Suche geeignetes Audio-Setup (bis 500€)

HexagonSun schrieb:
Die Bassöffnung sollte möglichst nach vorne rausgehen, wenn ich sie wandnah aufstelle, oder? (Spräche z.B. gegen die JBL, Yamaha...)

Nein. Ab ca. 10cm Abstand spielt das praktisch keine Rolle mehr, weil erst darunter der Wandabstand als "verlängertes Bassreflexrohr" fungiert und damit die Abstimmung des Speakers verändert (siehe u.a. Link von Music Clef). Das kann in Einzelfällen zwar sogar positive Effekte erzielen, meist wirkt es sich aber negativ aus. Und wenn es positiv ist, dann nur in einem sehr engen Toleranzbereich. Da geht es wirklich um Millimeterarbeit und das Zusammenspiel mit der Aufstellung und Raumakustik!



HexagonSun schrieb:
Mal eine blöde Frage: Würde eine Distanz von einem halben Meter Abstand vom Lautsprecher eigentlich ausreichen oder ist das zu nah? Ich meine, weil mein Schreibtisch nun mal nicht wahnsinnig groß ist. Beziehe mich sowohl auf Monitore als auch auf Regalboxen etc.

Das kommt sehr auf den jeweiligen Speaker und dessen Richtcharakteristik an. Die meisten Nahfeldmonitore und Multimedia-Speaker sind jedoch so ausgelegt, dass auch 50cm Abstand reichen.
Sehr breit abstrahlen tun auch einige Flachmembranlautsprecher aus dem Selbstbau-Bereich, wie die Beeper oder Maxi-Beep. Die verzeihen auch Kopfbewegungen sehr gut. Dagegen kommen selbst klassische Nahfeldmonitore bei dem Hörabstand nicht an.



HexagonSun schrieb:
Wenn es um so Sachen wie Digitalverstärker, externe Soundkarten oder Audiointeraces geht, muss ich zugeben, davon überhaupt keine Ahnung zu haben. Hättest du eventuell einen Link zu einem Beispiel für eins der genannten Sachen oder einem Shop, der so etwas führt?

Die klassischen Händler wie Thomann bieten reichlich Auswahl an Audio-Interfaces. Marken wie Focusrite, Behringer, Tascam und Co. bieten i.d.R. gute Qualität für kleines Geld.
Bei Digitalverstärkern kommt es u.a. auf die gewünschten Features an, also ob Du z.B. Bluetooth haben willst etc..
SMSL gilt zwar als bekannter Name, aber es gibt genügend Alternativen von Sure, Drok, Nobsound, Sabaj, Topping & Co., die in puncto Preis/Leistung den SMSL meist überlegen sind.



Music Clef schrieb:
Lautsprecher sollte man NIE direkt auf den Schreibtisch, wandnah aufstellen.

Stimmt in dieser Pauschalität leider absolut nicht!
Ob und inwieweit es sinnvoll ist, hängt u.a. von der Abstimmung des jeweiligen Lautsprechers ab.
Grundsätzlich gilt (wie in meinem vorletzten Post bereits angerissen), dass sowohl wandnahe als auch bodennahe Aufstellung (bzw. auf einer nicht mit dem Speaker nach vorn abschließenden Tischplatte) den Bassbereich anheben. Einigen Lautsprechern tut dies sehr gut, wie z.B. einer Dali Zensor 1 / Zensor Pico, weil sie recht dünn im Bassbereich abgestimmt sind. Da tut eine Wand im Rücken und ggf. die Tischplatte genau das, was der Hersteller will, weil sie als echte "Regallautsprecher" ausgelegt sind und i.d.R. nicht frei im Zimmer auf Ständern stehen sollen! Die erwünschte (!) Bassanhebung durch Rückwand und Bodenplatte ist also schon in die Entwicklung und somit Abstimmung des Speakers eingeflossen!
Zu der werksseitigen Abstimmung des Speakers kommen dann noch die Raumakustik und das persönliche Hörempfinden des Zuhörers. Das muss alles zusammen passen. Gerade diesbezüglich sehe ich den Ausgangspost als entscheidenden Hinweis, denn die gewünschte "Wärme" würde bei den meisten Speakern verloren gehen, wenn man sie der wandnähe berauben und sie ggf. sogar unnötig weit weg auf Ständern plazieren würde, nur um vergleichbare Voraussetzungen wie bei großen Hifi-Speakern zu schaffen, die auf komplett andere Raumverhältnisse hin entwickelt wurden!
Gerade bei der gewünschten Kompaktheit der Speaker kann die Aufstellung auf dem Schreibtisch also eher einen positiven Effekt haben statt sich negativ zu zeigen!
 
