News Telekom: Großer Streik und schlechte Zahlen

@Realmasher!

Woher willst du denn wissen ob ich Ahnung habe oder nicht?
Ich denke dass du überhaupt noch nicht mal hinter den Kulissen bei der T-Com gearbeitet hast?:mad:
Die T-Com hat im eigenen Call-Center 400-500 Mitarbeiter.Davon sind 40% von diversen Zeitarbeitfirmen eingestellt.Bei der Einstellung der leute wurde nicht berücksichtigt ob diejenige Person sich technisch visiert auskennt,sondern ob sie gut verkaufen kann.Probleme und Störungen werden nicht nach Wissen und Erfahrung behoben sondern nach Schematik(Datenbank und Weiterleiten per Störung an Techniker).
Auf die Antwort zur Lukravität im CallCenterGeschäft hast du es wahrscheinlich auch nicht kapiert was ich damit gemeint habe.
Die Hintergründe sind die dass die Mitarbeiter von der T-Com im CallCenter sehr gut bezahlt werden.Viele aber davon denken sie müssen sich nicht den Arsch aufreissen für die Arbeit für die sie bezahlt werden weil sie möglicherweise frustriert sind.
Und jetzt müssen die Kollegen mit demjetzigen Problem kämpfen als Buße und Verdienst ihren Platz zu verlieren.
Streiken ist ok.Aber hat die T-Com nicht genügend Probleme? Die Leuten sollten besser die Einschränkungen annehmen und froh sein einen Arbeitsplatz zu haben.
 
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Foofoo schrieb:
@Realmasher!

Viele aber davon denken sie müssen sich nicht den Arsch aufreissen für die Arbeit für die sie bezahlt werden weil sie möglicherweise frustriert sind.
Und jetzt müssen die Kollegen mit demjetzigen Problem kämpfen als Buße und Verdienst ihren Platz zu verlieren.
Streiken ist ok.Aber hat die T-Com nicht genügend Probleme? Die Leuten sollten besser die Einschränkungen annehmen und froh sein einen Arbeitsplatz zu haben.

Du hast keine Ahnung was du schreibst.
Ich habe mich gerade angemeldet weil ich nicht glauben kann was für Müll hier geschrieben wird.
Zufällig kenne ich jemanden von den 50 000 Stellen die ausgegliedert werden.
Mit einem Anfahrtsweg von fast 70 Km täglich und Kindern soll man diese Einsparungen hinnehmen(mehr Arbeitszeit, kostenlose Zusatzstunden, weniger Geld und eine unsichere Zukunft)wobei ein Herr Obermann im Jahr vielleicht eine halbe Million verdient und das ist dann Gerechtigkeit :mad: .
Sobald sie ausgegliedert werden sind es eigenständige Firmen und das kann(und wird auch) bedeuten das eine andere Firma diese GmbH dann kauft und die Leute zu schlechteren Konditionen anstellt.
Der Kündigungsschutz ist dann kein Trost und was die Angestellten angeblich so verdienen ist selten der Fall und die niedrigen Arbeitszeiten die teilweise in den Medien erwähnt werden sind auch idiotisch.
Wenn heute eine neue Leitung gelegt wird sind teilweise 6 Personen vor Ort und das nur weil die Telekom so viele Unternehmensteile ausgegliedert hat.
Außerdem hat die Telekom die Call-Center gekauft und auch der teilweise schlechte Service hängt wohl nicht am kleinem Arbeitnehmer sondern wohl viel mehr an der Führung der Telekom die Service klein geschrieben hat.
Außerdem bringen die Entlassungen auch wenn es ja erstmal "nur" Ausgliederungen sind, noch weniger Service.
Die Preise der Telekom werden von der Regulierungsbehörde festgelegt und wenn die Telekom die Preise senken will muss sie auch die Bereitstellungspreise für die Konkurrenz senken.
Außerdem muss(!) die Telekom die Netze freigeben.
Der schlechte Service der Telekom ist schuld der Leitung des Unternehmens aber die Tatsache das wegen geringeren Preisen die Kunden abwandern ist der Regulierungsbehörde zu verdanken.

