News Telekom: Großer Streik und schlechte Zahlen

zickzack schrieb:
Meiner Meinung nach wird mit dem Begriff Call Center zu viel unter einen Hut gesteckt und damit arbeiten verglichen, die man eigentlich nicht vergleichen kann. Stichwort Produktportfolio und das ist nun mal bei T-Com "etwas" umfangreicher als bei den anderen Wettbewerbern.

Wenn ich auf http://www.t-com.de/ gehe und dort oben rechts als Suchbegriff „Servicehotline“ eingebe, dann erscheint eine mehrzeilige Übersicht. Und wenn ich dort weitersuche, finde ich separate Nummern für folgende Bereiche:

Beratung/Verkauf
T-Online Service Center Technik
Gewährleistung für … Geräte von T-Com
IT-ServiceLine
Technische Beratung …
T-DSL
T-DSL via Satellit

Es gibt also durchaus eine Spezialisierung, weshalb die Mitarbeiter in den Call-Centern auch nicht alle Bereiche auf dem Schirm haben müssen. Von der Komplexität, die nach ver.di. die z. T. doppelt so hohen Tarife gegenüber der Konkurrenz rechtfertigen, bleibt da nicht allzu viel übrig.

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Meine persönliche Vermutung, die ich hier wahrscheinlich gar nicht vertreten dürfte, ohne von den Admins gerüffelt zu werden, würde lauten, dass sich die T-Com-Mitarbeiter aus lauter Frust in den Streik stürzen. Dieser Frust wiederum könnte viele Ursachen haben, vielleicht sogar diese:

http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/wissen/gesundheit/437597
 
Zuletzt bearbeitet:
freekguy: Komisch dass das mein Vater nach 30 Jahren nicht bekommt, eher unter 2500€. Es gibt halt nicht nur Arbeiter die 3000 oder mehr verdienen. Und auch wenn dus nicht glauben kannst, so ne Famile mit Haus ist sehr teuer! Wenn du nicht weißt wie wir leben, dann verurteile oder zieh meine Beiträge nicht ins Lächerliche, denn es passieren auch noch andere unerwartete Dinge die sehr viel Geld kosten und lustig ist das bestimmt nicht. Neid oder andere beleidigen ist hier sicherlich total fehl am Platz, denk mal drüber nach.
 
Findet ihr es nicht ein wenig überflüssig, über einen Maßstab zu streiten, der gelinde geschrieben nicht vorliegt?

Btw macht es glaube ich einen enormen Unterschied, ob man in einer Firma X zu einem Salär von 2000€ brutto anfängt oder ob man nach jahrelanger Arbeit von 3000€ brutto auf 2000€ heruntergestuft wird.

Deshalb würden mir die hier geschriebenen Vergleiche mit den Verdienstmöglichkeiten in anderen Callcenter als Betroffener am Allerwertesten vobeigehen.
Schließlich arbeite ich nicht bei Arcor und Konorten...
Wer verdient nun zuviel und wer zu wenig?
Wer maßt sich an, darüber zu entscheiden?

Jener mit einer akademischen Ausbildung, der in den ersten Jahren vielleicht sogar noch weniger verdient, als ein langjähriger T-Com Mitarbeiter mit niederer Qualifikation?

Pragmatische Zahlenvergleiche werden den komplexen Geschehnissen aus der Vergangenheit des Konzerns nicht gerecht.
Dazu ist die Vorgeschichte u.a.mit der Wochenarbeitszeitkürzung bei gleichzeitiger Lohnangleichung nicht zu vergessen.
Jetzt wieder die gleiche Zeit wie vorher zu arbeiten bei nochmaliger Gehaltskürzung ist schon ein Frosch, den ich als dort Beschäftigter auch nicht schlucken würde.

Weitere Schlagwörter wie Vivento oder die Arbeitsbedingungen im Vivento Costumer Service sprechen sich bei den Betroffenen herum.

Da ich nicht persönlich betroffen bin, sondern die Arbeitsumstände bei Letzgenannter lediglich durch Mundpropanganda meiner Frau zu hören bekomme, ist meine Info also nur aus zweiter Hand.
Doch sollten die nur zu 10% wahr sein (auch wenn ich nicht davon ausgehe, daß sie mich anlügen würde), ist das ein Arbeitsklima der ständigen Angst und Gängelung ohne Gleichen.

Wer würde sich unter diesen Aspekten ohne zu murren ausgliedern und schlechter bezahlen lassen?

