Sondierungs- und Koalitionsgespräche Wahl 2021

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Idon schrieb:
Normen entwickeln sich immer aus den gesellschaftlichen Werten. Das zu trennen geht fehl.
Eben nicht!
Ich kann gesetztestreuer Bürger sein, aber unsere Werte zu, gesellschaftlicher Stellung, geschlechtlicher Gleichberechtigung, Sexualmoral, Medieninhalten usw. ablehnen. Tun ja viele Deutsche auch!
Die pluralistische Gesellschaft hat eben keine Einheitswerte und Normen.
Ergänzung ()

Dann Mal wieder zum Wahlkampf!

Laschet hat seinen nun offiziell eröffnet. In Frankfurt, in einem Boxclub! Er durfte sogar 2x zuschlagen. Allerdings durfte niemand zurück schlagen. Aber er betonte kämpferisch zu sein.
Es sind die Momente, wo ich mich frage, warum sich Politiker eigentlich so zum Affen machen müssen.

Ich schätze, der Union geht aktuell etwas der Allerwerteste auf Grundeis. Die Umfrageergebnisse, so unsicher sie sind, sind nicht gerade ihre Freunde. So langsam dämmert, dass sie vielleicht aufs falsche Pferd gesetzt haben, indem sie die Grünen zum Hauptgegner erkoren haben, da nun die SPD sich klammheimlich ran pirscht und damit unerwartete Koalitionsoptionen sich auftun, bei denen sie außen vor sind als nur noch knapp stärkste Partei.

Könnte sein, dass am Wahlabend vielleicht lange gewartet werden muss, bis klar ist, ob SPD oder Grün die Nase vorne hat, und damit die Option auf den Kanzler/die Kanzlerin. Wer immer der Dritte im Bunde wird.

Zu SPD und Union hat die Woche ein SPD MdB hier gemeint, er kenne definitiv niemanden, der sich das noch Mal antun will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Idon schrieb:
Wie gesagt:
Bevor keine klaren Konzepte vorliegen, halte ich nichts davon, den deutschen Lebensstandard massiv zu torpedieren.

Also weitermachen wie bisher...

Dir ist offenbar nicht bewusst, dass die Folgen des Klimawandels unseren Lebensstandard deutlich stärker torpedieren als Maßnahmen dagegen zu ergreifen.
 
@mo schrieb:
Ich möchte jetzt nicht wissen, wie viele Deutsche z.B. in den USA im Knast sitzen.

Das ist irrelevant. Denn wenn die USA sagen: Hier, Deutschland, nimm Person XYZ oder nimm deine 300 Straftäter zurück, dann setzt Deutschland das sofort um.

Andere Staaten, ich habe Beispiele genannt, handeln nicht so. Und das ist ein wesentliches Problem.

Deshalb sagte ich ja: Deutschlands Einfluss, selbst gegenüber so failed states wie dem Libanon oder Tunesien, ist ein Witz.


@mo schrieb:
Eben nicht!
Ich kann gesetztestreuer Bürger sein, aber unsere Werte zu, gesellschaftlicher Stellung, geschlechtlicher Gleichberechtigung, Sexualmoral, Medieninhalten usw. ablehnen.
Die pluralistische Gesellschaft hat eben keine Einheitswerte und Normen.

Herrschende Werte gibt es und Normen ist die Summe der Rechtsordnung, also z. B. Gesetze. Diese sind einzuhalten und diese entwickeln sich aus den gesellschaftlichen Normen. Deshalb dürfen Frauen heute wählen und Homosexuelle kommen nicht mehr ins Zuchthaus.

Gesetzlosigkeit spiegelt also auch hier wieder die gesellschaftlichen Normen wider. Beispielsweise "Friedensrichter" irgendwelcher Clans.


Und das ist meines Erachtens nicht zu akzeptieren. Das hat für mich auch nichts mit human zu tun. Wir führen ja nicht willkürlich Leute zurück. Gerade bei Afghanistan geht es mir um Straftäter, also Menschen, die bereits gezeigt haben, dass sie für unsere Gesellschaft keinen Mehrwert bieten, sondern nur eine Last sind.

