Test Synology sperrt NAS-Laufwerke: Was noch funktioniert und wie man es umgeht

Was soll denn so ein Scheiß?
Lass den Kunden doch die Platten nutzen die er will.
Wenn es auf Grund von schlechter Qualität der Platten, schneller zu einem Ausfall kommt, ist es doch sein Problem.
Es wäre OK dem Nutzer zu sagen: "Du pass mal auf, du kannst deine 0815 Platten nutzten, aber mit unseren wäre es besser"
Aber lass den Kunden doch die Entscheidung.

Ich habe gerade mal nach aktuellen Modellen geschaut, weil meine DS414j nun doch schon in die Jahre gekommen ist (das Modell ist ja schon über 10 Jahre alt).
Die Möglichkeit die alten Platten in das neue System zu migrieren würde den Umstieg ja sehr bequem machen, ohne neue Platten kaufen zu müssen oder die Daten hin und her kopieren zu müssen.

Aber nun bin ich mir echt nicht sicher, ob ich trotzdem bei Synology bleibe um mit den Aufwand des Wechsels auf ein komplett neues System zu ersparen.

Was ist denn, wenn irgendwann mal eine defekte Platte getauscht werden muss?
Muss die dann von Synology sein oder kann man da dann auch eine andere nehmen?

Edit: Andererseits, wenn ich mir die Ugreen DXP4800 anschaue und mit Synology im gleichen Preisbereich vergleiche, liegen da ja Welten dazwischen, was die HW angeht.
Ein von der HW her vergleichbarer Synology NAS kostet 200€ mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lies mal lieber aktuellere Artikel statt solcher uralter.

Die HDD Restriktionen sind in der aktuellen DSM Software schn wieder entfernt worden.
 
@Purche : Und -ta daa- es gab Artikel darüber!
 
@Purche
Danke für den Hinweis, aber das Image von Synology ist (für mich) nun schon nachhaltig geschädigt.
Wie kann man nur denken, das das eine gute Idee ist/war?! Die Reaktion der Nutzer war doch vorhersehbar.

Die neue SW kam ja scheinbar auch erst vor ein paar Wochen und bei der M.2 scheint es die Limitierung immernoch zu geben.

Ich bin nur über Geizhals auf das Thema gekommen, weil da eben ein Hinweis dazu in der Beschreibung steht.
Durch das Thema habe ich mich nun auch etwas bei anderen Herstellern umgeschaut und wenn man da die HW vergleicht, hinkt Synology um einiges hinterher bzw. ist ein gutes Stück teurer.

Ohne diesen Hinweis hätte ich mir vermutlich blind die DS425+ gekauft, nun wird es vermutlich die Ugreen DXP4800, auch wenn ich da manuell die ganze Daten hin und her schieben muss.

Bei mir läuft das NAS nicht 24/7, sondern nur wenn es gebraucht wird, daher sehe ich bei mir absolut keine Notwendigkeit für spezielle NAS Festplatten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Cool Master
Spattel schrieb:
Bei mir läuft das NAS nicht 24/7, sondern nur wenn es gebraucht wird, daher sehe ich bei mir absolut keine Notwendigkeit für spezielle NAS Festplatten.

Die NAS HDDs sind aber nicht nur für 24/7 ausgelegt. Eine normale Desktop HDD darf nicht mehr als eine HDD im Gehäuse haben da diese keine Mitigation für Vibrationen hat. NAS HDDs haben Sensoren welche Vibrationen ausgleichen können. Je nach Serie können dann mehrere bis duzende in einem Gehäuse sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Purche
Cool Master schrieb:
NAS HDDs haben Sensoren welche Vibrationen ausgleichen können.

Hmm... ich habe gern Server-HDDs verbaut; die sollten auch darauf ausgelegt sein, zu mehreren verbaut zu werden...
 
Server/Enterprise HDDs unterscheiden sich nur durch den Workload. NAS HDD haben idR ~180 TB/Jahr und Server/Enterprise 550 TB/Jahr. Aber ja idR haben die etwas mehr pro Gehäuse bis zu keiner Begrenzung. Die wenigsten machen aber mehr als 4 HDD/SSDs, daher sind NAS HDDs durchaus ok außer man kommt günstig an Server/Enterprise HDDs.
 
