Sinnvolle Backup Lösung für 4 Bay Nas Qnap TS 435xeu

exit12

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Moin @ all.
Ich brauche mal ein Tipp wie ich meine Backups sinnvoll gestalten kann.
Bisher waren alle wichtigen Files immer auf Rechner und Laptop verteilt...dazu noch ein paar Externe und somit war die Unübersichtlichkeit endlich vollständig :)

Ich nutze in meinem Netzwerk Rack ein Qnap TS 435XEU mit 4x wd red pro 12TB.
Vom Speicherplatz bin ich sehr zufrieden und wird auch in Zukunft reichen.
Das Qnap ist via 10gbit lag angeschloßen und funktioniert Prima.

Wichtige Daten habe ich auf mehrere externe platten verteilt und ist jedesmal ein Akt das Backup zu machen.
Absolut umständlich und leichtsinnig...Backup kann man das auch nicht nennen :)
Bevor was schief geht möchte ich gerne endlich das ganze mir endlich leichter machen und sicherer.
Ich weiß, ist gerade nicht der beste Zeitpunkt um Speichermedien zu kaufen aber ich würde gerne mal eine Idee haben um zuschlagen zu können wenn es soweit passt...

Derzeit benötige ich 10tb an Speicher...tendenz ist ja meist steigend. Cloud möchte ich eigentlich nicht.
Ständig alle Daten ins www schicken finde ich nicht passend und hätte lieber etwas lokales Zuhause.

Was hätte ich für Alternativen?
Noch ein Nas hinstellen was automatisiert backups fährt?
Ist mir eigentlich ein wenig zu teuer....Zwei Nas stehen zu haben die kaum ausgenutzt werden ist mir ein wenig zu Schade.
Zuhause habe ich einen großen Resthof der über ein Nebengebäude verfügt mit weiterer EDV wie einem zweiten Großen Rack mit LWL Uplink usw.
Könnte also hier die Aufbewahrung vom Datenspeicher machen und hätte z.b. im Falle eines Brandes etc. den Vorteil es nicht im gleichen Haus zu haben....

Leider bin ich überhaupt nicht mehr Up To Date was heutzutage möglich ist und sinn macht.

Was wäre eine einfache aber effektive Lösung für ein sinnvolles Backup der Daten?
Ich weiß...backups müssen auch über mehrere verschiedene Wege erstellt werden und nicht nur einmal auf einem Medium
UND ein Nas ist kein Backup...ist mir auch bewusst...dient bei mir nur zum Abgreifen der Daten von mehreren Endgeräten , zum sammeln verschiedener files und Datengrab.

Bin total gespannt was für Möglichkeiten es gibt.
 
So viele Möglichkeiten gibt es nicht. Man sichert auf ein NAS, Cloud-Speicher, externe Festplatte/Stick, usw. Was dir einfällt.
Abhängig davon, wie wichtig dir die Daten sind, lohnt es sich die 3-2-1-Faustregel mehr oder weniger vollständig umzusetzen.

exit12 schrieb:
Noch ein Nas hinstellen was automatisiert backups fährt?
Ist mir eigentlich ein wenig zu teuer
Das hängt davon ab, wie teuer dir ein Datenverlust zu stehen kommt. Sind die Daten unersetzlich, dann ist es doch eine Kleinigkeit, sich noch ein zweites NAS oder von mir aus auch eine externe Festplatte hinzustellen.


Ich habe mich für die Zwei-NAS-Variante entschieden. Ein Backup lasse ich auf das erste NAS kopieren, das wegen diverser Netzdienste auch permanent läuft. Ein zweites NAS bootet nur einmal täglich und empfängt ein Backup vom ersten NAS. Vollautomatisiert. Fertig.
Für mich war wichtig, dass -einmal eingerichtet- ich da nie wieder Hand anlegen muss.
 
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Naja...idR. sind die meisten Privaten Daten ja Fotos/Videos und in den Augen der Anwender natürlich immer unersetzbar...
wenn ich über dein Post nachdenke hast du Recht....1500€ für Nas und Platten sind gegen einen Datenverlust nicht mehr so groß....
Muss vill kein so Leistungsstarkes Nas sein. Ein "doofes"Nas was lediglich für die Daten da ist muss ja auch nicht viel können außer minimum einen 10gbit anschluß damit die Platten im Raid genug Dampf haben :)
 
Es braucht nicht mal 10 Gbit. Du sicherst bei sowas ja inkrementell.
 