Music Clef schrieb:
Darf ich mal Fragen wie groß der Raum ist?
Ein Nahfeldmonitor hat in der Regel seine optimale Entfernung ab 1m zum Hörer.

"Die Bassöffnung sollte möglichst nach vorne rausgehen..."
Nein. http://www.visaton.de/de/techn_grundlagen/wandnah.html

Lautsprecher sollte man NIE direkt auf den Schreibtisch, wandnah aufstellen.
Hallo,
danke für die Links.
Wie oben erwähnt, ist der Raum ungefähr 15m² klein.
Ich wüsste nicht, wo ich die Speaker sonst aufstellen sollte, wenn nicht auf den Tisch und in der Nähe der Wand. Weder hab ich ein Regal zur Verfügung, noch gibt es genug Platz für Boxenständer oder Standboxen. Da ist aktuell in meiner Wohnung nix zu machen.
Wie Sound-Fuzzy weiter unten geschrieben hat, scheint es ja nicht das Nonplusultra für jeden Fall zu sein :confused_alt:

Aber Bedenken macht mir wirklich der kurze Abstand zwischen Lautsprecher und meiner Hörposition, schätze mal je nach Größe der Lautsprecher sind das dann nur so 50-80cm. :-/ Bei Nahfeldmonitoren im Rahmen laut der verlinkten Quelle. Wie verhält es sich bei Regallautsprechern diesbezüglich? Ich befürchte: nicht besser.

Music Clef schrieb:

Hört sich auch nicht schlecht an auf dem Papier.
Wie würde man in dem Fall beispielsweise Laptop und Verstärker verbinden? Über die Kopfhörerbuchse mit beispielsweise so einem Kabel? https://www.thomann.de/de/the_sssnake_yrk2030.htm

(Diese genauen Nachfragen wirken vielleicht doof, aber ich bin halt eindeutig Theoretiker und wie man eindeutig merkt nicht gerade ein Tüftler/Elektronik-Pro. Da frag ich lieber sicherheitshalber nach, selbst wenn es die absoluten Basics sind.)
 
Bei so einem geringen Abstand solltest du tatsächlich auf Monitore zurückgreifen. "Normale" Lautsprecher sind für größere Abstände entwickelt und wirken überhaupt nicht bei 80cm Abstand.

Einen Verstärker ohne digitale Eingänge schließt man per Kopfhörerbuchse oder über eine hochwertige externe Soundkarte an. Warum hochwertig? Weil die Soundkarte einen analogen Ausgang besitzen muss, welcher voraussetzt das die Schaltung in der Soundkarte mit vernünftigen Bauteilen bestückt ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo HexagonSun,

warum man Lautsprecher nicht direkt auf den Tisch stellen sollte, hast du bestimmt schon gelesen. Die Lautsprecher sollte so platziert werden, dass sich der Hochtöner etwa auf Ohrenhöhe befindet. Sie sollten wenigstens angewinkelt werden. Schaumstoffunterlage (ISO-Pad), Stative.

Die Begrenzungsflächen haben Einfluss auf das Übertragungsverhalten der Lautsprecher. Hier kommt es aber nicht nur zu Erhöhungen bestimmter Frequenzen, sondern in Kombination auch zu Auslöschungen.

Ein Lautsprecher mit einem im Freifeld linearen Frequenzgang erzeugt einen bis zu 6 dB höheren Schalldruck, wenn er an einer massiven Wand steht. In einer Ecke (zwei Wände) kann diese Anhebung 12 dB betragen. Mit drei begrenzenden Flächen (z. B. Ecke, die nahe an der Decke liegt) sind bis zu 18 dB Anhebung die Folge. Dies betrifft vor allem die tiefen Frequenzen.

Möchtest du deine Lautsprecher hören oder deinen Raum, Bassmatsch?

Die Tischplatte wirkt oft in höheren Bassbereichen. Deshalb hat ein Studio-Lautsprecher zum Beispiel einen DIP-Schalter (Desktop Control), der dieser Anhebung (tischflächentypische Überbetonungen im Grundtonbereich) entgegenwirkt. Zusätzlich gibt es noch andere Ortsfilter (Bass-Tilt, Bass Roll-Off) um Raumeinflüsse zu reduzieren und am Abhörpunkt einen möglichst linearen Frequenzgang zu erreichen.

MfG

EDIT:
Das HiFi-Kompaktlautsprecher grundsätzlich schlechter für das Nahfeldhören geeignet wären, als Nahfeld-Monitore, ist falsch. Entscheidend ist die Konstruktion, dass Bündelungsmaß der Lautsprecher. Es gibt durchaus kleine Abhörmonitore da liegt die Empfehlung vom Hersteller bei ab 1,5m, unter 0,75m ist meist kritisch - für klassische Konstruktionen. Für ab 1m - da können auch normale 2-Wege HiFi-Lautsprecher sehr gut funktionieren.

