News Spielebranche kritisiert E3-Konzept

nun ich denke es liegt u.a. daran, dass jemand der meinung war es müsse ein "seriöser anstrich" her.

gerade wenn ich die beiden bilder von pierre anschaue wird das mehr als deutlich.
schicki-micki-business im anzug, personenkult um irgendwelche CEOs, das ist einfach langweilig!
aber da man ja andere zielgruppen erreichen will, die mit der games-welt bisher nichts anfangen konnten weil da orks und marines und monster durch dreckige kanäle schlichen, die lieber ein steriles schiebepuzzle im business-pda wollen (dann aber natürlich mit babes!) und das lenkrad in der limousine mit sagrotan abwischen, wird es leider (wenn überhaupt) erst dann eine kehrtwende geben, wenn genug eingefleischte spieler das handtuch werfen und die bilanzen zurück gehen.


so, mal wieder alle stereotypen bedient :evillol:
 
Aber die Publisher brauchen sich nicht darüber beschweren, dass ihnen der alte Krempel nicht mehr gegeben wird, wenn sie ihn ja eben eh nicht bezahlen. Stell dir vor du machst jährlich nen neuen Leasingvertrag für ein neues Auto und die Leasingraten können dem Händler das Geld für seinen Einkauf des Autos nicht erstatten, jetzt sagt der Händler, für neue Leasingverträge bei dieser Automobilklasse muss er die Raten erhöhen, damit er nicht selbst insolvent wird, und du sagst, du zahlst auf keinen Fall mehr (vgl. Situation vor zwei Jahren) - darfst du dich dann noch darüber beschweren, dass dir dieser Leasinghändler nur noch Autos einer niedrigeren Klasse anbietet, solange du nicht signalisierst, dass du deine Meinung bezüglich der Kosten geändert hast? Wenn die Publisher da mit einer Vorstellung, die dem alten Konzept nahe kommt, durch die Gegend fuchteln, müssen sie eben dazu sagen: "Wir bezahlen es diesmal auch!"
 
Parallel dazu entwickelt sich der RPC Con immer mehr zu einem Computer Game Event. Nächstes Jahr (dann nicht mehr in Münster, sondern in Köln) werden 50.000 Besucher erwartet.
 
Die E3 08 war die reinste Katastrophe. Daran sind aber viele der Publisher selber schuld. Nicht mal einen Monat vor der E3 machten alle Publisher ihre eigenen kleinen Events, sei es jetzt UbiDays, Captivate 08 oder EA's Event Show. Nahezu jegliche Software von den Third Parties wurde in der einen oder anderen Form bereits vor der E3 gezeigt.
Das spärliche neue Material konnte an einer Hand abgezählt werden oder kam direkt von den First Partys.
Zur Zeit sieht es wirklich so aus das ein großer Teil der Publisher lieber auf der GamesConvention (und gegebenfalls 09 auf der GamesCon in Köln) und TGS Tokyo seine Spiele "enthüllen" will. Oder direkt eigene Events dafür aufzieht.

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Jepp, dass die Publisher für eine (ich sag einfach mal) erfolgreichere Show wieder mehr zahlen müssten, ist klar. Marketing kostet halt Geld, nicht oder? Das andere Problem ist aber dass es bei der ESA irgendwo eine zentrale Reglementierung gibt, wie die E3 nun auszusehen hat- selbst wenn einige Publisher da etwas anderes machen wollten, sie müssen sich bei der E3 an gewisse Richtlinien halten, es sei denn sie verlassen die ESA und ziehen es auf Ihre Weise durch...

Was viele Publisher aber afaik vor allem stört, ist der späte Termin. Die Glitz&Glamour-E3 fand im Mai statt, die jetzige ist Mitte Juli. Das Problem daran ist, dass man im Juli die meisten Neuankündigungen für das laufende Jahr schon auf den Weg gebracht hat, während man im Mai noch ein paar geheime Offenbarungen machen und die Presse (und Zielgruppen) damit begeistern kann.

