Torrenttracker "OiNK" geschlossen

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Labtec

Gast
Wie bestimmt schon einige auf den anderen einschlägig bekannten Newspages gelesenen haben, ist der Torrenttracker "OiNK" der mit 180.000 Mitgliedern eine sehr beachtliche Größe hatte vom Netz genommen worden.

Das ist natürlich ein auf den ersten Blick großer Erfolg für die Musikindustrie, aber in meinen Augen wird das an der Situation des 'Raubkopierens' wegen ändern, solange die legalen Downloadmöglichkeiten dermaßen mit Vorschriften, Kopierschutzen,usw.. behangen sind.

In 2 Tagen wird das 'Projekt' durch ein ähnliches ersetzt und das Spiel geht von vorne los.

Weitere Infos:
Torrentsite OiNK abgeschaltet @ golem.de
Eine Verhaftung nach Razzia gegen Torrent-Tracker @ heise.de

Desweiteren finde ich es ziemlich bescheiden wie sich die Presse ausdrückt, mit solchen Sätzen wie z.B.:
"... Bei OiNK konnte jeder mitmachen, der ebenfalls Musik zum Tausch anbot...."
"... Der Betreiber habe über einen Paypal-Spenden-Button auf OiNK Geld verdient, so die Musikindustrie..."


Weder muss man auf einem solchen Tracker spenden um das Angebot zu nutzen, noch muss man selber Musik anbieten. Das sind 2 definitiv falsche Aussagen!
 
Ich finds etwas seltsam, dass nirgends angegeben wird, mit welcher Rechtsgrundlage der Tracker geschlossen wurde.
Ich meine aus welchen Gründen z.B. Down- und Uploader verklagt werden scheint klar (zumindest in Ländern wo das nicht legal ist), aber wieso der Trackerbetrieb an sich illegal sein soll ist ja alles andere als eindeutig - da wäre es doch interessant zu wissen, worauf die sich berufen.
(Wobei teilweise wird das Zeugs ja beschlagnahmt und danach aber nie Anzeige erhoben, war ja bei PirateBay glaube ich so)

@ Labtec

Nunja, nein... das mit dem Spenden ist aus zwei Gründen keine Falschaussage in dem Sinne, wie du es darstellst.
Einerseits steht im Artikel ja 'laut Musikindustrie', womit die Presse klar deklariert, woher diese Aussage kommt und andererseits bedeutet der von dir zitierte Satz mitnichten, dass man spenden MUSSTE um downloaden zu können, sondern legidlich, dass der Betreiber (laut Musikindustrie) durch Spendeneinnahmen Geld verdient hat.
(Und auch bei der Aussage mit dem selber Anbieten kann man sich streiten... immerhin ist es üblich dass man Dateien die man runterlädt zumindest während dem downloaden auch hochlädt... und vielleicht legen sie dir das auch schon als Anbieten aus)
 
Nine Inch Nails Frontmann Trent Raznor hatte einen Account bei OiNK.
Trent Raznor schrieb:
I'll admit I had an account there and frequented it quite often. At the end of the day, what made OiNK a great place was that it was like the world's greatest record store"
Hier das ganze Interview mit ihm.
 
Du kannst illegales Musik herunterladen durch solche Aktionen nicht besiegen, vielmehr muss die Musikindustrie umdenken. Bessere Preise, bessere Ideen in er Albumvermarktung. Ok ich kenn mich jetzt nich so in der "normalen Musikwelt" aus, aber dennoch dürfte BMG + 3 weitere den Markt unter sich aufteilen. Diese Monopolstellung müsste einfach weg, was die aber sicher nich wollen. Dieses "mal hier mal da austeilen" erschreckt vielleicht ein paar, das dürften aber nur 0,x% sein. BMG hat in den 10 Jahren vor dem Illegal-Boom Milliarden Gewinne eingefahren, jetzt versuchen auf Teufel komm raus jeden zu schnappen den man bekommt ist der falsche Ansatz. Außer man verhaftet jeden und steckt alle in den Knast

Wie Labtec schon sagte, ist legale Musik aus dem Internet durch diese ganzen Beschränkungen (man darf nur x mal kopieren und x mal brennen) für mich jedenfalls keine Alternative. Auf dem Player lässt sichs anhören, auf dem anderen verweigert das Lied seinen Dienst usw.

@DaveStar
Das herunterladen ist legal, das anbieten nicht. Und da eigentlich bei jeder Plattform Emule, BitTorrent usw immer ein Upload vorhanden ist, auch wenn mans auf 1kb's stellt, ist es strafbar. Selbst wenn du von einem 6.52MB großen Lied (beispiel) nur 65kb hochlädst, bleibt strafbar

OiNK hab ich allerdings bisher noch nich gekannt ;) Die Rechtsgrundlage würd mich auch mal interessieren. Falls OiNK nur für Musik war, wärs natürlich möglich, da man ausschließen kann das etwas anderes "legales" als beispiel ausgeteilt wird.
 
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