Thema verfehlt - Sechs - Setzen!

keshkau

Commodore
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CB-Redakteur Sesan hat heute darauf hingewiesen, dass Nokia mit seinem Dienst Ovi in Deutschland an den Start geht. https://www.computerbase.de/forum/threads/nokia-startet-ovi-in-deutschland.387780/

An sich ist das ein diskussionswürdiges Thema, aber was ist geschehen? Ein Dutzend Beiträge landeten im Aquarium, etwa diese vier hier:

„Von denen Kauf ich nichts mehr!!“
„scheiss nokia !“
„Nokia muss nicht glauben von mir jemals einen Cent zu bekommen, nachdem, was hier in Bochum abgezogen wurde“
„Sorry Nokia, keiner mehr da der sich das leisten kann, alle arbeitslos.“

Von den verbliebenen 14 Antworten auf den Beitrag von Sesan konzentrierte sich knapp die Hälfte auf die Kommentierung des Nokia 6650, das in einem der verlinkten Beiträge genannt wird. Zum eigentlichen Titelthema Ovi ist in den Antworten kaum etwas zu lesen.

Das war heute echt ein Armutszeugnis für so manchen Beitragsschreiber auf CB. Schade, schade.
 
Tja keshkau,
da muss ich dir leider Recht geben. Ist aber bei Weitem nicht nur bei dieser News so. In letzter Zeit (ok eigentlich schon seit längerer Zeit) gibt es kaum noch News, die von dummen und kindischen Kommentaren verschon bleiben.

Nun könnte man stundenlang darüber nachdenken warum einige Leute sich gezwungen sehen, ihren geistigen Dünnpfiff in jedem Thread abzuladen, ob es nun passt oder eben auch nicht. Auch ich habe mir darüber so meine Gedanken gemacht. Eine Antwort habe ich dennoch nicht gefunden. Es scheint also Menschen zu geben die ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis haben. Ok, kann man wohl nichts gegen machen, leider. Würden die Moderatoren hier rigeros aufräumen, dann würde eine andere Diskussion an anderer Stelle neu aufflammen (Feedback). Ob das so wünschenswert ist, davon bin ich auch nicht überzeugt.

Der günstige Zugang zum Internet sowie die fast flächendeckende Verfügbarkeit von schnellen Zugängen ermöglichen es jedem Idioten seine unbedeutende Meinung überall kund zu tun. Was bleibt also zu tun? Das Internet wieder so teuer zu machen wie es früher einmal war? Bringt auch keine dauerhafte Befreiung. Immer wieder wird es Eltern geben, die lieber viel Geld ausgeben, als sich selbst mit ihren Kindern zu beschäftigen. Früher war es so, dass nur Leute das Internet genutzt haben wenn sie es wirklich brauchten. Studenten konnten von der Uni aus online gehen, Menschen die im oder durch das Internet Geld verdienten, die waren bereit auch einen höheren Preis zu zahlen. Privatleute mussten jede Minute teuer bezahlen, da hat man sich schon überlegt, ob man lange online bleibt. Und dann ganz bestimmt nicht, um irgendwelche Foren mit unbedeutenden Beiträgen zu füllen. Statt WWW wurde ausgiebig das Usenet genutzt, Newsserver waren die Informationsquellen.

Aber das Internet künstlich wieder teurer zu machen ist natürlich auch keine Lösung. Das Internet ist ja auch wichtig für die Bildung unserer Kinder. Nur manchmal wünsche ich mir etwas mehr Verantwortungsbewusstsein und etwas mehr Zurückhaltung. Wenn ich viele Beiträge hier lese, gerade zu den News, dann bin ich froh, dass ich im RL nichts mit diesen Leuten zu tun habe. Dieses Board hat einfach keine Kultur. Ich habe viele gute Leute kommen und gehen gesehen, und jedes Mal ist ein farbloser und unbedeutender Newbie dafür gekommen und hat diesem Forum ein Stück Qualität genommen.