Interessanterweise waren es aber unter anderem EA, die sich vor zwei Jahren strikt gegen das alte Format und sehr für die neue Version aussprachen. Zumindest bislang scheint es aber doch so zu sein, dass dieses Experiment schiefging... Mal sehen, wie es weitergeht - ich könnte mir gut vorstellen, dass Tokyo Game Show, GamesConvention und Game Developer Conference in Zukunft den Platz der E3 einnehmen, während einige Hersteller sich mit ihren Hausmessen wieder ihr eigenes Süppchen kochen (Spaceworld, Ubidays etc.)
 
irgendwie komisch... ich habe in erinnerung, dass gerade die branche und deren großen köpfe das neue konzept der E3 gewollt hatten.
kann ja jetzt nicht deren ernst sein.
 
Um nochmal auf Kiddies auf der GC zurück zukommen.
Teilweise nervt es einfach (jaja bin jz auch keine 20^^) das sie rumrennen oder blöd rumschreien...
Kiddies schön und gut, aber man könnte auch ein Mindestalter einführen, was bei z.B. 14 nicht soo große Auswirkungen auf die Besucherzahlen hätte, da es genug Jugendliche und Erwachsene gibt die sich für sowas interessieren.
 
Das Mindestalter, falls es überhaupt sinnvoll ist, sollte bei 16 liegen, da dort die meisten "Gewaltschwellen" für Spiele und Filme liegen.

Bei Inhalten ab 14 wäre es nicht besser als Disneyland, wie schon von mir erwähnt.

Die "alte" E3 ist hauptsächlich an den überteuerten Standpreisen in der Halle (oder dem Gebäude) in dem es veranstaltet wurde gestorben.

Die Spieleentwickler und Publisher müssten sich nur zusammentun und an einem ausgewählten Standort ein riesiges Messegelände bauen. Dann wären keine Mietskosten zu zalhen, denn im Gegenteil, dann könnten sie das Geläde vermieten wenn sie es nicht brauchen.

Und ich denke ein Verbund aus mehreren Publishern und Entwicklern hat mehr als genug Geld solch ein Messegelände zu bauen.

MfG
 
emagon schrieb:
Und "ich hasse EA, wie sie jetzt sind"!

Aber das ist vielmehr ein Problem der ganzen Branche als nur eines Publishers. Lediglich Blizzard liefert im Vergleich perfekte und einzigartige Produkte ab und enthält sich praktisch allen großen Shows und Messen und patchen selbst noch 8 Jahre alte Spiele!

Stimmt wohl, aber auch Valve kümmert sich gut um seine Spiele und Spieler ;)

Vielleicht hat die E3 den Radikalwechsel nicht verkraftet oder das neue Konzept ist einfach nicht genug durchdacht. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass das völlig ohne Beteiligung der großen Publisher geändert wurde, von daher sollten EA und Co. doch vorher Zeit gehabt haben, sich dazu zu äußern und Vorschläge zu machen, oder sehe ich das falsch?
 
Also ich war noch nie auf der E3 aber kann mir vorstellen, das wenn EA und andere große Publisher nicht mehr anwesend sind es einfach viel zu unattraktiv ist. Im gegensatz dazu wied die GC ja immer größer und besser. Alleine 1 1/2 Hallen Businesscenter und alle andren Hallen sind Voll und Leipzig wird einfach zu klein. Das nenne ich ein Gutes Konzept! Hoffentlich wirds nach dem Umzug der GC nach Köln noch besser.

hier mal die erfolge der GC:

Jahr Zeitraum Besucher Journalisten Aussteller Ausstellungsfläche
2002 29.08.–01.09. 80.000; 750; 166; 30.000 m²
2003 21.08.–24.08. 92.000; 1.300; 207; 42.000 m²
2004 19.08.–22.08. 105.000; 1.700; 258; 55.000 m²
2005 17.08.–21.08. 134.000; 2.000; 280; 80.000 m²
2006 24.08.–27.08. 183.000; 2.400; 368; 90.000 m²
2007 23.08.–26.08. 185.000; 3.300; 503; 115.000 m²
2008 20.08.–24.08. - - - -

Quelle

Und Hier die Konzeptänderungen der E3:

