Ubuntu - das OS für die Freundin?

ontaiwolf schrieb:
Das war doch mein Punkt. Ubuntu läuft mit Unity, was wirklich nichts für so einen alten Rechner ist.

Klar, es gibt leichtgewichtige Distributionen, aber der Threadersteller hat explizit Ubuntu erwähnt, was wohl ein Mythos ist, dass Linux generell schneller als Windows ist.

Am Ende ist es alles Ubuntu, egal ob Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu, Edubuntu,... Es greift alles auf dasselbe Repository zurück.
Deshalb kannst du auch problemlos ein Ubuntu installieren und danach merken, dass die Unity zu langsam ist. Ein paar kurze Shell-Kommandos und etwas Traffic später ist es quasi ein Xubuntu.
 
Unity läuft auch auf einem älteren PC einwandfrei, schreibe hier von einem Laptop mit Pentium M 1,6ghz, 1gb Ram. Hör nicht auf die Leute, die dir X/L/Ed Ubuntu andrehen wollen, teste einfach mal das ganz normale Ubuntu.

Welche CPU und GPU ist es denn? Nur so aus Neugier.
 
Sehe ich auch so. Wenn es bunt und schnell sein soll, wäre Ubuntu mit Unity 2d die optimale Lösung.

p.s. Wobei bunt relativ ist, ich empfinde Unity nicht als zu bunt, sondern stimmig.
 
Für nen alten PC tut es auch sehr gut Fluxbox.
Hab nen alten Toshiba P2 Laptop mit 256 MB ram damit als reine "Internetsurfkiste und elektrisches Schreibgerät" wieder auferstehen lassen. Ne nackte Debain basis installation (Command line, kein gnome oder kde install) und dann Fluxbox draufgemacht.

Klappt auch recht gut. Ok, bei Youtube oder Flash kommt er ein wenig ins Schwitzen, aber für Facebook, Mails checken und Briefchen schreiben reichts. (Mehr macht derjenige damit eh nicht)
 
1.
Der Cache von WinXP ist im Vergleich zu dem Cache von Win7 oder Linux recht schlecht. Das merkt man daran, dass WinXP sehr viel öfter auf die Platte zugreift als die anderen Betriebssysteme.
Daher ist ein Umstieg weg von WinXP schon eine gute Idee.

2.
1 GB RAM ist eigentlich gar nicht mal wenig, sondern für Internet, Fotos und Musik völlig ausreichend.

3.
Linux hat den großen Vorteil, dass man da im Internet rumsauen kann, ohne dass es das Betriebssystem beeinträchtigt. Man kann bösartige Webseiten ansurfen und sich dabei Schädlinge einfangen, ohne dass diese das Linux-OS negativ beenflussen können, da sie schlichtweg vom OS nicht die Berechtigung dazu bekommen.
Daher ist Linux für Anfänger im Internet eine der besten Möglichkeiten, da man sich um Viren etc gar keine Gedanken machen muss.
Es ist schlichtweg völlig egal, ob man sich Viren einfängt oder nicht, da diese Viren keinen Schaden anrichten können.

4.
Debian ist zwar eines der zuverlässigsten Linux-Systeme, allerdings ist es auch recht schwierig einzurichten, auf jeden Fall für Anfänger völlig ungeeignet. Daher wäre ubuntu besser, das auf Debian aufbaut.
Die alte Version 10.10 soll dabei noch zuverlässiger sein als die neue Version 12.04.
Als Oberfläche würde ich nicht unity nehmen, sondern Gnome Mate (bunter, mehr Möglichkeiten, mehr Platz an der linken Seite) oder XFCE (sehr schlank und effizient, xubuntu).

