SSD taucht auf dem Rasperry Pi 5 nicht auf

Schabing

Lieutenant
Registriert
Aug. 2016
Beiträge
520
Hallo zusammen,

meine SSD (müsste 980Pro sein 1TB) wird mir auf dem Raspi Pi 5 unter Ubuntu LTS 24.4.04 nicht angezeigt unter "Discs". Laut KI wird diese unterstützt.
Ich sollte die PCI Schnittstelle unter /boot/firmware/config.txt mit dtparam=pciex1 aktiviert haben. Sie taucht aber nacht wie vor nicht auf (lsblk).
Beim booten kommt im Screenshot stehende Fehlermeldung. Sie ist aktuell noch NTFS, aber da ich sie unter Discs nicht mal formatieren kann bzw. sie im Terminal nicht mal auftaucht, kann ich sie nicht umformatieren.

Ich dreh mich im Kreis, hat jemand eine Lösung? Das Flachbandkabel ist fest drin und sollte laut Anleitung richtig rum drin sein. Die Fehlermeldung lässt mich denken, dass sie erkannt wird aber mit NFTS nichts anfangen kann.

Bin über jede Hilfe dankar!
Beste Grüße.
 

Anhänge

  • PXL_20260331_150324156.RAW-01.COVER.jpg
    PXL_20260331_150324156.RAW-01.COVER.jpg
    191,2 KB · Aufrufe: 69
Mir fallen spontan zwei Dinge ein spontan ein, ein defekter bzw. nicht vollständig kompatibler USB‑Adapter oder eine zu schwache Stromversorgung. Das wären auf jeden Fall die ersten Punkte, die ich prüfen würde.

Eventuell auch mal die USB‑Ports durchprobieren und schauen, ob sich etwas ändert.


Sorry hier stand mist ^^ Update kommt gleich ^^ (nicht richtig gelesen)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Schabing
Zu schwache Stromversorgung wäre auch das erste was mir in den Kopf kommen würde.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Schabing
Danke für eure Antworten. Habe gelesen, die SSDs können gerne mal 3,5W oder so ziehen.
Ich habe folgendes Netzteil benutzt, im moment habe ich mal mit dem Originalen Netzteil gestartet. Finde es immer noch nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: CountSero
Hier gibt es im Grunde zwei Dinge, die man prüfen sollte:

1. Die EXT4‑Fehlermeldung. Beim Booten versucht Ubuntu offenbar, eine nicht vorhandene Partition aus der /etc/fstab zu mounten. Das hat vermutlich nichts mit der NVMe‑SSD zu tun.

2. Die PCIe‑Anbindung. Nach erneutem Lesen ist mir erst aufgefallen, dass du eine Samsung 980 Pro über den PCIe‑Slot am Raspberry Pi 5 betreibst. In diesem Fall liegt das Problem sehr wahrscheinlich nicht am Dateisystem (NTFS/EXT4), sondern daran, dass die SSD über PCIe gar nicht korrekt erkannt wird.

Wenn sie weder in lsblk noch in „Disks“ auftaucht, wird der NVMe‑Controller vom System evtl. nicht initialisiert.

Am besten prüfst du einmal, ob dtparam=pciex1 korrekt in /boot/firmware/config.txt gesetzt wurde.

Wenn der Parameter korrekt gesetzt ist, unbedingt auch das Flachbandkabel prüfen, es lässt sich leicht falsch herum oder nicht vollständig eingerastet beim einbauen, und dann funktioniert der PCIe‑Link evtl. nicht.

Wenn dann nichts geht noch solltest du zusätzlich sicherstellen, dass es sich wirklich um die gannte NVMe‑SSD handelt. Nicht das du hier dich hier vertan hast und es eine M.2‑SATA‑SSD ist, diese würde am Raspberry Pi 5 nicht funktionieren, da der Pi nur PCIe‑NVMe unterstützt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Schabing
1. eigentlich sollte er das nicht, weil ich soweit noch gar nicht bin, hab ich noch gar nicht eingerichtet... puh da weiß ich grad nicht weiter.

