News Telekom-Streik: Auch Beamte wehren sich

Purple schrieb:
Ein Call Center Mitarbeiter 2900 €? BITTE ?

Tja, musst du dich mehr informieren :p
Ich selbst bin auch Angesteller eines Dienstleister in einem verhöhnten "Call-Center" und ich kann dir versichern, dass dieser Betrag nicht aus der Luft gegriffen ist...
Wie bereits Zipfelklatscher geschrieben hat, kommt es ganz auf die Komplexität der Arbeit an.
Angesteller im "Call-Center" kann je nach Branche eine durchaus komplexe Aufgabe sein und wir dementsprechend auch entlohnt..
 
ey kann doch net sein das ihr mit freuden gerne eine arbeitszeit erhöhung entgegennehmt??
40 std sind schon inordnung aber wenn man einen job animmt der halt nur 32std die woche läuft ist das doch auch gut. Ich denke auch das die leute die im callcenter arbeiten das auch verdienen den diese brauchen auch enorme Kompetenzen wie im IT bereich und sozial mässig.
Und der scheiss mit der Mobilität. HAllo??? ich würd schon fürn beruf umziehen aber nicht allen schmeckt das. Außerdem welche finaziellen risiken dahinter stecken. Haus ist villeicht nicht abbezahlt bekommts so schnell nicht verkauft man verluste, frau findet keine arbeit das gehalt isauch weg. Und über Beamte die haben erst recht nichts zu lachen. Meinem Vater wurde kurzerhand das Urlaubsgeld gestrichen. Einfach so aber Streiken dürfen se ja net. Und auch wieder dieser scheiss Deutschland muss wettbewerbsfähig bleiben. Toll inzwischen ist Deutschland wettbewerbsfähig. Die Wirtschaft wächst wieder. Löhne im ausland gehen hoch.
 
2900€ Brutto für 40 Stunden?

Kündigt doch,ich kenne dutzende die das als "Traumberuf" sofort annehmen würden.

Und Call Center und komplex?
Eine wichtige Arbeit,zweifelsohne,aber wenn das komplex sein soll...was sind dann andere Jobs?
Immer die Kirche im Dorf lassen,das ist eine Arbeit wie fast jede andere auch.

Das Problem ist wie z.B. auch bei VW,das man sich an die hohen Gehälter/Löhne gewöhnt hat und natürlich nicht mehr zurück will.

:rolleyes:
 
Callcenter heisst nicht, nur stupide Anrufe anzunehmen. Es gibt auch technische Kundenberatungen, die den Kunden wie gesagt telefonisch bei Problemen mit Geräten wie z.B. Router, Telefonanlagen, PCs und Telefonen unterstützen. Und diese Arbeiten schüttelt man nicht eben aus dem Handgelenk, da ist mehr Grips gefragt als z.B. bei einer Auskunft oder Störungsannahme/Auftragsannahme.

Ihr stellt euch ein Callcenter wahrscheinlich so vor, dass dort nur Hausfrauen sitzen, die stupide irgendwelche Bestellungen entgegennehmen, oder? Wenn das eure Vorstellung eines Callcenters ist, dann tut ihr mir leid. Es gehört schon einiges dazu, z.b: mit einem 70-Jährigen Kunden einen WLAN-Router einzurichten und dann auch noch z.B. Portfreigaben oder ähnliches zu machen. Wenn man das den ganzen Tag macht, ist man geschafft. Ob ihr's glaubt oder nicht.
 
Callcenter nicht mehr als 1100 € Brutto was ist an so einen Beruf schwierig, denkt mal an die Bauarbeiter, Erntehelfer die müssen richtig hart arbeiten und bekommen gerade so viel. Und kommt mir jetzt nicht hätten sie was besseres gelernt irgendwer muss ja auch die arbeit machen oder?
 
Deiner Logik nach sollte man also alle beamten. Klar, wenn es den Unternehmen schlecht geht, bloß niemanden entlassen bis der Laden untergegangen ist. Oh und man darf auch nicht Mitarbeiter da einsetzen, wo sie am meisten bringen würden.


Wo habe ich geschrieben, dass man alle verbeamten sollte?


