Subvention der Autoindustrie richtig?

@CashCow:

Gut, aber haben diese Leute dann nicht schon ihre Fahrzeuge? Reichen drei Wagen pro Haushalt fuer die von dir beschriebene, bessergestellte, Bevoelkerungsgruppe nicht aus?

Wegen Firmenwagen: Wieviel Prozent der Neuzugelassenen Fahrzeuge sind Firmenwaegen? Ich hab da so 80-90% im Kopf.


mfg
 
zum thema autokauf:

hoffentlich erkennt jeder den schalk im nacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Erlassung der Kfz-Steuer wäre nur ein schlechter Witz. Bei entsprechend sparsamen wie kleinen Fahrzeugen macht sie sowieso nur den kleinsten Posten aus. Vom absoluten Geldbetrag "sparen" dann eher die großvolumigen Diesel, wobei diese Zielgruppe sowieso Geld hat und sich eher ein neues Auto gönnt.

Solange sich die Kfz-Steuer nur am Hubraum orientiert, fällt sie für ökologische Maßnahmen aus.

Es würde übrigens schon reichen, dem Bundeskartellamt Anweisung zu geben, seiner Arbeit nachzugehen. Mit freier Marktwirtschaft haben die einvernehmlichen Produktionsstopps nichts mehr zu tun.
 
Hehe.

Ich WUERDE ja jetzt gerne von den Antriebskonzepten, die in der Schublade der Autohersteller liegen, sprechen, aber das wuerde mich wohl Diskreditieren.

Bsp: Wasser(stoff)auto (Nein, nicht das mit Wasserstoff betankte, sondern das mit Wasser faehrt), Luftdruck Auto, Teil-Wasserstoffauto (gleiches Konzept wie oben, Wasserstoff aber zusaetzlich zum Benzin hinzugefuehrt was den Verbrauch senkt)), Holzvergaser, etc. etc.

Das gibts alles mehr oder weniger schon seit ewigkeiten. Warum wird das nicht gefoerdert?
Genau: Weil Auto und Oelindustrie unter einer Decke stecken.
Spritsparende Autos sind von der Industrie nicht gewollt, werden aber langsam Akzeptiert, da die Masse keine Schlucker mehr kauft.


mfg


Quelle zum Wasserbetriebenen Auto: Wikipedia ueber Stanley Meyer
Motorrad aus Australien/Neuseeland welches mit Wasser faehrt: hier
Japaner bauen Wasserauto, ist von 06/2008: hier
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich finde das nicht gut, weil ich nicht finde, das die Automobilindustrie verbrauchsarme Autos produziert, afaik soll der neue Golf offiziell 6l verbrauchen, tatsächlich eher 8l. Dann soll man das auch nicht fördern.

Das ganze zeigt aber auch das Problem das wir mittlerweile haben, dass es kein quantitatives Wachstum mehr gibt. Wir können nur noch qualitativ wachsen, und da muss die Politik auch mal sagen, was besser ist. Ich finde man muss nicht unbedingt an eine Klimaerwärmung glauben um Gründe zu finden, Öl zu sparen. Beispielsweise hinterlassen wir den nächsten Generationen bereits einen gewaltigen Schuldenberg, da wäre es doch fair, ein wenig Öl über zu lassen. Jetzt alles zu verfeuern, nee, den Generationenvertrag möcht ich net unterschreiben.
 
Wovon reden wir hier?

Reden wir vom Wirtschaftszweig Automobilindustrie, oder reden wir von den diversen Zukunftsvisionen die zwangsläufig früher oder später umgesetzt werden (werden müssen).

Der Wirtschaftszweig Automobilindustrie lebt im hier und jetzt! Er muss Autos verkaufen und da ist ein Steuererlass für Neuwagen die zudem auch noch die Umwelt schonen ein sinnvoller Ansatz.
Die Wirkung wird allerdings eher verpuffen, da das bisschen Steuer bei den Neuwagen den Braten einfach nicht fett macht.