2. Ich habe halt einen Hat draufgeschraubt. Das Flachbandkabel habe ich sogar mal umgedreht... Ich prüfe es nochmal!

Ich schau mir nochmal die Punkte an, aber bis dahin: Kann er evtl. die PCIe 4.0 nicht erkennen und auf 3.0 "runterregeln" oder so?
Diese SSD habe ich.
 
@Max__59 Im Amazon Bestellverlauf ist diese Samsung 980 PRO NVMe M.2 SSD aufgelistet. Das ist sie, um wirklich das physisch nochmal zu bestätigen müsste ich sie morgen kurz ausbauen. --> PCIe 4.0
Ich wäre davon ausgegangen, dass das abwärtskompatibel ist (PCIe 3.0).
 
@Schabing

Das Laufwerk sollte grundsätzlich kein Problem sein. Standardmäßig läuft der PCIe‑Port beim Raspberry Pi 5 im PCIe 2.0 x1 Modus, optional kann man PCIe 3.0 aktivieren, ob man das braucht, hängt vom Einsatzzweck ab.

Als Erstes würde ich aber in der Datei /boot/firmware/config.txt prüfen, ob der Eintrag dtparam=pciex1 vorhanden und nicht auskommentiert ist. Ich weiß nicht, ob Ubuntu 24.04 LTS das standardmäßig aktiviert.

Wenn der PCIe‑Port korrekt aktiviert ist, kann man mit der eigentlichen Fehlersuche weitermachen.
 
Installiere gparted
und starte das, im Auswahlmenü schauen, zeigt er dir die Platte?
fschk -f /dev/sdb1
könnte auch was bringen.

Dann einfach "mkdir /media/user/hdd/"
Und "mount /dev/sdb1 /media/user/hdd/"

Könnte so funktionieren. Das FETT gedruckte durch deine Daten ersetzen.
 
Vielen Dank für die Tipps.

Aktuell bootet der Raspi nicht. Sofern ich das beheben kann, schau ich mir die config.txt an.
Mehr als den halb roten/punken Screenshot schafft der Raspi nicht mehr, leider.

Das Flachbandkabel sollte auch fest drin sein. Die SSD sollte keine SATA sein.
 

Anhänge

  • PXL_20260407_123723971.RAW-01.COVER.jpg
    PXL_20260407_123723971.RAW-01.COVER.jpg
    502,1 KB · Aufrufe: 20
  • PXL_20260407_123742056.RAW-01.COVER.jpg
    PXL_20260407_123742056.RAW-01.COVER.jpg
    704,8 KB · Aufrufe: 20
  • PXL_20260407_124017915.RAW-01.COVER.jpg
    PXL_20260407_124017915.RAW-01.COVER.jpg
    692,1 KB · Aufrufe: 16
  • PXL_20260407_124402033.RAW-01.COVER.jpg
    PXL_20260407_124402033.RAW-01.COVER.jpg
    1,2 MB · Aufrufe: 18
Auf dem ersten Bild scheint das Kabel falsch angeschlossen zu sein, "To Hat" ist am Pi und "To Pi" ist am Hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Schabing
Dummheit wird bei mir ganz groß geschrieben. Danke! Ich habe zu sehr darauf geachtet, wie rum die Kontakte hin gehören dass ich auf das andere "wie rum" gar nicht geachtet hatte.
Habe gerade den Hat an meinem zweiten Raspi montiert, microSD und SSD rein und gestartet. mit lsblk taucht die SSD sofort auf. habt nur update/upgrade ausgeführt. Dachte beim Raspi ist SSD bzw. PCIe deaktiviert... der Rapsi war noch original zu/verklebt. Komisch.

Was mir total unerklärlich ist, beim ersten Raspi habe ich nicht die Bootreihenfolge geändert und trotzdem bootet der Rapsi von der SSD wenn ich die microSD entferne.

Beim zweiten Rapsi, habe ich die Reihenfolge geändert und er bootet nicht. Es ist zum verzweifeln. Mit "df" war sie als "boot" betitelt.