Hier in Deutschland hat man Null Flexibilität. Ein Haus an einer Stelle und das für immer. Warum sollte man auch für einen Job umziehen. Da lässt man sich lieber später vom Staat durchfüttern.


Ja und ist das ein Problem des Beamten? Können die Beamten etwa was dafür, dass sie als Beamten eingestellt wurden und nicht als normale Angestellten? Packt euch mal an die eigene bevor ihr sowas schreibt. Ich behaupte mal das einige hier neidisch sind weil sie nie solche Rechte bekommen.



Mal so als Info. Ich habe derzeit einen Behindertenstatus von 30% sobald ich aber irgendwo Arbeit finde werde ich zum Versorgungsamt gehen und versuchen meinen Behindertenstatus auf 50% anzuheben. Der Grund ist relativ einfach ab 50% genießt man Arbeitsplatzschutz und kann nicht so leicht gekündigt werden. Ob euch das gefällt oder nicht ist mir dabei ziemlich wurscht. Ich muss mich um meine Zukunft selber kümmern.

gruß
Lumi25
 
TripoliZ schrieb:
Wenn man sich mal die Arbeitszeiten anderer Dienstleister anschaut, verdienen die Leute bei der Telekom verdammt gut. 34h und das bei einem recht hohen Gehalt. Beziehe mich da auf einen Bericht im Fernsehen. Weiß nur nicht mehr, wo der genau war.
Jedenfalls arbeiten Diensleiser, wie Arcor, länger und für weniger Geld. Die Telekom-Beschäftigten sind einfach viel zu verwöhnt.
Andernfalls kann ich das auch verstehen. Man muss sich ja nun nicht wirklich alles gefallen lassen. Nur lieber einen Job mit weniger Geld, als gar keinen.
Ich persönlich finde, dass die Telekom erstmal die Arbeitszeit schrittweise verlängern sollte, ohne direkt an der Lohnschraube zu drehen!

Stimmt!:schluck:
Ich war 1 Jahr kurz vor der Schliessung in Neu-Ulm bei T-Online.Da waren Ex-Mitarbeiter der T-Com auch im Boot.Die hatten damals einen Rücktrittvertragssicherung für ihre selbsterlernte Beschäftigung.Sofern dies nicht der Fall wäre bei T-Online zu bleiben und man könnte ihnen nicht die Stelle im selbsterlernten beruf vermitteln dann würd man anderes ähnliches im Hause T-Com finden.Nur dass die nicht auf der Strasse stehen.Dazu gehörten auch das z.b Lagern von Papieren und sortieren usw.
Viele davon waren sich schon zu schade dafür und haben es abgelehnt.Da fasst sich einer den Kopf.
Wir bei T-Online haben 38.5 st. gearbeitet und die von der T-Com waren dagegen weil es denen zuviel ist.
Mittlerweile wird für das Gehalt + Boni in jeder Hotline so gearbeitet.Das ist schon Standard.
 
Was hier teilweise für eine Arroganz an den Tag gelegt wird ist nicht zu aushalten. Wieviele von Euch arbeiten eigentlich schon? Wenn ich mir hier so einige Uhrzeiten anschaue, naja.

Mich würde auch interessieren woher hier einige die Angaben über das Gehalt her haben.

Ich persönliche kenne jemanden der im Call Center der T-COM arbeiten ca. 1100 EUR Netto, ist hier eher die Realität!

Verdient erstmal selber Euer Geld, dann reden wir weiter. Solange Papi und Mami alles sponsort kann hier groß die Fresse aufreissen.

Ein Familienvater der seine Familie versorgen muss, tun 12% Lohnkürzung sehr weh.

Und die Vollidioten (ich spreche niemanden persönlich an) die Angst haben, dass bei einer Störung ihres heißgeliebten DSL Zuganges es etwas länger dauert, kann ich nur sagen: "Armselig"!

Ich hoffe, dass jeder der die Streikenden verurteilt, irgendwann in so eine Situation kommt, damit man mal merkt was es heißt 12% weniger Geld zu bekommen als vorher.
 
