aus Spaß auf einem Pentium 1 System eine Woche gearbeitet.
Selbst gebautes Betriebssystem, browser, editor, ssh client, IMAP, xmpp und Matrix client.

Das würde mich auch sehr interessieren.

Insofern das kein Gelabb ist, würden mich mal Screenshots / Fotos interessieren.

Sowas ist immer hoch interessant und zeigt, dass es auch komplette andere Nutzungsszenarien gibt.
 
WoisthierdasKlo schrieb:
Es ging z.B. um die Erstellung einer hocheffizienten lokalen SQLite-FTS5-Volltextdatenbank mit Trigrammindizes.
Versuch es mal mit Windows, MS Teams, Copilot etc, dann krepiert dir das Smartphone vermutlich komplett weg. :evillol:
Aduasen schrieb:
Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Ich finde Apple zeigt seit ~5 Jahren eindrucksvoll wie effizient und leistungsstark ihre eigenen mobile CPUs sind. Gerade im passiv gekühlten Macbook Air oder besonders im iPad mit noch strengerem TDP Limit.
 
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madmax2010 schrieb:
Ich habe vor ein paar Wochen aus Spaß auf einem Pentium 1 System eine Woche gearbeitet.
60, 66, 75, 90, 120, 133MHz? Welcher Pentium 1?

Btw, ja, heutige Hardware ist eigentlich übertrieben Potent für nahezu alle Privatpersonen. Der einzige "Grund" ist tatsächlich das Spielen von Spielen.

Einen Komfortgewinn gibt es bei üblichen Dingen(surfen, Office, ggf Hobbys wie Fotobearbeitung oder Musik) seit rund 10 Jahren nicht mehr.

Ob der eine oder andere Filter nur 1Sek oder 5 sek. braucht spielt im privaten Umfeld keine Rolle.

8 CPU Kerne und mehr braucht es da ohnehin nicht.
 
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Tulol schrieb:
Welcher Pentium 1?
P55C lief bis 233Mhz.
K-551 schrieb:
Geb ich dir erstmal prinzipell recht. Es gibt Anwendungsfälle, wo eine CISC- schneller ist als eine RISC-CPU.
Seit dem Pentium Pro/K5/Nx586 ist die CISC/RISC Diskussion doch komplett hinfällig, da laufen auf einem x86 auch nur noch µops auf einer RISC-ähnlichen, superskalaren OoO Architektur.
ARM hat mittlerweile auch eine riesige ISA, vergleichbar zu x86.
 
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