Nahfeldmonitore werden häufig in beengten Räumlichkeiten eingesetzt und müssen daher klein und kompakt sein. Physikalisch bedingt nimmt der Abstrahlwinkel bei einer bestimmten Frequenz mit kleiner werdendem Durchmesser eines Lautsprecherchassis zu. Außerdem vergrößert sich der Abstrahlwinkel zu niedrigeren Frequenzen hin. Wenn man einen Tweeter und einen Woofer kombiniert, um ein ausgewogenes und konstantes Abstrahlverhalten zu erzeugen, muss auch der Tweeter bei der Trennfrequenz einen breiten Abstrahlwinkel besitzen.

http://www.neumann-kh-line.com/neum...1257192005505DB?Open&term=Richtcharakteristik

"The ideal situation is to have the room, the speaker and the listener in a good harmony.
Each room is different and behaves differently when the speaker is placed in the room."

Sound-Fuzzy schrieb:
Einigen Lautsprechern tut dies sehr gut, wie z.B. einer Dali Zensor 1, weil sie recht dünn im Bassbereich abgestimmt sind.
Kannst du diese Aussage auch erklären? Wo ist denn eine Zensor 1 (rund 10L Brutto, 5" TMT) dünn im Bass abgestimmt? (BR, Tuningfrequenz/Abstimmfrequenz bei 55Hz) Dünn, weil die DALI jetzt keinen Basspeak hat oder wie? Die spielen bis circa 85Hz bei -3dB, dass ist nicht ungewöhnlich für die Größe von passiven Lautsprechern, viel tiefer geht keine Konkurrenzprodukt. Für eine Oktave (@-3dB) tiefer braucht es eine Zensor 7 (rund 80L Brutto, zwei 7" TMT) aus gleichem Haus.
 
Zuletzt bearbeitet:
csm_Dali-zens-1-Frequg_f2a0cd5d18.png

Messung der Zensor 1 von der Zeitschrift "Stereo". Abfall ab ca. 180Hz. Das nenne ich dünn! ;)
Die 85Hz bei -3dB sind da wohl eher ein Marketinggag bzw. Wunschdenken des Herstellers, aber mit realen Messungen hat das nix zu tun...

Grundsätzlich sind viele DALI-Speaker ähnlich abgestimmt. Die meisten sollten bei DALI also wandnah aufgestellt werden (anders als z.B. einige Canton).
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Größe der Lautsprecher war auch bei mir wegen der Aufstellung auf dem Schreibtisch (1,8 x 0,9m) ein Kriterium.

An sich war bei meinem Budget die JBL305 erste Wahl, allerdings dann für mich persönlich zu groß für die Aufstellung auf dem Schreibtisch.

Letztlich ist es die SAXX AS-30 geworden, mit der ich nach wie vor sehr zufrieden bin. Ich habe auch Iso-Pads zum entkoppeln noch für € 10 gekauft.
Es gibt hier im Forum einige User, die noch den Subwoofer dazugekauft haben: Deepsound DS 10. Such mal nach Spellbound. Er hat diese Kombi. Weitere 2.1. Lösungen innerhalb deines Budgets kenne ich leider keine.

Bei € 500 und Aufstellung auf dem Schreibtisch musst du entweder ein bestimmte Größe wg. des Tieftöners in Kauf nehmen oder eben eine 2.1 Kombi in Erwägung ziehen. Unter 5" Tieftöner wirst du ohne Sub wohl kaum das finden, was du suchst.

Und da gibt es einige, die du dir mal anhören solltest, wenn Thomann, Session, Rockshop oder ähnliche Läden bei dir in der Nähe sind. Nur mal so schnell runtergeschrieben:
1. JBL305 Bundle inkl. Iso-Pads für € 295.- bei Thomann
2. Swissonic ASM7 für € 480.- zzgl. Iso-Pads
3. M-Audio BX5 D2 für € 440.- zzgl. Iso-Pads
4. KRK RP8 RoKit G3 als Bundle mit Iso-Pads für € 520.-
5. Focal CMS40 - eine meiner Lieblingsboxen - momentan reduziert bei Thomann & Session, allerdings € 600 (!) das Paar
6. Focal Alpha 50 für € 520.- zzgl. Iso-Pads
7. Tannoy Reveal 802 für € 460.- zzgl. Iso-Pads
8. Fluid Audio F5 für € 500.- zzgl. Iso-Pads
9. Yamaha HS8 als B-Stock für € 530.- zzgl. Iso-Pads
10. Adam F7 B-Stock für € 520.- zzgl. Iso-Pads

Alles aus meiner Sicht tolle Lautsprecher mit eigenen Stärken und Schwächen. Das JBL305-Bundle ist ein P/L-Kracher, bei dem du €200 unter deiner Budgetgrenze liegst und mit dem du Spass haben könntest.
 
w764 schrieb:
Unter 5" Tieftöner wirst du ohne Sub wohl kaum das finden, was du suchst.