* Neuer Termin: Statt im Mai soll die Messe nun im Juli stattfinden, was eine Nähe zum Weihnachtsgeschäft bietet.
* Neuer Veranstaltungsort: Nicht mehr im Los Angeles Convention Center, sondern in den Tagungsräumen eines oder mehrerer Hotels in Los Angeles.
* Deutlich weniger Besucher: Statt 60.000 wird nur noch mit 3.000 bis 4.000 Besuchern gerechnet.
* Neuer Name: Der neue Name der E3 lautet "E3 Media & Business Summit".
Quelle
 
Ja dieses Jahr haben es sich die Messen echt Gegenseitig verbockt.
E4All und TGS 08 liegen nur 4 Tage auseinander. Das heißt wohl dass so gut wie keine jap. Publisher bei E4All sein werden. Ohnehin liegen diese Messen viel zu spät für neue Announcement und sind viel eher für spielbare Demos geeignet da die Termine so nah an den Holiday Seasons sind und den Konsumenten dort schon die ersten Sneak Peaks geliefert werden können.
Eigentlich wäre eine EINZIGE US-Fachmesse bzw. GDC im März/April + E4All Oktober ideal. TGS könnte angenehm im Mai liegen und die GC im Hochsommer. So könnte man Konsumenten und Publisher zufriedenstellen und die Publisher-Events komplett zurückfahren.

Aber was weiß ich denn schon von den Bedürfnissen der großen Publishern :D .

P.S.: Die ESA nimmt doch gar keiner mehr ernst. Der Exodus von LucasArts, Vivendi, Activision und id darf hier nicht unterschätzt werden. Schuld ist da die ESA selber die weder gegen das schlechte Image von Videospielen ankämpft noch sich sonst irgendwie bemerkbar macht. Wie lachhaft ist das denn das Gametrailers.com/Spike TV's Geoff Keighley für jedes Anti-Video-Spiele Bashing bei FOX News und Co. herhalten muss und sich die ESA nicht für sowas hergibt um Videospiele ins rechte Licht zu rücken. Wo war die ESA denn bei der Mass Effect Sex Debatte oder den GTA Kontroversen. Ich hab sie nirgendswo gesehen und die Publisher die das Boot verlassen haben sehen das wohl ähnlich.
Um ehrlich zu sein hab ich nicht einmal was von irgendeiner ESA Spokesperson gehört seit Doug Lowensteins Rücktritt.
 
Die Spieleentwicklung bringt einfach nichts mehr Neues auf den Markt. Das letzte Jahr war doch unter aller Kanone. Und wer hat schon Lust auf COD 24 ??? Der Spielemarkt wird weiter an Boden verlieren, der Hype geht zu Ende. Wenn nichts Kreativeres rauskommt wird der Markt konsequent abkacken.
 
Spokesperson nicht, aber wie wärs mit dem Präsidenten?

Siehe Kotaku News

@ tkzetlok

Ich glaube nicht, dass die Industrie an Boden verlieren wird. Im Moment ist nämlich eher das krasse Gegenteil der Fall - siehe Verkaufs- und vor allem Umsatzzahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja die Verkaufszahlen sind nur so hoch, weil die Entwickler mehr auf Konsole umgestiegen sind, wo die Spiele meist teurer sind und weniger bis gar nicht raubkopiert wird.
Zudem hat Nintendos Wii einen neuen Markt erschlossen.

Zu den Innovationen:
Eigentlich gibt und gab es genug neues Material für Spiele, nur legen Entwickler wie EA (nur ein Bsp) großen Wert auf maximalen Profit anstelle von qualitativ guten Games (siehe Bugwelle der letzten Jahre).
Und die Firmenpolitik innovative Konkurrenten die nicht viel Erfolg haben einfach einzuverleiben trägt zur weiteren Monotonie bei.

Um es modern auszudrücken: Der Spielemart ist viel zu Mainstream.
 
Selbst auf der Roleplay Convention in Münster waren ja mehr Leute da.... das ist doch viel zu wenig.
 
Früher gabs auch keine Internet ;-) *ok ein bissel übertrieben*

Heute gibt es zig Möglichkeiten das einfachen Austauschs, da ist es nicht wirklich verwunderlich wenn E3 massivst bei Besucherzahlen nachlässt.

