Stromerzeuger - was sollte man kaufen?

Schmalhans93

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Hallo zusammen,

die Geschehnisse in Berlin zeigen, dass es nicht völlig abwegig ist, dass es über einen längeren Zeitraum zu einem Stromausfall kommen kann.
Glaube ich, dass das bald flächendeckend passieren wird? Nein.
Will ich trotzdem vorbereitet sein? Ja.


Mal angenommen, man möchte sich einen Stromerzeuger zulegen, der zumindest die Öl / Pelletheitzung, Umwälzpumpen usw. betreiben kann, damit das Haus warm bleibt + zusätzlich Lampen und die Möglichkeit Handys / Powerbanks / Laptops zu laden bietet.

Wozu sollte man da greifen?
Ich lese immer wieder, dass es einen Unterschied zwischen Stromerzeugern und Invertern gibt.
Auch lese ich immer wieder, dass normale Stromerzeuger Spannungsspitzen erzeugen, die angeschlossene Geräte beschädigen können und vor allem empfindliche Elektronik nicht direkt am Erzeuger angeschlossen werden soll.
Zudem gibt es wohl auch viele Erzeuger, die nicht für 24/7 Betrieb ausgelegt und zugelassen sind.

Hat jemand eine Empfehlung (vielleicht auch konkretes Gerät) für einen Erzeuger, der die oben beschriebenen Fälle zuverlässig abdecken kann?

Absolutes Extrembeispiel wäre das Laden eines Elektroautos mit 9A 230V. Also ca. 2 kW Dauerlast am Schukostecker.


Danke :)
 
Na ja, da ist mMn der klassische Diesel Generator das Gerät der Wahl.

Alles andere hat ja keinen Strom.
 
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Es gibt Power Stations, also größere Powerbanks mit 230V. Die bekommt man bei Stromausfall ja nicht aufgeladen.
Und solarbetriebene Powerstations bringen nicht deine gewünschte Leistung.
 
@00Julius Ich hatte nie nach Powerstations gefragt?
Es geht lediglich um echte Stromerzeuger / Inverter / Generatoren. Wie auch immer man es nennen möchte.
 
Schmalhans93 schrieb:
Auch lese ich immer wieder, dass normale Stromerzeuger Spannungsspitzen erzeugen, die angeschlossene Geräte beschädigen können und vor allem empfindliche Elektronik nicht direkt am Erzeuger angeschlossen werden soll.
Richtig. Einen Halogenstrahler (500-1000W) als ohmsche Grundlast kommt da auch gut. Setzt aber auch voraus, das der Stromerzeuger/Aggregat funktioniert. Also regelmäßig prüfen/laufen lassen, das Benzin wird ja auch nicht besser. Zudem schauen, das man überhaupt eine mögichst bequeme Einspeise- und Umschaltmöglichkeit hat.
Schmalhans93 schrieb:
Absolutes Extrembeispiel wäre das Laden eines Elektroautos mit 9A 230V. Also ca. 2 kW Dauerlast am Schukostecker.
Beim Autokauf drauf achten, das man das Auto als Einspeisemöglichkeit nutzen kann :) Ernsthafte Aggregate gehen eh erst über 2 kW los.
Ergänzung ()

Schmalhans93 schrieb:
@00Julius Ich hatte nie nach Powerstations gefragt?
Für die Heizung und so Kleinkram sind die aber natürlich recht praktisch. Muss ja nicht 24h laufen.
 
Dann verfeinere eine Preismaschinen-Suche mit deiner gewünschten Leistung z.B. Diesel Generator ab 6 kW und schaue, ob dir die Unabhängigkeit den Preis wert ist.
 
und das geht auch über mehrere Tage ????????
 
rezzler schrieb:
Für die Heizung und so Kleinkram sind die aber natürlich recht praktisch. Muss ja nicht 24h laufen.
Die Heizung inkl. aller Pumpen usw. wird jede Powerstation recht schnell leersaugen und muss dann sowieso wieder aufgeladen werden.
Zudem sind größere Stromspeicher sehr teuer.
Ergänzung ()

00Julius schrieb:
Dann verfeinere eine Preismaschinen-Suche mit deiner gewünschten Leistung z.B. Diesel Generator ab 6 kW und schaue, ob dir die Unabhängigkeit den Preis wert ist.
Dann weiß ich immer noch nicht, ob ein Dieselgenerator wirklich die beste Wahl ist, oder ob nicht ein Inverter, Gasgenerator / Benzingenerator usw. besser wären?

