Suche echten "Rechenknecht"

jot_es

Cadet 2nd Year
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Mai 2009
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Hallo zusammen,

tolles Forum hier und gute Tips.

Jetzt brauche ich auch mal eure Hilfe. Wie im Subject schon angekündigt, suche ich eine CPU/MoBo-Kombi, die (fast) nichts anderes machen soll, als rechnen. Es geht darum, im Batch-Verfahren Messwerte, die während eines 30-minütigen Messzyklus aufgenommen werden, zu verarbeiten. Der Messzyklus wird oft wiederholt, es fallen eine Menge daten an (>500 MB/Zyklus).
Leider ist das Programm, dass ich nutze, *nicht* multiprozessor-fähig und wird es auch nicht werden (lt. Entwickler), so dass ich vermute, einen Quadcore gar nicht ausnutzen könnte.
Eine On-Board-Grafik sollte reichen, die Ergebnisse werden zwar in Grafiken weiter verabeitet, aber das sollte ein MoBo-GraKa schaffen.

Der Rechner läuft 24/7, daher sollten es schon Qualitätsteile sein.

Ach ja: das liebe Geld. nachdem ich auch noch Wert auf Redundanz legen muss, wird eine Menge Geld in Festplatten fliessen, die im RAID-Verbund laufen sollen. Zusätzlich existiert eine externes NAS. Insgesamt sollte das System nicht mehr als 500€ kosten, mehr gibt das Budget im Moment nicht her.

Nachdem die Anforderung sehr frisch ist, habe ich noch keine Idee, was man nehmen könnte. Habt Ihr eine Idee/Empfehlung, die evtl. auch noch zukunftssicher (aufrüstbar) ist?

Grüße
Jürgen
 
Ich geh mal davon aus, daß du x86 bzw. x64 CPUs meinst, also keine PowerPC Architektur oder anderes.


Ich würde den am höchsten getakteten Dual Core von Intel nehmen, das wär wohl der E8600.

Dual Core deshalb, damit du noch an der Kiste arbeiten kannst, während die Berechnungen laufen.

Zudem ist jeder einzelne Core eines Dual Core effizienter, als die schnellste Single Core Variante.


Meine Empfehlung: E8600 + Asus Board mit Intel Chipsatz.

Beim Core i7 wäre ein einzelner Core zwar noch effizienter, sprengt dann aber das Budget.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn ich das richtig verstanden habe, suchst du ein rechenstarkes Single-Core System mit Chancen auf Aufrüstbarkeit?!?! o0

*Have fun!*

Ich reite ein P5Q-E mit einem E8400@4GHz unter Luftkühlung. Die Kombi ist recht günstig und leistungsstark. Wenn du meine BIOS settings brauchst, kannst dich gern bei mir melden. Mehr weise Ratschläge habe ich Moment leider nicht ;P
 
Warum einen E8600 kaufen, wenn das Programm eh keine Multicoreunterstützung hat.
Ich an deiner Stelle würde mir einen AMD Athlon64 LE-1660 und ein AM2+ Board kaufen. Das müsste reichen, wenn das System eh nichts anderes zu tun hat. Dieses kannst du dann später mit einer AM2+ oder AM3 Cpu aufrüsten.

mfg
kleinjose
 
Warum Dual Core? Hab ich doch geschrieben. Damit andere Prozesse auch noch Rechenzeit bekommen. (Stichwort: Virenscanner, Überwachungsagenten, evtl. Serverdienste, Update Clients, Software Firewall, Anwendungsprogramme etc. etc.) Diese Prozesse laufen ja auch immer mit und verlangsamen den Berechnungsprozess nicht, wenn 2 Cores vorhanden sind.

Ausserdem ist die Core 2 Architektur ziemlich effizient und ein jeder einzelne der 2 Cores schneller, als jede Single Core CPU.

