SSD-Kauf: Wegen Bauteilwechseln ein "unkalkulierbares Risiko"?

Vincy

Commander
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SSD-Kauf: Wegen Bauteilwechseln ein "unkalkulierbares Risiko"?
https://www.pcgameshardware.de/SSD-...lwechsel-ein-unkalkulierbares-Risiko-1362866/

Not-So-Solid State: SSD Makers Swap Parts Without Telling Us
Buying SSD storage can be an uncalculated risk
https://www.tomshardware.com/news/adata-and-other-ssd-makers-swapping-parts

Bauteilwechsel auf Elektronik sind nicht ungewöhnlich, doch bei SSDs können diese sehr schnell die Leistungsdaten ändern. Toms Hardware hat das Thema untersucht und beklagt ein potenziell "unkalkulierbares Risiko" für den Kunden, weil die Hersteller mit Transparenz geizen - insbesondere dann, wenn der Kunde einen Nachteil hat.
 
Und was möchtest Du nun von uns ?
 
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Deshalb sollte man SSDs kaufen, wo alles aus einer Hand kommt, Controller und Speicher.
Mindestens sollte die SSD von einem Hersteller kommen, der auch den Controller liefert.

Das wären z.B. Samsung oder Crucial.

Von Silicon Power oder ADATA würde ich ehr die Finger lassen.
 
Es fehlt da aber an der notwendigen Transparenz der Hersteller. ;)
Und nicht jeder Kaufinteressent hat das notwendige technische Verständnis. Geschweige die Zeit, um sich vor dem Kauf genügend sich zu informieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb lautet ja der Ratschlag, SSDs z.B. von Samsung oder Crucial zu kaufen
Und Finger weg von sowas wie Intenso, das sind dann die absoluten Mogelpackungen.
 
Ja ist ein Problem ja es nervt, nicht nur bei SSDs. Siehe WD SMR "Skandal".

Da hilft leider nur immer wieder (sachlich) Beschweren beim Hersteller und in den sozialen Medien.
 
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Vincy schrieb:
Es fehlt da aber an der notwendigen Transparenz der Hersteller. ;)
Und nicht jeder Kaufinteressent hat das notwendige technische Verständnis. Geschweige die Zeit, um sich vor dem Kauf genügend sich zu informieren.
Das ist aber klar und bei jedem Produkt auf der Welt so. Was kann der Hersteller grundsätzlich nun dafür dass sich die Konsumenten die Zeit sich zu informieren nicht nehmen (wollen?).
z.B. einfaches Fragen (oder sogar die Suchfunktion nutzen) hier im Forum - genügt für die meisten Dinge.

Ich habe den Fehler eine nicht Samsung SSD zu kaufen nur 1x begangen, nachdem ich mit dem Teil von Anfang an nur Probleme hatte wurde sie im Endeffekt ausrangiert und ich bin nun glücklich mit meinen Samsung SSDs. Mein Gedankengang "da braucht es keine Samsung, da tuts was günstiges auch" hat mir im Endeffekt viel mehr Zeit gekostet als ich mir in € erspart habe.
 
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Revisionskontrolle/PCN/PDN ist nicht bei allen Herstellern und allen Komponenten üblich.
Manche machen es, manche nicht. Der Aufwand, der für sowas betrieben werden muss,
ist beträchtlich und wird von vielen unterschätzt.

Für ne "poplige" SSD die maximal 2 Jahre gebaut wird, lohnt das idR nicht. Außerdem glaube
ich, dass solche Mitteilungen/Infos vom Hersteller keine rechtliche Grundlage haben. Die machen
das als Customer Service, nicht weil sie es müssen. Solange das Gerät nach der Änderung immer
noch den Angaben im Datenblatt entspricht, gibt es nicht zwingend Handlungsbedarf.

Mancher Hersteller (also fast jeder) hat ja eine "Änderungen vorbehalten" (ggf. without further
notice) Klausel im Datenblatt. Gerade bei SSD schreiben auch alle "bis zu XXX MB/s R/W".

Für den Kunden schlecht, weil intransparent, aber durchaus üblich.
Bei Komplettsystemen oder anderen aus Komponenten gefertigten Systemen, die über viele
Jahre verkauft werden und auch einen Langzeitverfügbarkeitsgarantie haben, ist das was anderes.
 