Und ja, wenn die dann in Afghanistan Probleme haben ist mir das einfach egal.
 
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Ich kann sowohl das individuelle gerechtigkeitsempfinden nachvollziehen, welches es begründet Asylbewerber nach solche schweren Verbrechen abzuschieben, anstatt hier zu bestrafen, als auch die Position dass eine Abschiebung in ihre Herkunftsländer aufgrund der dortigen Menschenrechtslage kritisch ist und zum Teil einem Todesurteil gleichkommen könnte und somit Abschiebungen in bestimmte Herkunftsländer an sich abzulehnen sind.

Ich denke es wäre am sinnvollsten, wenn die EU- Partnerschaftsabkommen mit sicheren Drittstaaten schafft, sodass in diesen die Haftstrafe kontrolliert Menschenrechtswürdig durchführt und auch Abschiebungen annimmt von Menschen, bei denen kein Herkunftsland bekannt ist/ dieses die Abschiebung nicht annimmt.

Ich weiß allerdings nicht in wiefern dieses Vorgehen rechtlich möglich wäre, wichtig wäre halt ein einheitliches europäisches Vorgehen, sodass die Kosten für solche Abkommen auch gemeinsam gezahlt werden. Zusätzlich brauchen wir einen Asylverteilungsschlüssel aber das ist ein anderes Thema.
 
Idon schrieb:
Insbesondere aber ist mein gesellschaftlicher Grundsatz, dass Opferschutz und Täterstrafe herrschen sollten. Nicht etwa Täterschutz und Opferstrafe, so wie es in Deutschland - auch dank des absoluten Resozialisierungsvorranges - immer wieder der Fall ist.
Kurz dazu: es gibt in Deutschland keinen "absoluten Resozialisierungsvorrang". Es gibt durchaus auch Fälle, wo eine solche als unmöglich erachtet wird. Nur hacken wir so jemandem dann halt nicht den Kopf ab, sondern stecken ihn in die Sicherungsverwahrung. Weil wir zivilisierte Menschen und keine Barbaren sind.

Es ist enorm wichtig, sich auf dieser Ebene als Gesellschaft von den Tätern klar abzugrenzen.
 
Binalog schrieb:
Wie viel Energie wird denn derzeit auf EE-Basis in Erdgasspeicher eingeleitet? 0 kWh.
Nicht vorhandene Produktion ändert nichts daran, dass wir Speicher ohne Ende haben.

Binalog schrieb:
Rohstoffe werden teurer, Energie wird teurer und dann fallen die Kosten der Herstellung um 80 %?
Die einzuspeisende Energie ist Überschussenergie, die sonst verschwendet wäre, also sind die Energiekosten kaum relevant. Sie fielen mMn sogar weg. Sind etwa 50%.
80%? Du musst ja nicht von den teuren Anlagen ausgehen - bei günstigeren sind es nur 40%.
Teuer werdendere Rohstoffe? Quelle? Relevanz?
Der Trendwert von gestern von Kupfer wird hier kaum herhalten können, geschweige denn relevante Auswirkungen belegen können.

Binalog schrieb:
Der Kupferpreis liegt ziemlich stabil auf hohem Niveau und steht nur exemplarisch für die Verteuerung von Rohstoffen (die in der Studie nicht berücksichtigt wurde).
Von welcher Studie überhaupt?
Laut Darstellung gibt es eine ganze Bandbreite an Studien ("Fachliteratur"). Ausserdem ist nur angegeben, dass stabile Erdgaspreise angenommen wurden. Da steht nichts von stabilen Rohstoffpreisen:
Für den gesamten Zeitraum werden im Schaubild stabile Erdgaspreise angenommen.

Wurden bei Progonos und Navigant vermeintlich "auch" überall die Rohstoffpreise nicht berücksichtigt?

Die Preise sind übrigens heute schon möglich - in China:
In China sind laut BNEF bereits heute Anlagenpreise von 200 $/kW möglich.
Vielleicht sollten wir also einfach bei China einkaufen - dann können wir heute schon anfangen.

