Glasfaser Telekom Joint Venture: 12 Millionen FTTH-Anschlüsse für ländlichen Raum geplant

Nein nicht Dland sondern die CDU hat die Entscheidung der SPD in den 80er gestopt, hat mit Dland nichts zu tun.
 
Steffenkrue schrieb:
Nein nicht Dland sondern die CDU hat die Entscheidung der SPD in den 80er gestopt, hat mit Dland nichts zu tun.
Das hätte damals trotzdem nichts geholfen. OPAL ist mit den heutigen Fasern überhaupt nicht zu vergleichen, und Leerrohrverbände wie heute die üblichen Microducts wurden auch nicht vergraben. Das hätte man also alles wieder - wie es bereits gemacht wurde - rausreißen und neu verlegen müssen.
 
kingpin42 schrieb:
Das hätte damals trotzdem nichts geholfen. OPAL ist mit den heutigen Fasern überhaupt nicht zu vergleichen, und Leerrohrverbände wie heute die üblichen Microducts wurden auch nicht vergraben. Das hätte man also alles wieder - wie es bereits gemacht wurde - rausreißen und neu verlegen müssen.
Und OPAL ist ja bereits Technik der 90er.
 
0-8-15 User schrieb:
um jetzt weltweit vorne zu sein?
Bei was denn?

Und bitte bedenken, Glasfaser ist kein Selbstzweck!
In D können 27,5 Mio Haushalte oder 65,6% Gigabit Internet nutzen:
1638873816505.png


Es tun aber gerade mal 5,3%:

1638873908235.png

Mich wundert es nicht, dass die Telekomunternehmen eher verhalten ausbauen. Die #Neuland Schreier scheinen nicht wirklich gewillt die Vorzüge vom #Neuland auch anzunehmen und/oder zu bezahlen, wenn es kein #Neuland mehr ist...
 
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@bender_, mich interessiert einfach nur @kingpin42s Standpunkt zum Thema "verpasste Chancen" beim Ausbau.
bender_ schrieb:
Zum Beispiel beim Anteil von Glasfaseranschlüssen an allen stationären Breitbandanschlüssen.
bender_ schrieb:
In D können 27,5 Mio Haushalte oder 65,6% Gigabit Internet nutzen:
60 % davon mit 50 Mbit/s Upload und das auch nur wenn die Sterne gerade gut stehen.
bender_ schrieb:
Glasfaser ist kein Selbstzweck!
Das ist auch klar, aber wenn ich mir ansehe, wie viele Schulen immer noch keinen ausreichend schnellen Internetzugang haben, dann muss in der Vergangenheit etwas falsch gelaufen sein (wobei auch da die Schuld wohl nur in den wenigsten Fällen bei den Telekommunikationsunternehmen zu suchen ist).
 
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0-8-15 User schrieb:
Thema "verpasste Chancen" beim Ausbau
Da hab ich nen heißen Tipp: https://netzpolitik.org/tag/vectoring/
Meiner Meinung nach der Wahre und nicht ganz unlogische Grund, wieso Ausbau nicht so gelaufen ist, wie es technologisch sinnvoller gewesen wäre. Die paar OPAL Kilometer nutzen immer wieder die gleichen Nostalgiker um daraus ein "wir habens ja so vergeigt" Argument zu basteln. Haben wir - aber OPAL hat daran einen verschwindend geringen Anteil...
0-8-15 User schrieb:
60 % davon mit 50 Mbit/s Upload
95% interessiert ja schon der schnelle Download nicht, was glaubst Du wie viele davon der Upload stört?
0-8-15 User schrieb:
wenn ich mir ansehe, wie viele Schulen immer noch keinen ausreichend schnellen Internetzugang haben
Wo siehst Du das denn? Zeig mal...
 
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0-8-15 User schrieb:
wann hätte man sinnvollerweise loslegen müssen, um jetzt weltweit vorne zu sein?
das Problem ist nicht der spät erfolgte Glasfaserausbau, das Problem ist, dass die Kupferkabel einfach verbuddelt wurden, statt austauschbar in Rohren zu verlegen.