Ja, gerade bei Billig-SSDs werden gerne mal Bauteile gewechselt. Und ja, das kann sich auch auf die Leistung auswirken. Die Frage ist aber auch, ob das immer so furchtbar ist wie gerne behauptet.

Tatsache ist: You get what you pay for. Und wenn ich eine billige SSD von z.B. Intenso kaufe kann ich keine Leistung wie bei einer MX500 von Crucial erwarten. Manchmal, wie z.B. bei einer System-SSD, ist das wichtig, manchmal ist die billige Version aber trotzdem gut genug für den Verwendungszweck. Bei einer SSD für Spiele, die ich mir zudem jederzeit wieder herunterladen kann, reicht mir persönlich z.B. auch die Billig-Variante. Anders sieht es aus, wenn es auch bei größeren Datenmengen auf stabile hohe Transferraten ankommt, dann würde ich auch ein paar Euro mehr investieren. Fabrikneuen Elektronikschrott würde ich mittlerweile zwar doch vermeiden, aber es muß nicht immer das "gute Zeug" sein.
 
Vincy schrieb:
Bauteilwechsel auf Elektronik sind nicht ungewöhnlich, doch bei SSDs können diese sehr schnell die Leistungsdaten ändern. Toms Hardware hat das Thema untersucht und beklagt ein potenziell "unkalkulierbares Risiko" für den Kunden, weil die Hersteller mit Transparenz geizen - insbesondere dann, wenn der Kunde einen Nachteil hat.

Das kann Dir bei RAM genauso passieren. Nicht alle ändern die Bezeichnung der Riegel wenn sie andere Chips verwenden. Gerade bei weniger hochpreisigen RAM insbes. von weniger namhaften Herstellern kommt das schon mal vor. Und der Kunde wundert sich, warum die Riegel nicht miteinander wollen.
Grafikkarten gab und wird es auch weiterhin mit unterschiedlichen RAM Herstellern geben. Wenn die Specs gleich sind, wird es kein Hersteller angeben was auf der konkreten Karte verbaut ist. AMD Vega war meines Wissens da ein gutes aber sicher nicht das einzige Beispiel . Da wurden sogar noch zusätzlich verschiedene Packages verwendet.

Cunhell
 
Da Samsung hier immer hochgelobt wird - diese haben auch schon den verbauten Flash innerhalb einer Serie ausgetauscht (neuere Generation mit mehr Layern). Und auch die im Artikel genannten Wechsel von Bauteilen waren ja nicht immer zum Nachteil der Kunden. Die Praxis im Lifecycle Kosten zu optimieren durch andere Bauteile ist komplett gang und gebe in so vielen Lebensbereichen.

Sowas wie TLC Versprechen und irgendwann QLC verbauen ändert natürlich die komplette Charakteristik des Devices und sollte ein No-Go sein. Wie gut, dass die Hersteller immer nur maximal Datenraten und IOPS versprechen, auf nem Datenblatt kaum ne Seite lang, welches sowohl der pSLC Cache vom TLC Device als auch der vom QLC Device genau gleich erfüllen können :) Solange Kunden zufrieden sind mit 2 Zahlen im Datenblatt können die Hersteller drum rum arbeiten wie sie wollen.

Vielleicht mal als Gegenbeispiel wie es im Industrial und Netcom Markt läuft: Die Hersteller von Flash Medien für diese Märkte haben Datenblätter die mehrere dutzend Seiten lang sind und so ziemlich alles beschreiben zur SSD (mechanische und elektrische Kenngrößen, FW Features etc.) und selbst das reicht nicht einfach so aus sondern die Kunden qualifizieren die Teile in eigenen Tests um diese auf Herz und Niere zu prüfen und erst dann kommen die Lieferaufträge zustande. Viele Hersteller werben explizit mit einer frozen BOM (Bill of Material) und eine Mindestlieferbarkeit die mehrere Jahre beträgt und jede noch so kleine Änderung (und sei es nur ein kleiner Widerstand gleicher Größe wo nur von einem anderen Lieferanten kommt) wird über PCNs (Product Change Notifications) kommuniziert. Und ja, der Aufwand kostet. Diese SSDs sind wesentlich teurer als Consumer Pendants aber dafür bekommen die Kunden auch nach 5 Jahren noch aufs Bauteil identische Devices wie am ersten Tag.
 
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