Leon schrieb:
Wieviele von Euch arbeiten eigentlich schon? Wenn ich mir hier so einige Uhrzeiten anschaue, naja.
Ich hoffe, das war nicht das Ergebnis Deiner Bemühungen, einen qualifizierten Beitrag beizusteuern. Es gibt zahlreiche Gründe dafür, zu Zeiten zu schreiben, die Du Dir scheinbar nicht vernünftig erklären kannst: PC am Arbeitsplatz, Schichtdienst, Selbstständigkeit, Freiberuflichkeit, Urlaub, unbezahlter Urlaub, Freistellung, Kur, Elternzeit, um nur einige zu nennen.

Mich würde auch interessieren woher hier einige die Angaben über das Gehalt her haben.
Schau mal in die anderen Telekom-Threads. Dort sind die Quellen dokumentiert, etwa die 38.800 Euro Jahresgehalt.
 
Während der Arbeit im forum schreiben! Wow, geht es Euch gut!

Die Telekom Threads werde ich nicht nach Quellenangaben durchforsten. Wie gesagt ich kenne Mitarbeiter bei der T-COM und deren Aussagen über das Gehalt decken sich so gar nicht mit denen die hier gemacht wurden.
 
Leon schrieb:
Mich würde auch interessieren woher hier einige die Angaben über das Gehalt her haben.

Bereits jetzt koste die Telekom eine Stunde im Callcenter beispielsweise 90 Euro, während die gleiche Dienstleistung von Konkurrenten kaum schlechter für 40 Euro erbracht werde. Sein Ziel (gemeint ist René Obermann) sei es, diese Lücke zumindest um die Hälfte zu verringern. Er wolle dafür aber nicht die Löhne um 30 bis 40 Prozent kürzen, betonte er. Die stattdessen "vorrangig angestrebte Verlängerung der Wochenarbeitszeit" auf 38 Stunden tue niemandem weh.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,478700,00.html

Tariflöhne im Vergleich: T-Com und Konkurrenten:
http://www.telekom.de/dtag/cms/content/dt/de/303044;jsessionid=F7DF0B042A3CC320D478AD3F36F32916

Die hier genannten Zahlen verwendete auch Maybrit Illner in ihrer Sendung. Der anwesende Herr Bsirkse widersprach ihnen nicht. Ganz im Gegenteil greift ver.di die Angaben sogar auf: http://tk-it.verdi.de/telekom_kampagne_2007/flugblaetter/fragen_an_ren_obermann
 
Leon schrieb:
Was hier teilweise für eine Arroganz an den Tag gelegt wird ist nicht zu aushalten. Wieviele von Euch arbeiten eigentlich schon? Wenn ich mir hier so einige Uhrzeiten anschaue, naja.

Mich würde auch interessieren woher hier einige die Angaben über das Gehalt her haben.

Ich persönliche kenne jemanden der im Call Center der T-COM arbeiten ca. 1100 EUR Netto, ist hier eher die Realität!

Verdient erstmal selber Euer Geld, dann reden wir weiter. Solange Papi und Mami alles sponsort kann hier groß die Fresse aufreissen.

Ein Familienvater der seine Familie versorgen muss, tun 12% Lohnkürzung sehr weh.

Und die Vollidioten (ich spreche niemanden persönlich an) die Angst haben, dass bei einer Störung ihres heißgeliebten DSL Zuganges es etwas länger dauert, kann ich nur sagen: "Armselig"!

Ich hoffe, dass jeder der die Streikenden verurteilt, irgendwann in so eine Situation kommt, damit man mal merkt was es heißt 12% weniger Geld zu bekommen als vorher.


Genau so ist es. Wenn man erstmal selber arbeiten geht täglich 8 Stunden oder mehr und das dann auch noch im Schichtdienst zählt jeder Euro am Ende des Monats. Wenn man dann noch Familie hat + Auto (wird auch immer teurer) dann wird es meistens eng.

Wenn dann mal was kaputt geht im Haushalt wie z.B. Kühlschrank oder Waschmaschine müssen viele sich sogar verschulden oder Ratenzahlung machen. Anders ist sowas in vielen Familien gar nicht mehr zu finanzieren. Die Zeiten wo man mal eben an sein Sparbuch rangeht wo 1000€ oder mehr drauf sind, sind bei vielen schon lange vorbei.