Ich will ja erstmal die optimale Lösung finden, bevor ich in wildem Aktionismus irgendetwas kaufe.

Vor allem sollte es 24/7 geeignet sein und keine Spannungsspitzen erzeugen, die die angeschlossenen Geräte beschädigen.
Ergänzung ()

vadderloewe schrieb:
und das geht auch über mehrere Tage ????????
Das geht so lange, wie dein Treibstoff für den Generator hält.

Deshalb liebäugle ich auch mit einem Gasgenerator.
Gas kann man unbegrenzt lagern ohne, dass es schlecht wird (wie das mit Benzin oder Diesel passieren würde)
 
Schmalhans93 schrieb:
Gasgenerator / Benzingenerator
Bei Gas ist die Frage des Anschlusses. Gasflaschen??? Wo und wie viele willst/darfst du lagern???
Bei Erdgas hast du wieder das Problem, dass ggf. die Stadtwerke das Gas nicht liefern können.

Benzin/Diesel tendiere ich wegen des besseren Wirkungsgrades zum Diesel. Außerdem ist Diesel deutlich ungefährlicher bei der Lagerung (schwerer entflammbar).
 
Diesel wird aber nach längerer Lagerung schlecht. Und ich habe kein Dieselauto, in dem ich es verfahren könnte.
Gerade dann, wenn man größere Mengen lagern möchte (für den Fall) wäre es ziemlich blöd, wenn man das Zeug alle 2-3 Jahre komplett austauschen / verschenken oder im schlimmsten Fall noch kostenpflichtig entsorgen müsste.
 
Nur mal so zu Gasflaschen:
In Innenräumen nicht unter Erdniveau (also nicht im Keller) und max. 2x 11 kg (in getrennten Räumen).

Im Freien geht mehr, aber die Flaschen sind gegen Diebstahl zu sichern.
Zusätzlich müssen die Flaschen alle 10 Jahre TÜV geprüft werden.

Quelle: https://progas.de/fluessiggas-ratgeber/wissen/gasflaschen-lagerung
 
Das Teil hat aber nur eine max. Leistung von 2.200 W. Da geht ja noch nicht einmal der Wasserkocher!
 
Stimmt. Wasserkocher oder eine kleine mobile Herdplatte zum Kochen wäre schon wichtig.

Also realistische 2.500-3.000 Watt sollte er schon liefern.
 
@Schmalhans93
Kauf Dir irgendeinen 199,-€ Benzin-Inverter-Generator im Baumarkt und achte auf E10-Verträglichkeit!
Mehr wirst Du nicht investieren wollen, wenn Du eh nicht an einen langen Stromausfall glaubst.
Klar ist so ein 0815-Mini-Inverter nicht für 24/7 konzipiert, aber bei schwacher Lastabnahme (Heizung rd. 100 watt Maximal) + Deine Lampen wird der den einen mittellangen Stromausfall schon irgendwie überstehen. Ist bei den meisten eh nur ein Tankgrößenproblem.

Ein E-Auto wird man einfach zum nächsten freien großen Ladepunkt fahren und für die kurze Zeit eben dann die höheren Ladekosten akzeptieren. Ein Notstromaggregat deswegen zu dimensionieren ist ökonomisch total unvorteilhaft.

Man kann zum Kochen auch den Schalter am Kochgerät nur auf halbe Maximaleinstellung drehen, dauert eben nur länger bis es kocht und bleibt deutlich unter 1000 Watt. Ein einfaches Energiekostenmessgerät hast Du hoffentlich schon.
 
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Eben waren es noch 2000 (und mein Wasserkocher hat 1800W).
Ich teile ja nur meine Beobachtung, mehr geht immer.
Der ist Benzin ... die Frage ist, ob Du Dich gegen nur Stromausfall oder gegen Strom- und Tankstellenausfall sicher willst. Ich meine, senn der Generator gebraucht wird, einfach frischen Sprit holen gehen.
 