Und jetzt mit den "guten alten tugenden" der frühreren E3 anzufangen ist auch sinnlos. Alles ändert sich, da muss sich eine E3 auch ändern, da hilft es überhaupt nicht bei "früher" zu bleiben.

Früher hat der Sprit auch nur 80 Pfennig gekostet, und? Dafür hab ich auch ein Auto gefahren, was doppelt soviel gebraucht hat.
 
Civilizatior schrieb:
zum glück gibts ja noch die Games Convention :) :) :)
Nur noch dieses Jahr. Dann zieht sie um, mal sehn, ob sie dann auch noch so erfolgreich ist, weil der Name wurde nicht verkauft. :freak: (ich hätt den Namen auch nicht hergegeben).

Von hier hätte mich die GC ca. 600 Euro gekostet (mit Flug und Unterkunft). Das wars mir dann doch nicht Wert. Mit dem Auto fahr ich da sicher nicht hin.

@topic:
Man würde meinen, dass die Aussteller das Flair auf einer Messe bestimmen, somit kann ich nicht ganz nachvollziehen, wieso sich die Aussteller aufregen. Die E3 ist seit Jahren am absteigenden Ast. So ist das nunmal, die Besucher lassen sich nicht ewig langweilen :evillol:
 
Wo wohnst du denn, dass dich die GC 600 Euro kostet? In Chile? :D
 
emagon schrieb:
Und "ich hasse EA, wie sie jetzt sind"!

....Die sollen erstmal gute Spiele auf den Markt werfen bevor DIE sich beschweren sollen. Klar, wenn innerhalb eines Jahres mein Aktienkurs um ein Drittel fällt, würde mir sprichwörtlich der A**** auch auf Grundeis gehen. Nur würde ich den Fehler bei mir suchen und nicht bei anderen, die mir die Werbung so schwer machen :mad:
Schlussendlich wird doch eine halbfertige Beta nach der anderen verkauft, jedes Spiel in 23 Expansions aufgeteilt weil man dann 23 mal mehr verkaufen kann oder einfach alle 2 Monate dasselbe unter anderem ....

Blablablablubblub... Ähm.. es geht hier nicht darum das einige Publisher vielleicht nicht mehr so sind wie früher, sondern es geht um die E3! Also nicht Kilometerweise über die Publisher abfeiern.

tkzetlok schrieb:
Die Spieleentwicklung bringt einfach nichts mehr Neues auf den Markt. Das letzte Jahr war doch unter aller Kanone. Und wer hat schon Lust auf COD 24 ??? Der Spielemarkt wird weiter an Boden verlieren, der Hype geht zu Ende. Wenn nichts Kreativeres rauskommt wird der Markt konsequent abkacken.

Kennst du Dieter Nuhr? Zitat: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal..." den Rest darfst du dir aus dem Netz suchen wenn du es nicht kennst!
Erstmal die aktuellen Zahlen und Hochrechnungen kennen und die Zahlen der letzten Jahre und dann darfst du mitreden. Außerdem wenn eine Messe nicht mehr funktioniert, hat das nicht gleich auch was mit den Verkäufen der Produkte zu tun.

@topic:

Was ich ein wenig merkwürdig finde ist die Tatsache, dass sich die Hersteller jetzt die alte E3 zurück wünschen, nachdem sie alle weggeblieben sind weil sie schlicht und einfach zu teuer war. Das ganze sollte darauf hin ja ABSICHTLICH in ein Business Event umgewandelt werden. Das die Besucherzahlen dann natürlich viel geringer ausfallen ist doch logisch?!
Habe ich nicht ganz kapiert was dann jetzt das Problem der Hersteller ist aber ok... Lasse mich gerne aufklären.

Zum Thema die sollen halt nach Deutschland kommen und GC und so...
Ich glaube irgendwie das die GC Gefahr läuft, genau das selbe Problem zu erleiden wie die E3 wenn die nicht aufpassen.
Mit dem neuen Standort sind auch die Standmieten um einiges höher, die Nebenkosten (Hotels etc.) sind auch um einiges gestiegen. Dadurch kommen wieder einige in die Versuchung, einfach weg zu bleiben wenn sich die Kosten dann nicht mehr rechnen.
Aber ich will da nicht schwarz malen. Mal sehen wie es sich entwickelt.
 
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