Binalog schrieb:
Aber bitte behaupte nicht mehr, dass "wir" das geklärt haben. Die offenen Punkte sind zumindest aus meiner Sicht nach wie vor offen.
Habe ich auch nicht gar nicht, da irrelevant (ausserdem ging es um nennenswerte Energiespeicher):
Binalog schrieb:
Für mich tut es etwas zur Sache. Ich habe kein Problem damit Verzicht zu üben oder etwas mehr zu bezahlen, um unsere Umwelt lebenswert zu halten. Aber ich bin absolut nicht bereit zu akzeptieren, wenn mein Geld in einem letztendlich sinnlosen Unterfangen verfeuert wird.
Wasserstoffelektrolyse ist also dann ein sinnloses Unterfangen, weil der Preis der Herstellung dann nur in etwa 8-11ct/kwh wäre (16,5-21ct/kwh ohne Stromkosten - Stand 2019/2020)?

Binalog schrieb:
Es nützt nichts, sich hier und da was rauszupicken, um irgendeine Story zu konstruieren, die in der technisch-betriebswirtschaftlichen Gesamtbetrachtung nicht funktioniert.
Deiner Meinung nach nicht funktionieren, weil ein Aspekt, der auf einem momentanen Trendpreis von Kupfer basiert hat, den ganzen Studien entgangen sein soll, was die ganzen Studien utopisch machen soll, womit es dann keine hohe Preisreduktion geben wird und damit gleich die ganze Energiewende in DE ein sinnloses Unterfangen wird, weil du zwar bereit bist zu zahlen, aber es nicht automatisch zur globalen Klimaneutralität führt - ahja
Wer konstruiert hier jetzt nochmal Stories?
 
Zuletzt bearbeitet:
Idon schrieb:
@OdinHades

Auch bei der Sicherungsverwahrung steht der Resozialisierungsgedanke im absoluten Vordergrund.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherungsverwahrung#Dauer
Gut, da können wir uns um Worthülsen streiten. Fest steht aber, wenn jemand als eine Gefahr für die Allgemeinheit angesehen wird, wird er auf selbige auch nicht losgelassen. Eine regelmäßige Überprüfung dieses Zustands ändert am Grundsatz ja erstmal nichts.

Dass es zu Fehleinschätzungen kommt, ist klar. Das spricht aber noch mehr dafür, keine Todesstrafe einzuführen. Denn bei einer solchen werden früher oder später auch Unschuldige hingerichtet, da bisher noch kein Justizsystem unfehlbar war.
 
KitKat::new() schrieb:
(...)
Deiner Meinung nach nicht funktionieren, weil ein Aspekt, der auf einem momentanen Trendpreis von Kupfer basiert hat, den ganzen Studien entgangen sein soll, was die ganzen Studien utopisch machen soll, womit es dann keine hohe Preisreduktion geben wird und damit gleich die ganze Energiewende in DE ein sinnloses Unterfangen wird, weil du zwar bereit bist zu zahlen, aber es nicht automatisch zur globalen Klimaneutralität führt - ahja
Wer konstruiert hier jetzt nochmal Stories?
Weshalb es m. E. nicht funktioniert, steht in meinen Beiträgen, insbesondere zu den Charts der aktuellen Erzeugung und der Last hast Du bisher nichts qualitativ und quantitativ beigetragen, außer zusammenhanglos eingestellte Bilder/links sowie die Erwähnung von Salzwasserkraftwerken und Erdgasspeichern. Die ersten existieren nicht und für die zweiten gibt es kein EE-Gas zum Einspeichern.

Die steigenden Rohstoffpreise sind eine Tatsache, die schwer an den Annahmen in den von Dir verlinkten Studien nagen.

In meinen mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung sind mir schon einige Milchmädchenrechnungen unterkommen. Eventuell liegt es daran, dass ich diese mittlerweile zehn Meilen gegen den Wind rieche.