Den Vorschlag der zinsgünstigen Finanzierungsmöglichkeiten durch die KfW halte ich da für eher sinnvoll. Zwar gibt es auch bei den KFZ Herstellern günstige Zinsen beim Neuwagenkauf, die Inanspruchnahme eben jener bedeutet aber auch immer geringere Rabatte beim Kaufpreis.

Wenn der Kunde 20% Rabatt bekommt und zudem noch einen zinsgünstigen Kredit der KfW dann ist schnell ein Kaufanreiz geschaffen.

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Was die Zukunftsvisionen angeht:

Es gibt sie lange die Konzepte und jeder kann sie nutzen wenn er denn will ...
Doch warum kauft sich niemand die Elektroautos die am Markt existieren?!
- Sie sind zu teuer.
- Die Ladezeiten sind zu lang.
- Die Ausstattung zu schmal.
- ...

Würde der Kunde wirklich bereit sein die negativen Folgen des Einsatzes eines heutigen Elektro Fahrzeuges in Kauf zu nehmen, dann würden die Automobilhersteller diese schon längst am Markt platziert haben.

Anders als man gemeinhin meinen mag liegt es nämlich nicht im Interesse der Fahrzeugbauer den Ölfirmen in den Arsch zu kriechen (was sollten die denn auch da?!). Es ist das primäre Interesse der Automobilbauer Autos anzubieten und dabei Gewinn zu machen.

Selbst KFZ wie der Tesla Roadster sind momentan nicht geeignet um Serienlösungen zu bieten.
Er hat ne super Leistung, tolle Fahreigenschaften, aber wenn ich die recht begrenzte Reichweite ausgeschöpft habe brauche ich mehr als 3 Stunden bis er wieder aufgetankt ist.

Und überhaupt ... wenn von heut auf Morgen jeder mit Elektroantrieb fährt, wie wollen wir dann die Energieversorgung derart schnell hoch fahren?

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Die Automobilindustrie hat immer entsprechende Studien präsentiert ...
Sei es der 3-Liter Lupo oder die diversen kleinen Elektrofahrzeuge.
Aber so lange der Kunde diese Produkte nicht mit ausreichender Stärke nachfragt und zudem die Infrastruktur nicht für diese Produkte ausgelegt ist werden diese Produkte den Massenmarkt nicht erreichen.

Dies Versagen den KFZ Herstellern vorzuwerfen ist fern jeder Realität und kann, mit verlaub gesagt, auch nur den Köpfen derer entspringen die ihr Wissen über den industriellen Automobilbau aus der Presse entnehmen.
 
diese subventionsidee ist der größte schwachsinn, den ich in den letzten jahren gehört habe. die politik will einem wieder einmal vorgaukeln, dass etwas für das gemeine volk getan wird. ahja. damit sich jetzt jeder seinen lang ersehnten wagen kaufen kann?

das beste wie immer zum schluss: die regierung will es in abhängigkeit einer norm machen, die alle abgase misst außer dem wichtigsten: dem CO2, dieses ist in der abgasnorm nicht enthalten. also: bald fahren wir alle mit subventionierten 350PS BMW X6ern durch die gegend? herr lass hirn vom himmel regnen. zum weiteren programm muss man eigentlich nicht viel sagen, denn sinn ist keiner dahinter.

btw: wenn in dieser abgasnorm das CO2 enthalten wäre, dann würde wahrscheinlich mein golf 2 noch die 6er plakette bekommen.

so long and greetz
 
das is echt naiv, die Lügen der Autoindustrie zu glauben

Die Autobauer denken, wenn sie ein sparsames (z.b. 3l-Auto) bauen, dann ist das notwendigerweise etwas langsamer usw. und das wirkt sich dann möglicherweise negativ auf die "Marke" aus. Nun mag das für Teile der Bevölkerung ja auch zutreffen, aber ob das die Mehrheit ist und je war, glaub ich nicht

Die bisherigen Modelle dazu waren durch die Bank Alibistudien, meistens mit auffallend hässlichem Design damits blos keiner kauft.