Cool Master schrieb:
Eine normale Desktop HDD darf nicht mehr als eine HDD im Gehäuse haben da diese keine Mitigation für Vibrationen hat.
Das ist das erste Mal, das ich davon höre. Und würde ich ohne Belege jetzt erst mal nicht glauben.
Schließlich gibts auch schon seit Jahr und Tag Desktop-Gehäuse mit mehreren 3,5 Zoll Festplatteneinschüben. Das würde es ja nicht in dem Umfang geben, wenn das ein wirklich großes Problem wäre. Und ich fand auch in keinem der Gehäuse-Beschreibungen jemals einen Hinweis a-la "wenn mehrere Platten verbaut werden, dann möglichst keine Desktop-Festplatten nutzen".

Also ich will nicht bestreiten, das das im Prinzip ein Problem ist und NAS-Festplatten darauf ausgelegt sind dagegen weniger anfällig zu sein.
Das das aber in der Praxis ein weitverbreitetes Problem ist und da reihenweise Festplatten kaputt gehen (oder was auch immer) wage ich aber zunächst mal zu bezweifeln.
Mal davon abgesehen kann man ja vorsichtshalber auch Gummipuffer benutzen, um die Problematik abzumildern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22
@andy_m4

Dann schau mal im HDD Kaufberatungs-Thread vorbei. Holt hat da schon vor Jahren darauf hingewiesen. Auch haben Desktop HDDs nur ein Workload von 55 TB/Jahr sowie 2400 Power-On Stunden im Jahr. Kann sein, dass sich das mittlerweile etwas gelockert hat aber hier wird explizit darauf hingewiesen, dass es keine Begrenzung der Schächte gibt:

https://www.westerndigital.com/cont.../wd-red-pro-hdd/data-sheet-wd-red-pro-hdd.pdf

"For RAID-optimized NAS systems with unlimited # of bays"

Oder hier für die non Pro:

https://www.westerndigital.com/cont...uct-brief-western-digital-wd-red-plus-hdd.pdf

"For RAID-optimized NAS systems with up to 8 bays"

Diese Freigabe fehlt bei den Desktop HDDs ergo den Blues daher kann man daraus schließen, dass es nicht gegeben ist.

Ist es ein großes Problem? Kann ich nicht sagen aber auf der anderen Seite warum riskieren? Desktop HDDs haben auch kein echten Preisvorteil (mehr?) also warum nicht zur NAS HDD greifen? Aktuell kostet eine Red Plus mit 10 TB 259 € und eine Blue 261,90 €. Zumal die Desktop HDDs nur 2 Jahre Garantie haben. Wenn man also noch auf HDDs setzt bzw. setzen muss ergeben die Desktop HDDs einfach kein Sinn.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22
Cool Master schrieb:
Diese Freigabe fehlt bei den Desktop HDDs
Ja. Da steht, das NAS-Platten protection gegen Vibration haben. Aber daraus lässt sich halt noch nicht ableiten, das es für Desktop-Platten in der Praxis ein signifikantes Problem ist.

Mal davon abgesehen: Das ein Plattenhersteller irgendwelche Aussagen trifft, würde ich erst mal als Werbung ansehen. Ist ja auch eine gängige Werbestrategie, irgendwie in der Darstellung ein Problem zu konstruieren für das man dann die Lösung verkauft. Darauf allein würde ich also erst mal nicht so viel geben.

Und Postings in irgendwelchen Threads würde ich erst mal unter Hören-Sagen verbuchen.

Cool Master schrieb:
Kann ich nicht sagen aber auf der anderen Seite warum riskieren? Desktop HDDs haben auch kein echten Preisvorteil (mehr?) also warum nicht zur NAS HDD greifen?
Der Meinung kann man durchaus sein. Und da würde ich mich sogar anschließen.
Das ist aber etwas anderes, wenn man sagt "Ich würde NAS-Platten nehmen, weil die besseren Schutz vor Vibrationen haben" als wenn man sagt "man darf nicht mehrere Desktop-Platten verbauen" was ja auch suggeriert, als ob es sehr wahrscheinlich zu Problemen kommt, wenn man dieser Empfehlung nicht folgt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22
andy_m4 schrieb:
Mal davon abgesehen: Das ein Plattenhersteller irgendwelche Aussagen trifft, würde ich erst mal als Werbung ansehen. Ist ja auch eine gängige Werbestrategie, irgendwie in der Darstellung ein Problem zu konstruieren für das man dann die Lösung verkauft. Darauf allein würde ich also erst mal nicht so viel geben.