5.
Ein Computer macht unabhängig vom Betriebssystem mehr Spass, wenn man üppigen RAM (ab 4 GB aufwärts) hat (zumal RAM sehr wenig kostet) und eine schnelle SSD (die mittlerweile auch nur noch soviel wie eine Tankfüllung kostet).Google hat vor Jahren mal ihre Hardwareanforderungen veröffentlicht. Demnach ist Rechenleistung erstaunlicherweise gar nicht so wichtig, sondern damalige billigste Celerons haben völlig ausgereicht. Aber der RAM-Bedarf war sehr groß. Single-Core ist also nicht das Primär-Problem. Der RAM und die Software sind die Hauptprobleme. Natürlich machen sich mehr Rechenkerne umso stärker bemerkbar, je weniger man davon hat. Unter Quad-Core geht bei mir persönlich gar nichts mehr, aber für Internet und Musik reicht ein Single-Core auch locker aus.
Auf herkömmliche Platten sollte man nach Möglichkeit verzichten, zumal dann wenn man nur im Internet surft oder Musik anhört (wenig Speicherbedarf).
Ob allerdings alle Fotos und Videos auf die SSD passen ist die Frage.
Das ganze am Besten noch mit einer mehrkernigen sparsamen CPU und der Rechner ist immer an und allzeit bereit.
Wenn der Rechner sowieso immer an ist, dann installiert man gleich auch Skype und benutzt ihn nebenbei als preisgünstiges (Bild-) Telefon und eventuell sogar nebenbei als Server für andere Rechner oder nebenbei als Video-Rekorder (sofern eine entsprechende DVB-Karte eingebaut ist).

6.
Man sollte auch den Grafiktreiber bedenken.
NVidia funktioniert besser als AMD/ATI unter Linux.

7.
Wozu sollte man sich mit einer Surf- und Musik-Maschine zufrieden geben, wenn man für nur geringen Mehraufwand auch eine Medienzentrale haben kann, mit der man alles machen kann?
Internet, Musik, Fotos, Video abspielen, Videos vom Satelliten oder Kamera speichern oder im Intranet streamen, Telefonieren etc pp.

7a.
Bezüglich Medienzentrale:
Wozu sollte man also diesen Computer überhaupt noch an einen PC-Monitor anschließen und nicht direkt an einen Fernseher?
Dann hat man ein sehr viel größeres Bild und spart sich den Kaufpreis des PC-Monitors.
Fernsehen kann man natürlich weiterhin über den Fernseher, aber auch über den PC, sofern eine DVB-Karte eingebaut ist.
Für die Augen ist ein großer Fernseher besser als ein kleiner Monitor.
Nicht nur wird das Sichtfeld besser ausgefüllt, sondern die Blickwinkelunabhängigkeit ist bei einem Fernseher viel besser als bei einem PC-Bildschirm.
Man kann sich also die Anschaffung des PC-Bildschirms sparen, oder aber wenn man bereits sowieso einen hat, dann kann man auch PC-Bildschirm und Fernseher gleichzeitig parallel am PC betreiben.

Wozu sollte man sich überhaupt einen eigenständigen TV-Receiver kaufen, wenn man sowieso einen PC hat?
Einfach eine billige DVB-Karte eingebaut und der Receiver ist fertig.
Das Geld hat man dann gespart.
Ein PC hat auch mindestens eine Festplatte, also braucht man dann keinen Festplatten-Receiver.
Das Geld sollte man effizient einsetzen und nicht in halbgare Sachen investieren, sondern einmal richtig.
Man braucht keinen PC-Monitor, man braucht keinen Receiver.
Man braucht nur einen Fernseher und einen PC.
Selbe Funktionalität, aber weniger Kosten und wesentlich bessere Bedienbarkeit.
Werbung kann man dann auch gleich bequem herausschneiden und die Filme werbefrei auf DVD brennen oder einfach auf der Platte lassen.
Sowas kann ein normaler Receiver nicht.
Was sagt eigentlich der Receiver zu einem, wenn man man mit dem mal telefonieren möchte?
Das kann der wohl nicht und wird nichtmal antworten.
Das Festnetz-Telefon spart man sich dann auch gleich, wenn man es richtig macht über Skype.

8.
Wenn man so ein Ding erstmal hat, dann merkt man wie toll das funktioniert und wie viele Daten sich da ansammeln und die man eigentlich nicht löschen will und auch gar nicht löschen muss.
Man will halt nur immer mehr Speicher haben. Kein Problem beim PC. Ein Receiver hingegen wäre da arg limitiert.

