Tipps für Homeserver Hardware

Jbac

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Sep. 2019
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Hallo zusammen,

Ich möchte ein Homelab aufbauen zum austoben quasi. Ich habe zu hause nur nen synology nas 214 mit 1x wd red 3 tb und 1x 4tb .
Ich möchte einen Server als Host für proxmox um dann zb Nextcloud , bitwarden ,plex und bisschen unsere Firmen infra nachbauen um Dinge zu testen dh VPN Server Mailserver Samba evtl auch n Windows dc.

Reicht da ein nuc?

Evtl. was wo ich trotzdem die nas benutzen kann ?

Oder die halt verkaufen und komplett was neues.

Danke für eure Tipps
 
oder sowas wie ein supermicro+xeon aus z.b ivy bridge generation.
32gb (3x8)ecc unbuffered drauf, sechs sata kanns sowiso, nach bedarf einen lsi controller stecken...
alles günstig zu kriegen...
 
Bisher klingt dein Vorhaben noch recht schwammig was nu konkret und dauerhaft auf der Kiste laufen soll. N bischen, n bischen da und n bischen ausprobieren. Hast du dich schon mit den genannten Diensten beschäftigt und erste Erfahrungen gesammelt? Das solltest du nämlich als erstes tun bevor du direkt losrennst und Hardware kaufst, die am Ende entweder zu schwach oder maßlos übertrieben ist, weil mehr bzw weniger drauf laufen wird als gedacht. Zuviel Leistung kann sicher nicht schaden. Wobei.. Dem Geldbeutel evtl schon ;)

Hast du vielleicht noch einen älteren PC, mit dem du zumindest schon mal das eine oder andere ausprobieren kannst? Wenn's doch unbedingt was Neues sein soll, wäre es gut, wenn du ein Budget angibst.
 
Also Passwort Manager Nextcloud vpn Server ne Webseite vllt oder n Wiki Samba Server Home Automatisierung und PLEX das sollte dauerhaft laufen denke ich. Pfsense mach ich denke ich separat . Und n Download Client soll auch aufm Server laufen. Mailserver und Windows Klienten müssen nicht immer an sein aber möchte schon parallel mal viel laufen haben und das sollte dann trotzdem flüssig laufen . Wie gesagt ich will ne Firmen infra nachbauen und Dinge testen wenn Test erfolgreich dann wird was neues getestet ...docker soll laufen ... was zb auf meiner nas nicht geht .

Halt n Host für Proxmox der stabil läuft.

Hatte wie gesagt bisher nur ne nas ... und mit docker gespielt in Virtual Box aufm Notebook ...
 
Jbac schrieb:
Reicht da ein nuc?
Von dem was du jetzt so gesagt hast, würde ein NUC mit i5/7 und 16/32GB RAM wohl passen. Alternativ auch mal einen Blick auf die AMD Alternative in Form des ASRock DeskMini A300 werfen. Ich weiß aber nicht wie gut Proxmox mit AMDs läuft, bei VMware wird aus Kompatibilitätsgründen immer noch pauschal Intel präferiert.
Das NAS würde in dem Fall aber so wie es ist weiterlaufen, nur die VMs sind auf den kleinen gespeichert.
 
Ok die nas dann als Backup für proxmox ? Oder Datengrab ? Als Storage für die vms zu lahm oder ?
 
Ich würde das NAS als reines Datengrab verwenden. Je nachdem wie groß du den Server aufbläst und ggfs auch als NAS einsetzen möchtest, kann die Diskstation wunderbar als Backup-Speicher weiterverwendet werden.
 
Ein NAS dient in den meisten Fällen als großes Datengrab mit je nach Anforderung etwas Redundanz mit großen aber lahmen Disks.
Bei vielen parallelen VMs willst du das garantiert nicht ;) Daher würde ich das NAS auch nur als Datengrab und ggf. Backupziel für die VMs nutzen.
Nextcloud und Bitwarden läuft für wenige Nutzer theoretisch problemlos auf nem Raspi, ein Wiki ebenso, bissl VPN auch bzw abhängig welches Protokoll (wireguard, openvpn, ipsec, etc) und wie viele Verbindungen parallel, die Anforderungen für Plex gehen von winzigem kleinen Atom bis zum i7/Xeon, je nachdem was du damit machen willst, sprich ob und wie viele parallele Transcoding-Streams oder ob Plex die Medien nur stumpf bereit stellen soll weil jedes Wiedergabegerät die Medien nativ darstellen kann.
Deine Hardware-Anforderungen hängen also primär davon ab was du mit Plex vor hast und wie viel Reserven das System dann noch für andere VMs haben soll. Bevor du dies nicht eindeutig klären kannst, ist eine Empfehlung sinnfrei.
Im besten Fall würde ich nicht allzu viel Reserve einplanen sondern eher deine Testumgebung auf deinem PC/Laptop erweitern, dann lernst zwangsweise auch gleich bisschen Netzwerk dazu und kannst deine Test-VMs auf dem "Server" und deinem PC/Laptop laufen lassen. Ansonsten zahlst du für Hardware Geld, das sich einen Großteil der Zeit langweilt.