Ach ja und Kinder werden auch immer teurer. Früher war ich jeden Tag mit 13-14 Jahren draußen Fußball spielen auf dem Bolzplatz. Mein erstes Handy habe ich mit 16 Jahren bekommen. Heute dagegen rennen sie schon in der Grundschule mit Handys rum:rolleyes: und viele können sich nur noch mit Spielekonsolen beschäftigen die mal eben ein paar Hundert Euro kosten. Habt ihr schonmal daran gedacht wer für dieses Zeug sein Geld hinblättert bzw. die Sachen kauft? Nur zur Info den Nikolaus, Osterhasen oder Weihnachtsmann gibt es nicht.


Ach ja und wenn ihr die Gehälter von Call-Centern verschiedener Firmen vergleicht packe ich mir echt an den Kopf. Ich habe selber im Eisenwerk in der Formerei gearbeitet und 12,50€ die Stunde verdient und somit am Ende des Monats etwa 1500€ gehabt. Wir hatten aber auch Leiharbeiter, die genau das selbe gemacht haben dafür aber rund 40% weniger am Ende des Monats hatten. Nach eurer Vorstellung hätte man demnach wohl auch das Gehalt bei den anderen um 40% kürzen können wa.

*Kopfschüttel*

gruß
Lumi25
 
Wirf mal einen Blick auf das durchschnittliche Bruttomonatsverdienste der Angestellten
im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe: http://www.destatis.de/indicators/d/lrver05ad.htm

Und dann teile die 38.800 Euro Monatsverdienst bei der T-Com durch 12 Monate, dann kommst Du auf 3.233 Euro. Dabei sollte man noch anmerken, dass dieser Verdienst bei einer 34-Stunden-Woche erreicht wird. Und dann kommt jemand an und jammert, weil er sich doch so an seinen komfortablen Lebensstandard gewöhnt hat mit Handy, Hobby, Auto und Urlaub.

Aber es geht auch anders. Wenn ver.di nicht mitzieht, werden eben nicht 50.000 Leute ausgelagert, sondern 15.000 betriebsbedingt entlassen. Die können dann bei der Konkurrenz anfangen, die nur noch 60 % des Gehalts zu zahlen bereit ist, das man nach der neunprozentigen Absenkung bekommen hatte, natürlich bei 38-40 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit.
 
Ich hoffe das die bald zur einer fairen lösung kommen und das die Mitarbeiter der Telekom auch angemessen bezahlt werden
 
Oh man ... schon wieder ein Telekom Thread ...

@Leon:

Hast du deinen Bekannten mal gefragt ob er wirklich Angestellter der Telekom ist? Soll nämlich auch Call Center Mitarbeiter geben die bei Fremdfirmen angestellt sind...

Ferner, um die Gehälter der ach so hochqualifizierten Call Center Mitarbeiter mal in eine Relation zu setzen:

Als studierter Ingenieur bekommt man in den ersten Jahren im Durchschnitt bei weitem weniger als 3.200€ in Monat. Und jetzt möchte ich jeden der hier mein die Qualifikation eines Call Center Mitarbeiters in den Himmel loben mal bitten in beiden Jobs ein Praktikum zu machen. Vielleicht erkennt ihr dann die Unterschiede ...

Sorry, aber sich sein Schema F aufm Bildschirm anzuschauen und das dem 70-jährigen vorzutragen, dass halte ich nicht für einen hochqualifizierten Job.

/edit:

Ach ja: Ein Ingenieur arbeitet im Schnitt sicher mehr als 34 Stunden und muss dazu auch noch tierisch Flexibel sein ...
 
@Der Daedalus und die anderen die hier so schreiben...

sicherlich kann man das Wissen eines Studierten nicht mit einem Callcenter Mitarbeiter vergleichen, die Kompetenz und die sozialen Fähigkeiten allerdings . Ich arbeite selber im 2nd eines der größten DSL und Webhostinganbieters hier in Deutschland. Erzähle bitte nicht das ein Agent sein Schema F vom Bildschrim abliest, dem ist nicht so. Und wenn du dir tagtäglich ins Ohr brüllen lassen musst wie schlimm es doch ist wenn das Internet 2 tage ausfällt und kein Techniker zum Kunden kommt wegen der Streiksituation, möchte ich gerne den Gemütszustand des "Praktikanten" sehen wenn er sich eine Woche lang rechtfertigen muss was andere Firmen verzapfen und er tagtäglich dafür Persönlich gerade stehen muss.