Meine Sympathie gilt den Streikenden.

Gruß

olly

edit:
@keshkau,
inweit der gemeine Mitarbeiter dafür verantwortlich ist, wäre die Schlüsselfrage
 
Zuletzt bearbeitet:
keshkau schrieb:
Wenn ich auf http://www.t-com.de/ gehe und dort oben rechts als Suchbegriff „Servicehotline“ eingebe, dann erscheint eine mehrzeilige Übersicht. Und wenn ich dort weitersuche, finde ich separate Nummern für folgende Bereiche:

Beratung/Verkauf
T-Online Service Center Technik
Gewährleistung für … Geräte von T-Com
IT-ServiceLine
Technische Beratung …
T-DSL
T-DSL via Satellit

Es gibt also durchaus eine Spezialisierung, weshalb die Mitarbeiter in den Call-Centern auch nicht alle Bereiche auf dem Schirm haben müssen. Von der Komplexität, die nach ver.di. die z. T. doppelt so hohen Tarife gegenüber der Konkurrenz rechtfertigen, bleibt da nicht allzu viel übrig.

Entschuldige das ich ein wenig schmunzle, natürlich findet man auf den Firmenhomepages (natürlich auch Telekom) Hotlinenummern für alle erdenkliche Probleme/Kundenwünsche. Wäre ja schlimm, wenn dem nicht so wäre. Jetzt aber zu glauben, dass die Anrufe immer bei einem Spezialisten rauskommen ist ja schon fast ein wenig naiv (jetzt nicht gleich wieder böse sein) Wo landen diese Anrufe? Da wird bei der Telekom zum Teil in einen großen Topf geroutet (viele Hotlines, ein Ziel).
 
olly3052 schrieb:
Wer maßt sich an, darüber zu entscheiden?

Die Kunden, denn sie haben die freie Wahl: http://www.billiger-telefonieren.de/anbieter/paket/

Die T-Com liegt derzeit im oberen Preissegment, was unter anderem an den Personalkosten liegen dürfte. Wenn die Infrastrukturen der Anbieter vergleichbar sind, bleibt außer dem Personal ohnehin nicht viel übrig, was den Unterschied ausmachen könnte. Daher – zum wiederholten Male – meine Frage: Wenn die Mitarbeiter zum jetzigen Zeitpunkt nicht bei sich selbst anfangen wollen zu sparen, bei wem dann? Wenn ich überschlage, was bei 50.000 Mitarbeitern Jahr für Jahr an Lohnkosten zusammenkommt, fallen mir persönlich kaum schlagkräftige Alternativen ein.

Die andere Frage ist auch noch nicht beantwortet worden. Wofür braucht die T-Com noch die Mitarbeiter, die in der Vergangenheit jene Kunden betreut haben, die abgewandert sind. Und das waren bekanntlich nicht wenige.

@zickzack
Ich habe auch schon zweimal oder dreimal wegen eines DSL-Problems die Hotline bemüht. Und da bin ich von einer zentralen Anlaufstelle aus jedes Mal an einen DSL-Techniker weiterverbunden worden.
 
keshkau schrieb:
– zum wiederholten Male – meine Frage: Wenn die Mitarbeiter zum jetzigen Zeitpunkt nicht bei sich selbst anfangen wollen zu sparen, bei wem dann?

Es ist zwar unhöflich, aber so bin ich nunmal:
liegt es an den Lohnkosten oder an den aufgebauten Strukturen, daß die T-Com zu teuer ist und der Service so schlecht?


keshkau schrieb:
Wofür braucht die T-Com noch die Mitarbeiter, die in der Vergangenheit jene Kunden betreut haben, die abgewandert sind. Und das waren bekanntlich nicht wenige.

Vielleicht für die expandierende Bereiche, die den 4 Milliarden Gewinn ausmachen?
Oder für eine komplett neue Infrastruktur zb. in der Software, die untereinander nicht kompatibel ist und für den nachträglichen händische Fehlerteufel zuständig ist?
Für die Qualitätskontrolle, bei der bisher nur auf die Zahlen der einzelnen Teams,nicht aber auf die Qualität geachtet wurde?

Nicht ganz ernst gemeint sind meine Fragen, Deine etwa?
Bewegen wir uns nicht beide auf dem Terrain Strukturen des Konzern, von denen wir keinen blassen Schimmer haben?
Wer also sollte Deine und meine Fragen beantworten können?
Diese bewegen sich wohl nicht in diesem Forum.