@striker
stimmt, der "spiegel" hat den golf 3 gegen den 6er getestet: den geringeren verbrauch hat der 3er, ist 500kg leichter

@smith
wir sollten davon ausgehn, das wir nie einen Kernfusionsreaktor bekommen werden, und danach unseren Energieverbrauch abstimmen
Humor

Als Fusionskonstante wird mit scherzhaftem Unterton (ähnlich der Erdölkonstante) die Erscheinung bezeichnet, dass seit Jahrzehnten die technische Beherrschung der Kernfusion und entsprechende Energiegewinnung von der Gegenwart aus gerechnet für jeweils 30-40 Jahre in der Zukunft als möglich vorausgesagt wird
aus wikipedia
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe hier nun etwas aufgeräumt. Ja dabei ging das ein oder andere zum Thema vielleicht verloren, war aber nicht zu vermeiden.

Es kann nicht sein, dass das eigentliche Thema durch Verbrauchsdiskussionen komplett in den Hintergrund gedrängt wird. Es gehört zum Thema ja, aber die Art und Weise wie es einige diskutieren, nicht. Zumal es zu dem Thema zig andere Threads gibt, wo man das in all seiner Ausführlichkeit schon diskutiert hat.

Weiterhin ist die Eröffnung hier mal wieder eher unvollständig und eben auch für das sofortige Abgleiten auf die persönliche Ebene und für das abweichen vom eigentlichen Thema verantwortlich. Genau aus diesem Grund wird sowas normalerweise geschlossen.

Es kann nicht sein, dass immer mehr User meinen es reicht, einen Link ein Zitat und einen Halbsatz als Beitrag auszugeben. Das hier ist ein Diskussionsforum und die Unfähigkeit mal einen zusammenhängenden Text zu verfassen, ist bei einigen schon gravierend. Zumal sie sich dann nur mit Beleidigungen und absolut nicht inhaltlich mit anderen Beiträgen hier auseinandersetzen. Dafür wird dann wieder Zitat plus Link bemüht. So geht es nicht und deswegen wurde ein großer Teil der Diskussion ins Aqua verschoben.

Und nun weiter im Text.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird ja immer so getan als würde der deutsche Automobilbau so vollkommen am Markt vorbei entwickeln und als würden deswegen die Deutschen keine Deutschen Autos mehr bauen.

Komisch, dass diese Meinung so absolut nicht dem Käuferverhalten in Einklang zu bringen ist.

Alle meckern über hohe Spritpreise und dabei sind doch gerade die asiatischen SUV in den letzten Jahren der Verkaufsschlager schlechthin gewesen.

Der Hybrid fristet sein Dasein als Randerscheinung und deutsche Bürger kaufen sich lieber den neuesten Jeep. Natürlich obwohl das Auto niemals wirkliche Geländefahrten erleben wird.
Mittlerweile hat jeder Automobilhersteller der was auf sich hält ein solches Auto im Angebot, oftmals sogar gleich mehr als eine Variante.
Und das obwohl nicht mal 1% der Bundesbürger ein Geländegängiges Fahrzeug wirklich gebrauchen.

Ach ja und dann will der Kunde noch:

- ESP
- ASR
- ABS
- 10 Airbags
- 8 Boxen Soundsystem
- Klimaanlage
- Leistung
- Navigationssystem
- gesteigerte Passivsicherheit
- Rückfahrsensoren
- elektrische Fensterheber
- elektrische Rück- und Außenspiegel
- Lichtautomatik
- Kurvenlicht
- ...

Und all das natürlich ohne das die Fahrzeuge teurer und schwerer werden ...

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Der Hersteller versucht die Kundenwünsche zu befriedigen und wird dafür gescholten ...

Komisch, dass die Fahrzeuge mit geringen Verbräuchen, geringem Gewicht und einer ausreichenden aber keinesfalls luxuriösen Ausstattung niemals die Bestseller des Unternehmens werden ...

