SSD cleaner

Ensinger

Lt. Junior Grade
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Hallo,

ich verkaufe einen gebrauchten Laptop und möchte sicher gehen dass alles auf der Platte sicher weg ist.

Habe gehört CCleaner verrichtet das gut. Allerdings nutzt es die SSD ab (was mir egal ist)

Leider kann man bei SSD nur einfach wipen, bei HDD 1x 3x 7x oder sogar 3x auf einmal. Kann man das bei CCleaner irgendwie umgehen und auch eine SSD mehrmals auf einmal wipen? Evtl über erweitere Einstellungen ?

Danke

Tom
 
DBAN "funktioniert" aber nicht bei SSDs. Viele Hersteller von SSDs bieten selber Tools an z.B. Crucial und Samsung.
 
Du könntest theretisch auch die SSD einmal Wipen und anschließend mit irgendwelchen (unwichten) Daten befüllen.
 
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Und dann Windows wiederherstellen oder neu installieren. Kannst Fach noch die Platte mit Müll voll schreiben und wieder löschen falls Bedarf.
 
Echt jetzt - wer meint denn, dass sich jemand mit gekauften Geräten aus dem privaten Bereich die doch recht aufwändige Mühe einer Datenwiederherstellung macht?
Normales einmaliges Wipen (allerdings nicht unbedingt mit CCleaner!) sollte völlig ausreichend sein...ansonsten, für alle Sicherheitsfanatiker >> hier informieren.
 
Lösch alles, erstelle dann ein text-dokument, was du bis 1MB mit loret ipsum (oder nullen) auffüllst, das kopierst du dann so oft, bis die Platte Randvoll ist. Schon sind keine alten Daten mehr lesbar. Dann einfach die Dokumente wieder löschen, fertig.

3, 7 oder 12 mal Überschreiben würde ich nicht tun. Es bringt beim Daten Löschen einfach keinen Mehrwert und das tut der SSD nicht gut. Mehrmaliges Überschreiben hilft ohnehin nur, wenn du weißt, was du tust und warum du es tust. Für den Heimanwender reicht einmaliges Nullen vollkommen aus. Auch wenn du ihn verkaufst, würde ich nicht vorher nochmal mit der Dampfwalze drüberfahren. Sowas ist einfach unhöflich.
 
SoDaTierchen schrieb:
[...]was du bis 1MB mit loret ipsum (oder nullen) auffüllst, das kopierst du dann so oft, bis die Platte Randvoll ist[...]
:rolleyes: -ohne Worte -
 
Solange man nicht mit Geheimdiensten oder ähnlich ausgestatteten Leuten Ärger hat genügt einmaliges vollständiges Überschreiben mit Nullen oder Zufallszahlen.

Gerade diese Paranoia ist ein Grund warum ich SSDs von Privat nur mit gehörigem Preisabschlag (MAXIMAL 50 Prozent des Neupreises) kaufen würde. Man weiß nie in welcher Form das Teil "nur um sicher zu gehen" gequält wurde.
 
Ein einfaches Secure Erase reicht. Hier ist es nicht so wie in der Medizin --> ein bisschen Schwanger gibt es hier nicht.
 
Serana schrieb:
Gerade diese Paranoia ist ein Grund warum ich SSDs von Privat nur mit gehörigem Preisabschlag (MAXIMAL 50 Prozent des Neupreises) kaufen würde. Man weiß nie in welcher Form das Teil "nur um sicher zu gehen" gequält wurde.

Nun das kann man ja auslesen.
 
SoDaTierchen schrieb:
erstelle dann ein text-dokument, was du bis 1MB mit loret ipsum (oder nullen) auffüllst, das kopierst du dann so oft, bis die Platte Randvoll ist.
Das geht mit h2testw viel bequemer, aber die meisten werden den Kopf schütteln, weil sie danach mit den Recoverytools noch diverse Einträge der Dateinamen finden und so manches Tool stellt diese Daten dann scheinbar auch wieder her, weil es einfach die Daten aus den Clustern nimmt die sie mal belegt hatte, die aber natürlich dabei überschrieben wurden, so dass man diese recoverten Dateien nicht mehr öffnen kann. Das Risiko der Methode ist, dass man nicht vergessen sollte, der Vorteil ist, dass man Windows nicht neu installieren muss, sollte man das Notebook mit Windows verkaufen wollen.
 
Nilo schrieb:
Echt nicht!? Bei mir hat's geklappt und seinen Zweck erfüllt, wie auch immer...
DBAN hat also nachpruefbar auch alle persoenliochen Daten die sich zum Zeitpunkt der Loeschung im Overprovisioning Bereich der SSD befanden geloescht?
Wie andere bereits geschrieben haben. Eine ausreichende Sicherheit dass alle Daten nach Verwendung auf der SSD (inkl. overprovisioning) geloescht/unlesbar werden kann nur mit Secure Erase (soefern korrekt implementiert) oder durch Einsatz von Verschluesselung erzielt werden. Bei den anderen genannten Methoden ist immer ein Restrisiko von nicht geloeschten Daten vorhanden (ob es in der Praxis ein Problem ist, ist eine andere Frage).
 
schneup schrieb:
DBAN hat also nachpruefbar auch alle persoenliochen Daten die sich zum Zeitpunkt der Loeschung im Overprovisioning Bereich der SSD befanden geloescht?
An die Daten in dem Bereich kann man sowieso bestenfalls nach dem Ablöten und Auslesen der NAND Chips kommen und da es sowieso aus Sicht des Controllers ungültige Daten sind, wird der sie bei nächster Gelegenheit (Idle-GC) auch selbst löschen. Einmal Überschreiben reicht auch bei SSD, außer man muss fürchten das jemand zu extremen Mitteln greift um selbst die nur minimal Chance da aus den Fragmenten noch sinnvolle Daten rekonstruieren zu können wahrnehmen würde. Bei so sensiblen Daten sollte man Datenträger nicht gebraucht weiterreichen sondern immer mechanisch zerstören (schreddern).
 
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SSD am besten mit dem entsprechendem Herstellertool secure erasen.
Geht auch mit Parted magic.
Wenn manuell vollschreiben dann einfach mit nem Linux oder win 10 Image und das dann so oft kopieren bis Platte voll.
Oder last but not least mit diskpart Clean all
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich wie Holt.

Theoretisch kann man noch Datenreste aus den overprovisioning-Bereichen auslesen die sonst höchstens mit Hersteller-Tools überschrieben werden können.

In der Praxis ist das höchstens relevant bei Datenträgern mit Daten die so wertvoll sind, das am besten an Ort und Stelle alle Speicherchips mit einem Hammer zertrümmert werden, dann muss man sich auch nicht darauf verlassen das die ein Dritter ordnungsgemäß schreddert.

Mehrfaches Überschreiben ist Quatsch, wie soll sich die SSD bitte an den vorletzten Speicherstand erinnern?
 
Rickmer schrieb:
Mehrfaches Überschreiben ist Quatsch, wie soll sich die SSD bitte an den vorletzten Speicherstand erinnern?
Diese Urban Legend geht auf ein Paper von Peter Gutmann zurück das im Jahr 1996 geschrieben wurde. Der Schönheitsfehler ist, daß Gutmann sich auf die damals gängigen Verfahren bezog. SSDs kannte man damals zwar schon, aber diese waren noch weit davon entfernt für den Privatgebrauch erschwinglich zu sein.

https://www.cs.auckland.ac.nz/~pgut001/pubs/secure_del.html

Ich schätze mal, daß es die Legende von dem mehrfachen überschreiben auch noch in 5 Jahren geben wird.
 
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