In...

https://www.computerbase.de/forum/t...nverkehrs-funktionieren.2032167/post-25846821

schreibst Du: "Was es dann kostet? Und wer wieviel genau bezahlen wird/soll? Kann ich dir nicht sagen."

Aha, aber mit Speichern ohne Speichergas ist alles geklärt?

Nun wirfst Du einen Erzeugungspreis für Wasserstoff in den Raum, wie genau ist dieser Wasserstoff in das Energiesystem eingebunden, was kosten Speicherung und Rückverstromung, welche und wie viele Anlagen werden benötigt? Oder soll daraus synthetisches Methan hergestellt werden? Was ist mit den Methanisierungskosten (Anlagen, Bau, Betrieb, usw.)?

Und der Strom für den Wasserstoff soll nichts kosten? D. h. die Anlagenbetreiber akzeptieren, dass sie ihre Anlagen in Zeiten der Überproduktion für Umme betreiben? Dann kann die garantierte Einspeisevergütung ja sofort abgeschafft werden. Wäre interessant was die Anlagenbetreiber dazu sagen.

Sag doch mal was nach Deiner Vorstellung eine kWh Strom in 10 Jahren kosten soll (und zwar inklusiv der Steuersubventionen, welche nun die EEG-Umlage ersetzen soll).

Wir müssen/werden m. M. n. hier wie gesagt zu keinem Konsens kommen.

Ich hoffe auf eine Regierungsbeteiligung der Grünen, dann steht unter den dicken Rechnungen die einflattern werden zumindest die richtige Unterschrift.
 
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Binalog schrieb:
Erwähnung von Salzwasserkraftwerken und Erdgasspeichern. Die ersten existieren nicht und für die zweiten gibt es kein EE-Gas zum Einspeichern.
Gibts nicht? ja genau... https://www.faz.net/aktuell/wirtsch...twerk-macht-mit-salzwasser-strom-1727801.html (2008)

Binalog schrieb:
Die steigenden Rohstoffpreise sind eine Tatsache, die schwer an den Annahmen in den von Dir verlinkten Studien nagen.
Beleg?
Behauptest du nun schon zum xten Mal ohne

Binalog schrieb:
Aha, aber mit Speichern ohne Speichergas ist alles geklärt?
Habe ich nicht behauptet

Binalog schrieb:
Und der Strom für den Wasserstoff soll nichts kosten? D. h. die Anlagenbetreiber akzeptieren, dass sie ihre Anlagen in Zeiten der Überproduktion für Umme betreiben?
Zumindest wenn ansonsten abgeschaltet werden wird, kaum etwas - gesamtwirtschaftlich.
(Wenn aktiv Anlagen gebaut werden um aktiv die Vorräte aktiv aufzubauen, sieht es natürlich anders aus, da die Anlagen sonst nicht da wären, aber es ging ja um den Ausgleich von hypothetischen überflussleistungen, die irgendwo gespeichert werden müssen)

Binalog schrieb:
Weshalb es m. E. nicht funktioniert, steht in meinen Beiträgen, insbesondere zu den Charts der aktuellen Erzeugung und der Last hast Du bisher nichts qualitativ und quantitativ beigetragen, außer zusammenhanglos eingestellte Bilder/links
ja, genau - alles zusammenhangslos eingestellte Bilder/links 😀
Von dir kommt kaum mehr als FUD, welche du dann als Fakten hinstellst, z.B.
Binalog schrieb:
dann steht unter den dicken Rechnungen die einflattern werden
Binalog schrieb:
Die steigenden Rohstoffpreise sind eine Tatsache, die schwer an den Annahmen in den von Dir verlinkten Studien nagen.
Binalog schrieb:
Charts der aktuellen Erzeugung und der Last
(unter welchen du dann die Abwesenheit von jeglichen Speichertechnologien annimmst, um z.B. die Notwendigkeit von Ersatzkraftwerken herbeizureden)
Und das selbst nach zig Beiträgen:
Binalog schrieb:
Würden die Erzeugungsleistungen vervierfacht, hätten wir am 09.08.21 um die Mittagszeit ca. 170 GW Erzeugungsleistung gehabt, bei ca. 65 GW Last. Wo sollen die überschüssigen 105 GW hin?

