TDE - Trinity Desktop Environment R14.1.7 ist erschienen

SirSinclair schrieb:
deshalb kannst du das nur sagen wenn du ein aktuelles TDE mit KDE 6 verglichen hast (was du wahrscheinlich nicht getan hast).
Zwei Gründe sprechen dagegen:
1. gegenüber KDE 6 arbeitet nur ein Bruchteil von Entwicklern an KDE 3, deshalb können sie den Rückstand durch KDE 4, 5 und 6 gar nicht mehr aufholen.
2. sind solche Projekte darauf ausgelegt, "das alte zu bewahren", der Wille zur Veränderung ist also eher mäßig ausgeprägt.

SirSinclair schrieb:
Open Source funktioniert nicht wie du es dir vorstellst
Ich verstehe mehr von Open Source, als du denkst. 😉

SirSinclair schrieb:
Sorry aber das ist völliger Quatsch der leider immer wieder wiederholt wird
Das könnte daran liegen, dass da "etwas dran" ist. Sowohl Anwender als auch Entwickler "dürfen" sich ab und zu mal an Neues gewöhnen. Aber in beiden Gruppen gibt es Leute, denen das schwer fällt.

Die Entscheidung, sich eine Extra-Wurst zu braten, fiel zu Beginn von KDE 4, also in der schlimmsten Phase. Später fällt es wiederum schwer, von dem eigenen Projekt wieder abzurücken. Schließlich hat man schon viel Arbeit rein gesteckt, hat nur dort so viel Einfluss(!), und spätestens beim Aussehen gäbe es einen "offiziellen Grund".

In Sachen KDE bin ich allerdings Anwender und kann als solcher kritisieren, wenn meiner Meinung nach Arbeitszeit verschwendet wird. "An neues gewöhnen" heißt [bezogen auf KDE 6] z. B., dass man es nach einer Umgewöhnungsphase(!) mindestens brauchbar, in aller Regel auch besser findet als früher. Damit entfällt der Grund, ein "anderes KDE" haben zu wollen. Zu viel Zersplitterung schadet dem Ökosystem Linux.

Würde ich nicht an einer bestimmten Open Source-Software arbeiten, dann würde ich mit Sicherheit andere Dinge angehen, in völlig anderen Sparten. Wenn mein Projekt "fragwürdig" wäre [was es nicht ist], dann ginge durch meine "Extrawurst" Arbeit für andere Projekte verloren. Das könnte dann jemand kritisieren oder schade finden, so sehe ich das jedenfalls. Mir kann kein Entwickler erzählen, dass ihn an "anderer Software" [außer dem eigenen Projekt] NICHTS mehr stören würde (und sei es nur ein Bug), und ihm gar nichts anderes einfällt, was er tun kann.

Also ja, ich kann nichts "verlangen", aber wundern darf ich mich. Das gilt für OpenOffice mit ihrem wahnsinnig beeindruckenden Changelog (einer von 8 Punkten pro Jahr: "bumped version number") und meiner Meinung nach auch für KDE 3.

SirSinclair schrieb:
"KDE 6 ist instabil" habe ich nicht geschrieben.
bezieht sich auf:
KlausBaerbel schrieb:
Auch jetzt ist TDE noch um einiges stabiler als Plasma 6.
Das sehen KDE 6-Anwender ganz anders, würde ich sagen. Wenn beide problemlos sind, ist es ein Gleichstand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Andarkan schrieb:
Wenn ich so Begriffe höre, denke ich mir, da ist jemand von eher irrationaler Ideologie getrieben.
Nun ja, SystemD ist eine Lösung, die niemand so wirklich will, weil sie komplex und nicht einfach durchschaubar ist und daher dem Unix-Prinzip (1 Tool für 1 Problem, möglichst als Shell-Script) widerspricht.
 
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thrawnx schrieb:
Sorry, aber das sieht wirklich aus als ob die 90er angerufen haben und ihr UI wiederhaben wollen ;)
Also wie gesagt ich will mir das in einer VM ansehen, wegen den schönen Erinnerungen daran.

Natürlich hat das wieder nicht geklappt mit dem compilieren, diesemal fehlt angeblich die tdeunicodedata.h
 
Ich habe absolut nichts gegen TDE, aber wenn jemand gewisse Aussagen von sich gibt, die auch von einer drittklassigen Marketingabteilung stammen können, werde ich einfach genervt.

KlausBaerbel schrieb:
Auch jetzt ist TDE noch um einiges stabiler als Plasma 6.
Basierend auf welcher Methodik? Plasma 5 wurde oft instabil(er) als z.B. Gnome genannt und während ich das selber nicht validieren kann, weil ich letzteres nie verwendet habe, konnte ich Plasma 5 selber kaum etwas vorwerfen. Ich will Plasma 5 jetzt nicht als vollkommen stabil bezeichnen, aber wie oft werden subjektive Aussagen als Basis für kaum haltbare Allgemeinaussagen verwendet?
Wenn allgemein betrachtet eine Software mit mehr Features mehr Bugs aufweist, ist diese dann instabiler? Das ist schwieriger zu beziffern, sollte aber zu bedenken sein.

