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NewsTSMC in den USA: Bestätigung für vier weitere Chipfabriken vermutlich im April
Es ist fraglich, ob die alle vier Fabs gebaut werden. Zum einen geschieht das nur wegen Trumps Drohgebärde und es ist sicher, dass in drei Jahren der US-Präsident nicht mehr Trump heißen wird. Taiwan glaubt, dass im Falle einer Invasion durch China die USA an ihrer Seite stehen würden, weil TSMC so wichtig für die USA ist. Aber was passiert, wenn die Chipfabriken in den USA stehen?
Zum anderen ist die Chip-Produktion in den USA wesentlich teurer als in Taiwan. Viele US-Mitarbeiter in den neuen Chipwerken sollen mit der Firmenkultur nicht klarkommen. Ohnehin investiert TSMC nur halbherzig in den USA. Denn dort sollen Fertigungslinien älterer Generation laufen. Die neusten sollen in Taiwan stehen. TSMC fürchtet vor Diebstahl von Know-how und das Unternehmen weiß zu gut, denn auch verbündetes und entwickeltes Land wie Japan scheut nicht davor.
Die kommen bei solchen Nachrichten immer ganz schnell aus ihren Löchern. Aber warten wir mal ab, was davon am Ende tatsächlich umgesetzt wird. Ich sag nur Foxconn Wisconsin ...
Die Halbleiter-Produktion in den USA auszubauen und Lieferketten zunehmend abzusichern ist eine überparteiliche nationale Sicherheitsstrategie. Kein Wahlkampf-Gag. Das ändert sich auch mit einem anderen Präsidenten nicht. Und TSMC wird auch sicher nicht die eigenen Aktionäre übern Tisch ziehen wollen.
Man kann das für erfolgreiche Infrastrukturpolitik halten, man kann es aber auch einfach beim Namen nennen: Eiskalte Erpressung. Trump erpresst Taiwan und TSMC damit, dass er - sofern keine Produktionsverlagerung in die USA erfolgt - Einfuhren aus Taiwan mit erheblichen Zöllen belasten würde und - das ist der Elefant im Raum - Taiwan den Chinesen überlassen könnte.
Für mich gehört das definitiv in die Kategorie dessen, was da gerade "falsch läuft".
Fakt ist Europa hält sich - wie so viele hier - für moralisch überlegen und geht den Bach runter. Nur kann man sich davon nichts kaufen.
Und wie gesagt es ist Zuckerbrot und Peitsche: Druck auf der Einen seine und gute Standortkosten, Subventionen, etc. auf der anderen Seite sind perfekt.
Komisch, Big-Tech scheint gerne in Deutschland zu investieren.
Gemini sagt:
Die wichtigsten Investitionen (Stand Anfang 2026):
Google: Kündigte im November 2025 sein bislang größtes Investitionsprogramm in Deutschland an: 5,5 Milliarden Euro bis 2029. Dies beinhaltet ein neues Rechenzentrum in Dietzenbach (Hessen), den Ausbau des Standorts Hanau sowie die Erweiterung der Büros in München, Berlin und Frankfurt.
Amazon Web Services (AWS): Plant Investitionen in Höhe von 8,8 Milliarden Euro bis 2026 in die bestehende Cloud-Infrastruktur im Raum Frankfurt. Zusätzlich investiert AWS 7,8 Milliarden Euro bis 2040 in eine "European Sovereign Cloud" in Brandenburg.
Microsoft: Investiert rund 3,2 Milliarden Euro bis Ende 2025, um seine Cloud- und KI-Infrastruktur in Deutschland zu verdoppeln, mit Fokus auf Nordrhein-Westfalen (Bergheim/Bedburg) und den Raum Frankfurt.
Meta & Apple: Beteiligen sich ebenfalls am KI-Boom, wobei Meta stark in Rechenzentrumsinfrastruktur investiert und Apple seinen Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie spezialisierte KI-Hardware legt.
Hat die Polarisierungsgruppe heute wieder Wandertag? Hier sammeln sich in den ersten Posts ja schon wieder Kommentare über "woke" und "bio", die aber mal so gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Arbeitet mal etwas an euren populistischen Beißreflexen.
Erfolge sind halt auch relativ. Zum einen weiß keiner von uns, was wirklich hinter diesem Investitionspaket steckt. Wie hier auch schon erwähnt, sind das sicherlich nicht nur wirtschaftliche Hintergründe, sondern auch militärische. Da kann am Ende dann auch nicht mit wirtschaftlichen Süßigkeiten in den Lieferwagen gelockt werden. Auf der anderen Seite haben wir in Deutschland und Europa aber auch ein anderes Verständnis vom Arbeitsleben bzw. der Verzahnung von Arbeit und Leben, die weder in Taiwan noch den USA vorhanden sind. Sind wir jetzt also "woke" und "grün", weil wir immer noch an hart erkämpften Arbeitnehmerrechten festhalten?