Ein Blick aufs französische Elsass (+Lothringen) zeigt, wie schnell GF Ausbau gehen kann, wenn die Kupferleitungen in Rohren liegen und einfach ausgetauscht werden können:
https://cartefibre.arcep.fr/
Dunkelbau bedeutet FTTH Quote von über 80%
 
bender_ schrieb:
Meiner Meinung nach der Wahre und nicht ganz unlogische Grund, wieso Ausbau nicht so gelaufen ist, wie es technologisch sinnvoller gewesen wäre.
Wobei da natürlich einige Faktoren mehr reinspielen als die Frage danach was technologisch sinnvoller gewesen wäre.
Zudem gab und gibt es ja nicht nur die Telekom.
Ergänzung ()

h00bi schrieb:
Ein Blick aufs französische Elsass (+Lothringen) zeigt, wie schnell GF Ausbau gehen kann, wenn die Kupferleitungen in Rohren liegen und einfach ausgetauscht werden können:
Wann würden die Kupferleitungen dort gelegt und wann hier?
 
kingpin42 schrieb:
Das hätte damals trotzdem nichts geholfen. OPAL ist mit den heutigen Fasern überhaupt nicht zu vergleichen, und Leerrohrverbände wie heute die üblichen Microducts wurden auch nicht vergraben. Das hätte man also alles wieder - wie es bereits gemacht wurde - rausreißen und neu verlegen müssen.
Das ist falsch, es gibt nur Glasfaser und nichts sonst. https://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Anschlussleitung
Die Weiterentwicklung der Faser ist nicht so sehr auf das transportieren des Lichts als mehr auf die Haltbarkeit und Produktion oder die Verlegemöglichkeit gerichtet.
 
Es liegt also dran, dass Schulen kein Geld haben sich die Infrastruktur zu leisten, nicht daran, dass es die Infrastruktur nicht gibt.
Jedenfalls liest sich dein verlinkter Beitrag so, wie die meisten anderen aktuelleren auch: https://m.tagesspiegel.de/politik/v...m-land-haben-schnelles-internet/27462328.html

Ich will gar nicht wissen wieviel Lokalpolitik da noch reinspielt, die Schulen dann vorschreibt wann sie, mit welchem Provider, welchen Vertrag abschließen dürfen. Ich glaube kaum, dass die Schulen bei Vodafone nen DOCSIS Gigabit Business Vertrag abschließen dürfen, der sofort verfügbar wäre, wenn die Telekom oder die lokalen Stadtwerke mit Glas in spätestens 5 Jahren den Gemeinderat eingelullt haben...

Glaubt man Branchenvertretern sind wir schon viel weiter und nächstes Jahr haben alle Schulen Gigabit Internet: https://bildungsklick.de/schule/det...jahr-koennten-alle-schulen-angeschlossen-sein

...über fehlende Förderung jedenfalls Brauch sich dieser Zweig sicher nicht beschweren.
 
0-8-15 User schrieb:
@kingpin42, wann hätte man sinnvollerweise loslegen müssen, um jetzt weltweit vorne zu sein?
0-8-15 User schrieb:
Als Vorreiter für FTTH gilt ja Japan. Deine Quelle beantwortet zumindest die Frage, wann es mit FTTH weltweit so einigermaßen losging:
Bildschirmfoto 2021-12-07 um 21.46.50.png


So richtig stiegen die Marktanteile dort etwa ab 2005:
Bildschirmfoto 2021-12-07 um 21.49.57.png

Ergänzung ()

bender_ schrieb:
Glaubt man Branchenvertretern sind wir schon viel weiter und nächstes Jahr haben alle Schulen Gigabit Internet: https://bildungsklick.de/schule/det...jahr-koennten-alle-schulen-angeschlossen-sein
Für öffentliche Schulen in Bayern sieht es derzeit so aus:

Bildschirmfoto 2021-12-07 um 22.03.36.png


100% bis nächstes Jahr halte ich aufgrund der langen Planung- und Bauzeiten für äusserst optimistisch... :)
 
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0-8-15 User schrieb:
In deinem Artikel steht
Das ist doch nur als weiteres Beispiel eines Artikels mit sehr ähnlichen Inhalten zu deinem gedacht. Du verstehst mein Argument nicht - das Glasfasernetz ist nicht weit, die Schulen haben aber (noch) keinen Anschluss. Gründe dafür hatte ich genannt.
0-8-15 User schrieb:
Niemand außer dir thematisiert den. Hat einfach unmittelbar nichts mit dem Thema zu tun.
 
