Optimierung des virtuellen Adressraumes
Standardmäßig steht die Hälfte des 4GB großen virtuellen Adressraumes den Anwenderprogrammen zur Verfügung, die andere Hälfte ist für Kernel- und Ausführungsprogramme reserviert. Mit einem /3GB-Schalter in der Boot.ini-Datei läßt sich diese Grenze zu Gunsten der Anwenderprogramme verschieben, so daß diese mit 3 GB bedacht werden, während auf das Betriebssystem lediglich 1 GB entfallen. Dies kann für einige Anwendungen vorteilhaft sein und ermöglicht größere ungeteilte Speicherblocke im Adressraum.
Nach der Installation von Window XP fügt man mit Hilfe eines Texteditors in der Boot.ini-Datei (im Stammverzeichnis) die Parameter /3GB und /USERVA=2990 hinzu:
[boot loader]
timeout=15
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /noexecute=optin /fastdetect /3GB /USERVA=2990
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /noexecute=optin /fastdetect
Bemerkung: die von Microsoft vorgeschlagene Einstellung "/USERVA=3030" hat in der Praxis zu Abstürzen geführt, daher werden "/USERVA=2990" empfohlen.
Bemerkung: im Beispiel findet sich eine zweite Bootoption ohne zusätzlichen Schalter, die weggelassen werden kann.