Auf das Vorhandensein von Speichern wird erwidert:
Binalog schrieb:
Wie viel Energie wird denn derzeit auf EE-Basis in Erdgasspeicher eingeleitet? 0 kWh.
(Also ist es kein Speicher?)

Dann noch zusammenhangslos ohne Einordnung ein paar grosse Zahlen in den Raum werfen:
Binalog schrieb:
Bericht der BNetzA: https://www.bundesnetzagentur.de/Sh...esamtjahr_2020.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Seite 8: Summe der Systemsicherheitsmaßnahmen in 2020 ca. 1,4 Milliarden € (Tendenz steigend)

Ein technischer Vortrag von in dem Bereich forschenden Professoren wird dann als Sendung mit der Maus mit vagen Best-Case-Szenarien diffamiert
Binalog schrieb:
Und ich hätte auch gerne mal was anderes als links zu Videos ala Sendung mit der Maus, in denen immer nur von vagen bestcase-Szenarien gesprochen wird, aber nie die Namen von Anlagenbetreibern und Kosten genannt werden.

Ab und zu quasi ohne Kontext etwas negatives Einwerfen ohne konkret was zu sagen:
Binalog schrieb:
In meinen mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung sind mir schon einige Milchmädchenrechnungen unterkommen. Eventuell liegt es daran, dass ich diese mittlerweile zehn Meilen gegen den Wind rieche.
Binalog schrieb:
Ich will EE nicht schlechtreden, aber was derzeit passiert ist für mich eine energiepolitische Gruselshow. Da führen Leute das Wort, welche zum Teil nicht zwischen Leistung und Energie unterscheiden können, von Blind- und Kurzschlussleistung dürften die noch nie etwas gehört haben.
läuft, ich habe keine Lust mehr auf so eine Diskussionsweise
 
Zuletzt bearbeitet:
Binalog schrieb:
In meinen mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung sind mir schon einige Milchmädchenrechnungen unterkommen. Eventuell liegt es daran, dass ich diese mittlerweile zehn Meilen gegen den Wind rieche.

Was mich aufgrund deiner "Jahrzehnten Berufserfahrung" (in was eigentlich?) wundert, warum von dir noch nichts auf Energiespeicherung – ein zentrales Problem für erneuerbare Energien? o.ä. kommentiert wurde.

Der Autor ist nämlich der Ansicht, dass das kein fundamentales Problem darstellt.
 
OdinHades schrieb:
Gut, da können wir uns um Worthülsen streiten. Fest steht aber, wenn jemand als eine Gefahr für die Allgemeinheit angesehen wird, wird er auf selbige auch nicht losgelassen. Eine regelmäßige Überprüfung dieses Zustands ändert am Grundsatz ja erstmal nichts.

Das Problem ist aber doch, dass diese Überprüfungen von Menschen durchgeführt werden, die eher keine knallharte Linie fahren, sondern das Gute in diesen Monstern sehen (wollen).

OdinHades schrieb:
Dass es zu Fehleinschätzungen kommt, ist klar. Das spricht aber noch mehr dafür, keine Todesstrafe einzuführen. Denn bei einer solchen werden früher oder später auch Unschuldige hingerichtet, da bisher noch kein Justizsystem unfehlbar war.

Und das genau sehe ich anders. Natürlich sollte man keine zweifelhaften Fälle wie Harry Wörz mit der Todesstrafe belegen, aber ich habe mit Anders Breivik ja bereits einen ganz klaren und völlig unzweifelhaften Beispielfall genannt. Auch bei der Entführung und Tötung von "Anneli aus Sachsen" gab es überhaupt keine Zweifel.

Auch die Fehlurteile aus den USA, die ja immer gerne herangezogen werden, stammen - so mein letzter Stand - allesamt aus einer Zeit, als Gerichten eben noch nicht die derzeitigen modernen Methoden (DNA, Kameras) zur Verfügung standen.


