News Smart Heating: Kompakteres Eve Thermo und Eve Thermostat für die Fußbodenheizung

@Floeffy

Ich stimm dir ja durchaus zu, ich find nur den aktuellen Hype so gespenstisch wie die "Handklatschlichtschalter" meiner Kindheit. Wers mag, bitte, aber in dieser aktuellen Smartzeugmode wirkt die Werbung teilweise so, als wären klassische Thermostate keine Thermostate. Ich habe in meiner aktuellen Wohnung keine Fußbodenheizung, habe deshalb die Thermostate nicht unsinnig an der Zimmertür sondern an den Zuläufen der Heizkörper und ich fass die seltenst mal an. An dem Heizkörper hinter meinem Schreibtisch habe ich seit Jahren nichts verstellt.
 
Also einen Hype um Heizungsthermostate hab ich bisher nicht wahrgenommen...an normalen Thermostaten ist nix schlimm und die funktionieren auch, genauso wie ein Dacia, aber manche fahren eben trotzdem lieber BMW, auch wenn der das fünffache kostet. ;)
Es wird ja nun wirklich niemand gezwungen, smarte Heizkörperthermostate zu kaufen - anders als z.B. bei der Einzelraumregelung der FBH, die soweit ich weiß von der EnEV vorgeschrieben ist.
 
MountWalker schrieb:
Ich versteh eigentlich nicht, was so schlimm an klassischen, unsmarten Thermostaten sein soll. Temperatur unter der Schwelle -> Thermostat auf; Temperatur über der Schwelle -> Thermostat zu. Fertig, braucht man nichts rumstellen, es sei denn man will das bisschen Energie sparen, wenn man den Heizkörper während der Stoßlüftung zwingt, den Thermostat zuzuhalten statt den Thermostat diese 10 Minuten "zu viel" offen zu lassen.
Letzteres interessiert halt nur mit Heizkostenverteilern in der Mietwohnung. Die zählen dann halt beim Lüften unnötig Einheiten, weil sich der Heizkörper kurz erwärmt. Hat man solche Messgeräte gar nicht, weil man im Eigentum hockt und Brennstoff direkt abrechnet, braucht man auch gar nicht an den Thermostaten herumdrehen. Dann werden die Heizkörper eben kurz heiß? Na und? Die Energie ist ja nicht "weg" und immer noch im Gebäude.

Um das "smarte" Verschieben des (rein fiktiven) Energieverbrauches auf andere Mieter dreht es dann letztlich auch immer, wenn vom "Energie einsparen" die Rede ist. Die Zentralheizungsanlage verbrennt witterungsabhängig Brennstoff und leitet sie ins Gebäude: Je kälter es draußen ist, desto mehr, weil das Gebäude über die Wände ja Energie wieder verliert. 50-70 % auf der Nebenkosten-Abrechnung drehen sich dann darum, wessen Heizkörper am den Winter über am wärmsten waren.

Derjenige mit den wärmsten Heizkörpern bezahlt dann am meisten. Ziemlich ungerecht, denn meistens ist derjenige mit den wärmsten Heizkörpern der mit der kältesten Wohnung - üblicherweise im Dachgeschoss. Dagegen können die Bewohner sich dann versuchen zu wehren, indem sie "smarte" Stellmotoren gegen die Heizungsanlage arbeiten lassen: Immer dann, wenn die Vorlauftemperatur am höchsten ist (weil es draußen kalt ist), lässt man die Heizungsventile dichtmachen. Die kalte Wohnung ist dann natürlich noch kälter und mit Komfort hat das überhaupt nichts tun, aber die Kosten sinken. Dafür reicht ein simples Zeitprogramm.

Wer im eigenen Haus sitzt, sagt der Heizung direkt, wie viel Brennstoff sie verfeuern soll. Weniger Brennstoff -> geringere Kosten. Was irgendwelche Heizungsventile machen, ist da völlig irrelevant.

MountWalker schrieb:
Ich stimm dir ja durchaus zu, ich find nur den aktuellen Hype so gespenstisch wie die "Handklatschlichtschalter" meiner Kindheit. Wers mag, bitte, aber in dieser aktuellen Smartzeugmode wirkt die Werbung teilweise so, als wären klassische Thermostate keine Thermostate.
Theoretisch ginge es auch ganz ohne Thermostate, aber die vorhandenen sollen in den Räumen zumachen, in denen es sonst zu warm würde. Das ist ihre einzige Funktion.

MountWalker schrieb:
Ich habe in meiner aktuellen Wohnung keine Fußbodenheizung, habe deshalb die Thermostate nicht unsinnig an der Zimmertür sondern an den Zuläufen der Heizkörper und ich fass die seltenst mal an. An dem Heizkörper hinter meinem Schreibtisch habe ich seit Jahren nichts verstellt.
Wäre ja auch genauso ein Unsinn, wie regelmäßig am Kühlschrankthermostat herumzustellen.
 
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