Als Ergebnis lässt sich feststellen das weder Service, Preise oder sonst irgendein Zustand bei der Telekom sich bessert.
Die Aktien werden auch nur kurz steigen um dann bald noch tiefer zu rutschen sobald die Aktionäre merken das diese Aktion nichts gebracht hat(außer mehr Aufwand).
Auch frage ich mich wie viele von den 50 000 Mitarbeitern Aktien besitzen und sie vielleicht nach der Ausgliederung verkaufen.
 
Wer einen Blick in die Computerzeitschrift c’t wirft (Heft 10, Seite 40), findet einen Insiderbericht über den Servicebereich der T-Com, in welchem es unter anderem um Software-Inpompatibilitäten inerhalb der Servicebereiche geht, die hier bereits angesprochen wurden. Weiterhin werden zu hohe Vorgaben für die Mitarbeiter beklagt und die zu hohe Schlagzahl der Umstrukturierungen, denen sich die Mitarbeiter über die Jahre ausgesetzt fühlen. Ein insgesamt recht aufschlussreicher Artikel, auch wenn es sich um interne Probleme der T-Com handelt, von denen sich die Kunden nichts annehmen müssen.
 
@Realmasher!

Woher willst du denn wissen ob ich Ahnung habe oder nicht?

ich habe deinen Post gelesen und das ging eindeutig daraus hervor.

Ich denke dass du überhaupt noch nicht mal hinter den Kulissen bei der T-Com gearbeitet hast?

moep, falsch.


Viele aber davon denken sie müssen sich nicht den Arsch aufreissen für die Arbeit für die sie bezahlt werden weil sie möglicherweise frustriert sind.

ja ist doch normal. das sich die Motivation durch weniger gehalt und einen unsicheren Arbeitsplatz erhöht glaubt eh nur Obermann selbst.

und das mit dem unsicheren Arbeitsplatz ist ja nun nichts neues, das gibts ja seit Jahren schon.

Aber hat die T-Com nicht genügend Probleme?

Wer viele Hundert Millionen Euro(eventuell sogar Milliarden) an unnötigen Abfindungen bezahlen kann, kann keine relevanten (Geld-)Probleme haben.

Und was folgern wir daraus : wenn die Telekom KEINE Geldprobleme hat, weshalb sollten die Leute dann weniger geld bekommen ?

Nur weils möglich ist ? So ein blödsinn. Wäre auch möglich das wir alle 50% MWST zahlen, damit die Diäten um 200% steigen können und die Unternehmenssteuer auf 0% gesenkt werden kann. Der Sinn wäre im Endeffekt der gleiche : Bereicherung von ohnehin Reichen.
 
keshkau schrieb:
Wer einen Blick in die Computerzeitschrift c’t wirft (Heft 10, Seite 40), findet einen Insiderbericht über den Servicebereich der T-Com

Ein "ähnlicher" aber oberflächlicher Artikel war auch beim Spiegel auf der Homepage, in dem beschrieben wurde, das einige Manager versuchen ihre Person wichtig zu machen, um ihre Position zu festigen. Die Folge sind sinnlose Projekte, Inkompatibilitäten und co.
Auf der anderen Seite kann ich aber immernoch nicht einsehen, warum die Telekommitarbeiter das 1,5fache verdienen sollen, als das was in der Branche üblich ist. Immerhin müssen sie ihre schlechte Laune ja auch nicht an den Kunden auslassen. Und es ist eine Unverschämtheit zu fordern, an Gewinnen beteiligt zu werden, die man nicht erwirtschaftet hat, sondern die Kollegen im Ausland.

Zu dem Fall, weiter oben, wo jemand schreibt, man müsse 70km fahren und Kinder versorgen. Der Arbeitgeber ist doch nicht für das Privatleben der Menschen verantwortlich. Es ist einen selbst überlassen, wo man wohnt und ob man eine Familie hat.

Also meiner Meinung nach sollte man auch einige der Manager kicken, da sie anscheinend vorsetztlich dem Unternehmen schaden.
 
Auf der anderen Seite kann ich aber immernoch nicht einsehen, warum die Telekommitarbeiter das 1,5fache verdienen sollen, als das was in der Branche üblich ist.