Ich für meinen Teil werde mich noch weiter zurückziehen. Vielleicht suche ich mir einen einsamen Newsserver und grabe meinen Forte Agent mal wieder aus. Dann such ich mir ein paar Gruppen in denen sich noch ein paar vergessene Freaks rumtreiben. Irgendwo, wo die Leute sich Mühe beim Posten geben und Zeit in ihre Antworten investieren und nicht einfach irgendetwas hinrotzen, nur um auch mal was zu schreiben, und möglichst Erster zu ein. Wo die Posts noch Inhalte haben und nicht nur ein paar aufgeschnappte Floskeln wiedergegeben werden, nur weil es so cool klingt. Irgendwo, wo nicht ständig nach noch grösseren Benutzerbildern und blinkenden Signaturen geschrien wird, wo mit Argumenten und nicht mit Meinungen diskutiert wird, wo Posts noch in leserlichem Deutsch verfasst werden und wo Trolle schnell erkannt und einfach ignoriert werden.

Finde ich übrigens gut, dass du das nicht unter "Feedback" gepostet hast. Ich hoffe du hast dir was dabei gedacht.
 
Lieber Stewi, deine Worte klingen hart, verbittert. Ich kenne das Forum leider erst ein paar Jahre. Als ich
dazu gekommen bin, hatte Tommy gerade seinen großen Auftritt bei Giga und die Userzahlen schnellten in
die Höhe. Nun kann ich mir nicht anmaßen niveauvoll zu sein, es sollte aber zeigen daß nicht nur damals
sondern bis jetzt immer wieder noch neue Boardies kommen, die interessante und gute Beiträge leisten.
Es ist nicht einfach sie zu finden, einfacher ist es jedoch den wilden Newbies das Schwimmen beizubringen,
in der Hoffnung das es irgendwann einmal heißt: Auf CB macht das Spammen keinen Spaß.
Schau einfach mal ab und zu rein. Kommentare wie von dir und keshkau sind immer erwünscht.
 
Zuletzt bearbeitet: (verständnisloses Geschreibsel korrigiert)
@Stewi
Es sieht ganz so aus, als seien wir uns in einem wichtigen Punkt einig. – Vor ein paar Tagen habe ich bei Olly3052 angefragt, ob es möglich wäre, ein separates Unterforum für „qualitativ hochwertige Diskussionen“ einzurichten. Dieses Unterforum sollte für normale User unsichtbar sein und nur von „handverlesenen“ Teilnehmern besucht werden können, die dazu eingeladen worden sind. Nun gut, es widerspricht der CB-Philosophie von einem offenen Forum. Das kann ich wohl verstehen.

Bei meiner CB-Registrierung vor ziemlich genau einem Jahr ging es mir primär um Infos rund um Vista. Abgesehen von einigen anderen Unterforen liegt mein Schwerpunkt liegt momentan bei „Politik & Gesellschaft“. Die meisten Teilnehmer dort sind zwar guten Willens, trotzdem verlaufen die Threads für meinen Geschmack nicht immer optimal.

Das ist ein grundsätzliches Problem offener Foren. Wie Du schon richtig bemerkt hast, können manche nicht ihre Finger stillhalten. Sie neigen dazu, jede spontane Gefühlsregung zu posten. – Schwierige Zeiten für Moderatoren, würde ich sagen.
 
Gerade im Politik und Gesellschaft Forum kann ich es aber noch verstehen, wenn die Diskussion die geordneten Bahnen verlässt.

Es ist ärgerlich.. aber wenn selbst hochrangige Politiker in TV Talks kein geordnetes Gespräch zusammenbekommen ohne das es drunter und drüber geht?

Zumindest haben wir im Politik und Gesellschaft nicht mit Trollen und bewusst stark polemisierenden (ist das ein Wort?? O_o) Beiträgen zu tun.
Es ist einfach klar, dass es immer Menschen geben wird, die einfach eine Antwort direkt auf die News oder den Threaderstellerpost reinknallen, während die Diskussion schon längst an einen anderen Punkt gelangt ist.. ebenso die "armen" Kinder, die da reihenweise geistig niedergemetzelt werden.
Man kann niemandem verbieten, da zu posten.. eben auch nicht, wenn sein geistige Entwicklung noch keine sachgerechte Diskussion zu bestimmten Themen zulässt.