Das stimme ich weitestgehend zu. Im üblichen Kaufbereich gibt es da leider kaum die eierlegende Wollmilchsau. Entweder ist der Speaker auf Pegel ausgelegt unter Verzicht auf Tiefgang oder eben auf Tiefgang bei niedrigen Lautstärken, aber dann mit Einbruch im Tiefgang bei Zimmerlautstärke und darüber (wird durch aktive Weiche im Bass begrenzt je nach Pegel).

Die o.g. Maxi-Beep gehen als Selbstbau-Lautsprecher einen Weg, den viele Fertig-Hersteller nicht als "massenkonform" ansehen, der sich für viele User aber als zielführend erweist. Sie erreichen trotz relativ kleinem Chassis (3,5") und sehr kleiner Stellfäche (12x22cm) einen ordentlichen Tiefgang und bieten alle Vorteile für das Nahfeld, was die Richtcharakteristik angeht (breite Abstrahlung, Breitbänder statt 2-Wege). Auch die Aufstellung und Ausrichtung/Anwinkelung sind dadurch weniger problematisch als mit üblichen kompakten 2-Wege-Speakern (egal ob aktiv oder passiv!), weil das Chassis nicht unbedingt angewinkelt oder auf Ohrhöhe sein muss. Aber aufgrund der Bauhöhe dürfte das auf üblichen Schreibtischen ohnehin kein Thema bei der Maxi-Beep sein.
Einziger "Nachteil" der Maxi-Beep ist der max. nutzbare Pegel sowie der Wirkungsgrad. Aber bei 15qm und wenn keine Party damit gefeiert werden soll, dürften sie locker reichen... :D

Für den Bausatz + Holz, Lack/Lasur o.ä. und Digi-Amp wäre man also bei ca. 110-150,- je nach Amp. Aber klanglich kann man damit Aktivboxen für rund 400-500,- in die Tasche stecken. Wer also keine zwei linken Hände hat... :D
 
Hm ich stehe dann jetzt vor einem Problem. Ich fing gerade an, die Lösung mit Regal-/Kompaktlautsprechern enger ins Auge zu fassen, aber wenn die Distanz tatsächlich zu niedrig ist... Ich könnte höchstens noch den Schreibtisch ein wenig von der Wand wegrücken, um ein paar Zentimeter herauszuholen, aber das ändert insgesamt wenig.
Also blieben ja nur die Nahfeldmonitore, die ja wiederum scheinbar nicht ganz das sind, was ich suche, wenn sie denn tatsächlich so analytisch sind.

Wenns aber keine andere Option gibt, werd ich es wohl mal mit einem Studiomonitor-Paar versuchen.
Daher auch noch mal danke für die Liste mit den weiteren Empfehlungen, @w764

PS: Leider gehör ich zur besagten Zwei-Linke-Hände-Fraktion ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob Nahfeld- oder Studiomonitor ist eigentlich egal, sind zwei Begriffe für die gleiche Zielsetzung, so wie Notebook und Laptop. Wichtig ist, dass sie Dir klanglich gefallen und zum Raum passen. Aber wenn schon Monitore, dann bei Deinen Vorgaben wirklich nix unter 5" "andrehen" lassen, besser 6,5" und mehr, sofern der Stellplatz es hergibt. Die Liste von w764 ist da definitiv ein guter Ansatz, wenn Du nicht selber bauen kannst/willst.
 
Ein "Studiomonitor" kann ein "Nahfelder"/"Nahfeldmonitor" sein, muss es aber nicht. Studiomonitore wie eine M2 oder 1236A würde niemand als Nahfeldmonitor bezeichnen.

In Studiodimensionen versteht man unter Nahfeld sowieso etwas anderes als im Heimbereich. So geringe Abhördistanzen hat man da maximal im Truck, wenn überhaupt. Bei 0,5 m Abstand würde ich maximal zu Modellen mit 4" Basschassis raten und wenn es größere Chassis sein müssen ersteinmal alle Nicht-Koaxiallautsprecher aussortieren.
 
@HexagonSun

Wichtig ist ja nicht nur der Hörabstand, sondern auch die grundsätzliche Positionierung der Lautsprecher. Da sollte in der Front auch Symmetrie herrschen. Die Lautsprecher hinter den Schreibtisch zu stellen, zum Beispiel auf Stative - ist keine schlechte Idee.

(Der Abstand zu den Lautsprechern sollte in etwas so groß sein, wie der Abstand zum Kopf/Ohr.)

