SSD clonen mit Clonezilla fehlgeschlagen: bad sectors

muzik schrieb:
Es wird nämlich empfohlen dem dd-Befehl das Attribut "conv:noerror" zu geben.

Wenn dann conv=noerror,sync

Mit noerror alleine ist die Kopie ab dem ersten def. Sektor komplett korrupt, da defekte Sektoren dann einfach ausgelassen werden und alle nachfolgenden Offsets falsch sind.

Und dd kann ansonsten auch nicht zaubern, d.h. die Kopie wird nicht besser da die Sektoren ja weiterhin nicht gelesen werden
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt übrigens auch ein dd unter Windows, das kann man z.B. mit dem Mini-XP von Hirens Boot CD nutzen, ich meine es ist da sogar schon dabei, aber da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher.
 
Holt schrieb:
Bootet denn Windows von der m4 problemlos?
Definitiv! Hätte ich jetzt nicht zufällig die m4 clonen wollen, hätte ich niemals irgendein Problem vermutet, da alles fehlerlos lief.

Kannst du mir gerade eine schlanke Linux-Distribution nennen (ich habe keine Lust 700+Mb ala Ubuntu zu downloaden). Dann versuche ich es eventuell mit einer anderen Linux-Version als mit Clonezilla.
Holt schrieb:
ok läuft noch
 
Rumo schrieb:
Wenn dann conv=noerror,sync

Mit noerror alleine ist die Kopie ab dem ersten def. Sektor komplett korrupt, da defekte Sektoren dann einfach ausgelassen werden und alle nachfolgenden Offsets falsch sind.
Upps. stimmt. Falls ohne sync kopiert wurde, kann die Überprüfung abgebrochen werden, dann muss sowieso neu geklont werden!
 
Rumo schrieb:
Wenn dann conv=noerror,sync

Mit noerror alleine ist die Kopie ab dem ersten def. Sektor komplett korrupt, da defekte Sektoren dann einfach ausgelassen werden und alle nachfolgenden Offsets falsch sind.
Oh, ich hatte folgendes Eingegeben:
"sudo dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=4096 conv=notrunc,noerror"
das hatte ich hier gefunden:https://wiki.archlinux.org/index.php/Disk_Cloning
 
Holt schrieb:
Es geht hier aber nicht um eine forensicher Untersuchung,

Es geht um Fehleranalyse und Schadensfeststellung. Du kannst mir nicht beweisen, ob du je in deinem Leben alle Windows-Komponenten aufgerufen hast oder aufrufen wirst. Wenn aber eine beschädigte Komponente gerufen wird, dann kann das Folgeschäden bis zur Unbrauchbarkeit des Systems oder der zukünftigen Daten und Programme bewirken. Ein derartiges Vorgehen ist bedenklich und nur auf unwichtigen Spiele-PCs zu verantworten.
 
Also "conv=notrunc,noerror" ist auch nicht korrekt?
 
Nein, was dort im Wiki steht ist nicht korrekt. notrunc macht bei Blockgeräten gar nichts, die kann man nicht truncaten. notrunc ist bei of=datei.img interessant, dort auch nur wenn man zusammen mit seek= skip= Teile der Datei neu beschreiben will oder an die Datei was anhängen will oder ...
 
muzik schrieb:
Oh, ich hatte folgendes Eingegeben:
"sudo dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=4096 conv=notrunc,noerror"
das hatte ich hier gefunden:https://wiki.archlinux.org/index.php/Disk_Cloning
Wie sich jetzt welche dd Implementierung bei einem Lesefahler mit welchen Kombinationen von Argumenten genau verhält, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Wenn aber das Windows auf der m4 booten und Klon auf der m500 nicht, dann scheint offenbar mehr schief gelaufen zu sein, denn diese knapp 10 Sektoren sind je entweder lesbar wenn Windows von der m4 bootet oder es liegt nichts wichtiges darauf.

Woher diese Fehler kommen, verstehen ich nicht, aber vielleicht hängt es mit dem Bug zusammen, denn der bewirkt, dass sich der Controller regelmäßig aufhängt und da Deine m4 ja über die kritischen 5184 Stunden hinaus war, kann man eben nicht sagen, ob da intern nicht Fehler in den Verwaltungsdaten vorhanden sind, diese Sektoren also nicht auf gültige Flash Adressen gemappt sind. Wären sie nicht gemappt, würde der Controller einfach irgendwas ausgehen, i.d.R. 00 und wenn sie gemappt wären, würde er die NANDs auslesen, aber dafür ist kein Lesefehler in den S.M.A.R.T. Werten hinterlegt. Mit dem chkdsk /f /r sollte dann der Fehler zu beheben sein, weil dabei alle LBAs neu geschrieben werden und damit auch intern neu gemappt werden und danach sollte das Klonen fehlerfrei durchgehen.

Jetzt musst Du wissen, ob Du das probieren möchtest, oder deodor forsensiche Analysen zur Fehleranalyse und Schadensfeststellung bevorzugst oder einfach Windows neu auf die m500 installierst, was im Zweifel vielleicht die schnellste und sauberste Lösung wäre.
 
Habe jetzt erstmal den Vorgang abgebrochen.
Mein dd-Befehl scheint falsch gewesen zu sein.

Jetzt lasse ich gerade chkdsk /f /r durchlaufen.
Danach werde ich das Klonen noch mal mit Clonezilla versuchen. Vielleicht klappt es ja dann tatsächlich ohne Probleme.

Mal sehen was das bringt.
 