Ich will hier niemanden in Schutz nehmen. Ich spamme wohl selber ab und zu und gehöre zu den ersten die manchmal ihren Frust in Flames ablassen.. aber eine geschlossene Gesellschaft ist meiner Meinung nach definitiv nicht der richtige Weg.
Und das sage ich nicht aus Angst nicht reingelassen zu werden.
 
phil.,
ich denke verbittert ist das falsch Wort, dann würde eher noch hilflos passen, oder auch resigniert. Evtl. auch enttäuscht darüber, dass man nicht die Kraft und Zeit gehabt hat das Ruder rumzureißen, als es vielleicht noch möglich war. Wer weiß, ob man überhaupt eine Chance gehabt hätte. Aber ein Versuch hätte es gezeigt.

Sicherlich werden auch immer wieder Menschen kommen die gute und interessante Beiträge leisten, nur muss man zwischendurch ziemlich viel dummes Zeug lesen, um diese endlich zu finden. Du weißt, ich habe einen Heidenrespekt vor der Arbeit die einige Leute hier reinstecken, nur scheint mir das zur Zeit der berüchtigte Kampf gegen Windmühlen zu sein, der sich auch mit noch soviel Manpower nicht gewinnen lässt.

Als dann Don Quichotte, schnapp dir Sancho Panza und reite, aber wunder dich nicht wenn eines Tages der Gaul unter dir zusammen bricht.

@keshkau,
ein "besonderes" Forum war schon öfter Grundlage diverser Diskussionen, wurde aber aus den genannten Gründen immer verworfen. Außerdem gibt es so etwas schon auf FB. Diskussionen werden einigermaßen gesittet geführt, nicht für alle sichtbar, Zugang nur für handverlesene Leute - Moderatoren und Administratoren. ;)

Was mir am Meisten Leid tut, die Leute die es wirklich betrifft, die werden mit diesem Thread nichts anfangen können, die werden ihn nicht einmal verstehen.
 
Ja man fühlt sich schon hilflos. Aber ist es zu spät? Wann ist es zu spät? Wurde dieses nicht schon öfter
gesagt? Die "guten" alten Zeiten lassen sich nicht wieder herstellen.
Ich habe auch sofort an den guten Don Quichotte gedacht und wenn es so sein soll, dann werde ich ihn
spielen, bis der Gaul nicht mehr kann. Wer aufgibt hat schon verloren. So kann ich zumindest sagen, ich
habe es versucht. Danken wird es keiner, aber solange es Boardies wie keshkau & Co. gibt, bleibt dieses
Forum interessant.
 
Ein Thema, das den Nerv trifft.
Es scheint also Menschen zu geben die ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis haben.
Ja
Ok, kann man wohl nichts gegen machen, leider.
Ja, machen wir dicht, ziehen uns zurück und kehren ins kuschelige Usenet zurück. Ach, geht ja nicht mehr. Na, dann alternativ eben back to the forgotten Freaks, oder doch in die Kaminkuschelecke mit Schaukelstuhl, Biographien lesen und schreiben?
Vorher geben wir den naiven, übriggebliebenen Windmühlenkämpfern (die klammheimlich der drohenden Resignation mühsam widerstehen) noch einen mit, damit sie noch etwas mehr zu kämpfen haben, das dicke Fell reicht ja aus.
Ich für meinen Teil werde mich noch weiter zurückziehen.
Dabei könnten genau diese sorgfältigen Posts in deinem (früheren) Stil Positives bewirken. Aber was soll man machen, wenn der Unmut (ich weiß, steckt noch anderes dahinter) im Schreiben, nach außen immer mehr sichtbar überhand nimmt. Es gibt in solchen Situationen nichts dämpfenderes, als das sehenden Auges zu verfolgen.
Die meisten Teilnehmer dort sind zwar guten Willens, trotzdem verlaufen die Threads für meinen Geschmack nicht immer optimal.
Ich weiß was du meinst, geht mir größtenteils auch so. Nur, der Sinn eines öffentlichen Forums entspricht auch nicht dem eines privaten Gesprächskreises ausgesuchter Personen nach eigenem Geschmack. Und selbst da würde es nicht optimal laufen. Nicht nur, weil Optimal im Zusammenhang mit Diskussion zwischen Menschen immer subjektiv ist.
Was mir am Meisten Leid tut, die Leute die es wirklich betrifft, die werden mit diesem Thread nichts anfangen können, die werden ihn nicht einmal verstehen.

Das trifft leider zu. Und lässt mich immer wieder ratlos zurück.