Zur wandnahen Aufstellung: Das sollte man weitestgehend vermeiden, dass lässt sich in der Praxis aber eben oft schlecht umsetzen. Durch die wandnahe Aufstellung bekommst du wie umschrieben, eine Erhöhung im Bassbereich. Daraus resultiert ein nicht "linearen" Frequenzgang am Hörplatz. Die empfundene und auch tatsächlich vorhandenen Peaks (oder auch "Dröhneffekte") im Bass maskieren Details im gesamten Durchlassbereich. Deswegen filtert man diese Erhöhungen auch gerne heraus. (Ortsfilter)

Eine KRK RP8 RoKit G3 ist wohl nichts (gar nichts) für beengte Verhältnisse und einen Hörabstand deutlich kleiner 1m. Die RP8 hat rund 34L Brutto-Volumen, ich weiß jetzt nicht ob derartiges für dich überhaupt in Frage kommt?

Es würde ja auch 2.1-Systeme geben, spricht etwas dagegen sich wieder ein 2.1 System anzuschaffen? M-Audio AV32.1 (https://www.thomann.de/de/m_audio_av321.htm)? Ich denke mal schon, dass das auch eine Verbesserung zum bestehenden System wäre und es kostet keine 200€.

Swissonic ASM5 + Sub10 ist auch okay, für´s Geld.

Übrigens die Denon SC-M40 (mit Hilfe von Fink Audio-Consulting optimiert) könnte man auch im Nahfeld betreiben. Das sind sehr gute Lautsprecher für´s Geld.

MfG

EDIT:@gintoki

Da hat er vollumfänglich... Recht.

PS:

Mehr "Tiefgang" (eine tiefere untere Grenzfrequenz) bei unveränderter Gehäusegröße herbeizuführen, geht sinnvoll nur aktiv, mit Hilfe von integrierter Elektronik. (GHP ist bekannt.) Das nennt sich dann Bass-Linearisierung/ Bassentzerrung. Ganz einfach erklärt: Da wird dann quasi vor den integrierten Verstärker eine EQ geschalten, der hebt die Bässe dann in einem bestimmten Bereich an (und kann gleichzeitig auch welche absenken) um somit spielt der Lautsprecher tiefer. Man möchte mit einer derartigen Lösung keine Spitzen erzeugen, sondern linearisieren.

Das dass in der Regel auf Kosten der Grenzdynamik (maximale "Lautstärke") geht, ist klar. Um eine Oktave tiefer zu spielen, muss die Lautsprecher-Bassmembran einen vierfachen Hub absolvieren, mehr Hub ist immer mit höheren Verzerrungen verbunden.

Wenn aber dann der erzeuge maximal Pegel für die Anwendung ausreichend ist, dann sind solche Lösungen sehr interessant. Ansonsten gibt es auch Ansätze mit integriertem Limiter, da wird dann die "Bassverstärkung" mit steigendem Pegel verringert und dadurch bei hohen Pegel - der Maximalpegel dadurch nicht limitiert.

Eine ganz toller, kleiner Lautsprecher: Abacus C-Box 3: https://www.abacus-electronics.de/c-box3.html
(Dürfte für eine Mietwohnung, mit einem 15m Raum ausreichend sein, vom Maximalpegel. ;) )

Die C-Box 3 spielt tiefer (3,5L Brutto - 1,6L Netto-Volumen) als einige Modelle mit 5" TMT und deutlich größerem Volumen. Der Bass-EQ ist regelbar. Klar, günstig sind die jetzt nicht aber eben auch eine Referenz in ihrem Format. Die verbauten Lautsprecher sind u.a. in DIY-Kreisen bekannt und auch von guter Qualität.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie meistens bei Dingen, von denen man vorher gar nichts weiß, merke ich, dass es erst mal komplizierter wird, sobald man anfängt, sich ein bisschen mit dem Thema zu beschäftigen. Es kommt hinzu, dass andere, die sich besser auskennen als ich, auch mal untereinander gegensätzlicher Meinung über eine Sache sind. ;)

Gerade, was Tieftöner angeht, scheiden sich hier bislang die Geister. Max. 4'' oder doch mindestens 5-6''? - ich bin jetzt ehrlich verwirrt :freak:
Ok, da stehe ich jetz als Laie und kann doch praktisch alles nur falsch machen... :D

Mal ohne Spaß..also es hängt für mich ja gerade in erster Linie an diesen drei Dingen: Schreibtischtaugliche Aufstellung bzgl. des Hörabstands; kein über-analytisches Soundprofil (zum Hören statt Monitoring); ein Mindestmaß an Tiefgang (nicht unbedingt die allerstärkste Betonung, aber doch die Möglichkeit, dass auch bspw. solche oder solche Musik nicht zu arg dünn klingt und wesentliche untere Frequenzen abgedeckt werden. Ich hab mich gerade ein bisschen wiederholt, aber naja... nach allem, was ich durch den Thread zu wissen glaube, ist diese Aufgabe schwieriger als erwartet.