Statt dessen werden dumme Vergleiche angestellt (der Golf 3 von damals ist heute der Polo und nicht der Golf 6) und immer wieder auf die Hersteller geprügelt ...

Das ist einfach nur dumm!
 
xXstrikerXx schrieb:
das beste wie immer zum schluss: die regierung will es in abhängigkeit einer norm machen, die alle abgase misst außer dem wichtigsten: dem CO2

Die CO2-abhängige KFZ-Steuer wird ja nach wie vor diskutiert...

Betonung liegt hier auf "diskutiert". Im Klartext bedeutet das, dass man die potentiellen Autokäufer verunsichert aber erstmal nichts entschieden wird.
Und dann wundert man sich, warum die Autoverkäufe einbrechen...
...und das nicht erst seit der Finanzkrise.

Von daher ist es eigentlich nur fair, wenn man die Autohersteller auch für die Verfehlungen der Politik entschädigen würde.
 
Mutant: Hast recht, ich hätte das ein bißchen ausführlicher machen sollen und das Beispiel mit dem Golf 6 war ja auch doof.
Im Moment haben Subventionen ja eher einen schlechten Ruf. Dazu gehört etwa die EU-Agrarsubvention (ein paar Milliarden Euro) und soweit ich weiß, gab es letzten Jahren auch noch eine Subvention des deutschen Bergbaus, der ca. 100.000 Menschen arbeitet bietet.

Aber ich habe noch eine Hauptsubvention vergessen:
Premiummodelle von BMW, Mercedes, Porsche etc. finden oft nur über das Firmenwagensystem einen Abnehmer. Daher achten die Hersteller darauf, dass der Staat hier so weitermacht wie bisher. Im Wiki-Artikel über die Firmenwagen steht:
In der Sendung Frontal des ZDF am 13. Mai 2008 wurde ein Anteil der Dienstwagen an den Neuzulassungen von 70% genannt.
Irgendwo habe ich auch mal ein Interview mit Reithofer mitgekriegt, wo er indirekt gesagt hat, dass bei einer Änderung des Gesetzes über die Dienstwagen eine Werksschließung in Betracht zieht.
 
Wenn "Dienstwagen" gleich "Firmenwagen" ist, dann gehören dazu wohl auch die Taxen und die Wagen der Autovermieter, wodurch das Gesamtbild möglicherweise etwas verzerrt wird. Die Frage ist auch, ob ein Auto, das von einem Freiberufler unter anderem geschäftlich (aber ebenso privat) genutzt wird, als Dienstwagen angesehen werden kann.
 
Ich finde die Idee irgendwie nicht sehr Sinnvoll. Die paar hundert Euro die man spart, ist wohl kein Entscheidungsfaktor für einen Neuwagen kauf.

Ich hatte mir sogar überlegt einen Neuwagen zu kaufen, mein Wunschauto wurde laut liste ca. 32.000,- Euro kosten. Da sind mir die 240 Euro Steuer in den 2 Jahren Ersparnis wirklich egal. Da kommt mir bestimmt der Händler viel mehr entgegen.

Um den Neuwagenkauf anzuregen muss sich schon was sinnvolleres überlegt werden, was sich am Ende auch für den einzeln Bürger lohnt!
 
@Adam_Smith:
yapp, in der in der darstellung absolut korrekt. und gerade deswegen ist eine KFZ-steuer in abhängigkeit des CO2-ausstoßes - meiner meinung nach - die einzig sinnvolle möglichkeit. wenn leute so ein auto haben wollen, dass 12l sprit auf 100km braucht, dann soll das kosten, und zwar ne menge. sicher, mein golf 2 ist kein luxuswagen - das brauch ich aber auch nicht. und eigentlich auch niemand anders.mir gehen deswegen auch die spritpreise am ***** vorbei, weil der wagen sowieso (fast) nichts verbraucht.