Vor allem News als Schuttabladeplatz nichtssagender Meinungsfreiheit.
Viele hier müssen nach zwei Minuten die Suchfunktion bemühen, um sich an die eigenen, nichtssagenden Beiträge überhaupt erinnern zu können. Sie wissen nicht mehr zu welchem Thema sie etwas abgelassen haben.

Ich habe gehört, dass es da draußen immer noch Menschen geben soll, die nur etwas sagen, wenn sie über das entsprechende Wissen und/oder echtes Interesse verfügen, bei denen das Thema und nicht das Ego im Vordergrund steht, die Argumente haben, sorgfältig formulieren und wie selbstverständlich Verantwortung für das übernehmen, was sie von sich geben.
Vereinzelt treffe ich sie auch hier. Zugegeben, die Anzahl ist gering. Und an manchen Tagen muss ich sie bewusst suchen, um das Glas nicht leer zu sehen.
Von wem sollen andere noch lernen, wenn gerade diese sich zurückziehen? Und von wem, wenn alte Hasen resignieren?

Und wenn sich niemand mehr darum bemüht sie zu sehen, zu fördern, aufzugreifen und die entsprechende Plattform zu bieten, dann, ja dann haben wir nicht einmal mehr die Chance daran zu arbeiten…
Es ist erst wirklich zu spät, wenn es diese Plattform nicht mehr gibt.
Es bleibt jedem selbst überlassen, sich zu entscheiden.
 
Ihr habt natürlich Recht. Leider ist das Thema zu umfassend, um jetzt auf die Schnelle eine Antwort zu schreiben. Das hebe ich mir je nach Verlauf des Threads für heute Abend auf, wenn ich etwas mehr Zeit und Ruhe habe. Es gibt da sehr viel mehr Aspekte zu berücksichtigen, wahrscheinlich könnte man tatsächlich eine Abhandlung darüber schreiben.

Nur soviel für jetzt, ich halte CB/FB immer noch für eines der großartigsten Dinge, an denen ich aktiv in meinem Leben teilnehmen durfte. Nur leider hat jede Medaille zwei Seiten.

Aber wie bereits gesagt, darüber heute Abend vielleicht mehr.
 
Ich bin ja jetzt auch schon einige Jahre dabei, und ich muss sagen ich war Anfangs sicherlich ähnlich, wenn nicht genauso wie die Personen über die gerade diskutiert werden.
Allerdings habe ich sehr schnell entdeckt das Computerbase mehr als nur ein Forum ist, und mich ab dann bemüht meine Postings auf Hilfeleistungen und ggf. Fragen einzustellen.
Auf News mit flame Potenzial lass ich mich eigentlich mittlerweile nicht mehr ein.
Hier herrscht ein sehr schönes Boardklima, die Moderation versteht es einen gewissen Abstand zu den Boardnutzern zu waren, was natürlich einer Objektiven Moderation zu gute kommt.


Obwohl hier nun diverse verschiedene Personen gepostet haben, muss ich sage das es jeder auf den Punkt getroffen hat.
Das Mitteilungsbedürfnis vieler Leute scheint aber unabhängig vom Thema zu sein, ich habe manchmal das Gefühl es geht rein ums "verewigen".
Egal um was es in dem Thema geht, und wer es ließt, Hauptsache jemand kann seine geistigen Ergüsse in dem Thema verewigen.

Wie soll man sowas bekämpfen?
Natürlich würde es Mittel und Wege geben, aber da Computerbase eben keine Closed Community ist (was ich natürlich absolut begrüße) wird das sehr schwer.
In einer Closed Community wird einfach aussortiert, allerdings führt das halt zwangsläufig zu einem sehr persönlichem Verhältnis der User im Forum. Außerdem gibt es einfach nix neues.

Hier auf Computerbase ist allerdings jeder erwünscht, denn "Artenvielfalt" heißt auch lebendigkeit, und abwechslungsreiche Aktivität im Forum.
Doch wie soll man die Spreu vom Weizen trennen?
Einen "Allgemeinwissens Test"?
Somit wäre man aber wieder bei einer Community, bei der nur ausgewählte Leute Zutritt haben.