Gruß

olly
 
Ich sage es mal so: Die Führungsspitze hat ein Problem lokalisiert (Festnetz) und einen Plan zur Kostensenkung vorgelegt (50.000 MItarbeiter betreffend). Die Gewerkschaft ver.di ruft zum Streik auf und will die Maßnahmen nicht mittragen. So weit, ok. Aber ver.di macht bisher keinen Alternativvorschlag, der die Kosten in vergleichbarer Höhe senken könnte. Das kritisiere ich.

Die Monteure, Strippenzieher und Call-Center-Mitarbeiter aus der Festnetzsparte sind von ihrer Qualifikation her wahrscheinlich nicht dafür prädestiniert, die Programmieraufgaben zu lösen, die Du beschrieben hast.

Es gibt nun einmal mehrere Geschäftsbereiche im Telekom-Imperium. Die Mobilfunker machen ihren Job, die Festnetz-Mitarbeiter einen anderen. Jeder Bereich muss für sich profitabel arbeiten, wenn er seine Existenzberechtigung nicht verlieren will.

Das sind keine Fragen, mit denen ich mich erst dann beschäftigen kann, wenn ich im Vorstand der Telekom sitze. Und obwohl die Gewerkschaft ihre Arbeitnehmervertreter an exponierter Stelle sitzen hat, höre und lese ich von denen nichts, was das Kernproblem lösen hilft.
 
Realsmasher schrieb:
und schon wieder spricht der neid : "der ist schlechter wie ich und bekommt mehr Geld"
Was hättest du denn geschrieben wenn ich gepostet hätte, dass ich 60k im jahr verdiene ? dann wär ich vermutlich einer der Besserverdiener die keine Ahnung haben wie schlecht es sich mit 39k im Jahr lebt.

Wenn es Leute gibt die für die Hälfte des Geldes bei ner anderen Hotline arbeiten, dann sehe ich nicht warum die Telekom die nicht abwerben, für 24k im Jahr einstellen und die jetzigen Mitarbeiter (zumindest die die die 39k verdienen) rauswerfen sollte.
Gibts vom moralischen Hintergrund abgesehen Gründe das nicht zu tun.

@olly: Du bist ja witzig. Wenn der Festnetzbereich in Deutschland zurückgeht und dafür T-Mobile Frankreich boomt, dann will ich mal die Reaktion der Mitarbeiter (und von Verdi) sehen wenn die Telekom den Leuten anbietet jetzt ne Stelle in Frankreich anzunehmen statt gekündigt zu werden.
Wenn im Spar-Markt die Bäckerei mies ist und keiner Brötchen kauft, dafür aber die Fleischabteilung verkauft wie blöde, lässt du dann den Bäcker schlachten oder stellst du nen Metzger ein und entlässt den Bäcker ?

Moralisch gesehen wünsche ich den Leuten sogar, dass Sie Erfolg haben. Aber jetzt weniger weil ich glaube dass die so arm dran sind, sondern weil imo die ganze Branche unterbezahlt ist und andere mal nachziehen und die Löhne anheben könnten.

Aber jeder hier der logisch denken kann sollte in der Lage sein auch die Situation der Telekom mal nachzuvollziehen und einzusehen, dass die Kürzungen eigentlich die logische Konsequenz sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Gewerkschaft ver.di hat gestern auf ihrer Website einen Hinweis darauf gegeben, was das Ziel des Streiks ist. Dort wird auf eine Aussage von Lothar Schröder verwiesen, der Mitglied im Bundesvorstand von ver.di ist:

ver.di kämpfe gemeinsam mit den Beschäftigten für den Abschluss eines tarifvertraglichen Sozialplans, der die Arbeits- und Entlohnungsverhältnisse der betroffenen Arbeitnehmer schützt und Beschäftigungsperspektiven eröffnet. Ziel sei, einen stark 30 verbesserten Kundenservice bei der Telekom zu einem Erfolgsfaktor gegenüber den Konkurrenten zu machen.

Wie soll ich mir das konkret vorstellen? Da sitzen momentan also etliche Call-Center-Mitarbeiter vor ihren Bildschirmen, die für die Kundenbetreuung zuständig sind. Ein gewisser Prozentsatz dieser Mitarbeiter ist schlecht gelaunt, frustriert, unzureichend geschult oder senkt aus einem anderen Grund die Servicequalität.