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Jepp. Ich würde für die unersetzlichen Daten ein kleines "dummes" NAS besorgen. Die gibt es bspw. für um die 200 €. Da rein steckt man dann eine Platte, die groß genug ist und fertig. Ein RAID muss ja auch nicht sein.

Das hier reicht bspw. völlig aus: https://geizhals.de/ugreen-nasync-dh2300-95998-a3635068.html
 
Ne aber wenn das ganze Netzwerk und die hardware schon voll mit 10gbit ist dann magst damit auch weiterfahren... :) unnötig aber es macht Spaß :)
Alle Switche können mind. 10gbit
Außerdem wenn dann dochmal 100 oder 200gbit aktualisiert werden dann macht das natürlich so auch viel mehr spaß :)
 
Speichere doch auf Platten die bei dir noch rumliegen oder teile die Platten deines NAS so auf das die wichtigen Daten gebündelt auf einer Platte laufen und die Platte die du frei bekommst, füllst du in regelmäßigen Abständen oder automatisch mit FreeFileSync. Man muss ja nicht gleich was extra kaufen
 
Naja so ein gewirre mit zig externen wollte ich ja in Zukunft vermeiden...
Dann scheint es doch sinnvoll das ich mir doch noch ein zweites Nas hole....
Müsste ich mal schauen was es hier für gute Automatisierte Lösungen gibt das bspw. dann einmal die Woche eine Spiegelung vom Datensatz gemacht wird....

Ich hab gesehen das es auch Docking Stations gibt wo man die Platte einfach nur reinsteckt und dann ein Backup macht.. den Hersteller gibt es leider nicht mehr aber ist sowas bekannt?
 
ich würde die daten auf ein 2. NAS synchen und dann stelle es bei den Eltern auf und lass die Daten über das netzen synchronisieren.

Qnap kann auch sehr gut und einfach in google Cloud synchronisieren das sind nur wenige klicks.
 
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Drei Dinge sind wichtig:

- zentrale Datenhaltung

alle Daten liegen an einer Stelle, dem NAS und werden von da bearbeitet
oder nach der lokalen Bearbeitung sofort dahin gesichert.

- Versionen dieser Daten
idealerweise readonly ZFS Snaps, z.B. 24 stündliche Snaps/aktueller Tag, 32 tägliche Snaps/ aktueller Monat etc

- 321 Backup dieses Datenstandes per sync auf ein Backupmedium (zfs send, rsync, robocopy)
idealerweise 3x Kopien dieser Daten auf 2x weiteren Datenträger davon 1x extern gelagert
Man kann ein zweites/drittes NAS nehmen, privat einfach zwei USB Platten
die man abwechselnd absteckt und woanders lagert.
 
Naja - alles hat seinen Preis.
Online Auslagern ginge z. B. via Backblaze B2 - kommt aber auf 6 $ pro TByte/Monat
Oder Livedrive bietet bei seinem Backup-Tarif für ca 80 €/Jahr/NAS unlimitiertes Cloud-Backup an - benötigt aber einen PC mit der Livedrive-App, der auf die Freigaben Zugriff hat und die Daten dann überträgt.

Ansonsten, wenn es lokal sein soll, schau Dich doch auf dem Gebrauchtmarkt für NAS für ein weiteres Gerät um. eBay hat immer eine schöne Auswahl - statte sie dann mit rerufbished HDDs aus.
Damit minimierst Du die Hardwarekosten für die Hardware - es muss ja auch nicht auf voller Netzwerkgeschwindigkeit laufen, wenn das alles im Hintergrund passiert.
 
Wie überprüfst du die Integrität deiner Daten?

Problem ist hier schon mal, dass du mit dem Gerät nicht QuTS Hero mit ZFS-Unterstützung verwenden kannst, sondern bei QTS hängst, wo kein Dateisystem mit Blockprüfsummen verfügbar ist. Für sehr wichtige Daten bleibt da nur das manuelle Anlegen bzw. Initiieren des Anlegens von Prüfsummen über z.B. ein Backup-Programm.

Hast du die vier HDDs im RAID? Wenn ja, wären regelmäßige Scrubs sinnvoll.