Sicher muss ich bei der Größe und dem Budget ein paar Zugeständnisse machen, kann ja nicht in allen Belangen perfekt sein. Auf der anderen Seite denke ich, da mein aktuelles Equipment leicht zu überbieten ist, ich auch mit weniger als High-End-Ware zufrieden zu stellen sein dürfte ;)

Ansonsten ist es top, dass so viele Geräte-Empfehlungen zusammengekommen sind und ihr seid ja auch schon gezielt auf einige Punkte eingegangen.
Also Daumen hoch für die ganzen Tipps, Vorschläge und beantworteten Fragen, mit denen ich euch bis hierher die Zeit geklaut habe ;). Trägt alles langsam aber sicher dazu bei, das richtige zu finden. Oder schöner ausgedrückt: ein Ende ist bald absehbar.

Mein Vorbehalt gegenüber 2.1 ist wahrscheinlich mehr Gefühlssache als Vernunft. Vielleicht bin ich 2.1 Kombi durch meine jetzige Hardware mit den Mini-Lautsprechern einfach satt und möchte mal was anderes austesten, wo Tiefen, Mitten, Höhen aus einer Kiste kommen. Könnte außerdem am Gewusel/Gedränge unter meinem Tisch liegen, wohingegen meine Schreibtischfläche mittlerweile relativ viel Platz zu bieten hat.

Music Clef schrieb:
Übrigens die Denon SC-M40 (mit Hilfe von Fink Audio-Consulting optimiert) könnte man auch im Nahfeld betreiben. Das sind sehr gute Lautsprecher für´s Geld.
Ah, das hört sich vielversprechend an. Also trotz fehlender Bass-Linearisierung (weil passiv?), vergleichsweise kleinem Tieftöner (<5'') und Wandnähe+Tischplatte (in der aktuellen Wohnung kaum anders lösbar. :-/ ) eine empfehlenswerte Lösung?



Abgesehen von den schon genannten Edifier, Microlab, Nubert, Saxx und den kleinen Abacus bin ich bei Amazon in Sachen Aktivboxen noch auf Audioengine 5+ und Wavemaster Two gestolpert. Beides ungefähr 5''-TMT. Werden auf Bildern auch als Boxen für den Schreibtisch beworben. Der eine hat eine Fernbedienung, der andere immerhin ne Möglichkeit an der Front die Box zu bedienen - solche Komfortfunktionen find ich ganz cool, auch wenn es jetzt nicht das Killerkriterium schlechthin für mich ist.
Hat jemand zufällig Erfahrungsberichte bzw Vergleiche?


Übrigens habe ich sogar bei einer Testseite ein Bild von einer Nubert-Box als Schreibtisch-LS gefunden: http://www.tomshardware.de/nubert-nupro-a-200-aw-350-lautsprecher,testberichte-241551-8.html#6. Gleichzeitig beklagt sich jemand aber auch in den Kommentaren jemand darüber, dass das Modell nicht als PC-/Desktop-Box geeignet sei...
Immerhin sind die Nuberts aber hochgebaut und dafür nicht sehr tief, was auf meinem Schreibtisch vorteilhaft wäre.
Ich frage mich, woher der vergleichsweise hohe Preis der Nuberts kommt. Ist das Prestige/die verbaute Soundkarte/der Komfort? Oder die Klangquali?


Immer noch etwas unentschlossen,
Hexagon Sun
 
Bestell dir einfach zwei Paare bei dem Händler den ich weiter oben genannt habe und behalte das Paar das dir zusagt.

Lautsprecher sind kein einfaches Thema, aber man kann es mit dem apothekerhaftem Eifer übertreiben, den so manch einer bei der Analyse von Frequenzdiagrammen und Spezifikationen an den Tag legt.

Bei Lautsprechern in der gleichen Preisklasse gibt es idr kein besser oder schlechter, sondern nur Lautsprecher deren Klang einem gefällt, oder halt nicht.
 
Bezüglich Größe der Chassis ... ein allgemeines Problem. Jedes Produkt ist ein Kompromis und im Zusammenhang mit extrem geringen Abstand muss man einfach zwischen Tiefgang, Maximalpegel (Lautstärke) und Hörbarkeit der einzelnen Chassis/Klang aus unterschiedlichen Richtungen abwägen.
Letzteres wird gerne bei günstigen 2.1 Systemen angekreidet, beim Lautsprecher ist das schlicht ein No-Go. Mit der Koaxialanordnung (Chassis voreinander/ineinander - siehe Bild) kann man die Problematik entschärfen, entsprechende Lautsprecher sind aber üblicherweise etwas teurer.