Ein (anderer?) Teil der Call-Center-Mitarbeiter hat – überspitzt formuiert – kaum noch etwas zu tun, weil seit Anfang 2006 schätzungsweise 1,5 Mio. Kunden aus der Kundendatenbank der T-Com verschwunden sind. Die rufen so schnell sicher nicht mehr an.

Die Gewerkschaft schlägt in dieser Situation vor, „die Arbeits- und Entlohnungsverhältnisse in der Festnetzsparte beschäftigten Mitarbeiter zu schützen!" Daraus resultieren gleichbleibend hohe Kosten bei kontinuierlich sinkendem Umsatz. Na gut. Zugleich soll die Servicequalität verbessert werden, was löblich ist.

Normalerweise würde man schauen, wie viele Servicemitarbeiter man angesichts der Entwicklung der Kundenzahlen überhaupt noch braucht. Und diese würde man entsprechend schulen, sofern das bisher vernachlässigt worden ist. Aber wenn der Personalbestand unangetastet bleiben soll, obwohl eine beachtliche Anzahl an Kunden bereits abgewandert ist, dann wird es wohl in Zukunft darauf hinauslaufen, dass ich bei einem Anruf gleichzeitig mit zwei Call-Center-Mitarbeitern verbunden werde, damit bloß jeder seinen Job behalten kann. Es bleibt abzuwarten, ob das die Qualität steigern wird.

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@Blutschlumpf
Dein Beispiel mit dem Spar-Markt ist super!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich find das man wirklich die ganzen 400€Job-Hausfrauen die an der Hotline sitzen und keine Ahnung haben,wegschicken sollte,und geschulte leute einstellt die das Gehalt wirklich wert sind.Und nicht so 0815-Mitarbeiter denen man ne halbe Stund verklickern muss was das problem ist.
Wie soll ich mir das konkret vorstellen? Da sitzen momentan also etliche Call-Center-Mitarbeiter vor ihren Bildschirmen, die für die Kundenbetreuung zuständig sind. Ein gewisser Prozentsatz dieser Mitarbeiter ist schlecht gelaunt, frustriert, unzureichend geschult oder senkt aus einem anderen Grund die Servicequalität.
Das Problem ist nur dass es die Mitarbeiter bislang bei der T-Com gut gehabt haben und jetzt versuchen ihren Arsch zu retten.Kurzerhand haben sie sich bei Verdi angemeldet und streiken was die pauke hergibt.:freak:
Es war immer so dass viele Mitarbeiter schlecht gelaunt waren weil sie einfach zu viele Dau´s beraten müssen.
Wie sagt man doch so schön in Deutschland:
Nimmst dem Deutschen den Lollipop weg regt er sich auf!Denn er will nicht auf ihn verzichten.
Und das ist das Problem!Das CallCenter war und ist einfach kein geschäft mit welchem man verdient!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich find das man wirklich die ganzen 400€Job-Hausfrauen die an der Hotline sitzen und keine Ahnung haben,wegschicken sollte,und geschulte leute einstellt die das Gehalt wirklich wert sind.

sorry, aber du hast echt NULL ahnung wie es in einem callcenter aussieht. sei lieber ruhig, bis auf die Knochen blamiert hast du dich gerade schon.

Und das ist das Problem!Das CallCenter war und ist einfach kein geschäft mit welchem man verdient!

noch so eine granate :rolleyes:

Die meisten neuen Aufträge für neue Anschlüsse, DSL usw passieren im Callcenter.
Ich würde wenigstens 75% der Aufträge und somit des Umsatzes den Callcentern zuschreiben.
Bei den sinkenden T.Punkten tendenz steigend.



Was hättest du denn geschrieben wenn ich gepostet hätte, dass ich 60k im jahr verdiene ? dann wär ich vermutlich einer der Besserverdiener die keine Ahnung haben wie schlecht es sich mit 39k im Jahr lebt.

kann ich nichts zu sagen. ich muss mit ~3000€ netto im Jahr leben, von daher habe ich da keine Vorstellung davon wie gut oder schlecht es sich mit 39000 brutto(die fast keiner der hier diskutieren Mitarbeiter verdient) lebt.