Steffenkrue schrieb:
Das ist falsch, es gibt nur Glasfaser und nichts sonst. https://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Anschlussleitung
Die Weiterentwicklung der Faser ist nicht so sehr auf das transportieren des Lichts als mehr auf die Haltbarkeit und Produktion oder die Verlegemöglichkeit gerichtet.
Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser, dazu gibt es dutzende Standards:
https://community.fs.com/de/blog/itu-t-standards-for-various-optical-fibers.html
Ich weiß das auch nur von meinen Kollegen in der Übertragungstechnik, das OPAL-Fasern für heutige WDM-Systeme nicht geeignet wären, ua. aufgrund zu hoher Dämpfung in den entsprechenden Kanälen/Wellenlängen. Desweiteren war OPAL afaik nie als Zugangsnetz konzipiert, das ging nur bis zu einem ONT-Verteiler und von da an ging es via Kupfer weiter.

0-8-15 User schrieb:
@kingpin42, wann hätte man sinnvollerweise loslegen müssen, um jetzt weltweit vorne zu sein?
Anfang bis Mitte der 2000er schätze ich. Spätestens jedoch ab 2010, da verließ man sich aber eher auf das Versprechen der Telekom, alle TALs durch Vectoring "flott" zu machen. Es wurde damals von der Kommunal-/Landes- und Bundespolitik nicht wirklich ernst genommen.
 
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Ok die LWL Diskussion fangen wir nicht an. Aber wenn man überall Opal verlegt hätte (FTTH) und Opal Hardware verbaut hätte, also mal nicht so sehr auf den Preis geguckt hätte, wären heute überall locker Gigabit möglich. Logisch das es auf Opal angepasst werden muss, hat man ja bei Kupfer auch getan und nicht gesagt das Kupferkabel muss aber diesen Standards entsprechen sonst geht das nicht also alles tauschen.
 
Steffenkrue schrieb:
Aber wenn man überall Opal verlegt hätte (FTTH) und Opal Hardware verbaut hätte, also mal nicht so sehr auf den Preis geguckt hätte, wären heute überall locker Gigabit möglich.
Das Problem ist schon mal, dass OPAL nicht ein einheitlicher technischer Standard war, sondern unterschiedliche Standards verschiedener Hersteller, die sich auch noch über die Jahre gewandelt haben. OPAL war je nachdem FTTB oder FTTC.

In Dresden hat die Telekom z.B. ein OPAL-FTTB-Gebiet erst 2009 zu einem FTTB-VDSL-Gebiet umgebaut, und ab 2013 dann auf FTTH erweitert. Beim zweiten Schritt musste nochmal kräftig gebuddelt werden:

"Beide Stadtteile galten früher als drastisch unterversorgt, da dort nicht einmal klassische DSL-Zugänge möglich waren. Im Zuge eines Pilotprojektes hatte die Telekom das Areal zunächst mit der „Fiber to the Building“-Technik (FTTB = Glasfaser bis ins Haus, aber nicht in die Wohnung) für VDSL mit Geschwindigkeiten bis 50 Mbs ausgerüstet.
[...]
Insgesamt möchte die Telekom rund 400 [km] Glasfaserleitungen neu verlegen und reichlich 100 Schaltverteiler installieren. Dafür sollen vorzugsweise vorhandene Rohre und Schächte verwendet werden, Bagger sollen nur ausnahmsweise anrollen."
(Quelle)

Bei einem genannten zweistelligen Millionenbetrag an Investitionen wird da trotz des letzten Satzes auch schon noch etwas Tiefbau dabei gewesen sein.
 
Steffenkrue schrieb:
Nein nicht Dland sondern die CDU hat die Entscheidung der SPD in den 80er gestopt
Welche Entscheidung war das?
 
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