Weiterer Vorschlag: Man bekommt sowohl bei GCP als auch bei AWS und vermutlich genauso bei Azure ein Jahr lang ein gewisses Freikontingent. Damit kannst du jederzeit (begrenzt) herum testen, Systeme aufbauen und wieder abreißen. Abreißen nicht vergessen sonst wirds irgendwann doch teuer ;)
 
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Wie wäre es denn eine gebrauchte Workstation z.B. etwas umzurüsten und darauf Proxmox installieren, um dann deine gewünschten Dienste in VMs laufen zu lassen? ;)
 
Danke für die Tipps. PLEX muss Max 2 streams gleichzeitig laufen lassen auf iOS und Android .
Ich will mich halt nickt ärgern wenn was nicht läuft ..
Ja kann sehr gut sein dass ich das überdimensioniere. Möchte auch von unterwegs ab und an was streamen.
Mailserver zb auch mehrere im failover zu testen und so.

Ja aws hatte ich auch im Kopf aber würde gerne doch Lokal alles haben . Man kann echt schnell was vergessen.

Klingt ja wirklich so dass n nuc reicht.

Ich hab auch bei eBay Microserver von hp Gen 8 gesehen . Geht sowas noch gut oder sollte ich gen 10 nehmen ... hab aber gelesen der ist nicht so gut wie gen 8.
 
Der g10 ist im Vergleich deutlich teurer geworden, es fehlen einige Features und die CPU ist aufgelötet... Den g 8 würde ich aber auch nicht mehr kaufen wenn man nicht unbedingt ein so kompaktes Gehäuse mit 4 HDD Slots will.

Bei Plex wird es denn wohl Transcode und kein einfacher Stream sein, macht als Richtwert 2x 2000 Passmakpünktchen + die Reserve für VMs.

NUC mit i5 5500, i7 6500 und ein i3-8350 9000 Punkte.
 
Jbac schrieb:
Mailserver zb auch mehrere im failover zu testen und so.
Mailserver benötigen kein Failover, da du dann davon abhängig bist, dass der Clusterdienst stets zuverlässig läuft. Redundanz ist netterweise im Mailprotokoll direkt verankert und du kannst mehrere MX-Records nutzen. Entweder je nach Gewichtung als Master/Slave oder Master/Master bzw. Multi-Master. Kannst das sogar in Docker packen wenn man es auf die Spitze treiben will.
Für einen Mailserver zuhause bräuchtest du aber eine statische IP bzw. mehrere wenn du HA haben willst. Redundante Mailserver zuhause aber nur eine Internetanbindung verschiebt den Single Point of Failure nur^^
Gilt zumindest wenn du mit dem Rest der Welt Emails austauschen willst und nicht einen SmartHost zum Versand nutzt, für reine interne Tests kannst das natürlich machen. Aber wirklich Leistung braucht es da nicht. Postfix, Dovecot und ein Webmailer brauchen jetzt nicht wirklich Ressourcen. Spannend wirds da wenn rspamd, clamav (o.ä.) und eine mariaDB für die Benutzerverwaltung hinzu kommen. Aber selbst dann reichen 2 Kerne und 4 GB Ram locker(!) für eine kleine Umgebung mit wenigen Usern.

2000 Passmark reichen für einen 1080p h264 transcode, je nachdem was der TE hat braucht er mehr oder weniger. Ich empfehle dafür als Lektüre https://support.plex.tv/articles/201774043-what-kind-of-cpu-do-i-need-for-my-server/
Wenn das geklärt ist, weiß er die benötigte CPU. Beachte bitte, dass die CPUs in einem NUC o.ä. oft die Mobilvariante ist und nicht vergleichbar mit dem Desktoppendant.
Beim RAM würde ich mit einem 16 GB Modul starten und bei Bedarf auf 2x 16GB aufrüsten.

Ich würde auch vom HP MicroServer, egal ob Gen8 oder Gen10, abraten. Wenn du ein reines NAS mit wenigen Zusatzfunktionen bauen willst wären dies brauchbare Empfehlungen aber nicht als Hypervisor und Spielwiese für VMs.
 
snaxilian schrieb:
Mailserver benötigen kein Failover, da du dann davon abhängig bist, dass der Clusterdienst stets zuverlässig läuft. Redundanz ist netterweise im Mailprotokoll direkt verankert und du kannst mehrere MX-Records nutzen. Entweder je nach Gewichtung als Master/Slave oder Master/Master bzw. Multi-Master. Kannst das sogar in Docker packen wenn man es auf die Spitze treiben will.
Für einen Mailserver zuhause bräuchtest du aber eine statische IP bzw. mehrere wenn du HA haben willst. Redundante Mailserver zuhause aber nur eine Internetanbindung verschiebt den Single Point of Failure nur^^
Gilt zumindest wenn du mit dem Rest der Welt Emails austauschen willst und nicht einen SmartHost zum Versand nutzt, für reine interne Tests kannst das natürlich machen. Aber wirklich Leistung braucht es da nicht. Postfix, Dovecot und ein Webmailer brauchen jetzt nicht wirklich Ressourcen. Spannend wirds da wenn rspamd, clamav (o.ä.) und eine mariaDB für die Benutzerverwaltung hinzu kommen. Aber selbst dann reichen 2 Kerne und 4 GB Ram locker(!) für eine kleine Umgebung mit wenigen Usern.