Ja, ist wirklich schwer einzusehen das große teile der branche deutlich zu wenig verdienen, da sollte man was ändern.
 
fandre schrieb:
Zu dem Fall, weiter oben, wo jemand schreibt, man müsse 70km fahren und Kinder versorgen. Der Arbeitgeber ist doch nicht für das Privatleben der Menschen verantwortlich. Es ist einen selbst überlassen, wo man wohnt und ob man eine Familie hat.

Also meiner Meinung nach sollte man auch einige der Manager kicken, da sie anscheinend vorsetztlich dem Unternehmen schaden.

Nur mal so wenn man ein Haus und die Kinder hat soll man dann ständig umziehen ?
Außerdem meine ich mit den 70 Km auch die Kosten.
Jeden Tag diese Wegstrecke mit dem Auto zurückzulegen ist auch nicht gerade billig und was ich damit sagen will ist das man ohnehin schon viele Ausgaben hat und die Arbeit irgendwann auch nicht mehr rentabel ist.
Da kann man auch gleich Arbeitslosengeld beziehen und hat nicht noch die Fahrtkosten.
Die Kosten für viele Waren werden außerdem nicht geringer und wie kann es sein(und da bin ich wieder deiner Meinung)das die Führungskräfte Ihre Fehler auf die Mitarbeiter abwälzen?
Herr Obermann(obwohl statt Herr vielleicht etwas anderes stehen sollte)verdient in einem Monat soviel wie andere im ganzen Jahr und auch wenn ich nichts gegen Menschen hab die mehr Geld verdienen so sollte man Ihn mal mit dem Geld auskommen lassen das einer seiner Mitarbeiter verdient.

Ich frage mich jetzt nur fandre ob du genauso denken würdest wenn du selbst eine Familie hättest, weil es schließlich nicht immer so "schlecht" um die Telekom stand(die ja im Gegensatz zu anderen Unternehmen sogar Gewinne hat)
Kinder sind die Zukunft ;) und ich glaube wenn in ein paar Jahrzehnten mal keiner deine Rente zahlt wirst du auch deine Meinung ändern.

@Realsmasher
Denkst du wirklich das alle Mitarbeiter gleich viel verdienen?
Zugegeben die Telekommitarbeiter verdienen teilweise nicht schlecht aber es ist ja nicht so das Telekom das Geld nicht hätte.
Warum sonst fahren sie Werbeaktionen die immer sinnloser werden( z.B.: Telekomtüten mit irgendwelchen Zeug auf dem Bahnhof verteilen)
Außerdem sind die Telekomlöhne nicht unglaublich hoch und wenn man sich schon über Löhne aufregt warum dann nie über Leute wie Obermann.
Überhaupt werden so viele Falschmeldungen über angebliche Löhne und Urlaubstage veröffentlicht das ich mich echt frage ob die bald 50 000 Menschen mehr haben wollen die auf der Straße sitzen oder zu Billiglöhnen arbeiten.
Die Leute die jetzt streiken haben hart für Ihr Geld gearbeitet und im übrigen versorgt Telekom Kunden mit Telefon-/Internetleitungen und das ist schon eine anspruchsvolle Arbeit(die ausgegliedert werden soll).
Was anderes wenn es um sinnlose Ausgaben geht.
Warum Jan Ullrich(den hätte man gar nicht erst wieder einstellen und noch mal rauswerfen sollen) und Co. ?


Für mich ist die Telekomspitze an allem schuld und jede andere Diskussion ist sinnlos.
Die Telekom kann nie billiger sein als die Konkurrenz aber sie hätte besseren Service bieten können und das würde sich mit der Ausgliederung nicht verbessern.
Also hört bitte auf die Mitarbeiter für die Unfähigkeit verantwortlich zu machen die klar der Führungsebene zuzuschreiben ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich begrüsse den Streik, wenn er schön lange anhält. Ich habe selbst Telefon und DSL über die T-Com, aber ich unterstütze nicht deren Preis- und Personalpolitik. Die T-Com hat den besten Service, wenn es um Erreichbarkeit geht. Wenn dies nun wegfällt und ich dann lange an der Strippe hänge und dann noch wahrscheinlich viel Geld zahlen muss wie bei anderen Anbietern, na dann Streik.
Die T-Com ist schon kein Monopolist mehr und trotzdem ist ihre Preis- und Leistungspolitik miserabel. Andere Konzerne können dies besser und somit laufen denen auch nicht die Kunden davon.
Außerdem laufen der T-Com nur die Festnetzkunden davon, bei DSL gibt es sogar einen Aufschwung.
???
 