Erst danach kann man an das Backup denken. Ein Backup, das permanent angeschlossen ist und über Kupferkabel mit der Quelle verbunden ist, kann man im engeren Sinne wohl nicht als Backup bezeichnen. Es böte sich jedoch an, um (inkrementelle oder volle) Backups automatisiert dort hin zu sichern (dafür gibt es von QNAP bestimmt ein Tool) und dann in gewissem Abstand mal auf eine externe HDD zu sichern.
 
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Ok dann schaue ich mich nochmal nach einem zweiten Nas um.
Ich kann es wie bereits oben geschrieben trennen. Es besteht kein Kupferkabel sondern ein Uplink via LWL.

Was Qnap da im Angebot hat muss ich mal schauen aber wenn ich im Kauf flexibel sein will, dann schaue ich mich auch bei anderen Herstellern um und sollte gucken das qnap das trotzdem irgendwie hinkriegt.

Externe Platte ist ein wenig schwierig da ich sonst riesen festplatten brauche um den ganzen inhalt zu sichern.

Danke auf jedenfall für eure Tipps...muss eh erstmal abwarten bis sich die Preise ein wenig normalisieren.
 
exit12 schrieb:
Ok dann schaue ich mich nochmal nach einem zweiten Nas um.
idealerweise dann was mit einem modernen Copy on Write Dateisystem mit Prüfsummen wie ZFS und das Qnap als Backup
exit12 schrieb:
Ich kann es wie bereits oben geschrieben trennen. Es besteht kein Kupferkabel sondern ein Uplink via LWL.
wenn das Backup NAS im gleichen Gebäude oder Areal ist, dann es nur während dem Backup ans Netz nehmen
exit12 schrieb:
Was Qnap da im Angebot hat muss ich mal schauen aber wenn ich im Kauf flexibel sein will, dann schaue ich mich auch bei anderen Herstellern um und sollte gucken das qnap das trotzdem irgendwie hinkriegt.
mit rsync (Linux) oder robocopy (Windows SMB) kann man beliebige NAS syncronisieren
exit12 schrieb:
Externe Platte ist ein wenig schwierig da ich sonst riesen festplatten brauche um den ganzen inhalt zu sichern.
Die bräuchte man auch für das Backup NAS zusätzlich
exit12 schrieb:
Danke auf jedenfall für eure Tipps...muss eh erstmal abwarten bis sich die Preise ein wenig normalisieren.
Ich erwarte absehbar eher weitere Preissteigerungen bei hd und RAM wegen dem KI Boom..
Eventuell was gebrauchtes suchen. Ugreen sind manchmal eine gute Option und mit X86 kann man ein beliebiges OS aufspielen, Das Ugreen OS ist nicht so der Bringer.
 
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Nee wie ich bereits oben geschrieben habe kommt es ins nebengebäude und der uplink via lwl.

D.h. nur für eine spiegelung bräuchte ich dann wahrscheinlich das gleiche Raid und die gleiche anzahl an platten und größe?
Für das Backup mit bspw. rsync ,wie von dir angesprochen, benötige ich dann ein nas mit ausreichend speicher aber völlig egal wie hoch die anzahl der platten ist ?

Würde es auf jedenfall einfacher machen. Ugreen o.ä. kommen eigentlich nicht in Frage da es eine 19" rack lösung sein soll.

Es handelt sich ja ausschließlich um ein "datengrab" also könnte ich mir auch einfach ein leergehäuse füllen...ein mainboard reinschmeißen und 4 platten rein stecken. Ein 4 Bay leergehäuse habe ich noch liegen...

Wenn man natürlich bedenkt das die nicht billiger werden , dann sollte man doch nochmal gebraucht schauen.
Hätte eher gedacht das irgendwann die Regale voll sind und es irgendwann wieder billiger wird.
Ist ja erfahrungsgemäß mit den meisten Sachen so wie bspw. Wärmepumpen, pv module usw.
Ergänzung ()

Schrank 2/3. Core steht im Keller.
Hab also noch Platz für ein Nas und das USV
 

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exit12 schrieb:
Nee wie ich bereits oben geschrieben habe kommt es ins nebengebäude und der uplink via lwl.