Über eins muss man sich im Klaren sein.
Wenn wir, wie hier die Pforten für alle geöffnet haben, dann können wir nicht anfangen die betreffenden Leute auszusperren.
Meiner Meinung nach, ist der beste Weg, die entsprechenden Beiträge zu löschen, zu kommentieren, und ggf. den User zu verwarnen. Wenn der User wirkliches Interesse hat, sich hier Aktiv und mit Niveau in die Community einzubringen, dann wird er sein Verhalten ändern.
Wenn dies nicht der Fall ist, wird man das merken und nach den Regeln verfahren.

Für welche Maßnahmen bzw. für welchen Weg sich die Boardleitung in Zukunft entscheidet, eines ist Sicher: Die arbeit der Moderatoren wird nicht weniger werden.

Flo
 
Was das Unterforum „Politik und Gesellschaft“ betrifft, so verlaufen die Diskussionen – je nach Zusammensetzung der Teilnehmer – noch vergleichsweise gut. Solange die Diskutanten das Hauptthema im Hinterkopf behalten, können sie durchaus mehrere Seiten lang über ein Randthema sprechen, bevor sie zum Kern der Sache zurückkommen. Diesen Eindruck hatte ich z. B. bei meinem Reizthema „Unterschicht“, wo lange Zeit das „bedingungslose Grundeinkommen“ besprochen wurde. Es gab einen gewissen Themenbezug und die Sache wurde mit einem gewissen Tiefgang diskutiert. Das war völlig in Ordnung.

Die Moderatoren leisten dort gute Arbeit. Das will ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen. Manchmal verlaufen sogar parallele Diskussionen zwischen den Teilnehmern über PN. Wenn jemand durch seine Beiträge eine gut laufende Diskussion torpediert, sei es durch persönliche Angriffe oder durch Abschweifungen von Thema, greife ich auch schon mal zu einer PN, um ihn zu ermahnen oder notfalls den Kopf zu waschen.

Wenn das alles nicht hilft, müssen wohl doch die Moderatoren ans Werk, die über ein breites Arsenal an Sanktionsmaßnahmen verfügen. Verwarnungen oder sogar mehrtägige Schreibsperren dürften geeignet sein, um jemandem zu zeigen, wo der Hammer hängt.
 
Ein weiterer Grund warum im "Politik und Gesellschaft" Forum so manches eskaliert ist meiner Meinung nach die sehr oft auftretenden provuzierenden Threadtitel.
Dort werden teilweise absichtlich halb-./Unwahrheiten mit eingebracht, nur um eine möglichst Stachelige Diskussion zu starten.
Ich finde auch hier sollte rigeros durchgegriffen werden, um die Diskussionen von Anfang an zu entschärfen.

Perfektes Beispiel: "Schwarzarbeit bald erlaubt?"

Wie dieses "entschärfen" der Threadtitel aussieht, muss natürlich die Boardführung entscheiden.
Da ich jedoch denke das jeder Moderator hier des deutschen Satzbaus mächtig ist, währe mein Vorschlag das der Titel einfach von einem Moderator angepasst wird, auf eine Objektive Aussage bzw. Beschreibung.

Die Copy/Paste Themen werden ja Gottseidank schon sehr gut von den Moderatoren versorgt.


 
In gewisser Weise habe ich eine Art Sympathie für die durchklingende Resignation bei Stewi. Auch wenn diese, möglicherweise, bei mir von anderen Gedanken und Ansichten motiviert sein mag, so sehe ich die Entwicklung des Diskussionsniveaus, in den Abschnitten des Forums wo man meinen sollte, dass dort eben ein entsprechendes Niveau herrschen sollte, mit Sorge. Diese allerdings kann bei mir auch schnell in Desinteresse, aufgrund der durch das Internet (noch) angebotenen Anonymität, umschlagen. In Teilen ist das in "Politik und Gesellschaft" bereits passiert weil ich dann doch merken musste, dass es auch User gibt, die meinen, zu grundsätzlich jedem Thema etwas schreiben zu müssen.
Ich versuche noch und habe versucht nur bei den Themen meinen Senf abzuladen, wo ich selbst der Meinung war, dass meine Gedanken mit dem Thema unmittelbar etwas zu tun haben. Auch so kam und komme ich mir bisweilen wie eine überspielte Platte vor, die immer und immer wieder dasselbe von sich gibt.
Das aber nicht so sehr weil ich nichts Neues zu sagen hätte, sondern weil das Muster an Argumentation, das ich so sehr bekämpfe, wie eine sich vervielfältigende Hydra mir erscheint. Hat man einen Kopf "gewaschen" (um mit keshkau zu reden) kommen drei neue, die in dieselbe Kerbe schlagen...nur unendlich undifferenzierter.
Meine Stellung zu FB/CB ist momentan gespalten. Das aber ist zumindest bei mir, wie zu Anfang gesagt, eher durch eine Art der Resignation entstanden. Ich habe einfach auch keine Lust mehr meine Zeit mit immer wiederkehrenden Argumentationsmustern zu vergeuden, deren Irrationalität ich eigentlich meinte nur einmal nachweisen zu müssen.