Diese Naivität, dass wir an drei Schrauben drehen, und alle leben danach im Paradies ist schon echt ermüdend. Wirtschaftlicher Erfolg wird immer mit sozialem Misstand erkauft. Das ist in Asien so und auch in den USA. Was vor allem Deutschland in der Vergangenheit ganz gut hinbekommen hat, ist beides einigermaßen in Waage zu halten. Das wird im internationalen Vergleich aber natürlich immer schwieriger, je unmenschlicher andere Länder ihren wirtschaftlichen Erfolg vorantreiben. Die Lösung ist aber sicherlich nicht, sich diesem Modell anzugleichen, sondern das eigene Modell weiterzuentwickeln. Und hier hapert es zugegeben. Und auch ich hab da keine Lösung aus dem Ärmel parat. Aber ernsthafte andere Lösungen außer den üblichen Floskeln lese ich hier dazu auch nicht.
Naja was mit "Woke" zu tun hat ist sinnlose Sozial-, Energie- und Umweltpolitik die dafür sorgt dass die Industrie abwandert und neue Industrien garnicht erst hier entstehen. Und damit hat es eben schon etwas mit diesem Thema zu tun.
Naiv ist es dass wir meinen einen Sonderweg gegen zu können statt unser Stück am Kuchen zu bekommen. Von Moralismus kann niemand leben. Und dann werden Dir auch deine Arbeitnehmerrechte nichts mehr bringen. Zudem die Frage sein wird ob sich die Arbeit überhaupt noch lohnt...
Und nein es sind nicht ein paar Schrauben und dann ist schlagartig alles gut. Wenn man aber garnichts tut und naiv vom Weltfrieden träumt wird es ganz sicher nicht gut... Es war Jahrzehnte lang naiv dass China und die USA oder sonstige Nationen sich alle lieb haben weil der Handel diese eint.
Wir haben hohe Steuern, hohe Bürokratie, wenig Subventionen und keinen Plan wie Europa in KI und Halbleiterindustrien mithalten soll. Aber klar ist natürlich nur Populismus
Ergänzung ()
Kaufmannsladen schrieb:
Komisch, Big-Tech scheint gerne in Deutschland zu investieren.
Dir ist schon klar dass 5 Mrd. lächerlich sind wenn man sieht wie viel diese Firmen ausgeben? Das ist nicht ma ein Stück des Kuchens sondern ein paar Krümel davon.
Bei uns ist ja jetzt jeder ein BWL-/VWL-Experte, hat je jeder die Onlinefortbildung "In 5 Minuten Experte für..." mitgemacht, darum brummt unsere Wirtschaft ja so und alle anderen sind natürlich Populisten, damit gleich mal Gegenargumente erschlagen werden.
Wenn TSMC wirklich so viele Fabs in den USA an den Start bringt, was wird aus intel dann? Die wollen auch irgendwas produzieren aber konkurrieren auch noch vor Ort mit dem Marktführer. Dazu kommt, die Margen bei intel gehen deutlich runter während der Marktführer die Preise jedes Jahr "anpaßt" nach oben. Dem Anbieter der Belichtungsmaschinen aus Europa wird dies freuen. Sichert dies doch bis weit nach 2030 Aufträge. Die Frage ist, werden diese woanders (intel?) dann fehlen?
Wenn TSMC wirklich so viele Fabs in den USA an den Start bringt, was wird aus intel dann? Die wollen auch irgendwas produzieren aber konkurrieren auch noch vor Ort mit dem Marktführer. Dazu kommt, die Margen bei intel gehen deutlich runter während der Marktführer die Preise jedes Jahr "anpaßt" nach oben. Dem Anbieter der Belichtungsmaschinen aus Europa wird dies freuen. Sichert dies doch bis weit nach 2030 Aufträge. Die Frage ist, werden diese woanders (intel?) dann fehlen?
Ein paar Krümel sind nichts was relevant ist also nein. Schau Dir einfach mal an dass Google fast 200 Mrd. p.a. investieren will. Und Ihr meint 5 Mrd. für Deutschland ist ein Zeichen wie toll wir sind? 5 Milliarden für die die drittgrößte Volkswirtschaft... Wow da sind wir sicherlich noch lange so groß wenn alle Investitionen so aussehen...
Hier kann man sich übrigens bei Gas Kathie bedanken, das es wieder nach oben geht.
Das Problem mit der Industrie sind nicht Bürokratie, Steuern, Energie, sondern das unsere Produkte im Ausland weniger nachgefragt werden. Also brechen die Handelsüberschüsse weg. Dazu später mehr.
Da mit der Agenda 2010 und der Wirtschaftspolitik der CXU jahrelang der größte Niedriglohnsektor geschaffen wurde, gibt es halt auch keine Binnennachfrage mehr, also kann man so auch keine Produkte absetzen. Was passiert nun? Leere Auftragsbücher, keine Beschäftigungsmöglichkeiten und damit Arbeitslosigkeit.