2000 Passmark reichen für einen 1080p h264 transcode, je nachdem was der TE hat braucht er mehr oder weniger. Ich empfehle dafür als Lektüre https://support.plex.tv/articles/201774043-what-kind-of-cpu-do-i-need-for-my-server/
Wenn das geklärt ist, weiß er die benötigte CPU. Beachte bitte, dass die CPUs in einem NUC o.ä. oft die Mobilvariante ist und nicht vergleichbar mit dem Desktoppendant.
Beim RAM würde ich mit einem 16 GB Modul starten und bei Bedarf auf 2x 16GB aufrüsten.

Ich würde auch vom HP MicroServer, egal ob Gen8 oder Gen10, abraten. Wenn du ein reines NAS mit wenigen Zusatzfunktionen bauen willst wären dies brauchbare Empfehlungen aber nicht als Hypervisor und Spielwiese für VMs.
Also dann würde ich ne i7 cpu nehmen . Gibt es was kompaktes und kein Rack

Das mit dem Hp microserver wundert mich voll dachte grade die sind gut für proxmox und vms. Ja und das mit Mailserver wird alles nur immer mal um was zu spielen ...
Gibts denn ne Alternative zu nuc also was schön Strom sparendes und kompaktes wo keine Notebook cpu drin ist ? Dann ist ja n nuc auch nichts für meinen Fall
 
"Strom sparend und kompakt" steht im Gegensatz zu "keine Notebook-CPU".

Die HPE Gen8 gehen auch gut für VMs, habe selbst mal einen Gen8 als Proxmox Host benutzt bevor ich auf Docker für 90% meiner Workload gewechselt bin. Aber die Hardware ist jetzt 4 Jahre oder so alt und bei vielen VMs solltest du die Version mit Xeon CPU nehmen aber selbst da würde ich mal nach Passmark Ergebnissen suchen bevor du Geld ausgibst.
Ich hab problemlos ~10 VMs auf nem Gen8 betrieben aber meine Anforderungen waren auch geringer bzw. ich habe die Anwendungen optimiert soweit möglich und nicht Ressourcen verschwendet und nutze kein Plex. Bei mir waren es eher ein gitlab, wiki, mariadb, monitoring, postfix als relay für Systeme im LAN, etc. also alles Dienste die mit 1-2 vCPUs und 0,5 - 1 GB RAM auskommen.

Nur weil da "Notebook-CPU" dran steht heißt das ja nicht, dass du da keine Leistung raus bekommst nur eben weniger als bei nem Desktop-Ryzen/Xeon/etc o.ä., dafür aber eben auch deutlich geringeren Stromverbrauch und Abwärme. Genau so ist die Aussage Käse "dann nehme ich ne i7 CPU". Es gibt i7 in allen Leistungsklassen und Ausprägungen.
Virtualisierung, viele parallel laufende VMs und Leistungsreserve auf der einen Seite und kompakt, leise und strom sparend auf der anderen funktioniert halt nicht. Entweder-oder bzw. finde einen Kompromiss.

Ich würde mich hieran orientieren: https://geizhals.de/?cat=barepc&xf=15825_4~15826_8~2511_DDR4+DIMM~2511_DDR4+SO-DIMM~9743_40
Dazu brauchst dann noch RAM und Massenspeicher, sprich eine oder zwei SSDs, bedenke dies bei der Auswahl.

Aber auch bei der Vorauswahl gilt: Recherchiere die Performance der CPUs und prüfe ob es dir für Plex etc. reicht und wenn es doch mal knapp wird eben VMs auf dem "Serverchen" und auf dem Laptop laufen lassen ;)

Anstatt Neukauf und Geld verbrennen für etwas, dass du ggf. nicht mehrere Jahre nutzt und einen Teil der Zeit wenig bis nichts macht würde ich ggf. auch mal hier den Marktplatz, die Bucht, etc nach gebrauchten Systemen abklappern, da kannst vermutlich Geld sparen.
 
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Ok danke dir das Mache ich. Ich guck mir die Dinger mal an. Ja ich weiß dass i7 nicht pauschal immer die stärkste ist ... aber doch in der aktuellsten Generation oder ?
 
Die Bezeichnungen i3 / i5 / i7 waren ganz am Anfang absolut eindeutig. Wenn ich mich recht entsinne waren die i3's stets DualCore, die i5 QuadCore und die i7 alles darüber (zumindest in gen1). Bis Intel dann meinte man könne den schnellsten i3 ja auch i5 nennen, den langsamsten i5 dafür i3 und bei i5 vs i7 ebenso. Das haben sie munter weitergetrieben und heute kann man nur anhand der Bezeichnung i3/5/7 eigentlich gar nichts mehr ablesen. Es hilft also alles nix, man muss bei jeder CPU ganz genau hinschauen
 
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