Ich sag mal kurz dazu, wofür Linux wirklich gut ist: Wer irklich sauber programmieren will, sollte seine Programme auf einem Dateisystem schreiben und ausprobieren, das "case-sensitive" ist, das also zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet. Das gilt auch und insbesondere für Web-Anwendungen, denn die werden auf Linux- oder BSD-Servern ausgeführt werden, wenn das Programm mal im Netz steht. Und Windows ist immer "case-insensitive", dh. bei Dateiaufrufen ist Datei.endung identisch mit datei.Endung, auf nem Webserver ist das aber, weils aus gutem Grund gegen POSIX verstößt, nicht mehr identisch und der Aufruf der Datei.endung führt ins Leere, wenn die Datei datei.Endung heißt.
Linux ist weitgehend POSIX-Kompatibel und deswegen sind alle seine Dateisysteme case-sensitive, es zwingt einen also sauber zu programmieren. Auf Mac kann man optional bei der Erstellung einer Partition wählen, ob diese wie standardmäßig vorgegeben case-insensitive oder case-sensitive formatiert werden soll, weil Adobe einfach arrogant dämlich ist, erfordern Adobe-Programme auf Mac ohne Handarbeit an über 70 Einträgen in der Adobe CS Konfigurationsdatei case-insensitivity.
Also für Programmierer ist Linux oder ein anderes Unix optimal, weil es einen zwingt, Programme so sauber zu schreiben, dass sie auf jedem Dateisystem gut laufen. (mal von dem Ext3-Writeback-Unsinn abgesehen, der dazu vereitet hat, weniger oft zu "fsyncen", als es eigentlich erforderlich wäre - aber Ext3 ist ja auch nicht mehr Standard)
Warum Case Insensitivty, der jeweils unterschiedliche "Standard" von Mac und Windows unsinnig ist: Es lädt zusätzlichen Aufwand und fehleranfälligkeit in das Dateisstem, obwohl es dort, wo es für Usereingaben sinnvoll ist, vollkommen problemlos durch die Programme implementierbar wäre - es ist eine Funktion, die schlichtweg in höhere Ebenen als das Dateisystem gehört, schon weil die Sache eigentlich regelmäßig nachgebessert werden müsste, um in allen Sprachen, was nie erreichbar ist, festzustellen, wann das großgeschriebene und das kleingeschriebene Wort doch etwas volkommen unterschiedliches darstellen.