Und da es sich hier wohl um ernsthafte Arbeit handelt, wird Übertaktung kaum in Frage kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
da du ja unter anderem grossen wert auf redunanz legst, denke ich das du die kiste nicht übertakten willst!?

interessant könnte für dich evtl. auch ein dual-core opteron sein...
dual core ganz einfach deshalb, weil man so gut wie keine single core prozessoren mehr bekommt, und wenn doch haben diese wahrscheinlich eine unzureichende leistung oder sind unbezahlbar....

den opteron empfehle ich, weil er relativ leistungsstark ist, und ganz einfach extreeeeeeeeem stabil läuft... zudem hast du gute karten, wenn du evtl. doch mal übertakten willst... schliesslich werden ausgewählte kerne verwendet um die hohe stabilität zu gewährleisten, so das man reserven "en masse" hat, ausserdem lässt er sich ohne weiteres in ein günstiges AM2(+) system integrieren...
der nachteil ist allerdings ein höherer preis als bei "standard" prozessoren...
z.b. ist der opteron 1220 ab 140€ zu bekommen, während man den weitestgehend baugleichen athlon X2 5600 schon für unter 60€ bekommt....

ich empfehle dir hier bewusst AMD prozessoren, weil ich da wenigstens weiss wovon ich rede... von intel hab ich nicht soviel ahnung, obwohl ich davon ausgehe dass du dort auch ein passendes system finden würdest.... aber die beratung dahingehend überlasse ich lieber leuten die sich da besser auskennen...
 
Und da es sich hier wohl um ernsthafte Arbeit handelt, wird Übertaktung kaum in Frage kommen.

Was hat bitte das eine mit dem anderen zu tun?? Nur weil er Profi ist, muss er doch nicht die Finger von einer simplen Methode lassen, um die Rechenleistung zu steigern, ganz im Gegenteil: Zeit ist Geld, 60 Minuten in (vernünftiges) OC investiert, das vielfache über Monate oder Jahre hinweg gespart.
 
Abzug86 schrieb:
Was hat bitte das eine mit dem anderen zu tun?? Nur weil er Profi ist, muss er doch nicht die Finger von einer simplen Methode lassen, um die Rechenleistung zu steigern, ganz im Gegenteil: Zeit ist Geld, 60 Minuten in (vernünftiges) OC investiert, das vielfache über Monate oder Jahre hinweg gespart.

du darfst aber auch die nachteile beim übertakten nicht vergessen: verlust von garantie und gewährleistung, und verringerung der lebenserwartung (stichwort: elektromigration) seien hier nur beispielsweise genannt.... auch geht mit einem höheren takt eine höhere lautstärke einher, die zumeist in einer lauteren kühlung resultiert... bei einem 24/7 system nicht unbedingt das gelbe vom ei...
klar kann man argumentieren, dass man sich ne bessere kühlung zulegen kann.. aaaaaber: hier nen rechenbeispiel:
cpu für 50€, übertaktet auf niveau von 100€ CPU, +50€ kühler und leiser lüfter.... da sind wir beim gleichen preis als wenn man direkt die 100€ CPU genommen hätte, und hat trotzdem keine garantie mehr und ne geringere lebenserwartung
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du die Kiste wirklich professionell einsetzen willst, dann solltest du dir überlegen ob du das Risiko einer selbstgebastelten Kiste wirklich eingehen willst bzw. kannst. In meinen Augen ist eine Selbstbaukiste im Hochverfügbarkeitsbereich absolut fehl am Platz.

Du solltest evtl. klären wie wichtig die Kiste sein wird, bzw. uns mitteilen ob das für ein Unternehmen o.ä. ist.
 
Hallo,

also einen Intel Core 2 Duo E8600 würde ich aufgrund des hohen Preises nicht kaufen. Ich würde da eher einen Core 2 Duo E8400 bzw. E8500 kaufen.

