Spiel programmieren für Anfänger?

mschrak

Commander
Registriert
Sep. 2009
Beiträge
2.361
Hallo zusammen,
mein Sohn (13 Jahre) hat erfreulicherweise Interesse am Programmieren und möchte gerne mit einem Freund zusammen und ein wenig unter meiner Anleitung ein Spiele-Programmier-Projekt starten. Ich denke, es ist eine Mischung aus "will Programmieren lernen", "will kreativ ein interaktives Werk schaffen" und "will spielen".
Ich hatte ihn vor einiger Zeit mal an Scratch herangeführt, was auch sehr gut funktioniert hat. Er hat da kleinere Jump'n'Runs mit einfachen Sprites gebastelt. Das ist ihm aber irgendwei zu einfach und auch wieder zu mühsam geworden. Ich selbst habe Python-Grundkenntnisse, aber stark eingerostet.
Habt Ihr einen Tipp, auf welcher Basis (Programmiersprache? Grafikengine? etc.) man so etwas am besten weiterführt?
Schön wäre es, wenn es sich komplett um Open Source handelte und Cross-Platform zumindest Desktop-PC Apple, Linux und Win ermöglicht, da wir eine Linux-Umgebung haben und der Freund Apple.
Den Bereich KI / Vibe-Coding würde ich erst mal aussparen wollen, da ich natürlich will, dass er davon lernt und auch ein paar Herausforderungen und Erfolgserlebnisse hat und sich nicht gleich an die KI-gestützte Denkfaulheit gewöhnt.
Für Eure Tipps danke ich im Voraus,
Martin
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xXDariusXx, Banned und Otsy
Also wenns open source, multi-platform kompatibel und (relativ) einsteigerfreundlich sein soll, würde ich Godot empfehlen: https://godotengine.org/de/

Damit lassen sich sowohl gute 2D als auch 3D Spiele entwickeln. Die Lernkurve ist aber natürlich wie bei jeder richtigen Engine steil, aber damit muss man sich auseinandersetzen.

Als Skriptsprache stehen sowohl GD-Skript (Godot unique) als auch C# zur Verfügung. Beides schadet auf jeden Fall nicht, wenn man Programmieren lernen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Otsy, madmax2010, Metalveteran und eine weitere Person
Ich glaube hier ist Godot prädestiniert. Die Sprache dahinter soll auch sehr Python-nahe sein
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: T2xlc, Otsy, Metalveteran und eine weitere Person
Ich werfe mal GDevelop in den Raum. Die neueren Versionen haben inzwischen auch einen 3D Editor.
Es unterstützt zwar auch Coding, ist aber eher ereignisorientiert.
In etwa so wie Scratch, nur im ein paar Ecken komplexer.
Die wollen zwar auch Geld verdienen aber man kann free schon sehr viel damit machen.

Godot ist ja eher Anwendungsentwicklung wenn ich nicht irre!?🤔
 
Alternativ gäbe es noch GameMaker:
https://gamemaker.io/de

Hab ich persönlich allerdings noch nie benutzt. Scheint auf den ersten Blick etwas "einfacher" zu sein, als Godot, aber auch limitierter. Auch mit einer eigenen Skriptsprache (GML), also kein Branchenstandard, aber vermutlich trotzdem hilfreich, wenn man nur die Paradigmen des Programmierens lernen will.
 
Für Python gibt es die open source "pygame" Bibliothek, die ist für 2D Games schon recht gut brauchbar und auch nicht super kompliziert. Passt auch gut, wenn er eh programmieren lernen will.
 
samuelclemens schrieb:
Godot ist ja eher Anwendungsentwicklung wenn ich nicht irre!?🤔
Godot kann man definitiv auch für Anwendungen verwenden, ist aber meiner Meinung nach nicht das Hauptaugenmerk. Eigentlich schadet es ja auch nicht, wenn man schon mit Godot umgehen kann, wenn man statt einem Spiel eine App entwickeln möchte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Knalltuete, Banned, XCatenaccioX und eine weitere Person
Schiffeversenken (mit Arrays)? Das ist m.W. eigentlich ein Klassiker, um Programmieren zu lernen. Vor allem kann man hier auch gut das Spiel programmieren, ohne sich über die GUI überhaupt Gedanken machen zu müssen bzw. diese überhaupt zum Funktionieren zu benötigen. Also wenn der Fokus mehr auf Programmieren gehen soll, vielleicht kein schlechter Einstieg. Aber man sollte da irgendwie Hilfestellung geben, sonst ist es u.U. zu schwer für einen 13-Jährigen - je nachdem, wie man es ausgestalten will.
 
Vlt etwas außerhalb der üblichen Empfehlungen aber es gibt z.B. für Civilization eine aktive modding community (IIRC Python für die neueren Teile) vielleicht wäre sowas auch ne Option? Ein Spiel komplett von null zu programmieren ist schon recht aufwendig und es besteht ein gewisses Frustrationsrisiko - ein bestehendes Spiel zu optimieren bietet zumindest früher die Option inkrementelle zu verbessern und die Motivation langfristig hoch zu halten. Die Paradox Spiele wären da auch eine Option.
 
Es macht meiner Meinung nach kein Sinn im Bereich Modding zu schauen, weil man da nur an bestehende APIs, die überall unterschiedlich sind und unterschiedlich viel erlauben, etwas anflanscht.
 
Ich habe vor einiger Zeit Mal mit meinen Schülern Small Basic ausprobiert. Spiele haben wir nicht gemacht, müsste aber möglich sein.
 
Zurück
Oben