@Binalog

Der ganzen Diskussion fehlt z. B., dass Kohlekraftwerke auf Grundlast ausgelegt sind, also möglichst 24/7-Betrieb im Sweet Spot. Durch die ständigen An- und Abforderungen (Redispatch) verschleißen die Bauteile massiv schneller. Hier findet natürlich keine ernsthafte Vergütung seitens der Bundesnetzagentur statt, genau wie für das Vorhalten von Brennstoffen etc.

Mit zumindest Steinkohlekraftwerken wird auch in aller Regel kein Geld verdient. Da geht es nur um buchhalterische Effekte.
 
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spinthemaster schrieb:
Was mich aufgrund deiner "Jahrzehnten Berufserfahrung" (in was eigentlich?) wundert, warum von dir noch nichts auf Energiespeicherung – ein zentrales Problem für erneuerbare Energien? o.ä. kommentiert wurde.

Der Autor ist nämlich der Ansicht, dass das kein fundamentales Problem darstellt.
Ich habe mir den Artikel (von 2006) sowie die Vita des Autors durchgelesen, daraus...

"Er entwickelt auch Simulations-Software für Lasertechnologie und Marketing-Lösungen im Bereich der Photonik. Er bietet jedoch ebenfalls Beratung im Energiebereich an, insbesondere zu Energietechnologien und Energiepolitik."

Ein absoluter Experte also...

https://www.rp-photonics.com/paschotta_d.html

"Es ist davon auszugehen, dass das europäische Verbundnetz in Zukunft wesentlich stärker als bisher genutzt werden wird. Hierfür werden gewisse Ausbauten notwendig, deren Kosten aber über Jahrzehnte und auf viele Millionen von Verbrauchern verteilt und deswegen kaum spürbar werden. Moderate Investitionen in der Region von Norddeutschland und Dänemark werden es ermöglichen, nicht nur neuen Windstrom aus großen Offshore-Windparks, sondern auch sehr günstigen Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken zunehmend nach Mitteleuropa zu bringen."

War das nicht auch die monatliche Eiskugel, die die Grünen als Kosten für die Energiewende vorhergesagt hatten? Mittlerweile sind es dreistellige Milliardenbeträge, Prognose stark ansteigend.

"Ebenfalls wird es rentabel sein, in Nordafrika auf günstigem Grund bei guten Windverhältnissen Strom zu erzeugen und ihn über Spanien und Italien nach Mitteleuropa zu leiten."

Nordafrika, als Grundlage für eine sichere Energieversorgung? Zu Erinnerung, das ist dort wo düstere Gestalten mit einem Toyota-Pickup+MG rumdüsen. Desertec ist nicht ohne Grund gescheitert.

Wenn das laut Autor alles kein fundamentales Problem darstellt, weshalb wurde es dann in 15 Jahren nicht umgesetzt bzw. wieso sind die Kosten viel, viel höher als vorhergesagt?

KitKat::new() schrieb:
(...)läuft, ich habe keine Lust mehr auf so eine Diskussionsweise
Ja, ich denke auch, dass es besser ist hier aufzuhören. Mal sehen was nach der Wahl passiert, wenn neue belastbare Fakten auf den Tisch kommen. Insbesondere die Gegenfinanzierung wird interessant, zur Auswahl stehen u. a. Steuererhöhungen, Kürzungen von Sozialleistungen oder höhere Neuverschuldung. Popcorn steht bereit.

Idon schrieb:
(...)
Mit zumindest Steinkohlekraftwerken wird auch in aller Regel kein Geld verdient. Da geht es nur um buchhalterische Effekte.
Wie auch? Der EE-Strom wird priviligiert eingespeist und mit garantierten Beträgen vergütet (auch zu Zeiten mit negativen Strompreisen). Ohne diese beiden Privilegien würde sich kaum eine EE-Anlage rendtieren. So viel zur Mär von Wettbewerbsfähigkeit, es gibt gar keinen Wettbewerb.