Wenn ein Blitz weiter weg ins Stromnetz einschlägt, hilft eine USV oder Überspannungsschutz. Schlägt der Blitz ins Gebäude, ist es egal ob ein Gerät im Keller oder Nebengebäude steht. Da verdampfen teilweise die Stromleitungen in den Wänden. Da hilft es nur, das Backupsystem nur bei Bedarf ans Stromnetz anzuschließen. LWL ist gut, schützt aber nicht das Stromnetz. Auch USV hilft bei einem Lokalen Blitzeinschlag nicht.

exit12 schrieb:
D.h. nur für eine spiegelung bräuchte ich dann wahrscheinlich das gleiche Raid und die gleiche anzahl an platten und größe?
Für das Backup mit bspw. rsync ,wie von dir angesprochen, benötige ich dann ein nas mit ausreichend speicher aber völlig egal wie hoch die anzahl der platten ist ?

Mehrere Platten bilden mit Raid einen Pool oder Array. Dessen Größe ist entscheidend, nicht die Anzahl der Platten oder das Raid Level.

exit12 schrieb:
Würde es auf jedenfall einfacher machen. Ugreen o.ä. kommen eigentlich nicht in Frage da es eine 19" rack lösung sein soll.

Es handelt sich ja ausschließlich um ein "datengrab" also könnte ich mir auch einfach ein leergehäuse füllen...ein mainboard reinschmeißen und 4 platten rein stecken. Ein 4 Bay leergehäuse habe ich noch liegen...

wäre ok

exit12 schrieb:
Wenn man natürlich bedenkt das die nicht billiger werden , dann sollte man doch nochmal gebraucht schauen.
Hätte eher gedacht das irgendwann die Regale voll sind und es irgendwann wieder billiger wird.
Ist ja erfahrungsgemäß mit den meisten Sachen so wie bspw. Wärmepumpen, pv module usw.
Ergänzung ()

Schrank 2/3. Core steht im Keller.
Hab also noch Platz für ein Nas und das USV

Der KI Boom ist noch lange nicht zu Ende. Die ganze Welt baut wie blöd KI Rechenzentren die ganz viel RAM und Storage brauchen.

btw
Ein Backup NAS im gleichen Stromnetz/ Gebäudekomplex ist kein echtes Backup weil die dritte 321 Backup Regel nicht erfüllt ist (idealerweise 3x Kopien (oder Snaps), wenigstens auf 2x Datenträgern, davon 1x tatsächlich extern.
 
gea schrieb:
idealerweise dann was mit einem modernen Copy on Write Dateisystem mit Prüfsummen wie ZFS und das Qnap als Backup

Würde ich unterstützen. Am besten eines von UGreen und da dann TrueNAS draufmachen.

gea schrieb:
Wenn ein Blitz weiter weg ins Stromnetz einschlägt, hilft eine USV oder Überspannungsschutz. Schlägt der Blitz ins Gebäude, ist es egal ob ein Gerät im Keller oder Nebengebäude steht.

Wobei das hier schon wirklich Extrem-Szenarien sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blitzeinschlag zwei Geräte in den Tod reißt, die sich in unterschiedlichen Stromkreisen und damit an unterschiedlichen Sicherungen befinden, würde ich schon als extrem gering ansehen (aber ich bin kein Elektriker). Das größte Risiko für Blitzeinschläge sind mMn die Kupfer-Telefonkabel. Mit der immer größeren Verbreitung von FTTH fällt dieser Risikofaktor aber immer mehr weg.


gea schrieb:
Ein Backup NAS im gleichen Stromnetz/ Gebäudekomplex ist kein echtes Backup weil die dritte 321 Backup Regel nicht erfüllt ist (idealerweise 3x Kopien (oder Snaps), wenigstens auf 2x Datenträgern, davon 1x tatsächlich extern.

Wobei man die 321-Regel auch etwas relativieren muss, da diese auch zwei unterschiedliche Medien vorsieht (was kaum jemand macht) und überhaupt keinen Fokus auf die Prüfung der Datenintegrität legt. Und eine einheitliche Definition dafür, was ein "echtes" Backup ist, gibt es auch nicht.

Aber ich schließe mich an, dass ein Offsite-Backup schon noch mal eine gute Steigerung der Sicherheit bringt.
 
Arbeits NAS und Backup NAS sind zwei "Medien" genau wie Arbeits NAS und USB Backup Platte und für die Integrität hat man ZFS.