Viele Menschen wissen eben noch nicht das die Arbeitsplätze die ausgegliedert werden ziemlich schlechte Karten haben und das eine Preissenkung trotzdem nicht möglich/sinnvoll wäre.
Obermann bräuchte ja nur zu sagen das die Preise nicht billiger werden weil dann die Konkurrenz für weniger Geld ins Netz gelassen werden muss aber das wäre ja für Ihn nicht so gut weil er dann keinen Grund hätte der die Ausgliederung rechtfertigt.
Also ich hoffe die Streiks dauern eine Weile und wenn ich mal kein Internet hab und mir das keiner entstört hab ich nicht mal ein Problem damit.
 
Solange eine Firma Gewinn macht (3,9 Milliarden Euro 2006) ist jeder Streik der Belegschaft auch ein guter Streik!

Das die Leute anderswo nicht soviel verdienen ist überhaupt kein Argument, die gibt es nämlich immer und genau deswegen sind Lohnkürzungen oder Arbeitszeitverlängerungen auch ein Fass ohne Boden, das wenn man ihm nicht klar entgegentritt auch bis auf den letzten Cent ausläuft!

Wenn die Leute anderswo, weniger verdienen, dann doch nur weil die Gewerkschaften sich längst der schwachsinnigen Wachstums und Auswanderungspropaganda der Bosse verkauft haben! Da gehört denen mal in den Arsch für getreten und nicht die Telekomer beneidet!

Die haben jedes Recht, ihre Standards zu verteidigen und auszubauen solange auch nur ein einziger Cent Dividende gezahlt wird, also ein Cent der ihnen ja ganz unnötig schon vom Gehalt abgezogen wurde!

Man muss auch mal über den Tellerrand hinausgucken, die von einer Auslagerung betroffenden 50.000 Mitarbeiter, sind auch eine wirtschaftliche Größe, für den Umsatz aller anderen Firmen! Wenn diese Kaufkraft wegbricht, dann trifft uns das alle, im kleinen Maßstab auch schon selber! Natürlich zahlen die Kunden die Gehälter aber vorallem doch auch die Aktionäre, denen das garnicht weh tut, wenn die Rendite mal sinkt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Realsmasher schrieb:
Ja, ist wirklich schwer einzusehen das große teile der branche deutlich zu wenig verdienen, da sollte man was ändern.

Warum zu wenig?!

In was für Relationen lebt ihr eigentlich? Ein studierter Akademiker verdient teils erheblich weniger als ein Call Center Mitarbeiter bei der Telekom ...

Bei manchen Posts hier stellt sich mir die Frage in was für einer Welt die Menschen hier zu leben scheinen ...
 
AshS schrieb:
Solange eine Firma Gewinn macht (3,9 Milliarden Euro 2006) ist jeder Streik der Belegschaft auch ein guter Streik!

Das Geld wurde nicht von den deutschen Arbeitnehmern erwirtschaftet. Der deutsche Markt ist übersättigt und immer mehr Kunden wandern zu anderen Anbietern ab. Die Telekom bzw. ihre "Teile" wachsen im Ausland und machen dort ihre Gewinne. Warum soll man dann den Leuten hier das Geld geben? Die Telekommitarbeiter betreiben meiner Ansicht nach Jammern auf hohen Niveau.

Zu den 70km fahrt: Das kann ich überbieten. Ich musste mir in Stuttgart eine Zweitwohnung nehmen, bin jede Woche 450km (eine Fahrt) gependelt und war nur mal übers Wochenende zuhause. Ich habe Menschen getroffen, die jeden Tag 200km (eine Fahrt) fahren und sich nicht so beklagen. Der Arbeitgeber kann doch nichts dafür, wenn jemand so weit weg wohnt.

Der Daedalus schrieb:
Bei manchen Posts hier stellt sich mir die Frage in was für einer Welt die Menschen hier zu leben scheinen ...

