Zipfelklatscher
Admiral Pro
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Der Daedalus schrieb:Warum muss man Kapitalist sein um den Streik der Telekom Mitarbeiter für ungerechtfertigt und falsch zu halten?!
Weil der Streik eins der grundsätzlichen Mittel im Arbeitskampf ist. Soll man sich alles gefallen lassen, was den Herrn Millionären einfällt? Wenn die Telekom ihr Ding durchzieht, werden andere Firmen folgen. Deshalb muss irgendwann mal Schluss sein! Es geht den Telekom Mitarbeitern nicht nur um die angeblich "nur" 9% Lohneinbusse und den 4 Stunden Mehrarbeit. Das würden sicherlich die meisten zähneknirschend akzeptieren, um den Arbeitsplatz zu behalten, aber es stecken noch andere Sachen dahinter. Verdi hat errechnet, dass die Lohneinbusse für einen Callcenter-MA der Telekom dann bei über 42% Lohneinbusse (!), die auf ihn zukommen könnten. Ich möchte euch mal sehen, wenn euch euer Chef so einfach 42% Lohn wegnimmt. Würdet ihr das stillschweigend akzeptieren? Ich denke nicht.
Es geht darum, den Herrn dort oben zu zeigen, dass es irgendwo eine Grenze gibt, die ein Management nicht überschreiten sollte. Was passieren kann, wenn ausgelagert wird, haben wir am Beispiel BenQ erfahren müssen. So etwas ähnliches würde dann sicherlich auch früher oder später mit dem T-Service passieren.
Vielleicht solltet ihr euch mal die Argumentation von Verdi anschauen, bevor ihr alle streikenden Telekom-Mitarbeiter rausschmeissen wollt. Dann wird euch vielleicht einiges klarer.
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