Zuletzt sei noch ein Wort zur Moderation im Forum gesagt: Super.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Flo
Der von Dir genannte Threadtitel ist in der Tat grenzwertig. Man kann ihn noch gerade so durchgehen lassen, weil Herr Sarrazin damit schließlich auch nur provozieren wollte. Und ja, es gibt Leute, die mit ihren Threads bewusst provozieren möchten. Ich will das überhaupt nicht verurteilen, weil ich die Motivation dahinter sehr gut nachvollziehen kann. Ein gutes Beispiel war das Thema "Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD?"

Die Kunst besteht darin, sich als Leser davon nicht zu unsachlichen Reaktionen hinreißen zu lassen (was nicht jedem gelingt). Man kann die aufgeworfene Spekulation doch einmal als solche hinnehmen und die Frage des SPD-Kanzlerkandidaten durchkauen. Die aktuellen Debatten zeigen doch, dass es hinter den Kulissen durchaus Gedankenspiele zu geben scheint, etwa in Richtung Steinmeier. Aber das nur am Rande.

Wir haben im PuG-Forum die unterschiedlichsten Leute mit z. T. grundverschiedenen Interessen. Ohne jetzt Namen nennen zu müssen, ist der eine mehr daran interessiert, hinter die Kulissen zu schauen und Grundsatzfragen zu diskutieren. Andere wollen primär ihre politische Meinung kundtun. Wieder andere machen gerne tagespolitische Fragen zum Gesprächsthema. Hinzu kommt in allen Threads die belebende Bandbreite der Gesinnungen.

Das ist vollkommen in Ordnung so. Man sollte sich nur bewusst machen, dass die meisten Themen (im PuG-Forum) nicht aus einer Laune heraus entstanden sind. Die Ersteller haben sich in der Regel viele Gedanken dazu gemacht. Und wenn das bereits im ersten Beitrag deutlich wird, etwa durch eine Beschreibung der Ausgangslage, durch das Einfügen von Quellen und die begründete Darstellung einer eigenen Meinung, dann sind das optimale Voraussetzungen für eine würdige Debatte.

Umso ärgerlicher ist es dann, wenn jemand meint, seinen Senf dazugeben zu müssen, auch wenn sein Beitrag überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat. Ebenso schlimm finde ich Beiträge, die belegen, dass der Beitragsschreiber sich bisher nicht ansatzweise mit dem Thema auseinandergesetzt hat, aber vollmundig den Eindruck erwecken will, er sei „Experte“ auf dem Gebiet (Stichwort „Rechtsgüter“).
 
Nun gut, du hast schon recht, wenn du sagst das man mit bewusster provokation auch eine Interessante Diskussion starten kann.
Jedoch sehe ich das Problem, das sich die Mehrheit darauf nicht einlässt, sondern lieber gleich über die Überschrift herziehen.
Sowas gleich auf der ersten Seite eines Themas, bedeutet für den Diskussionsverlauf meist nichts gutes, wenn nicht unmittelbar danach die Moderation aufräumt.
Warum also nicht den Threadtitel auf ein objektives Niveau reduzieren, und um erstmal eine Sachliche Diskussion zu ermöglichen? Spekulationen/Unwahrheiten kommen im laufe eines Themas meist von alleine.

