Suche "Steuerberater" und "Versicherungsexperte"

nVidiaGTXuser

Lt. Junior Grade
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Okt. 2016
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348
Als aller erstes: FROHES NEUES an alle! :) 👍

Jetzt mal zum eigentlichem Thema, denn an dieser Stelle heißt es: neues Jahr, neue Pläne. Um genau zu sein spiele ich grade mit dem Gedanken ein Kleingewerbe anzumelden. Wenn dazu allgemein jemand Tipps hat was man beachten sollte nehme ich die auch sehr dankend an!

Hier wollte ich jetzt aber einfach mal fragen, ob sich zufällig unter unseren Reihen ein Steuerberater und ein Versicherungsexperte verstecken (oder halt Leute mit viel Kenntnis in der Richtung). Ich habe in den letzten Wochen sehr viel rausgesucht, aber ich würde einfach gern auf Nummer sicher gehen wollen, also dass mir einfach jemand meine "Erkenntnisse" bestätigt, der davon mehr Ahnung hat. Ich möchte immerhin ungern in eine Kostenfalle rennen, ungewollt Steuerhinterzug begehen oder sonstwas.

Also, wenn ihr solche Menschen seid: bitte meldet euch! Geht auch ganz schnell.... Danke :)
 
Hast du keinen Steuerberater bei dir in der Stadt, der von Kollegen, Freunden, Eltern etc. empfohlen werden kann?
 
Niemanden, dem ich nicht direkt ein halbes Vermögen auf den Tisch legen müsste.

Sind auch gar nicht so viele Punkte... vielleicht kann ich das auch einfach hier direkt reinschreiben, wenn da wer was Genaues zu weiĂź, dann kann er sich ja melden.

Grundsituation:
Ich bin aktuell Student und erhalte Kindergeld sowie Unterhalt. Einen anderen Job/ein anderes Einkommen habe ich aktuell nicht. Zudem bin ich momentan ĂĽber die Familienversicherung versichert.
Nun wĂĽrde ich gerne nebenbei etwas Geld mit einem Kleingewerbe erwirtschaften.

Voraussetzungen, die ich rausgelesen habe:
  • bei einem Gewinn von unter 9.168€ im Jahr muss ich keine Steuern zahlen (aber trotzdem eine Steuererklärung machen)
  • das Kindergeld bleibt vollständig erhalten
  • ich darf nicht mehr als 450€ pro Monat verdienen, da ich sonst nicht mehr ĂĽber die Familienversicherung versichert bin

Diese 3 Punkte hätte ich gerne bestätigt.

Ansonsten habe ich noch zwei Fragen:
  • Ich habe bisher natĂĽrlich noch nie eine Steuererklärung gemacht. Wäre das fĂĽr mich als Kleingewerbler in diesem "MaĂźstab" denn ohne fremde Hilfe machbar oder muss ich dafĂĽr zwingend einen Steuerberater aufsuchen, da man sonst gar keine Chance hat durchzublicken? Das wären natĂĽrlich auch wieder immense Kosten.
  • Wie ist das mit dem Gewinn und der Versicherung genau geregelt? Wird das jährlich verrechnet (also darf ich im Jahr maximal 5400€ (450€ x 12) verdienen) oder werde ich schon aus der Versicherung "geworfen", wenn ich auch nur einen Monat ĂĽber den 450€ bin? Das Problem ist nämlich, dass ich meine EinkĂĽnfte nicht genau voraussagen kann und diese stark variieren können - im Schnitt werde ich unter 450€ bleiben, in einzelnen Monaten könnte es aber auch darĂĽber liegen.

Wenn sich irgendwer finden würde, der mir diese Fragen beantworten könnte, dann wäre ich demjenigen sehr sehr sehr dankbar :)
 
Was für ein Kleingewerbe planst du denn? Hast du das auch schon rechtlich abgeklärt?

Bei uns an der Uni sowie an der Hochschule gab es für solche Fragen Hilfen vom Gründerzentrum und anderen Hochschulinstitutionen. Gibt es das bei dir vielleicht auch? Eventuell in der näheren Umgebung an einer anderen Uni?
 
Idon schrieb:
Was für ein Kleingewerbe planst du denn? Hast du das auch schon rechtlich abgeklärt?
Was genau meinst du denn, was ich da noch weiter rechtlich abklären müsste? Hab ich da was übersehen?

Das mit der Uni ist keine schlechte Idee - unsere hat sowas zwar nicht, aber ich kann mich mal bei benachbarten Unis umhören.
 
Naja, du brauchst vielleicht AGB. Vielleicht stellst du Produkte her oder bist Inverkehrbringer und hast damit ein Produkthaftungsrisiko. Sowas eben. :)
 
Achso, das fällt tatsächlich weg - es geht eher in Richtung YouTube usw ;)
 
Solange du im Schnitt unter 435 € bleibst und unter 20 h/Woche, sowie noch unter 25 Jahre alt bis, solltest du weiter in der gesetzlichen Krankenkasse deiner Eltern familienversichert bleiben können, siehe hier:

Unter 25 Jahren sind Studenten meist kostenlos familienversichert​


Studenten, die noch nicht 25 Jahre alt sind, sind grundsätzlich über die gesetzliche Krankenkasse ihrer Eltern kostenlos mitversichert. Voraussetzung für diese "Familienversicherung" ist neben der Altersgrenze auch, dass der familienversicherte Student nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitet - Wochenend- und Nacharbeit zählen nicht mit. Das monatliche Einkommen darf 435 nicht übersteigen (450 Euro bei geringfügiger Beschäftigung). Zulässig ist Vollzeitarbeit in den Semesterferien und Arbeit über 20 Stunden wöchentlich, wenn diese Tätigkeit auf höchsten 50 Arbeitstage befristet ist.