Ich persönlich würde an dieser Stelle kein Kompromis eingehen, genauso wenig am Pegel. Ein Subwoofer für mehr Tiefgang lässt sich einfach erweitern, die anderen beiden Punkte nicht.
RL901K_V1.jpg
 
Richtig, Koax ist grundsätzlich meist sinnvoll, nur gibt es da keine sinnvolle Lösung in der angestrebten Preisklasse außer z.B. der Flachmembranalternative im Selbstbau (was nur beim TE wohl leider nicht gewünscht ist). Somit brauchen wir auch kaum weiter an solche Lösungen denken, auch wenn sie im Idealfall oft die logische Konsequenz wären...



gintoki schrieb:
Ein "Studiomonitor" kann ein "Nahfelder"/"Nahfeldmonitor" sein, muss es aber nicht. Studiomonitore wie eine M2 oder 1236A würde niemand als Nahfeldmonitor bezeichnen.

Ich auch nicht, aber meine Aussage bezog sich auf die angestrebte Preisklasse und Größe. Und da werden solche Begriffe gerne durcheinander gewürfelt. Da ist es völlig egal, ob der Hersteller oder Vertrieb sie Studio- oder Nahfeldmonitor nennt. Fassen wir sie lieber unter "Abhörmonitor" zusammen...



Music Clef schrieb:
Zur wandnahen Aufstellung: Das sollte man weitestgehend vermeiden, dass lässt sich in der Praxis aber eben oft schlecht umsetzen. Durch die wandnahe Aufstellung bekommst du wie umschrieben, eine Erhöhung im Bassbereich. Daraus resultiert ein nicht "linearen" Frequenzgang am Hörplatz.

Wie bereits gesagt: Auch die Hersteller sind sich der Tatsache bewusst, dass oft eine wandnahe Aufstellung gewünscht oder gar notwendig ist. Dementsprechend werden manche Speaker abgestimmt. Man lässt also eine wandnahe Position schon in die Entwicklung einfließen, so dass man unter realen Aufstell-Bedingungen (und nicht im Freifeld!) einen möglichst linearen Frequenzgang hat!
Zu behaupten, wandnahe Aufstellung wäre grundsätzlich zu vermeiden, geht daher bei einigen Speakern an der Praxis komplett vorbei! (siehe z.B. die Messung der Dali Zensor 1, welche die Wand im Rücken dringend benötigen!)
 
So Lautsprecher sind auch mehr oder weniger Möbelstücke. Es ist also auch keine Schande, erst mal nach optischen Maßstäben auszusortieren.
Wie dir der Klang gefällt, erfährst du eh erst beim selber hören am dafür vorgesehenen Hörplatz. Da helfen dir hier noch 3 weitere Seiten Klangdiskussion nichts, da dir ja nicht das gefallen muss was mir gefällt. Genug Vorschläge gab es jetzt. Ich würde jetzt an deiner Stelle schauen was dir gefällt auf den ersten Blick und dann, wenn es das Geld zulässt, 2-3 Kandidaten nach Hause ordern und dann deinen Ohren zu vertrauen.
 
Klar will ich mir möglichst bald welche der Vorschläge zum Austesten ordern. Um eine durch Experten verbürgte Klangbeurteilung jedes einzelnen Modells geht's mir ja gar nicht unbedingt. ;) Naja, aber wenn es so sein sollte, dass eben viele der Lautsprecher gar nicht für meine Hördistanz gemacht sind, dann könnte ich mir ja noch so tolle Geräte holen und trotzdem würden sie ihren Zweck in meiner Wohnung nicht erfüllen (ständig Sachen zurückzuschicken oder laufend Bestellungen zu stornieren finde ich unnötig für alle Seiten, wenn man's vorher schon besser wissen kann. Bei manchen Händlern ist es auch nicht immer ohne weiteres möglich, oder?).
Werde aber ab demnächst praktisch was in die Hand nehmen.
Studioware ist aktuell eher mein Plan B, wenn sich anderes nicht finden lässt. Mehrere gleichzeitig auszuprobieren könnte Stand heute unter Umständen ein bisschen schwierig werden, d.h. maximal zwei parallel wären evtl. drin, solang das Budget nicht jeweils bei beiden bis zum Äußersten ausgereizt wird.
 
Hexa...mach dir das Leben nicht unnötig kompliziert...

In welcher Region wohnst du denn? Auch wenn ein Hörtest beim Händler nicht mit dem abschließenden Klangeindruck bei dir zuhause vergleichbar sein wird, wirst du schon beurteilen können, welcher der Kandidaten dir gefallen wird. Wie du schon geschrieben hast, spielt die Größe wg. Aufstellung auf dem Schreibtisch eine Rolle. Und: du bastelst nicht. Daher würde ich entweder ein 2.1 System wie das von Saxx Audio nehmen oder einen der von mir vorgeschlagenen 4-5 Zöllern nehmen.