Wenn ich schon vorsorge, dann für den Worstcase.
Also großflächiger Ausfall.
Tankstellen funktionieren nicht, Elektroautoladestationen funktionieren nicht.
 
Schmalhans93 schrieb:
Tankstellen funktionieren nicht, Elektroautoladestationen funktionieren nicht.

Selbst der jetzige Stromausfall in Berlin betrifft "nur" einige Stadtteile. Also nach Kreuzberg, Mitte oder Adlershof (oder auch nach Potsdam) fahren und Pkw laden und auf dem Rückweg Sprit mitnehmen.

Sollte der Stromausfall noch großflächiger werden, dann haben wir alle mMn sowieso größere Probleme.

Wenn ich schon vorsorge, dann für den Worstcase.
Wenn du wirklich auf alles vorbereitet sein willst, solltest du dich mal mit der "Prepper-Szene" in Verbindung setzen. Die kennt die Anforderungen genau.
 
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Schmalhans93 schrieb:
Die Heizung inkl. aller Pumpen usw. wird jede Powerstation recht schnell leersaugen und muss dann sowieso wieder aufgeladen werden.
Ich geh jetzt von einem EFH aus, da sind meines Wissens nach 100W großzügig veranschlagt für die Heizung.
Schmalhans93 schrieb:
Zudem sind größere Stromspeicher sehr teuer.
Find ich soweit akzeptabel. 2 kWh für ca. 1200€.
Schmalhans93 schrieb:
Dann weiß ich immer noch nicht, ob ein Dieselgenerator wirklich die beste Wahl ist, oder ob nicht ein Inverter, Gasgenerator / Benzingenerator usw. besser wären?
Die üblichen Aggregate gibts eigentlich nur als Benziner. Mit Diesel bist du dann eher in der Liga der stationären Notstrom-Anlagen.
Schmalhans93 schrieb:
Vor allem sollte es 24/7 geeignet sein
Davon würd ich mich verabschieden. Selbst wenn die Heizung nur 12h/Tag läuft hat mans ausreichend warm. Und ob man freiwillig ewig in einer Wohnung ohne ernsthafte Stromversorgung bleibt?
Schmalhans93 schrieb:
und keine Spannungsspitzen erzeugen, die die angeschlossenen Geräte beschädigen.
Da die Spannungspitzen eher beim Ein-/Ausschalten eines Aggregates passieren ist das eine Sache der Handhabung.
Schmalhans93 schrieb:
Diesel wird aber nach längerer Lagerung schlecht.
Winterdiesel kaufen. Alternativ auf Benzin setzen und Aspen4 kaufen, das hält länger als Normalbenzin. Oder halt im Benziner verfahren.
Schmalhans93 schrieb:
Gerade dann, wenn man größere Mengen lagern möchte (für den Fall) wäre es ziemlich blöd, wenn man das Zeug alle 2-3 Jahre komplett austauschen / verschenken oder im schlimmsten Fall noch kostenpflichtig entsorgen müsste.
Umsonst ist das Backup halt nicht.
ThomasK_7 schrieb:
@Schmalhans93
Kauf Dir irgendeinen 199,-€ Benzin-Inverter-Generator im Baumarkt und achte auf E10-Verträglichkeit!
Mehr wirst Du nicht investieren wollen, wenn Du eh nicht an einen langen Stromausfall glaubst.
Klar ist so ein 0815-Mini-Inverter nicht für 24/7 konzipiert, aber bei schwacher Lastabnahme (Heizung rd. 100 watt Maximal) + Deine Lampen wird der den einen mittellangen Stromausfall schon irgendwie überstehen.
Wenn das Licht nur aus LED besteht würde ich aber echt dazu raten, noch eine ohmsche Last (Heizlüfter, Halogenstrahler) zur Stabilisierung dazu zunehmen. Meist wollen die Aggregate auch eine Mindestlast.
Schmalhans93 schrieb:
Wenn ich schon vorsorge, dann für den Worstcase.
Dann denk mal an die Versorgung mit Trinkwasser.
 
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