Das es kaum merkliche Lohnsprünge gibt, stattdessen der Arbeitnehmer immer mehr Abgaben hat, beflügelt das ganze auch nicht.
Unsere Manager zahlen sich lieber Boni aus, siehe VW, wie in Innovation und Forschung zu investieren, andere Produkte sind dadurch nachgefragter, als unsere und unser Exportüberschuss singt weiter.
Also nehmen wir und die Industrie weniger ein. Zahlen weniger an Löhne und entlassen Mitarbeiter.
Matthias B. V. schrieb:
Also Fakten sind populistischer Blödsinn?
Energiekosten, Steuern und Bürokratie sind nicht relevant füden Wirtschaftsstandort und Technologie? Dass Software / Elektronik ein Teil der nationalen Sicherheit ist ist wohl auch Populismus?
Deswegen sind Entlassungen queer durch alle branchen ja aktuell an der Tagesordnung?
Deswegen investieren auch Tech Firmen lieber anderswo?
Glaubst Du eigentlich den Müll den Du schreibst überhaupt selbst oder geht das in die Richtung der kognitiven Dissonanz?
Zu den Entlassungen gut anknüpfend. Keine Nachfrage, keine vollen Auftragsbücher, somit Entlassungen, Arbeitnehmer härter sanktionieren durch die Politik und weniger entlasten durch Steuern und Abgaben, daher noch weniger Binnennachfrage.
Das ist alles ein wenig komplexer, wie Steuern, Bürokratie und Energiekosten.
Wieso investiert nun TSMC also nicht in Deutschland? Energiekosten? Bürokratie? Wohl kaum. Weil wir Taiwan keine benötigten Waffen liefern können, oder notfalls mit ein paar Flugzeugträgern vor der Insel stehen.
Wieso investieren die anderen Unternehmen lieber im Ausland? Gewinnmaximierung.
Wieso sollten Tech Firmen in Deutschland investieren? Hier wird IT als Cost Center gesehen und nicht als Profit Center. Die deutschen Unternehmen, vor allem Inhaber geführte, haben eine gefühlte Technologie Aversion. Man betrachtet nur die Kosten und will diese niedrig halten und weint dann rum, wenn das Produkt, an dem 500 Millionen Umsatz hängen, nicht läuft, weil es im Betrieb ausgelagert worden ist und die interne IT als Cost Factor geschlossen, oder verkleinert worden ist, und das eben nicht mehr kann. Dann kommen die Berater die den Rest von Europa nach Indien auslagern.
Also wieso sollte man hier Investieren?
Wieso investiert Lidl/Schwarz als gefühlt einziger gerade aktuell? Weil die die Chance gesehen haben und IT nicht nur als Cost Center wahrnehmen.
Hätte man niedrige Stromkosten gewollt, hätte man mal was mache sollen für die Infrastruktur. Stattdessen bezahlt man jetzt niederländische Dividenden durch 50Herz. Glückwunsch.
Keine Ahnung, ob du etwas von der Weltpolitik mitbekommen hast:
Kennst du Trump? Kennst du seine Politik? Kennst du Zölle bzw. wie man sich "freikaufen" kann?
Nur wer in den USA investiert, Arbeitsplätze schafft, kommt auf seine Whitelist.
Natürlich gibt es auch noch Putin, China, usw.
Europa spielt da immer weniger eine Rolle.
Der Begriff "woke" ist doch im entsprechenden Kommentar deshalb gefallen, weil sich unsere Politik ständig viel zu stark auf diesen Themenbereich fokussiert, statt mal an wirklich wichtigen Stellen etwas vernünftiges zu tun.
"Diversität", "Menschenwürde" und "Toleranz" vor sich herzutragen reicht eben nicht aus. Im Gegenteil, es ist schädlich für die Wirtschaft, wenn man bspw. so weit geht, dass man "Diversitätsquoten" über Qualifikation stellt und so Unternehmen aktiv schadet.
Ebenfalls ist es schädlich für eine Volkswirtschaft und generell für die Gesellschaft eines Landes, wenn man unter dem Deckmantel eines Fachkräftemangels eine teils illegale Massenmigration von Millionen Menschen zulässt, die eben keine Wirtschaftsleistung erbringen, sondern nur dem Sozialsystem auf der Tasche liegen, einen Gutteil Kriminalität ins Land bringen und auch noch eine Kultur, die mit unseren Werten nicht vereinbar ist.
Wenn dazu dann noch grüne Wahnvorstellungen wie komplette Klimaneutralität, Zero-Waste und ähnlches dazukommen, sagt die Wirtschaft eben "adieu".
Das Bild ist exemplarisch.
Kann mir mal jemand erklären, Chipherstellung benötigt ja Unmengen an Wasser, wie man so eine Anlage in der Wüste von Arizona betreiben kann?
nun, die deutsche firmen tragen schon einen wichtigen teil dazu bei.. carl zeiss beliefert asml für ihre EUV-Litho systeme. dann gibts noch infineon und paar andere. würde jetzt nicht sagen man produziert nur grünen mist.