Die JBL305 haben hier im Forum einige und sind happy damit. Das wäre ein idealer Anfang, wenn es eine 2.0 Lösung (also ohne Subwoofer) sein soll. Und das momentan zum Schnäppchenpreis als Bundle mit Isopads... achso...Kabel nicht vergessen :).
 
Ist definitiv so, dass ich mich mit der Entscheidung ziemlich schwer tue. :freak: Ich konnte mich jetzt endlich mal wieder mal dransetzen, um die Optionen genauer durchzugehen (Sorry, der Text ist viel, viel länger geworden als erwartet).
Ich lasse euch mal von meinen Planungen wissen, vielleicht habe ich ja etwas dabei nicht bedacht…

Möglichkeit A: ein Paar Studiomonitore, bspw. die empfohlenen JBL LSR 305 oder KRK Rokit RP6 - auch wenn beide für mich optisch nicht der allerhöchste Genuss sind ;)

Dazu ISO-Pads zwecks Vermeidung von Vibrationen und um die Boxen anwinkeln zu können? (gingen alternativ auch Holz-Sockel/Kästen für den Schreibtisch, sofern ich da irgendwas geeignetes finde?). Auf meiner gesamten Schreibtischfläche liegt übrigens zur Zeit eine gummiartige transparente Kunststoffunterlage (keine Ahnung welches Material das genau ist), falls das was zur Sache tut.

Weil die digitalen Eingänge von Monitoren hier mal gesondert erwähnt wurden: macht es einen Unterschied je nachdem welche Kabel/Anschlüsse man verwendet?
Da es mir nur darum geht, die LS zu verkabeln und ich im Grunde nicht wüsste, was ich mit zusätzlichen Eingängen anfangen sollte, habe ich mir gedacht, dass ich eigentlich auf ein Interface für Musiker verzichten kann und eine einfache externe Soundkarte für meine Zwecke ausreichen müsste. Diese habe ich dann rausgesucht: https://www.amazon.de/CSL-Soundkart...coding=UTF8&psc=1&refRID=137R92A3407XJ1RJ0K93 Sehr günstig, aber der Lautstärkeregler sagt mir zu, und unter 50 Euro habe ich noch keine vielversprechenden Alternativen gefunden, die sowas bieten.
Dazu hätte mir ein Kabel von Klinke->XLR oder Klinke->6,3 Klinke holen wollen.

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Da war noch was… und zwar ist Bluetooth mittlerweile ein Kriterium über das ich ernsthaft nachdenke. Wär schon ein Nachteil der Nahfeldmonitore, da ich ja meinen Laptop dran hätte und den so eben schon mal irgendwo anders im Zimmer benutzen könnte. Als „Bonus“ ist auch Hardware mit Fernbedienung nicht schlecht. Aber natürlich liegt der Fokus schon beim Hören auf dem Schreibtisch.

Also Variante B: 2 passive Regallautsprecher (Denon SC-M40, Wharfedale DIAMOND 220B,...) zusammen mit einem kleinen BT-fähigen Verstärker auf dem Schreibtisch.
Ich hab da mal diesen hier vorgemerkt aus ähnlichen Gründen wie die externe Soundkarte weiter oben: Nobsound-Bluetooth-Endstufe-Wireless-Soundkarte. Hier gefällt mir nämlich auch der bequeme Lautstärkeregler mitsamt BT-Funktion. Allerdings bin ich natürlich auch bereit mehr für einen BT-Verstärker auszugeben, wenn es Qualitäts-/Leistungs/Verarbeitungsvorteile gibt, die der Rede wert wären und solang mein Gesamtbudget durch andere Komponenten nicht schon zu sehr überschritten wird.
Bluetooth würde ich dann nur bei Bedarf einsetzen und sonst verkabelt hören, wenn das Notebook auf dem Tisch ist. Ich nehme an, dass die Enden der Lautsprecherkabel einfach an den Verstärker geklemmt werden?


Könnte es mir vielleicht einfacher machen und direkt eine Bluetooth-Aktivbox holen. Kanto Yu6, Audioengine A5+ usw. Aber da zweifle ich dran, ob die Verarbeitung oder der Klang den Preisen angemessen ist bzw. es fehlt an Erfahrungsberichten.
Naja, letztendlich muss ich das halt mit mir selber ausmachen, welche Variante mir passt und ein paar Sachen auszprobieren, aber wie gesagt hoffe ich, dass ich das in der Theorie soweit alles richtig bedacht habe. Sollen ja alle nötigen Komponenten dabei sein. Ansonsten lasst es mich wissen.

Danke! :)
HexagonSun
 
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