Und eben in einem Punkt bin ich anderer Meinung.
Ich denke ein gewisser Teil der PuG Nutzer machen sich Keine! großartigen Gedanken um ein Thema.
Sie lesen etwas in der Zeitung/Onlinemagazin, und das erste was ihnen dazu einfällt verkünden sie erstmal in einem neuen Thema.
Oft hat sich schon gezeigt das nach längeren Diskussionen der Threadersteller schon nach 2 Seiten nicht mehr mitreden konnte, weil er sich schlichtweg mit dem Thema nicht auseinandergesetzt hat.
Wie man sowas verhindern soll..... da bin ich echt überfragt.

Flo
 
Stimmt schon. Es gibt keinen vernünftigen Grund für einen provokanten Titel. Das gilt umso mehr, weil man sich als Ersteller des Threads ausrechnen kann, wohin das führen wird.

Ich bin schon sehr zufrieden damit, dass Themen hier schnell geschlossen werden, wenn schon der erste Beitrag keine inhaltliche Substanz aufweist. In anderen Foren genügt es, einen Link zu posten. Und dann soll sich daraus eine Diskussion entwickeln.

Der Vorschlag einer Änderung allzu provokanter Titel ist meiner Meinung nach gut. So etwas wird auch schon praktiziert. Doch Provokationen kommen nicht allzu oft vor. Hin und wieder verschieben sich die Diskussionen mit der Zeit in eine andere Richtung, sodass auch dadurch eine Titeländerung gerechtfertigt sein kann. Das wäre dann die Aufgabe des Erstellers, die Änderung zu beantragen.

Das eigentliche Kernproblem ist aber ein anderes. Man sieht es heute wieder ganz aktuell in der News „T-Mobile trennt sich von Nokia-Handys (Update)“. Zwischenzeitlich liegt das Dementi von T-Mobile vor. Das wurde im Thread auch schon geschrieben. Aber die Beiträge zeigen, dass so mancher das überhaupt nicht gelesen hat. Wäre der Thread schon fünf Seiten lang gewesen, hätte ich Verständnis dafür gehabt. Aber so nicht.


Da ist mir gerade spontan ein Gedanke gekommen. Ich weiß nicht, ob das technisch realisierbar oder zu aufwendig wäre. Aber ein Lösungsansatz könnte darin bestehen, den Ersteller eines Threads mit gewissen Moderationsfunktionen auszustatten, die lediglich für seinen eigenen Thread gelten. So könnte jeder seinen Thread selbst pflegen und die globalen Moderatoren würden entlastet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein kleiner Nachtrag noch an Stewi, aber auch alle anderen Boardies.
Leute wie Stewi haben unendlich viel für diese Seite, das Forum getan, mehr als ich z. B. je könnte. Über
sieben Jahre hat er am Forum mitgearbeitet, es geprägt und geformt, bis zu dem wurde was es jetzt
geworden ist. Eine großartige Seite, wenn man von den leidlichen Beiträgen einmal absieht. Aber das Kind
ist nun größer und leider auch ungezogener geworden. Wie im richtigen Leben, aber gibt man es deswegen auf?
Der "Ruhestand" ist verdient und ich kann deine Betrachtungsweise verstehen und nachvollziehen.

Der Kampf, auch wenn es Windmühlen sein sollte, ist der Respekt und Würdigung vor der von euch
erbrachten Leistung. Aber auch Aufmunterung an Boardies und Kollegen weiter zu machen und nicht
aufzugeben. Stewi, ich werde meinen Gaul gut pflegen, denn bis zur Rente habe ich noch ein paar
Jährchen. Es sei denn, man betrachtet mich vorher als Auslaufmodell. Auch bin ich nicht mit dem Forum
verheiratet oder habe mir den Zugang implatiert. ;D
 
Die Verknüpfung der Beiträge innerhalb von News-Kommentaren ist extrem gering. Während in normalen Threads normalerweise Antwort auf Antwort folgt, gibt es bei den News so etwas gar nicht.
Die Leser selbst werden nicht erwachsen, sie sind immer zwischen 13 und 25 Jahre alt ;)

Aber ich glaube, ich weiß woran es liegt. Per RSS wird die interessante Nachricht geladen und mit einem Klick kann man bereits anfangen, seinen Kram zu schreiben. Die Hürde beim verfassen einer ähnlich (sinnlosen) Nachricht ist im normalen Forum wesentlich höher - da braucht man mehr Klicks und muss erstmal genauer suchen, was überhaupt interessant ist.

