Glasfaser Telekom Joint Venture: 12 Millionen FTTH-Anschlüsse für ländlichen Raum geplant

War da nicht mindestens 1&1 im Clinch mit denen, weil die meinten, das die Telekom-Verträge auch für Gf+ gelten sollen?
 
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Stimmt, da war Mal was. Hoffen wir, dass es klappt.

Hier ein paar Links dazu:
https://www.teltarif.de/regulierung-telekom-glasfasernordwest-glasfaserplus/news/96066.html

https://www.bundesnetzagentur.de/DE...r_str_sort%2Bdesc%252C%2Bbkaz_str_sort%2Bdesc

https://www.bundesnetzagentur.de/DE...n/BK3-22-0014_Stellungnahme_VATM_Download.pdf

Zusammenfassend kann man glaube ich sagen, dass die Glasfaserplus zukünftig den gleichen Regularien wie die Deutsche Telekom unterliegen soll.

Das lässt zumindest hoffen 😅
 
Also hier bei mir in der Ecke wäre das ein Gamechanger, da noch ein guter zusätzlicher Provider auf dem Telekom-Netz verfügbar ist, der erst kürzlich seine Tarife verbessert hat. Und gerade hier baut Glasfaserplus auch in Gebieten, die überhaupt nicht ländlich sind.

Keiner meiner Kollegen im Ausbaugebiet der Glasfaserplus hat derzeit Telekom als Provider, die wissen gar nicht, was ihnen blüht.
 
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FTTC schrieb:
Stimmt, da war Mal was. Hoffen wir, dass es klappt.

Hier ein paar Links dazu:
Wobei es rezzler nicht darum geht dass GlasfaserPlus reguliert werden soll.

1&1 ist in erster Linie der Meinung dass ihr Vorleistungsvertrag mit der Telekom auch für GlasfaserPlus gelten sollte. 1&1 (und o2 und Vodafone) nutzen das Telekom-Netz nicht nach den regulierten Vorleistungen (die sicher eine Randbedingung sind), sondern nach eigenen Vorleistungsverträgen mit ca. 10 Jahren Laufzeit. Zuletzt wurden diese Ende 2020/Anfang 2021 erneuert und bieten seitdem auch Zugriff auf FTTH (im Falle von 1&1 ist die Pressemitteilung zufällig exakt 5 Jahr alt).

Diese Verträge sind "Kontingent"-Verträge, was wohl letztlich bedeutet dass Vorleistungen für 1&1 günstiger werden je mehr Vorleistungen sie in Anspruch nehmen. Deswegen möchte 1&1 keinen separaten Vertrag mit GF+ abschließen, sondern den von der Telekom auch für GF+ als gültig erklärt bekommen.

Das war die Hauptforderung von 1&1 bei den Konsultationen zur Regulierung von GF+:
"1&1 beantragt hauptweise, dass die Zugangsleistungen bezüglich der passiven Infrastruktur und dem Layer-2 Bitstrom der Betroffenen zu 1) [GF+] über die Betroffenen zu 2) [Telekom] zu erbringen sind. Es ist festzustellen, dass keine separate Zugangsvereinbarung mit der Betroffenen zu 1) [GF+] notwendig ist, soweit eine Zugangsvereinbarung mit der Betroffenen zu 2) [Telekom] besteht."

1&1-Tarife über GF+ Netz scheitern bisher vermutlich nicht daran dass GlasfaserPlus nichts anbietet, sondern daran dass 1&1 (und vielleicht auch die anderen) erstmal abwartet ob sie überhaupt einen separaten Vertrag mit GF+ brauchen.
 
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T1984 schrieb:
Wobei es rezzler nicht darum geht dass GlasfaserPlus reguliert werden soll.
Mh, schwierig. Ich seh Gf+ nur als verlängerten Arm der Telekom, von daher wäre Gleichbehandlung mit der Telekom schon sinnvoll mMn.
 
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@rezzler Ich habe mich schlecht ausgedrückt.

Ich wollte nicht sagen dass du gegen die Regulierung von GF+ bist. Ich meinte nur dass das nicht der Punkt war auf den dein vorheriger Beitrag abzielte. Sondern eben auf die Meinung von 1&1 dass GF+ gar kein eigenständiges Unternehmen ist, für das ein eigener Vorleistungsvertrag (oder auch eine eigene Regulierung) notwendig ist.
 
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OK, ich glaube am Ende meinen wir alle das Gleiche 😅
Bin da auch ehrlich gesagt nicht so in der Materie drin. Schauen wir Mal, was noch kommt 😃

@T1984
Danke für die Erklärung 👍🏻
 
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DLMttH schrieb:
Und gerade hier baut Glasfaserplus auch in Gebieten, die überhaupt nicht ländlich sind.
Ich frage mich auch, wie GlasfaserPlus den Begriff ländlichen Raum definiert. Für mich ist z. B. die Stadt Bitburg mit über 15.500 Einwohnern nicht ländlich. Das mag manch Großstädter sicher anders sehen. So hat die Telekom den 1. Bauabschnitt in Bitburg noch selbst gebaut; ab dem 2. Abschnitt und in den Stadtteilen hat GlasfaserPlus übernommen. So kann es sein, dass ein Kunde noch eine große Auswahl an Anbietern auf der Faser hat, eine Straße weiter dann nur noch die Telekom verfügbar ist.

Neben dem Geld durch den IFM Global Infrastructure Fund dürfte es der Telekom sicherlich gefallen, erstmal die großen Wettbewerber in den Gebieten weg zu haben. Das wird natürlich niemand offen zugeben, aber da bin ich fest von überzeugt. Da man GlasfaserPlus als eigenständigen Netzbetreiber positioniert, sehen die Vorleistungspreise für die Wettbewerber vielleicht etwas anders aus als bei der Telekom selbst. Wären die identisch, sähen wir sicher schon längst 1&1, o2 oder Vodafone in GlasfaserPlus-Gebieten. Das Gelaber von Open Access ist zwar schön, aber da müssen auch Taten folgen. Gibt dazu auch einen Artikel in der Rheinpfalz, leider hinter Paywall.

Zudem das Problem, dass die Telekom bei Problemen nicht helfen kann/darf und bei GlasfaserPlus nicht immer die höchste Kompetenz anzutreffen ist. Ich erinnere da an den Fall, über den ich im Nachbarthread berichtet hatte, wo zuerst die Signalstärke im ganzen PON grenzwertig war, man danach ein ganzes Haus auf einen falschen Splitter gespleißt hat und es zig Termine brauchte, das zu beheben. Ich musste dem Subunternehmer vor Ort erklären, wo das Problem im NVt liegt, weil die keine Ahnung von der Arbeitsweise des GPON-Netzes der Telekom hatten. Letztendlich hat man es nach 3 Monaten auch geschafft, den PON komplett zu entstören, so dass der Pegel nun im Normbereich liegt. Das wäre aber bei einem echten Telekomausbau mit Kontaktmöglichkeiten zum PTI sicherlich deutlich flotter erledigt gewesen.
 
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Also bei uns gibt's ein Gebiet mit mehr oder weniger zusammenhängender Bebauung mit knapp 130.000 Einwohnern, wo Glasfaserplus mehr oder weniger alleine baut/bauen möchte. Von dort geht's ins Ländliche über wo drei weitere Kommunen im Ausbaugebiet liegen. Die ländlichsten aller Gebiete rühren sie aber hier typischerweise gerade nicht an. Die UGG übernimmt stellenweise die kleineren Dörfer angrenzend und lässt die winzigen Weiler dann im Regen stehen.
 
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