Die bestehenden Kohlekraftwerke verfügen noch über erhebliche Anlagensubstanz und sind bisher für die Versorgungssicherheit unverzichtbar. Nicht umsonst werden zahlreiche Stilllegungsanträge von der Bundesnetzagentur abgelehnt. Diese Kraftwerke vor dem Ende ihrer technisch-betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer stillzulegen ist Vernichtung von Steuergeldern (denn die Betreiber müssen entschädigt werden). Das eingesparte CO2-Budget geht weltweit im Rauschen unter. Die ÜNBs bauen jetzt Gaskraftwerke (welche mit fossilem Erdgas befeuert werden) um die Systemstabilität zu gewährleisten. Die Betriebskosten (plus Marge) werden komplett auf die Netzentgelte umgelegt, weil Kraftwerke mit wenigen hundert Benutzungsstunden plus dem Betriebspersonal nicht wirtschaftlich zu betreiben wären. Das sind alles Zusatzkosten die obendrauf kommen. Es mutet an wie der galoppierende Irrsinn, aber die Rechnungen werden es richten, wenn auch spät.
 
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Idon schrieb:
Das kann man ja ändern.
Bedingung für Asyl: Verliert keine Gültigkeit Gültigkeit so lange keine Straftat vorliegt. Und das muss jeder im Antrag abzeichnen. Finde ich fair.
@mo schrieb:
Umso problematischer ist es eben, Straftäter dorthin abzuschieben. Der Kollege kannte diese Problematik aber ganz genau, wenn er irgendwann die letzten Tage Mal Nachrichten gesehen, gehört oder gelesen hat. Es ist ja eher das Gegenteil der Fall, dass wir noch mehr Leute rausholen müssen, die für uns gearbeitet haben, da sie ansonsten abgeschlachtet werden.
Igendwann muss man halt Prioritäten setzen. Entweder man gibt jedem nach, der jedes hiesige Grundrecht mit Füßen tritt oder man legt fest, dass Opfer-Status > Täter-Status. In welchem Industrieland lässt man sich denn so verarschen wie in Deutschland? Da fehlen dann schwupps die Ausweise wie durch Zauberhand und die dt. Behörden springen fein über das Stöckchen.
Oder begehe mal eine schwere Straftat in den USA oder Kanada. Dann war es das aber ganz schnell mit dem Aufenthalt.
Wenn Deutschland an seinen Grundwerten in der jetzigen Form festhalten will, müssen wir mittelfristig in den Bereich Fachkräfteeinwanderung kommen. Die emotionsgesteuerte Einwanderungspolitik hat keine Zukunft. Selbst in jedem Land der EU hat man das erkannt, mit einer Ausnahme..
 
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Idon schrieb:
Und das ist meines Erachtens nicht zu akzeptieren
Hab ich was anderes behauptet?
Wenn aber Kopftuch, Akzeptanz von Homosexualität, Einstellungen zu Religionen und Partnerwahl etc. innerfamiliär nicht unseren gesellschaftlichen Werten entsprechen, und das ist eben oft genug so, ist das eben legal, bis zu einem gewissen Grad. Was für jeden nativen Deutschen gilt, gilt eben auch für welche mit Migrationshintergrund oder hier lebende Ausländer.

Idon schrieb:
Und ja, wenn die dann in Afghanistan Probleme haben ist mir das einfach egal
Aber eben illegal.

Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet 1) (Aufenthaltsgesetz - AufenthG)

§ 60 Verbot der Abschiebung


Dann hat das eben ein gewaltiges Gschmäckle, wenn du die Einhaltung von Recht und Gesetz einforderst, es dir aber scheissegal ist, wenn es dir gerade nicht in den Kram passt.
Dann hast du unsere Rechtsordnung eben auch nicht verstanden, oder darfst es dir zumindest aufs Brot schmieren lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
downforze schrieb:
Wenn Deutschland an seinen Grundwerten in der jetzigen Form festhalten will, müssen wir mittelfristig in den Bereich Fachkräfteeinwanderung kommen. Die emotionsgesteuerte Einwanderungspolitik hat keine Zukunft. Selbst in jedem Land der EU hat man das erkannt, mit einer Ausnahme..