Was spricht denn gegen die Feststellung der betroffenen Dateien mittels nfi.exe und anschließendes Löschen bei Entbehrlichkeit?
 
natürlich nichts.
Ich möchte nur erstmal sehen ob chkdsk /f /r überhaupt irgendwas findet.
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und da passiert gerade was (läuft gerade):
"Chkdsk is verifying file data (stage 4 of 5)...
Windows replaced bad cluster in file 50928
of name \windows\system32\DRIVER~1\FILERE~1\NV_DIS~1.INF\nvcompiler.dll."

und inzwischen ist noch eines dazugekommen.
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Ok da kommen jetzt einige dazu.
chkdsk /f /r findet also scheinbar die "bad cluster" und ordnet auch direkt die entsprechenden Dateien zu. Scheinbar ersetzt es die "bad cluster" auch irgendwie?!
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Kann jemand evtl. erklären, was das gerade macht?
Also es scheint die entsprechenden Fehler zu finden.
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Ok. Also chkdsk /f /r ist durchgelaufen und hat einige "bad cluster" replaced - wie oben geschrieben.

Ich habe jetzt noch mal Clonezilla ausgeführt, in der Hoffnung, dass dieses jetzt sauber durchläuft. Resultat: Es kommt leider trotzdem wieder der Fehler aus dem ersten Post. Sprich es beschwert sich immer noch über "bad sectors". Unzwar auch wieder über sector 64222914.

Kurz um:
chkdsk /f /r hat etwas gemacht. Clonezilla läuft aber immernoch nicht durch.
 
Zuletzt bearbeitet:
muzik schrieb:
Ich habe jetzt noch mal Clonezilla ausgeführt, in der Hoffnung, dass dieses jetzt sauber durchläuft. Resultat: Es kommt leider trotzdem wieder der Fehler aus dem ersten Post.

Das hatte ich erwartet. Es gab schon Fälle, wo bei wiederholtem chkdsk auch wiederholt repariert wurde, wobei die Schäden eher größer wurden.
 
muzik schrieb:
Ich habe jetzt noch mal Clonezilla ausgeführt, in der Hoffnung, dass dieses jetzt sauber durchläuft. Resultat: Es kommt leider trotzdem wieder der Fehler aus dem ersten Post. Sprich es beschwert sich immer noch über "bad sectors". Unzwar auch wieder über sector 64222914.

Kurz um:
chkdsk /f /r hat etwas gemacht. Clonezilla läuft aber immernoch nicht durch.
Das sind dann vielleicht Sektoren die nicht zu der Partition gehören oder unbelegt sind und daher nicht geprüft wurden, chkdsk scheint nicht wirklich die unbelegten Sektoren zu prüfen, obwohl es darüber Streit gibt. Vom Sinn her ist es auch nicht nötig unbelegte Sektoren zu prüfen und da ich auch bei HDDs schon öfter erlebt habe, dass danach nur einige schwebende Sektoren verschwunden waren, glaube ich auch, dass nur die belegten Sektoren geprüft werden.

In dem Fall kannst Du mal den Rest der SSD vollschreiben, z.B. mit h2testw, denn sollten hoffentlich auch die übrigen Sektoren überschrieben und damit in der Mappingtabelle korrigiert werden. Ansonsten sollte es egal sein, wenn Du die richtige Parameter bei dd (oder ddrescue, würde ich hier bevorzugen) beim Klonen eingibst, denn die Sektoren sind ja sowieso nicht belegt.

Du solltest auf der m4 oder der m500 dann auch noch mal ein sfc /scannow laufen lassen!
 
Zuletzt bearbeitet:
deodor schrieb:
Was spricht denn gegen die Feststellung der betroffenen Dateien mittels nfi.exe und anschließendes Löschen bei Entbehrlichkeit?
Ich habe das Paket gedownloaded und die nfi.exe lässt sich auf meinem Windows7-System nicht vernünftig ausführen. Ich kann sie starten, dann erscheint ganz kurz eine schwarze Konsole, verschwindet aber sofort wieder. Scheinbar ist es nicht kompatibel mit Windows 7?
 
Dann öffne mal eine cmd.exe und führe da nfi.exe aus, dann sollte die Ausgabe zu sehen sein.
 
im Übrigen habe ich inzwischen einen weiteren Versuch mit Clonezilla unternommen, unzwar wieder mit -rescue.
Resultat:
Es gab genau 4 "bad sectors". Übrigens dieselben, die ich mir schon ganz am Anfang notiert hatte.
can’t read sector 32776228352, lost data
can’t read sector 64552631808, lost data
can’t read sector 69473664512, lost data
can’t read sector 82821266944, lost data

Desweiteren habe ich "sfc /scannow" auf der M4" ausgeführt.
Resultat:
Der Windows-Resourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden und konnte einiger der Dateien nicht reparieren. Details finden Sie in der Datei "CBS.log"
Ergänzung ()

Holt schrieb:
Dann öffne mal eine cmd.exe und führe da nfi.exe aus, dann sollte die Ausgabe zu sehen sein.
Ok geöffnet habe ich es, aber ich habe keine Ahnung, wie ich jetzt die Sektoren zuordnen soll. Nach der Anleitung hätte ich geraten "C: [Sektornummer]". Aber da passiert einfach nichts.
 
Bei mit geht es:
C:\Windows\system32>nfi c: 200000
NTFS File Sector Information Utility.
Copyright (C) Microsoft Corporation 1999. All rights reserved.


***Logical sector 200000 (0x30d40) on drive C is in file number 311364.
\WinDDK\7600.16385.0\help\kernel_d.hxs
$STANDARD_INFORMATION (resident)
$FILE_NAME (resident)
$DATA (nonresident)
logical sectors 193680-200167 (0x2f490-0x30de7)
Es muss eine cmd.exe sein, die "Als Administrator" geöffnet wurde.
 
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