Beim Blitz Risiko gibt es regionale und lokale Unterschiede. Richtig kritisch ist ein Einschlag in die Frei-Leitung zum Haus. Da kann alles elektrische im Haus abrauchen inkl Stromleitungen in den Wänden verdampfen. Wenn man eine exponierte Lage hat ein kritischer Punkt, in einem Tal eher weniger. Unterschiedliche Stromkreise bringen im 10 Megavolt Bereich aufwärts nichts mehr. Nachden der Blitz mehrere Kilometer durch Luft gegangen ist, machen ihm die paar Zentimeter zwischen den Phasen nichts mehr aus.

Dann kann eine Wand auch so aussehen
https://www.gutefrage.net/frage/bringen-steckdosenleisten-mit-ueberspannungsschutz-etwas
 
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gea schrieb:
Arbeits NAS und Backup NAS sind zwei "Medien"

Die erste Regel besagt doch schon, dass es drei Kopien sein sollen, also 1x Original und 2x Backup davon. Da man eine Kopie, die sich im selben System befindet, nicht als Backup bezeichnen kann, wäre damit diese Unterscheidung m.E. bereits ohnehin umgesetzt. In beiden Fallen ist es ein NAS mit Festplatten. Das ist wie einfach dreimal ne externe Festplatte. Erfüllt die zweite Regel m.E. nicht.


gea schrieb:
genau wie Arbeits NAS und USB Backup Platte

Hier wird dann aber trotzdem in beiden Fällen auf eine Festplatte oder mehrere Festplatten gespeichert, und es handelt sich meiner Ansicht nach trotzdem um das gleiche Medium. Wenn du z.B. zwei Videorekorder mit einer VHS und einer Kopie davon ebenfalls auf VHS hast und den einen VR per Scart und den anderen per S-Video und Cinch anschließt, bleibt es trotzdem das gleiche Medium (VHS-Kassette), da das Aufzeichnungs- und Ausleseverfahren das gleiche ist. Hast du hingegen einmal eine VHS und einmal Betamax, sind es meiner Auffassung nach unterschiedliche Medien.

Ich sehe, dass die Definitionen im Netz nicht immer ganz eindeutig sind. Hier ist z.B. ganz klar von zwei unterschiedlichen "Medientypen" die Rede:
https://www.veeam.com/blog/de/321-backup-rule.html (wobei man auch das anders auffassen kann gemäß der Definition dort.)

Hier wird wiederum von zwei "Datenträgern" gesprochen:
https://www.synology.com/de-de/dsm/solution/data_backup
(Drei Kopien auf zwei verschiedenen Datenträgern macht mMn aber auch wenig Sinn, denn wenn sich zwei Kopien auf ein und demselben Datenträger befinden, kann man das wohl kaum als Backup bezeichnen).

Auch wenn es irgendwo steht, muss ich es deshalb trotzdem nicht für sinnvoll halten. Ich würde jedoch einen Vorteil in unterschiedlichen Medientypen nach meiner Definition sehen, wenn z.B. ein Medientyp (mal angenommen, es handelt sich um einen ganz neuen Medientyp ohne Langzeiterfahrungen) sich unerwartet als fehleranfällig erweist oder man in Zukunft nur noch schwer an ein Gerät zum Auslesen kommt - versuch heute mal, noch einen Videorekorder zu bekommen.


gea schrieb:
und für die Integrität hat man ZFS.

Wird nur leider in quasi keinem 321-Ratgeber erwähnt.

Wird müssen das jetzt aber auch nicht totdiskutieren. In den wesentlichen Punkten stimmen wird doch überein. Und es sei dir selbstverständlich zugestanden, in einzelnen Punkten eine andere Meinung zu haben. :)
 
Die 321 Regel stammt aus Zeiten wo ein Absturz beim Schreiben ein Medium schrotten konnte. Dann war die dritte Kopie lebenswichtig. Moderne Dateisysteme mit Copy on Write haben das Problem nicht und man macht dazu Snap-Versionierung statt weitere Kopien.

Zwei VHS Kassetten sind übrigens zwei Medien. Auch da kann beim Sichern Bandsalat passieren und die eine Kopie unbrauchbar machen. Wichtiges brauchte auch da zwei Kopien auf zwei VHS Medien als Backup.
 
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