Oder man verschließt einfach die Augen und behauptet Deutschland sei kein Einwanderungsland. Einwanderung ungleich Asyl, viele der Asylproblematiken sind ziemlich spezifisch aufgrund der individuellen Fluchterfahrung, die EU hat genau garnichts erkannt. Hätte die EU und insbesondere die Ostblockstaaten irgendetwas erkannt hätten wir 99% der Asylproblematik nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gesetze lassen sich ändern. Es ist unbillig jede Diskussion darüber mit dem Verweis auf den aktuellen Gesetzesstand unterbinden zu wollen.

Außerdem schließt sich so der Kreis: Ich bin Deutscher, entsprechend haben meine Gesetzesverstöße anderes Gewicht. Mich kann man eben auch rein faktisch nicht in ein fremdes Drittland abschieben.
 
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Binalog schrieb:
Ein absoluter Experte also...
Sagt der Experte mit Jahrzehntelanger Berufserfahrung (in was wissen wir (zumindest ich) immer noch nicht) ;)

Wahrscheinlich hat Frau Baerbock doch recht, wenn sie sagt:

"Wer immer nur dagegen ist, gefährdet nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern auch den Industriestandort Deutschland"

Ich habe von dir noch nicht einen Vorschlag gehört, wie man das Problem am besten angehen kann.

Warum stellst du Herrn Paschotta nicht vor die Tatsache, dass das alles nicht funktionieren kann, was er schreibt auf seiner Seite? Es gibt dort eine Kommentarfunktion. Bisher hat er auch sehr kritische Fragen anscheinend beantwortet.
 
Vektorfeld schrieb:
Oder man verschließt einfach die Augen und behauptet Deutschland sei kein Einwanderungsland.

seit wann hat Deutschland ein Einwanderungsgesetz?
Vektorfeld schrieb:
Hätte die EU und insbesondere die Ostblockstaaten irgendetwas erkannt hätten wir 99% der Asylproblematik nicht.

da gebe ich dir recht, mehr Sicherung der EU Außengrenzen würde der EU gut tun. Aber halt das hat ja Ungarn gemacht und hat EU Recht durch gesetzt aber war dann auch nicht genehm

"Beim Schutz ihrer Außengrenzen verfolgt die Europäische Union das Ziel, für Freizügigkeit innerhalb des Schengen-Raums, einem Raum ohne Binnengrenzen, sowie für die effiziente Überwachung von Personen zu sorgen, die die Schengen-Außengrenzen sowie die Außengrenzen der EU mit nicht zum Schengen-Raum gehörenden Ländern überschreiten"

Außerdem werden an den EU Außengrenzen verstärkte Personenkontrollen (auch für EU-Bürger und andere Personen mit Recht auf Freizügigkeit), sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise, eingeführt; so soll sichergestellt werden, dass von den Ein- und Ausreisenden keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit oder die öffentliche Gesundheit ausgeht

https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2018/630316/EPRS_BRI(2018)630316_DE.pdf
 
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spinthemaster schrieb:
Sagt der Experte mit Jahrzehntelanger Berufserfahrung (in was wissen wir (zumindest ich) immer noch nicht) ;)

Wahrscheinlich hat Frau Baerbock doch recht, wenn sie sagt:

"Wer immer nur dagegen ist, gefährdet nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern auch den Industriestandort Deutschland"
[...]

Ist gegen Tempolimits.
Ist gegen Atomkraft.
Ist gegen Kohlekraft.
Ist gegen Individualverkehr.
Ist gegen ...
Ist gegen ...
Ist gegen ...

Den meisten Menschen ist der Industrie- (und damit auch: Wohlstandsstandort) Deutschland eben wichtiger als irgendein Random-Klimaziel, an welches sich insbesondere die Staaten, die wirklich darauf einwirken könnten (z. B. VR China), nicht halten.
 
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