Manchmal finde ich das auch ziemlich komisch. Ich bin zwar auch der Ansicht, das man genug verdienen sollte um zu leben aber jenachdem, was man für einen Job hat, ist das eben mehr oder weniger. Und einige Jobs sind eben nicht soviel Wert wie andere. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an einen Lehrstuhl bekommt auch nur 39000e und wenn in die Natur- oder Ing-Fächer geht, ist das nicht gerade von Pappe, besonders da man normalerweise noch mehr Zeit in der Uni verbringt. Es kommen immer wieder Studenten, man muss Prüfungen stellen und kontrollieren, Übungen betreuen, Forschungsberichte schreiben ... oh wissenschaftlich betätigen sollte man sich auch noch nebenbei.
 
In was für Relationen lebt ihr eigentlich?

wir leben in Relationen wo Wirtschaftsbosse das hundertfache oder mehr eines Arbeiters verdienen.

Das Nivaeu muss meiner Meinung nach durch die Bank weg angeglichen werden und zwar AUCH für den von dir angesprochenen Akademiker.

20k Brutto im jahr sind ein Witz, für jemanden der auf Arbeit fahren muss, Kinder zu versorgen hat und sich mit Anfahrt 9-10Stunden am tag abbuckelt.

Genauso wie 30k Brutto im jahr ein Witz für jemanden sind, der 17-18 jahre lang gelernt hat und dieses Wissen und Können seinem modernen Sklavenhalter zur Verfügung stellt.

Wenn es ein Unternehmen nicht schafft angemessene Löhne und Gehälter zu zahlen, gleichzeitig auf der Chefetage und für die Aktionäre viele viele Millionen ausschütten kann, dann stimmt etwas nicht.

Diese Meinung muss niemand, erst recht kein Wirtschaftssympatisant, mit mir teilen, das erwarte ich auch garnicht, aber das ist nunmal meine Meinung.

Fakt ist, das egal wie hoch die Löhne und Gehälter der größten Bevölkerungsschicht(=Arbeitnehmer) liegen, es immer Unternehmen gibt die diese bezahlen können und dabei wirtschaftlich bleiben, schon allein weil sich die Preise angleichen.

andersrum aber macht es keinen sinn die Lohnschraube immer weiter runter zu drehen, das sollte jeder wissen der in vwl ein wenig aufgepasst hat.
 
Realsmasher schrieb:
andersrum aber macht es keinen sinn die Lohnschraube immer weiter runter zu drehen, das sollte jeder wissen der in vwl ein wenig aufgepasst hat.

Ich denke jeder, der in VWL oder auch BWL ein bisschen aufgepasst hat, der wird wissen, dass man eine Wirtschaft nicht national betrachten kann ...
 
fandre schrieb:
Das Geld wurde nicht von den deutschen Arbeitnehmern erwirtschaftet. Der deutsche Markt ist übersättigt und immer mehr Kunden wandern zu anderen Anbietern ab. Die Telekom bzw. ihre "Teile" wachsen im Ausland und machen dort ihre Gewinne. Warum soll man dann den Leuten hier das Geld geben? Die Telekommitarbeiter betreiben meiner Ansicht nach Jammern auf hohen Niveau.

Zu den 70km fahrt: Das kann ich überbieten. Ich musste mir in Stuttgart eine Zweitwohnung nehmen, bin jede Woche 450km (eine Fahrt) gependelt und war nur mal übers Wochenende zuhause. Ich habe Menschen getroffen, die jeden Tag 200km (eine Fahrt) fahren und sich nicht so beklagen. Der Arbeitgeber kann doch nichts dafür, wenn jemand so weit weg wohnt.



Manchmal finde ich das auch ziemlich komisch. Ich bin zwar auch der Ansicht, das man genug verdienen sollte um zu leben aber jenachdem, was man für einen Job hat, ist das eben mehr oder weniger. Und einige Jobs sind eben nicht soviel Wert wie andere. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an einen Lehrstuhl bekommt auch nur 39000e und wenn in die Natur- oder Ing-Fächer geht, ist das nicht gerade von Pappe, besonders da man normalerweise noch mehr Zeit in der Uni verbringt. Es kommen immer wieder Studenten, man muss Prüfungen stellen und kontrollieren, Übungen betreuen, Forschungsberichte schreiben ... oh wissenschaftlich betätigen sollte man sich auch noch nebenbei.