Finde es schon erstaunlich wo manche Menschen hier im Forum so ihre Infos herbekommen, nicht alles was schwarz auf weiss auf irgendwelchen Internetseiten steht ist die Wahrheit. Ich bin jetzt seit langer Zeit in diesem Beruf, der mir übrigens sehr viel Spass macht und habe seit dem nicht eine Lohnerhöhung bekommen. Verdiene für eine 42h Woche 870@ netto.
Da ich sehr viel mit dem Leitungsmanagent und dem Resalemanagement der T-System zu tun habe kann ich euch versichern das ein Agent bei der Telekom nicht weniher motiviert ist seinen Job zu behalten als alle anderen, nur eben zu den Bedingungen zu denen sein Arbeitsvertrag geschlossen wurde.

Würde mich über Antwort freuen...muss gleich zur Arbeit. ;-)

einen schönen Abend wünscht euch Noci3
 
@Noci3
Ich sehe das so: Die jetzt streikenden Mitarbeiten haben irgendwann einen Vertrag unterschrieben, der beidseitig bindend ist. Aber nun haben wir spätestens seit Anfang 2006 die Situation, dass der T-Com die Kunden weglaufen, und zwar scharenweise. - Somit brechen bei der T-Com die Umsätze ein, während die Personalkosten auf konstant hohem Niveau bleiben. Deshalb muss T-Com reagieren, um aus den roten Zahlen im Festnetzbereich zu kommen. Lösungmöglichkeit 1 besteht darin, einem Teil der Leute zu kündigen. Lösungsmöglichkeit 2 kommt von René Obermann. Etwas weniger verdienen, etwas mehr arbeiten, damit alle Mitarbeiter für geraume Zeit erst einmal ihren Job behalten können. Bei einer Jobgarantie bis 2011, die jetzt sogar bis 2014 erweitert wurde, kann sich jeder Mitarbeiter bei Bedarf nach einer anderen Tätigkeit umsehen. Gerade der Call-Center-Bereich wächst bundesweit sehr stark, dort gibt es zahlreiche offene Stellen.

Die Mitarbeiter blenden aber den Kundenschwund aus und schauen nur auf ihren Vertrag. Und das ist einäugig. Letztlich wird es darauf hinauslaufen, was ich schon geschrieben habe. Falls es zu keiner Einigung mit ver.di kommt, gehen unmittelbar Jobs verloren. Das ließe sich verhindern. Und was einige so aufregt ist Folgendes: Wir reden hier nicht von Mitarbeitern, die laut Tarifvertrag mit 20.000 Euro brutto pro Jahr nach Hause gehen und dann auf 9 % Gehalt verzichten wollen. Der Tarifvertrag, den ver.di mit der T-Com geschlossen hat, ist nun einmal sehr viel großzügiger. Deshalb müsste ein Verzicht eigentlich leichter fallen.

Und jetzt könnte man wieder einwenden: "Ja, aber der Gesamtkonzern macht doch Gewinn!" - Richtig, aber übrigen Teile des Konzerns haben schon während der letzten Quartale den Kopf für die Verluste der T-Com-Sparte hinhalten müssen, was ja auch eine Zumutung ist. Denn dann fragt sich der Mitarbeiter bei T-Systems: "Wieso bekomme ich eigentlich keine Gehaltserhöhung oder mehr Urlaubsgeld, wo wir doch so fleißig und profitabel gearbeitet haben? Nur deshalb nicht, weil unsere Gewinne herangezogen werden, um den Bockmist der T-Com auszubaden?"
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, das ist aber praktisch:

- Firma stellt Leute ein, Firma geht es gut, macht Gewinne
- Management baut Mist, Gewinne/Kunden brechen weg
- Management erhöht Dividende und eigenes Gehalt, Mitarbeitergehälter müssen gesenkt werden
- Firma geht es wieder gut, Mitarbeitergehälter werden eingefroren, um das zarte Pflänzchen nicht umzubringen
- Management baut wieder Mist, Firma geht es schlechter
- Management erhöht Dividende und eigenes Gehalt, Mitarbeitergehälter müssen gesenkt werden

uswusf. - ganz toll.