ich find es nur immer toll, wie die politik, die eigentlich auch für den klimaschutz zuständig ist, sich in wirtschaftsfragen immer gegen den klimaschutz entscheidet, so wie bei der zu diskutierenden steuerbefreiung auch. leute, die das geld haben, sich ein teures, großes und spritfressendes auto zu kaufen, den nimmt man auch mit einer KFZ-steuer auf CO2-basis diese lust nicht. dann braucht mama vielleicht aber auch keinen audi Q7 mehr, um die kids zur kita zu fahren.

was ich damit sagen will: es müssen ALLE mal mehr - viel mehr - nachdenken, wenn es um die mobilität der zukunft geht. die eierlegende wollmilchsau gibt es nicht. ist ähnlich wie bei laptops. 17" mit 20 stunden akkulaufzeit geht einfach nicht. braucht man deswegen eine s-klasse, wenn man jeden morgen 30km auf einer auf 120km/h beschränkten autobahn fährt?
dabei sind alle gefragt: sowohl die industrie, alsauch die verbraucher. dann wäre eine diskussion um die subventionierung der automobilindustrie auch nicht mehr nötig.

solange wie das auto aber als kick- und angeberfahrzeug missbraucht wird ist damit nicht zu rechnen. erinnert sich jemand an die aktuelle peugeot-werbung? da steigt ein geschäftsmann in sein auto und fährt einfach los, bis er auf dem beifahrersitz seinen selbst geschriebenen zettel liest "zur arbeit fahren".

so long and greetz
 
Zuletzt bearbeitet:
@striker:

Und wer zahlt fuer den Bullshit dann wieder? Genau, diejenigen die sich kein neues, tolles Auto leisten koennen, und eine ~20 Jahre alte Kruecke fahren.

Neoliberaler Bullshit halt.

Kann man diese Denke bitte endlich abschaffen?



mfg
 
Man sollte jetzt nicht allzu sehr auf den Verbrauchs- und Abgaswerten herumreiten.
Das macht nur langfristig Sinn.

Es geht eigentlich darum den Autoabsatz, natürlich auch den sonstigen Konsum, jetzt anzukurbeln um die drohende Wirtschftskrise abzufedern.

Erst gestern kam wieder ein sehr sinnvoller Beitrag worin es um Rabatte bei Autohändlern ging.
Zuerst wurde Verhandelt, hinterher wurde im Interview nach Krisenrabatten gefragt.

Fazit von dem ADAC-'Experten' war daß es jetzt noch keine Krisenrabatte gibt.
Man solle also mit dem Autokauf erst bis 2009 warten.

So eine Empfehlung kann doch nicht Ernst gemeint sein.
Erst warten bis uns alles um die Ohren fliegt und dann können die, die genügend Geld in der Hinterhand haben die Brotkrumen aufsammeln?

Was bringt es mir, Freunden und Bekannten wenn die Autos nächstes Jahr verscheppert werden müssen aber bis dahin machen wir z.B. ein halbes Jahr Kurzarbeit oder der eine oder andere verliert seinen Arbeitsplatz?
Mag ja sein daß das einigen egal ist aber die Autoindustrie ist immer noch das Zugpferd der Deutschen Wirtschaft also werden davon hunderttausende betroffen sein.
 
Rechnerisch ist das ganze nur eine Art moralische Unterstützung seitens der Regierung, ähnlich wie die 500 Milliarden Euro, um wieder Vertrauen in den Bankensektor zu pumpen. Ich glaube, unsere Regierung hat einen Blick in die Zukunft gewagt und handelt daher schon jetzt.
Der Studie zufolge werden 2011 in den 15 Staaten, die vor der letzten großen Erweiterungsrunde zur EU gehörten, nur noch 13,7 Millionen Autos vom Band rollen, 2007 waren es 14,1 Millionen. Die USA produzieren laut PwC dann lediglich 9,9 Millionen Autos gegenüber 10,5 Millionen 2007. Das Absatzvolumen steigt der Analyse zufolge im untersuchten EU-Gebiet zwischen 2007 und 2011 zwar um 0,3 Prozent pro Jahr, mit eingerechnet sind hier allerdings importierte Fahrzeuge. In den USA ist sogar ein Rückgang des Absatzvolumens von 1,1 Prozent zu erwarten.