KlausBaerbel schrieb:
Ich kenne Plasma als auch TDE, es mangelt TDE an keinem Feature.
Korrigiere, dem Schreiber mangelt es an keinem Feature!
Ich würde wetten, dass wenn ich mir TDE genauer ansehe, ich sicher einige Dinge finden würde und einiges dürften Kleinigkeiten sein, aber es sind gerade die Details, die einen Unterschied machen. Genauso gut könnte ich auch etwas in TDE finden, das Plasma nicht hat. So oder so, die Aussage ist einfach nur inkompetent.

SirSinclair schrieb:
Mit Ideologie hat das genau Null zu tun.
Bei dir stimmt das ja wohl, es gibt aber systemd-Verweigerer (reddit und Phoronix Forum), die sehr laut sind und man diese Diskussionen nicht mehr hören kann. Und dann kann schnell der Begriff systemd Ballast Voreingenommenheit hervorrufen.

Spock37 schrieb:
Nun ja, SystemD ist eine Lösung, die niemand so wirklich will
Wie z.B. hier. systemd will sicher nicht jeder. "Niemand so wirklich" kann man gleich als Trolling deklarieren. Die meisten Distro-Entwickler scheinen es zu wollen. Administratoren scheinen es zu wollen. Und die allermeisten werden sich hoffentlich fragen, wovon wir Trottel hier überhaupt reden. Hauptsache, Linux läuft. ;-)
 
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Deinorius schrieb:
aber wenn jemand gewisse Aussagen von sich gibt, die auch von einer drittklassigen Marketingabteilung stammen können, werde ich einfach genervt.
Ich stelle die Vermutung in den Raum dass das noch immer der Eindruck von KDE 4.0 ist und danach die Entwicklung nicht mehr weiterverfolgt wurde. Die Version war nämlich so verheerenden das ich kurz darauf zu Gnome 2 gewechselt bin, danach eine zeitlang Gnome 3, ich wollte dem Projekt eine Chance geben, war aber zu umständlich in der Bedienung. Dann eine zeitlang Xfce, aber mit Plasma 6 ist das so spitze, da kann auf moderner Hardware kaum was mithalten, also was freie Software angeht, soll kein Vergleich zu Apple sein wo man dafür entsprechend zahlt.
 
So ähnlich wie die Einstellung mancher zu be quiet Netzteilen, weil diese in der Altvorderenzeit mal eine furchtbare Serie hatten.

Hinsichtlich der Leistung mit unterschiedlichen DEs (um etwas auszuweiten) wird man in den meisten Fällen mit der Lupe suchen müssen. Ausnahmen bestätigen aber die Regel und wenn man eine nvidia Grafikkarte hat, sollte man sich laut Phoronix zwischen Plasma und Gnome besser für ersteres entscheiden. Auf einem Laptop relativiert sich das Ganze wieder etwas (mit Nachteilen für Xfce). Und mit AMD (leider vom letzten Jahr) muss man sich darüber so ziemlich gar keinen Kopf darüber machen, außer natürlich HDR und VRR (und was sonst noch) sind wichtig.
Es ist alles relativ und wie schon erwähnt, ist es schön, wenn man die große Wahl hat. Aber schlechte Marketing Aussagen bringen niemandem etwas, wenn man jemanden mit falschen Versprechen in eine Richtung lenkt, die für denjenigen falsch ist. Oder würde jemand wirklich einem Gamer TDE empfehlen? Vielleicht, wenn man eine gamescope session zum Spielen verwendet. Ist ja auch eine Option.
 
Hardware-Fan schrieb:
In Sachen KDE bin ich allerdings Anwender und kann als solcher kritisieren, wenn meiner Meinung nach Arbeitszeit verschwendet wird.
Es ist schwierig von "Arbeitszeit verschwendet" zu sprechen, wenn die Leute es freiwillig tun.
Daher ist auch die Überlegung: "Wenn die nicht bei A machen würden, würden die bei Projekt B mitmachen" recht spekulativ.

Hardware-Fan schrieb:
Zu viel Zersplitterung schadet dem Ökosystem Linux.
Ist wie beim Automobil. Das hat sich nie so richtig durchgesetzt, weils zig Hersteller mit zig Modellen gab. 😄

Ich würde ja sagen, die Attraktivität des Linux-Ölosystems besteht deshalb, weil Du halt all diese Möglichkeiten hast. Wer das nicht haben will hängt eher bei einer vereinheitlichten Plattform.
Davon gibts reichlich. Worin soll der Wert darin liegen, das Linux es genauso macht.

Vor allem da das ja auch irgendwie abgedeckt wird. Weil die meisten Anwender dürften zu einer Mainstream-Distribution greifen und dann da auch das nehmen, was vorinstalliert ist.
 
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