Wenn es Leute gibt die für die Hälfte des Geldes bei ner anderen Hotline arbeiten, dann sehe ich nicht warum die Telekom die nicht abwerben, für 24k im Jahr einstellen und die jetzigen Mitarbeiter (zumindest die die die 39k verdienen) rauswerfen sollte.
Gibts vom moralischen Hintergrund abgesehen Gründe das nicht zu tun.

ist doch schon längst geschehen. Aktuell gibt es in der niederlassung in meiner nähe rund 300 freie Stellen, weil viele die 1/4Million Abfindung genommen haben und gegangen sind.(soviel zum thema : telekom hat kein geld)

Dort werden aktuell leiharbeiter eingestellt die noch weniger verdienen. Diese arbeiten nicht, weil sie nichts zu verlieren haben.

Was bringt das im Endeffekt ? nichts.


sorry, aber ein Unternehmen was einem 60 Jährigen Arbeiter, der in 2-5 jahren in den Vorruhestand/Rente gehen würde, noch rund 7-8 jahresgehälter zahlt ist
a) bescheuert
b) nicht arm dran
c) nicht im Recht den anderen Arbeitern das gehalt zu kürzen

so einfach ist das.
 
Die D-Telekom hatt sich den Mist selbst eingebrockt und das Unternehmen mit viel zu vielen Mitarbeitern in die Unwirtschaftlichkeit getrieben.
Bin mal gespannt ob und wie die das sozialverträglich noch hinbiegen wollen.
Versetzt man sich in die Lage der Mitarbeiter und deren Familienangehörigen hat man zwar Verständnis für einen Streik, andererseis denkt man als Außenstehender, nicht dierkt Betroffener die Telekom sollte sich endlich konsolidieren und die Atkionäre nicht noch mehr verärgern die durch diese scheiss Aktie ihre Kohle verloren haben. :mad: (in dem Fall bin ich selbst betroffen daher bin ich etwas zornig auf den Konzern)
 
Dieser Streik hat bei genauer Betrachtung doch mehr Vorteile als Nachteile:

Die T-Com spart sich die Gehälter für die Streikenden. Selbst wenn in der Zwischenzeit günstigere Leiharbeiter einspringen, kommt die T-Com unter dem Strich besser weg.

Die Menschen in Deutschland erleben hautnah, dass Herr Obermann mit seiner Einschätzung richtig liegt, weil die T-Com weiterhin funktionieren wird, selbst wenn 10.000 oder 20.000 Mitarbeiter nicht zur Arbeit gehen.

Die T-Com-Mitarbeiter, die ihren Lebensunterhalt nunmehr aus der Streikkasse von ver.di bestreiten müssen, gewöhnen sich bereits jetzt an ihr zukünftiges Gehaltsniveau.
 
Meiner Meinung können sie ruhig streiken, den vom Service gefrusteten Kunden wird es eh nicht auffallen, ob sie nun ein paar Wochen mehr oder weniger auf ihren Anschluss warten müssen oder mal wieder keinen Ansprechpartner an der Strippe haben. Die die demonstrieren tönen doch immer mit Service. Wo soll der in den vergangenen Jahren gewesen sein. Wenn man mal einen erwischt, hat man entweder einen inkompetenten oder mürrischen Mitarbeiter dran und dafür wollen die dann immernoch mehr Geld als bei den Mitbewerbern verdienen? Kann ich nicht einsehen.

Soweit ich weiß, hat die Telekom doch hier im Inland die Probleme mit dem Markt und macht ihre Gewinne jetzt im Ausland. Warum sollte man dann den Angestellen hier das Geld hinterherwerfen.
 
fandre schrieb:
Soweit ich weiß, hat die Telekom doch hier im Inland die Probleme mit dem Markt und macht ihre Gewinne jetzt im Ausland. Warum sollte man dann den Angestellen hier das Geld hinterherwerfen.

Stimmt auf den Punkt. Der deutsche Markt ist weitgehend gesättigt und die Konkurrenz hat ihre Hausaufgaben gemacht. Mit einem Festnetzanschluss lockst Du hierzulande niemandem mehr hinter dem Ofen hervor. Richtiges Wachstum gibt es für die T-Com nur noch im Ausland.
 
@keshkau & Blutschlumpf,

Das habt ihr nicht zufälligerweise überlesen?

olly3052 schrieb:
Nicht ganz ernst gemeint sind meine Fragen, Deine etwa?



Den grundsätzlichen Aufbau des Konzerns kann man sicherlich wunderbar als Außenstehender recherchieren.
Die innerbetrieblichen Strukturen sicherlich nicht.