Und Postings in irgendwelchen Threads würde ich erst mal unter Hören-Sagen verbuchen.

Direkt von WD:

Noise and Vibration Protection: Designed to operate solo, desktop drives typically offer little or no protection from the noise and vibration present in a multi-drive system. WD Red hard drives include Rotation Vibration (RV) sensors that anticipate and proactively counteract disturbances caused by increased vibration often found in multi-bay NAS systems.

https://www.westerndigital.com/en-il/products/internal-drives/wd-red-pro-sata-hdd?sku=WD2002FFSX

Wie gesagt weder Holt noch ich ziehen das aus der Luft. Es gibt div. Beweise die dafür sprechen siehe z.B.:


Aber egal, hier geht es um Synology.
 
Cool Master schrieb:
Sagte ich nicht gerade was zu Herstellerinformationen und das man deren Aussagen aufgrund Interessenskonflikten kritisch gegenüber stehen sollte. Und Deine Antwort ist irgendwas von Western Digital. Really?

Cool Master schrieb:
Es gibt div. Beweise die dafür sprechen siehe z.B.:
Soweit ich verstanden hab, ging es dabei um externe Geräusche. Also jemand schreit in ein Festplattenrack und zeigt die Auswirkungen davon.
Unabhängig davon wie aussagekräftig solche Videos sind:
Es ging gar nicht solche Szenarios, sondern ob Vibrationen von einer Festplatte eine andere im gleichen Gehäuse signifikant stören und ob das in der Breite ein Problem ist.

Also erst mal ist das Szenario ein anderes, auch wenn natürlich Schall auch zu Schwingungen führt. Aber es lässt sich eben nicht vergleichen.

Ich würde es auch sehr plausibel finden, das sich Festplatten gegenseitig durch Vibrationen stören (wenn die kein Schutzmechanismus dafür haben). Aber zwischen "plausibel finden" und "Belege" gibts halt einen Unterschied.
 
Es kommt, denke ich mal, auch auf den NAS Hersteller an. Synology lässt Desktop z.B. gar nicht zu.

1762253426839.png

Bei QNAP gehen z.B. Desktop Drives.

1762253511973.png

Wobei das aber auch immer nur sowas ist wie "haben wir getestet" oder "hat der Hersteller getestet" und "der Hersteller empfiehlt aber andere HDDs für Business Critical Use". Muss man halt abwägen. Ich habe bei mir auch nur NAS oder Enterprise, obwohl mein NAS nicht 24/7 an ist und ich die daher eigentlich nicht bräuchte. Aber die waren nicht so viel teurer als die Desktop und teilweise waren die Enterprise auch günstiger als die NAS HDDs.
 
BrollyLSSJ schrieb:
Synology lässt Desktop z.B. gar nicht zu
Ja. Das ist eine andere Fragestellung.
Und unabhängig davon: Auch bei den von Dir verlinkten Sachen steht nirgends, das gegenseitige Störung durch Vibrationen das Problem sind. Und das war ja das, worum es ging.

BrollyLSSJ schrieb:
"haben wir getestet" oder "hat der Hersteller getestet"
Ich könnte mir vorstellen, das es dabei vorrangig darum geht, inwieweit die Kompatibilität gegeben ist.

BrollyLSSJ schrieb:
Muss man halt abwägen.
Sicher. Und das bleibt ja auch unbenommen. Und auch ich verwende in meinem NAS auch NAS-Festplatten.
Nur das war ja nie die Fragestellung. Die Fragestellung war: Welche Belege gibt es, das Desktop-Festplatten sich durch Eigenvibrationen gegenseitig (via Gehäuse) negativ beeinflussen.
 
Zurück
Oben