Naja das mit den 450 Km ist schon nicht ohne aber ich hab ja nur das Beispiel von jemandem den ich kenne gebracht(übrigens 70 Km hin und zurück täglich)
Außerdem kann ein Mitarbeiter der Telekom egal welchen Familienstand, persönliche Situation oder Grundstücksbesitz im Falle das er in vivento kommt einfach mal an jeden beliebigen Arbeitsplatz versetzt werden(wenn man nicht geht ist das ein Entlassungsgrund)und das heißt dann einen Tag vielleicht nach München, den nächsten Tag nach Köln und vielleicht mal einen Tag nach Berlin.
Ist schon klar das andere mehr fahren und vielleicht auch weniger verdienen aber die Telekomführung macht Fehler und der Arbeitnehmer muss es ausbaden.
Dir sollte nur bewusst sein das Telekom ständig Geld ausgibt das in Forschung, Mitarbeiter, Service usw. gesteckt werden sollte.
Stattdessen gibt es z.B. Würfel und Zettel zur "Motivation".
Auf denen steht dann z.B. : Zufrieden ist zu wenig oder Etikette beachten und mein persönlicher favorit ist ein Stück Papier auf dem steht: Wer macht Kunden zu Fans darunter ist ein Stück Folie aufgeklebt und darunter steht als Antwort: Ich.
Solche Werbeaktionen gibt es häufig und auch wenn man sicherlich bei der Telekom nicht den schlechtesten Job hat frage ich mich immer wieder wo die Gerechtigkeit ist.
Der Vergleich mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter beeindruckt mich aber nicht wirklich.
Jemand bei der Telekom der für Planung zuständig ist muss genauso immer neues lernen(neue Technik etc.),hat Auszubildende, Termindruck, muss vor Ort die Lage sondieren und ist auch oft zu Weiterbildungen(wobei da durchaus mal über 200 Km Entfernung zurückgelegt werden muss)

Sicherlich gibt es schlimmeres aber warum soll ein Arbeitnehmer den Fehler einer Führungskraft ausbaden und während Herr Obermann vielleicht Millionär ist müssen Mitarbeiter der Telekom die vielleicht mal gerade ein Haus gebaut haben und Väter oder Mütter sind um Ihren verdienst bangen.
Übrigens würde mich interessieren warum man die Entscheidung bereuen soll Kinder in die Welt gesetzt zu haben oder ein Haus zu bauen.
Hat ein Unternehmen keine Pflichten gegenüber dem Arbeitnehmer?
Wenn jedes Unternehmen machen kann was es will(glücklicherweise gibt es Gewerkschaften)dann würde bald jeder von uns für einen Euro pro Stunde arbeiten und wenn das dann so toll ist dann meckert ruhig weiter über den Streik oder die Telekommitarbeiter.
Ich arbeite z.B. mit Demenzkranken und glaubt nicht das die Bezahlung gut ist oder ich viel Freizeit hab.
Deswegen finde ich meine Arbeit nicht schlecht aber ich möchte mal wissen wer für das Geld was ich verdiene Menschen mit Inkontinenz und ähnlichen Problemen betreuen würde.
 
Shadi_alone schrieb:
Der Vergleich mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter beeindruckt mich aber nicht wirklich.

Das ist meiner Meinung nach ein gewaltiges Problem hier in Deutschland. Man ist nur ein guter Mensch, wenn man mit "seiner Hände Arbeit" Geld verdient und damit wird in der hier allgemein vorherrschenden Sozialromantik fast ausschließlich der Arbeiter gemeint oder der Angestellte in Verkauf, Wartung, Verwaltung etc. weil die ja so schwer arbeiten für ihr Geld.

Irgendjemand muss schließlich auch mal die Produkte entwickeln oder die Grundlagen dafür schaffen, die dann die Leute produzieren oder "betreuen". Das sind auch Angestellte aber man hängt hier immernoch den Bildern aus Fabriken und co. nach. Das Bildung, Forschung und Entwicklung für Deutschland die sog. einzige Ressource darstellen ist bei den Menschen überhaupt nicht angekommen.