Woran liegt also Eurer Meinung nach die schlechte Erreichbarkeit des Supports, wenn es doch viel zu viele Mitarbeiter für zu wenig Arbeit gibt?

Woran liegt es, daß es gerade bei den Buchungen von Zusatzpaketen zu so vielen Pannen kommt?

Wo liegt das Problem, das die linke Hand nicht weiß, was die rechte getan hat?

Wo ist der realistische Ansatz der T-Com, mit den geplanten Umstrukturierungen den Service entscheidend verbessern zu wollen?

Ich denke, daß man das Pferd von der falschen Seite aufzäumt:
Statt die Qualitätssicherung zu steigern und sich damit von dem Rest der billigen Anbieter entscheidend abzusetzen, will man genauso günstig werden.

Wird man so bei weiter sinkendender Qualität des Service mehr Kunden gewinnen?


Gruß

olly
 
Ich habe das nicht überlesen, sondern stillschweigend ignoriert. Die meisten meiner Fragen oder Aussagen (nicht alle) meine ich durchaus ernst, das Thema ist es schließlich auch.

Was auch immer innerhalb der T-Com-Organisation schieflaufen mag, etwa hnsichtlich der Abstimmung der einzelnen Bereiche, so gilt doch: Wenn die anderen Anbieter mit Erfolg Kunden von der T-Com abwerben, dann besteht auf Seiten der T-Com Handlungsbedarf. Die Gründe für das Abwandern der Kunden mögen bei den Preisunterschieden finden sein, bei der mitunter schlechten Erreichbarkeit, bei den Öffnungszeiten der T-Punkte, bei der Qualität des Service oder bei nervigen Pannen (die natürlich auch bei anderen Anbietern auftreten).

Den Kunden ist es letztendlich völlig gleichgültig, worauf die eigene Unzufriedenheit mit der T-Com beruht. Sie wechseln den Anbieter und sind erst einmal weg. Anschließend verbreiten sie noch per Mundpropaganda ihren Entschluss und schädigen so noch einmal das Image der T--Com. Das ist die Situation.

Ich bin der Meinung, dass Qualität im Service eher durch Klasse statt durch Masse erzielt wird. Was helfen mir zehn Call-Center-Mitarbeiter, wenn mir doch nur einer bei meinem Problem helfen kann? Womöglich ist sein Anschluss dann auch noch besetzt, wenn ich gerade anrufe. Die Servicestrukturen müssen so ausgestaltet sein, dass ich mit einem speziellen Anliegen umgehend zu einem kompetenten Spezialisten durchgestellt werde, der mir dabei hilft, mein Problem zu lösen.

Man hätte schon Mitte 2006 die Reißleine ziehen müssen, weil zu diesem Zeitpunkt bereits abzusehen war, wie sich die Kundenzalen im Festnetzbereich entwickeln. Der Trend der Kundenabwanderungen setzte schließlich schon lange vorher ein. Geschehen ist wenig und nun ist das Gejammer groß.
 
Also die Diskussion mit dem hohen Ross: es stimmt schon, dass man bie der Telekom, verglichen mit anderen kleineren IT Firmen, nicht schlecht verdient und relativ privilegiert ist. Andererseits hat man auch mehr Verantwortung. Es kommt eben immer drauf an, was man sonst noch zahlen muss und wie die Familiensituation (auch finanziell) aussieht.
Ich kann aber schon verstehen, dass die Mitarbeiter von den dauernden Strukturveränderungen die Nase voll haben. Aus eigener Erfahrung...
 
olly3052 schrieb:
Woran liegt also Eurer Meinung nach die schlechte Erreichbarkeit des Supports, wenn es doch viel zu viele Mitarbeiter für zu wenig Arbeit gibt?
Ich habe in meinem Leben erst einmal bei der Telekom angerufen, da ging am WE sofort jemand dran und konnte mir direkt und unkompliziert helfen.
Bei Arcor hab ich 3 mal unter der Woche angerufen und bin bei keinem der Versuche durchgekommen, jedes mal brach das Gespräch seitens Arcor nach ner Weile in der Warteschleife ab.
Ich kann also den Support der T-Com nicht negativ bewerten und schon gar nicht schlechter als den der anderen Anbieter.
Das ändert aber nicht dran, dass wir aus Kostengründen zu Arcor gewechselt sind, da ich nicht einsah für den Support 20 Euro extra im Monat abzudrücken. Den Weg gehen ja bekanntermaßen sehr viele.
 
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