Kostenfrei familienversichert können Studierende auch über ihren Ehepartner oder ihre Ehepartnerin sein, und zwar ohne Altersgrenze. Das Gleiche gilt für eingetragene Lebenspartnerschaften. Kinder von gesetzlich krankenversicherten Studierenden sind in der gesetzlichen Krankenkasse ebenfalls kostenfrei familienversichert.

Studierende, die älter als 25 Jahre sind, müssen sich selbst versichern. Dafür können sie die Studenten-Krankenversicherung mit günstigen Beiträgen wählen. Wer Grundwehrdienst oder Zivildienst abgeleistet hat, darf länger in der Familienversicherung bleiben. Sie verlängert sich um genau diesen Zeitraum.

Die Mitgliedschaft versicherungspflichtiger Studenten endet immer einen Monat nach Ende des Semesters. Das bedeutet, dass auch bei der Exmatrikulation vor Semesterende der Krankenversicherungsschutz noch bis zum regulären Semesterende erhalten bleibt.
Andererseits sagt die Techniker Krankenkasse hier:
Haben Sie im Jahr 2021 ein regelmäßiges monatliches Gesamteinkommen von mehr als 470 Euro, endet Ihre Familienversicherung. Sie müssen sich dann in der Regel zum gesetzlich festgelegten Beitrag für Studierende von 85,87 Euro pro Monat selbst versichern.
[...]
Die Familienversicherung endet, wenn Sie die Einkommensgrenze innerhalb eines Jahres fĂĽr mehr als drei Monate ĂĽberschreiten.
Ein halbes Vermögen wird der Gang zum Steuerberater dich übrigens bestimmt nicht kosten, aber ein paar hundert Euro können vermutlich schon zusammenkommen. Dennoch, ich würde es empfehlen.
 
Wenn der Steuerberater in der Stadt bezahlt werden will, wieso sollte dann ein Steuerberater hier nicht bezahlt werden wollen?
 
simpsonsfan schrieb:
Solange du im Schnitt unter 435 € bleibst und unter 20 h/Woche, sowie noch unter 25 Jahre alt bis, solltest du weiter in der gesetzlichen Krankenkasse deiner Eltern familienversichert bleiben können, siehe hier
Ah super, danke...! Das ist sehr sehr ähnlich zu dem was ich rausgefunden habe.
Auch sehr cool, dass du das mit den drei Monaten rausgefunden hast, das ist schon weitaus mehr Hilfe als ich erwartet habe :) Ich werde morgen nochmals bei meiner Versicherung nachfragen, wie es da geregelt ist.

simpsonsfan schrieb:
Ein halbes Vermögen wird der Gang zum Steuerberater dich übrigens bestimmt nicht kosten, aber ein paar hundert Euro können vermutlich schon zusammenkommen. Dennoch, ich würde es empfehlen.
Da meine Tätigkeit zu 99,9% eh im steuerfreien Bereich enden wird (unterhalb des Freibetrags) wird sich das wohl erstmal nicht lohnen - ansonsten würde ich das natürlich in Angriff nehmen.

uincom schrieb:
Wenn der Steuerberater in der Stadt bezahlt werden will, wieso sollte dann ein Steuerberater hier nicht bezahlt werden wollen?
Ich wollte hier ja keine ausufernde Steuerberatung haben, sondern nur meine selbst rausgesuchten Punkte bestätigt haben. Dazu reicht ein kurzes "Jo, passt so". Ich dachte mir sowas könnte man hier unter uns Leuten mit gleichem Interesse vielleicht noch als freundliche Hilfe durchgehen lassen - und ich finde eh immer in Foren gilt: eine Hand wäscht die andere, wenn du weißt was ich meine ;)
 
Nochmal zur Bestätigung bzgl Familienversicherung: es geht um das regelmäßige Gesamteinkommen. Dein steuerlicher Gewinn aus dem Einkommensteuerbescheid wird also durch die entsprechenden Monate der nebenberuflichen Selbständigkeit geteilt.

Würde dass Einkommen überschritten werden, scheidest du ab dem nächsten 1., Der auf das Ausstellungsdatum des EStB folgt, aus der Familienversicherung aus.

In 2021 sind es 470 Euro monatlich, die Grenze von 450 Euro gilt ausschlieĂźlich fĂĽr Minijobs.
 
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Und dann was? In einem Jahr fordert die KK alle Beiträge nach und die Steuerfahnung steht vor der Tür. Willst du dann sagen: User "Penispumpe99" im CB Forum hat aber gesagt,dass es in Ordnung ist?
 
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@Rayzor Vielen Dank, so hatte ich mir das auch logisch erschlossen. Die 470€ klingen natürlich noch besser als 430€ ;) Ich frag diesbezüglich natürlich nochmal bei der Versicherung nach, weiß aber jetzt schonmal, dass ich nicht völlig auf dem Holzweg bin, super!

@uincom Warum bist du denn so negativ? Bekommt dir das neue Jahr nicht?
Also ehrlich, solche Beiträge braucht doch keiner.... natürlich verlass ich mich nicht nur zu 100% auf diese Beiträge hier.
 
Du fragst hier in einem Forum, weil du dich rechtlich absichern willst vor einem gewissen Risiko. Wenn man dann auf das Risiko hinweist, dann ist man also negativ? Interessante Ansicht. Deine Absicherung ist mangelhaft und riskant. Alles Weitere ist deine Entscheidung.

edit:

Eine Hand wäscht vllt im privaten Bereich die andere. Hier ist aber klar Gewinnerzielungsabsicht und gewerblicher Bereich.
Ich frage mich wieso das Thema noch offen ist @Mods. Konkrete Rechts- und Steuerberatung mit gewerblicher Absicht.
 
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