Die aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien und China sind von der Entwicklung nicht betroffen. Nach Ansicht von PwC steigt dort die Autoproduktion voraussichtlich sogar deutlich an - von rund 13 Millionen Autos im Jahr 2007 auf etwa 20,9 Millionen Fahrzeuge vier Jahre später.
(Quelle)

Viele haben schon einmal erlebt, die wie hiesige Elektroindustrie zugunsten der Japaner und Chinesen aufgegeben hat (Grundig kannte ja jeder). Ich sehe Parallelen zur subventionierten Werftindustrie und zur staatlichen Unterstützung der Agrarwirtschaft. Nicht nur für die US-Amerikaner ist die Autoindustrie moralisch wichtig, auch als Deutscher identifziert man sich über die Fahrzeuge, das hat allein schon der Porsche-Thread gezeigt.
Ich denke, das wird daher nicht die einzige Aktion seitens der Bundesregierung bleiben, um VW und Co. gegenüber Toyota und den aufstrebenden Chinesen den Rücken zu stärken. Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber ich denke, sie sind vergeblich. Dacia war nur ein Anfang.
 
@MrWeedster:
neoliiberaler bullshit? so wie das von dir vorgebrachte klingt scheinst du nicht die geringste ahnung von dem zu haben was du da gerade erzählst. zuviel "weed" geraucht?

@Peiper:
zugmotor: ja, keine frage. aber deswegen ist auch die autoindustrie nicht davor gefeit, mal wirtschaftlich gesehen keinen erfolg zu haben. denn die autokonzerne stecken viel tiefer im ganzen finanzchaos mit drin. auch bei den autobauern ging es gnadelos um profit, wie man anhand des golf VI sehen kann, weil der golf V ein renditebremser war. so KANN es auf dauer einfach nicht funktionieren. auch hier wird die last wieder auf dem kleinen mann ausgetragen, der entlassen wird, während die vorstände ihre bezüge wieder kräftig erhöhen.

die viel dringendere frage ist aber: was kann man mit einer subventionierung wirklich erreichen? sicherlich viel, nur wird die "hilfe" wieder nur dazu verwendet, den aktionären gewinne in die tasche zu stopfen, während der einfache arbeiter weiter entlassen wird. siehe den aktuellen skandal in den USA. dort wurden wirtschaftshilfen der regierung direkt an die aktionäre weitergeleitet.

das problem ist also auch weit komplexer als man vielleicht zugeben mag. subventionierung ist immer schön einfach, eine langfristige lösung ist sie aber auch nicht.

immerhin: die zukunft der deutschen autobauer sieht weit rosiger aus als zum beispiel die der britischen oder amerikanischen, da diese traditionell auf einen starken heimmarkt angewiesen sind. die deutschen autobauer können von der jetzigen krise sogar sehr viel profitieren. was dann wahrscheinlich zwar wieder den aktionären zugute kommt, aber so ist unsere wirtschaft nunmal ausgelegt.

so long and greetz
 
Zuletzt bearbeitet:
MrWeedster schrieb:
Neoliberaler Bullshit halt.
Es gibt drei große Strömungen, die man als „politische Ideologien“ bezeichnen kann: Liberalismus, Konservatismus und Sozialismus/Kommunismus. Das sind drei Grundkonzepte, die eine lange Tradition und Existenzberechtigung haben.

Nur MrWeedster meint, den in der Mitte des 20. Jahrhunderts wiederbelebten Liberalismus, der sich Neoliberalismus nennt und z. B. erkennbar vom „Laissez-faire-Liberalismus“ des 19. Jahrhunderts abgrenzt, pauschal als Unsinn (engl. bullshit) bezeichnen zu müssen und damit im Recht zu sein.
 
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