Shadi_alone schrieb:
Jemand bei der Telekom der für Planung zuständig ist muss genauso immer neues lernen(neue Technik etc.),hat Auszubildende, Termindruck, muss vor Ort die Lage sondieren und ist auch oft zu Weiterbildungen(wobei da durchaus mal über 200 Km Entfernung zurückgelegt werden muss)

Das man in so einer Position die du beschreibst auch mal ein paar Fahrten machen muss, kann man doch erwarten. Es gibt sogar gemeine Angestellte, die mal für ein paar Tage ins Ausland müssen.

Shadi_alone schrieb:
Deswegen finde ich meine Arbeit nicht schlecht aber ich möchte mal wissen wer für das Geld was ich verdiene Menschen mit Inkontinenz und ähnlichen Problemen betreuen würde.

Wenn es dein Wunsch ist in dem Bereich zu arbeiten, dann ist das deine Sache. Ich mache lieber Produktdesign und ärgere mich mit Kunden rum, die nicht wissen was sie überhaupt wollen.

@Telekom
Ich sehe eher ein Problem darin, das wenn man nicht umstrukturiert bald in eine noch unschönere Situation kommt, wo es nichtmehr darum geht, für weniger Geld mehr zu arbeiten, sondern, tausende zu entlassen und dann ist das Geschrei bestimmt noch größer.
 
Jetzt schlägt es aber echt zwölf!Nur weil ich meine Meinung sage und noch dazu mich einige missverstehen,bekomme ich eine Verwarnung wegen multipler Satzzeichen.SuperForum!
Realmasher wenn du es wirklich wissen willst,ich hab 3,5 Jahre bei T-Online als call-center Agent und anschliessend danach als Coach gearbeitet.Ich kenn es innerbetrieblich was zur Sache gegangen ist.Nur darf ich nichts sagen.
Das Problem liegt zum Teil auch im Management weshalb die Mitarbeiter auch zum Teil dafür ausbaden müssen.Ich beziehe meine Meinung nur für das Call-Center!
Meine Ärgernis besteht darin dass die Mitarbeiter streiken.Anstatt froh zu sein dass der Obermann sie nicht auf die Strasse gestellt hat,streiken die auch noch.Ok ist ihr recht sich zu verteidigen.
Die Mitarbeiter haben eigentlich gut verdient bei der T-Com und haben Preisnachlässe bei T-Com Anschlüssen erhalten sowie andere Bonuse.Jetzt ist es ihnen zu schade für 4st. die Woche länger zu arbeiten.Wo liegt das Problem?
Und dazu will man ihnen 9% Lohn wegnehmen.Ja und?Ich arbeite für 1100 Euro brutto und mir ist es auch nicht recht aber ich hab einen sicheren JOb zur Zeit.
Und für die Qualität die die T-Com Mitarbeiter an der Hotline abgeliefert haben,ist es dem Lohn gerechtfertigt wenn man bedenkt wie manche Mitarbeiter mit dem Kunden umgegangen sind.Dafür müssen die guten für die schlechten büssen.
Der Obermann sollte mal richtig durchgreifen und da einsparen wo die Qualität des Unternehmens darunter leidet.Nämlich im CallCenter die Mitarbeiter die keine Ahnung vom Telefonieren und deren Materie haben.
Und wenn es jemand nicht gefällt ist mir es auch egal.Denn schliesslich sag ich hier die Realität.
 
Zuletzt bearbeitet:
Komisch das dieser Spruch immer von Leuten kommt, die selbst eher selten wirkliche Argumente vorlegen ...

Vor allem hat das eine mit dem anderen nichts zu tun ...

Warum muss man Kapitalist sein um den Streik der Telekom Mitarbeiter für ungerechtfertigt und falsch zu halten?!

Bitte erläutere mir das genauer.
 
Zipfelklatscher schrieb:
Du bist der perfekte Kapitalist!

Ich hätte da 10 schon Leute die bei der T-Com arbeiten würden.Alleine schon wegen dem Namen!Die könnten sogar bessere Ergebnisse liefern als manch andere in der Hotline.Leider aber hat die T-Com explizite Wünsche was Einstellung betrifft.
 
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