Wenn die Kunden wegbrechen, sollte man vielleicht dagegen etwas tun, als Mitarbeiter rauszuwerfen oder ihre Motivation zu schwächen. Denn davon, dass Obermann die Leute auslagern/endlagern will, kommen die Kunden auch nicht zur Telekom zurück - ganz im Gegenteil.
 
Also was einige hier so von sich geben ist echt der Hammer.
Da bekommt man fast den Eindruck, dass sind Arbeitgeber!
Ich glaube einigen ist nicht klar, dass es sich bei den angegeben Zahlen um Brutto Zahlen handelt.

@keshkau
Urlaubs- und Weihnachtsgeld bekommen wir schon lange nichtmehr.
Zu deinem letzten Post passt folgende Aussage die ich aus dem Netz habe, finde ich mehr als passend:

Knüller des Tages war die Ankündigung von Obermann, dass der Telekom Vorstand jeweils auf ein Monatsgehalt zur „Solidarität“ mit den Beschäftigten verzichten wolle, er sogar auf zwei Monatsgehälter. Millionäre scheinen nicht zu begreifen, wie es ist, wenn eine Familie dauerhaft nur noch mit der Hälfte des bisherigen Einkommens auskommen muss.

Wenn Obermann nur annähernd davon eine Vorstellung hätte, dann wäre diese Aussage als arrogant, selbstherrlich und menschenverachtend zu werten.


So und nun zudem, was mich am meisten ärgert. Die Aussagen über die Qualifikation eines "Call Center" Mitarbeiters. Besonders der "studierte" hier im Forum hat's mir angetan. Von denen habe ich des öfteren welche, die dann meinen sie wüßten alles, und sich absolut nicht kooperativ zeigen um einen Fehler zu finden. Es liegt ja immer an der T-Com, so ein studierter macht ja keine Fehler. Es ist immer wieder ein innerer Vorbeimarsch, wenn man diesen dann den Fehler auf ihrer Seite aufzeigen kann.
Auch haben wir etliche Kunden wo so ein studierter nicht mal vor Ort in der Lage war ein Router einzurichten. Also erzähl' mir bitte nichts über Qualifikation.

Nur weil man studiert hat, ist man nicht besser wie jemand der kein Studium hat. Für die die es nicht wissen, Rene Obermann hat auch nicht studiert!

@akuji13, Du hast ja nun überhaupt keine Ahnung.

Ich zähl' dann mal auf, was ich (fast ausschließlich) aus dem Kopf können müßen.

Folgende Systeme, bezogen auf die Installation für DSL inkl. Fehlerbeseitigung.

Win95
Win98
WinMe
WinNT
Win2000
WinXP
VISTA

Einbindung in Routernetze oder DFÜ Installation.

Kenntnisse der diversen, von Telekom angebotenen, Router inkl. WLAN - LAN Installation.
Ich spare mir die Masse hier aufzuführen.

Und noch vieles, vieles mehr. Ich habe im übrigen nichts mit meinen Kollegen von T-Online zu tun.

Und immer ist zu bedenken, da rufen überwiegend Leute an, die gerade mal wissen wo der PC angeschaltet wird. Zipfelklatscher hatte das ja bereits schön beschrieben, wie ermüdent das ist.

Zusätzlich "bediene" ich noch eine Hotline für Datenhochgeschwindigkeitsleitungen.
Hier geht es überwiegend um Standleitungen.

Davor habe ich bereits einges andere beraten.
Telefonanlagen, Telefone usw. usw.
Ach ja Kabellöter war ich auch schon, und die Leitungen die ich heute berate habe ich früher geplannt.

Und bitte nie vergessen, auch wir haben Software, Prüfsysteme usw. die man bedienen können sollte.

Und jetzt soll mir bitte keiner kommen, die Arbeit wäre nicht komplex.
Das es Ausnahmen (in der Qualität der Beratung) gibt ist mir auch klar. Aber das gibt es wohl in jeder Firma.

CU
dj buto
 
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