Also zwei Vorschläge:
Entweder der Autor der Nachricht verbietet gleich beim Erstellen, dass überhaupt Kommentare abgegeben werden, wenn er der Meinung ist, dass das Thema die Trolle nur so anzieht. Diskussionen darüber sollte es kaum geben.
Oder man muss sich regulär im Forum anmelden, den Thread suchen und kann dort erst einen Kommentar hinterlassen, der aber nicht auf der News-Seite gezeigt wird (dort steht dann nur der Hinweis, das bereits 14 Kommentare geschrieben wurden).
Das schreckt die Trolle ab, denn die leben von der Aufmerksamkeit. Und wenn deren Meinung nicht mehr gleich auf der Newsseite erscheint, leiden sie Hunger und sterben qualvoll.

Darunter leidet natürlich die Dynamik bei CB. Aber alles kostet irgendwas und im Moment ufert die Kommentarfunktion zu sehr aus, wenn ich per F5-Taste fünf neue Kommentare anschauen kann, ohne das das ein Ende nimmt.

PS: Die Wachstumsrate von neuerdings geschlossenen Gesellschaften ist selten positiv ;)
 
Das Problem ist auch, dass es mMn einen Unterschied macht, ob man bei einem Forum-Thema mitdiskutiert oder ob man eine Nachricht kommentiert.

Bei einem Forum-Thema entsteht mehr oder weniger automatisch eine Diskussionsstrang, ein Forum-Thema ist eigentlich auch meist eine Diskussion, wogegen man eine News eben auch nur kommentieren kann und nicht zwangsläufig eine Diskussion dabei enstehen muss.

Vllt. will man auch etwas zur News selbst sagen, was aber nichts mit der bisherigen Diskussion zu tun hat. Wieso sollte man dann das auch nicht kommentieren dürfen, nur weil ein eigenes Statement zur News nicht gerade in die Diskussion passt, sehr wohl aber zur News? Bzw. muss man alle Beiträge durchlesen, nur um auch (ein durchaus qualifiziertes) Statement abgeben zu dürfen?

Dadurch wird dann der Diskussionsstrang aber auch etwas zerrissen bzw. mehrgleisig, was bei einem normalen Diskussionsthema wohl nicht so leicht passiert.


Dem Problem mit den schlechten Kommentaren bei den News sollte aber entgegengewirkt werden. Ich merk zwar vllt. nicht soo sehr die sinkende Qualität, vllt. weil ich noch nicht so lange wie ihr aktiv dabei bin, vllt. auch, weil es einem bei langsamen Absinken nicht so auffällt.

Aber wenn ich zurückdenke - früher haben mich die Diskussionen doch meist mehr interessiert, wie die News selbst und ich habe sehr lange die Kommentare dazu gelesen. Das mach ich in letzter Zeit zwar immer noch... aber doch weniger als früher noch.

Aber eine gute und wirklich erfolgversprechende Lösung für dieses Problem zu finden wird nicht einfach werden. Ich hätte ja auch schon wieder an ein Bewertungssystem für Kommentare etc. gedacht - aber was bingt's, wenn die meisten Wähler nicht reif dafür sind?

Doch ihr arbeitet ja schon an einer Lösung, ich bin auf jeden Fall gespannt, was kommen wird.

Ansonsten, wie immer, ein Danke an das Moderatoren-Team für die harte (und immer härter werdende) Arbeit...

PS: Eines muss man aber trotzdem noch anmerken. Trotz des absinkenden Niveaus ist CB wohl immer noch an der Spitze dabei, das ist kein reines CB-Problem, sondern ein Problem, das das ganze Internet betrifft (wie oben von Stewi schon angedeutet wurde), was wir der harten aber doch fairen Moderation verdanken können. Ich bin zuversichtlich, dass CB diesen Platz weiter halten können wird.
 
Das schreckt Trolle ab?

Ich halte die Trollraten für sehr niedrig.
Nur weil jemand einen sinnlosen, dummen, überflüssigen, provozierenden, oder was weiß ich gearteten Post schreibt ist er noch kein Troll.

Sowas wie "Nokia soll Pleite machen!!!1" ist eben nicht wirklich böse gemeint. Die Leute sehen das wirklich so.
 
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