Am Besten wär es jedoch, wenn man wüsste, wie lange der Prozessor für die Verarbeitung der bei jedem Zyklus anfallenden Daten benötigen darf. Ich würde dir dazu raten das Messprogramm mal mit einem verfügbaren Computer laufen zu lassen und die Messungen über mehrere Zyklen durchzuführen. Dann dokumentierst wie dieser Computer diese Aufgabe bewältigen konnte. Dann kann man dir auch anhand des von dir bei diesem Test verwendeten Prozessor einen sinnvoll dimensionierten Prozessor empfehlen. Ich habe nämlich so die Vermutung, dass die Core 2 Duo E8x00 Prozessoren evtl. überdimensioniert sind.

Gruß

Tikonteroga
 
du darfst aber auch die nachteile beim übertakten nicht vergessen: verlust von garantie und gewährleistung, und verringerung der lebenserwartung seien hier nur beispielsweise genannt
Deswegen hab ich ja auch von "vernüftigem" Übertakten geredet, hier ist wohl keine Verringerung der Lebenserwartung die Folge, selbst wenn würde sich das frühestens zu einem Zeitpunkt bemerkbar machen, an dem die Hardware eh längst veraltet und nicht mehr professionell einsetzbar ist. Und dass OC vom Hersteller überhaupt nachgewiesen werden kann/wird ist sehr zweifelhaft, zu diesem Thema existieren aber schon genügend Threads.
 
Abzug86 schrieb:
Deswegen hab ich ja auch von "vernüftigem" Übertakten geredet, hier ist wohl keine Verringerung der Lebenserwartung die Folge, selbst wenn würde sich das frühestens zu einem Zeitpunkt bemerkbar machen, an dem die Hardware eh längst veraltet und nicht mehr professionell einsetzbar ist. Und dass OC vom Hersteller überhaupt nachgewiesen werden kann/wird ist sehr zweifelhaft, zu diesem Thema existieren aber schon genügend Threads.
nunja.... sagen wir es so: übertakten ist sicherlich eine möglichkeit, jedoch würde ich im professionellen/beruflichen umfeld auf jedenfall abstand davon nehmen.... privat wird bei mir auch alles übertaktet was nicht bei 3 auf dem baum ist.

eine verringerung der lebenserwartung hat man beim übertakten allerdings immer.... wie sich diese auswirkt, ist dabei erstmal irrelevant.... (wenn sich die ansprüche an die hardware nicht ändern, kann man auch noch in 10 jahren das system für diese aufgabe verwenden)
und ob OC nachgewiesen werden kann oder nicht ist sicherlich diskussionswürdig.... wenn man jedoch bei übertakteten komponenten garantie oder gewähreistungsansprüche geltend machen will, und dummerweise OC nachgewiesen werden kann könnte das im schlimmsten fall als (versuchter) betrug gewertet werden....
aber ich denke an dieser stelle ist diese diskussion eh müßig, da wir vom TE ja noch keine weitere information darüber haben, ob für ihn oc in frage kommt, bzw. welche leistungsfähigkeit letztendlich gebraucht wird...

edit:
Abzug86 schrieb:
Zeit ist Geld, 60 Minuten in (vernünftiges) OC investiert, das vielfache über Monate oder Jahre hinweg gespart.
najaaaaaa... 1. ist in nem professionellen system 60 minuten reichlich untertrieben.... schliesslich muss alles "rock stable" sein... und wenn man sich z.b. mal anschaut was arbeitskraft wert ist (stundenlohn eines tehcnikers z.b. ) hat man immer noch ne ersparnis wenn man direkt was teureres kauft
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn das ganze im Batch verfahren läuft, dann müsstest du doch mehrere Instanzen des selbigen laufen lassen können, was dann Multicore Fähigkeit bringt.

Auf Gut deutsch lass einfach mehrere Instanzen von der Software laufen.
 
charmin schrieb:
Du solltest evtl. klären wie wichtig die Kiste sein wird, bzw. uns mitteilen ob das für ein Unternehmen o.ä. ist.

Erst mal Danke für die angeregt Diskussion. Das gefällt mir.