Weiß jemand wo der Fehler liegt?
 

Anhänge

  • PXL_20260410_201546763.RAW-01.COVER.jpg
    PXL_20260410_201546763.RAW-01.COVER.jpg
    1 MB · Aufrufe: 7
PCIe ist beim Raspberry Pi 5 normalerweise direkt aktiv, da der Port hardwareseitig immer vorhanden ist. Bei einem Fehler schaut man natürlich trotzdem genauer hin, ob etwas fehlt oder deaktiviert wurde.

Die Bootreihenfolge musst du nicht manuell ändern. Wenn der SD‑Slot leer ist, springt der Pi automatisch zum nächsten verfügbaren Bootmedium, in deinem Fall also zur NVMe.

Zu deinem Screenshot, der Fehler deutet darauf hin, dass etwas mit der initramfs (initial RAM filesystem) durcheinander geraten ist, beschädigt wurde oder komplett fehlt. Dadurch kann das Root‑Dateisystem nicht gefunden werden. Und da zusätzlich eine Kernel Panic angezeigt wird, kommst du vermutlich nicht mehr ins System hinein und müsstest es von außen reparieren.


Wenn das eine frische Installation war, würde ich es mir nicht unnötig schwer machen. Erstelle einfach mit dem Raspberry Pi Imager ein frisches Boot‑Medium, das ist in diesem Fall meist schneller und zuverlässiger als eine Reparatur.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Schabing
Danke! Das ist gut zu wissen. Ich hatte mich an diese Anleitung gehalten.

- "Wie Anfangs bereits erwähnt liegt dies daran, dass die für M.2/NVMe verwendete PCIe-Schnittstelle standardmäßig nicht aktiv ist. Bei X86 PCs würde dies im BIOS geschehen. Der Raspberry Pi verwendet allerdings kein Standard BIOS/UEFI, sondern nutzt eine eigene Firmware.[...]"

- "Nach einem Neustart würde der Raspberry Pi aber trotzdem von der Karte starten, weil sie in der Startreihenfolge standardmäßig an erster Stelle steht.[...]".

Daher habe ich das gemacht, was in der Anleitung steht.

Bestimmt ist hier etwas kaputt gegangen:
  • sudo rpi-eeprom-config --edit
  • BOOT_ORDER=0xf41
  • BOOT_ORDER=0xf416
PCIE_PROBE=1

Aber egal, wieder was gelernt!

Neuinstallation ist ja nur ne Sache von Minuten. Also mit dem Imager frisch auf die microSD, von der microSD booten und die SSD formatieren und anschließend von der microSD auf die SSD clonen. MicroSD rausziehen und dann sollte er automatisch von der SSD booten.
Ist das so richtig?

Premiumfrage: Kann ich an meinem Win11 PC den Imager starten und die SSD mit einem externen Adapter (welchen ich habe) nicht direkt Ubuntu auf die SSD installieren?
Da PCIe direkt aktiviert sein sollte, sollte das doch dann gehen. Braucht man keine microSD mehr und das klonen...
 
Ja, du kannst mit dem Imager auch direkt auf die SSD installieren. Der Raspberry Pi kann nicht nur von einer SD‑Karte booten, sondern auch von USB‑Sticks, USB‑Laufwerken, NVMe‑SSDs, Netzwerk und eMMC (falls vorhanden, wie bei manchen Compute‑Modulen).

Die von dir genannte Boot‑Reihenfolge ist beim Raspberry Pi 5 normalerweise nicht nötig. Solche Einstellungen stammen eher aus der Zeit der Raspberry Pi 4 Compute‑Module.

Standardmäßig ist beim Pi 5 bereits BOOT_ORDER=0xf416 gesetzt, und PCIE_PROBE wird dort nicht benötigt.

Zur Erklärung der Werte:

4 → NVMe/PCIe, 1 → USB, 6 → SD‑Karte\eMMC, f → Wiederholen
 
Zurück
Oben