Also, was mache ich damit:
Ich nehme Audiosignale (als .wav) auf, filtere diverse Anteile weg und schaue dann, ob in den Anteilen über dem Messzeitraum Störsignale sind, die auf Defekte hinweisen könnten. Ziemlich kompliziert und ziemlich esoterisch, ich weiss. Noch ist es nicht unternehmenskritisch, es ist eine Art Vorstudie, die dann, bei Erfolg, ausgebaut werden kann. Tiefer in die Materie will ich gar nicht gehen.

Ich habe gerade einen uralten P4/3GHz bekommen (eher gefunden :D ), der jetzt mal meine Benchmarkbasis werden wird (P4=100%). Leider ohne Platte (aber mit 2 GB-Speicher), die kann ich heute abend einbauen und dann lass ich den mal rechnen. Ergebnisse kommen dann morgen.

Im Moment und fürs nächste halbe Jahr tut es, so meine ich, sicher ein selbst gebauter Rechner. Wenn das Ganze dann tatsächlich realisiert werden sollte, wird ein Markengerät mit entsprechendem Service, Garantie etc. angeschafft, das ist sicher. Dann muss man auch mal sehen, ob es sich nicht auch noch lohnt, die SW MP-fähig zu machen.

Präferenzen bzgl. einer CPU (intel/AMD) habe ich nicht. Ich meine nur gelesen zu haben, dass die Intel-CPUs Vorteile in Sachen Multimedia-Anwendungen zu haben. Meine Audiosignalverarbeitung würde ich mal im weitesten Sinne darunter zählen.

Übertakten würde ich ungerne; ehrlich: ich habe keine Lust, mich damit zu beschäfftigen ;)
Mir reicht der Rest.

Was ich jetzt schon aus der Diskussion rauslese:
- Dual Core auf jeden Fall, ein Kern fürs rechnen, der andere für alles andere
- aktuelle 8000er Serie wird von Euch bevorzugt
- Markenmainboard sollte sein

Da komme ich sicher mit rd. 220€ für beides hin, oder ? Rest für Kühlung, Speicher, Gehäuse und Platten.

Danke fürs Erste
Jürgen
 
Find die Vorgehensweise gut. Also alles erstmal nur zum testen, falls es in Produktion geht, dann direkt eine Workstation mit Supportvertrag kaufen.

Übertakten macht daher auch keinen Sinn, weil der spätere Produktionsrechner eh nicht übertaktet wird. Zudem bieten OEM Mainboards wie sie in Workstations von HP oder Dell vorkommen eh keine ausreichenden BIOS Optionen an, wie sie in entsprechenden Retail Boards von Asus etc. vorhanden sind.


Für 220 Euro würd ich folgendes kaufen:
CPU - http://www.alternate.de/html/produc.../?tn=HARDWARE&l1=CPU&l2=Desktop&l3=Sockel+775

142 Euro

Mainboard - http://www.alternate.de/html/produc...HARDWARE&l1=Mainboards&l2=Intel&l3=Sockel+775

107 Euro

Macht 250 Euro bei Alternate, woanders gibts die Sachen auch günstiger, dann sollten 220 Euro reichen
 
Zuletzt bearbeitet:
dann bin ich aber beruhigt. Wenn du so vorgehst und später eine vernünftige Workstation gekauft werden soll, dann ist ja alles im Lot... ;)
 
easy.2ci schrieb:
überflüssiges Zitat entfernt *klick*

von preis/leistungsverhältnis würde ich da eher zu nem athlon 7750 mit 790GX board tendieren..... unwesentlich weniger leistung, aber für ~150€ zu haben
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
15 - 20 % sind vielleicht nich grade als unwesentlich zu bezeichnen, vor allem da sich ein e8x00 sehr schnell rentieren und den mehrpreis rausholen würde
 
ich gebe dir einerseits recht trunken.... andererseits stehen meiner persönlichen ansicht nach 15-20% mehr leistung zu 280-300% mehr preis....
 
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