9.
Man sollte schon irgendwie irgendwo Zugriff auf einen richtig fetten Rechner haben, wo man einfach alles lagert und alles machen kann, ohne auf direkt bemerkbare Limits zu stoßen, den man auch mal so richtig voll packen kann, ohne dass dem die Puste ausgeht. Einfach mal 20 Videos gleichzeitig umwandeln lassen und trotzdem ganz normal weiterarbeiten. Wenn man urplötzlich auf einige Terabytes an Videos gelangt, dann sollte man die dort auch einfach mal eben so ablegen können, ohne deswegen ins Schwitzen zu kommen.
Laptops, Tabletts, Smartphones, Aldi-PCs sind doch nur Notlösungen, weil es an Rechenleistung, RAM, Speicherplatz fehlt.

10.
Warum "schießt" man sich bei ebay, hood oder amazon oder hier im Forum oder bei hardwareluxx nicht einfach eine günstige MultiCore-CPU nebst passendem Mainboard und RAM?
Das geht für ganz wenig Geld.
Second-Hand, Full-Power, Low-Money.
Zu Faul? Zu Dumm?
In neuen Kram investieren und alten Kram abstoßen statt tatenlos auf dem Zahnfleisch herumkrebsen.
So bekommt man für ganz wenig Geld deutlich mehr Leistung.
Es ist keine Pflicht, am Ende der Nahrungskette zu vegetieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um eines vorweg zu nehmen, es kommt (meiner Meinung nach) auf zwei Faktoren an:
1. Wie gut ist die Frau schon mit Computern bewandert?
2. Wie offen bzw. lernfähig ist deine Freundin neuen Dingen?

Ich schreibe das, weil ich schon oft Leute (darunter sehr viele Frauen) gesehen habe, die immer Linux als einen "Quasi-Ersatz" für Windows sehen und nach zwei oder drei Tagen wieder Windows installiert hatten. Das ist natürlich völliger Quatsch. Windows ist ein Betriebssystem, das für bequeme Nutzer wie geschaffen ist. Da lädt man sich beispielsweise eine exe-Datei herunter, klickt so lange herum bis es geht. Das ist bei Linux anders. Da muss man sich erst mal mit dem Konzept (Was sind Pakete? Warum Pakete? Was ist die Paketverwaltung? Wie konfiguriert man? etc.) befassen und das kann einige Tage in Anspruch nehmen.

Auf deinen Fall bezogen, würde ich sagen, reicht es aus der Nutzerin ein wenig Basiswissen(Installation, Deinstallation, Aktualisierung via apt-get und den Aufbau der Paketquellen) beibringt. Wenn das schon nicht zu viel ist, sehe ich keinerlei Probleme.

Linux Mint 12 "Lisa" oder das kommente Linux Mint 13 "Maya" LTS bieten sich von der Oberfläche her wohl am besten an, da alles sehr leicht zu finden ist und der Gnome 3.2 Desktop(zumindest bei Linux Mint 12) verwendet wird. Außerdem sehe ich hierbei noch den Vorteil, dass die Hardwareanforderungen nicht so hoch sind wie zum Beispiel Ubuntu 12.04 LTS.
Allerdings würde ich noch eine Woche warten, denn das noch kommende Linux Mint 13 "Maya" hat Langzeit-Unterstützung bis Frühjahr 2017.

Das neue Ubuntu Linux 12.04 LTS ist selbstverständlich auch eine gute Alternative, allerdings stellt sich hier die Frage, wie gut man mit dem Unity-Desktop zurechtkommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
opareiter schrieb:
Windows ist ein Betriebssystem, das für bequeme Nutzer wie geschaffen ist. Da lädt man sich beispielsweise eine exe-Datei herunter, klickt so lange herum bis es geht.
...und zum Dank für wildes Klicken hat an n BKA-Trojaner an der Backe.. oder gleich Ransom-Ware, die alle Dateien mit nem 256Bit-Schlüssel verschlüsselt.

Das ist bei Linux anders. Da muss man sich erst mal mit dem Konzept (Was sind Pakete? Warum Pakete? Was ist die Paketverwaltung? Wie konfiguriert man? etc.) befassen und das kann einige Tage in Anspruch nehmen.
Is ja nicht so, dass man bei den modernen Distributionen wirklich noch in der Konsole arbeiten muss. Und konfigurieren? Sorry, aber ich kann dir n Ubuntu installieren, dass danach direkt WLAN- und LAN-fähig ist. Bei den Debian-Ablegern sind die Standard-Konfigurationen schon mehr als lauffähig. Konfigurieren muss man nur, wenn man Server-Krams nutzen will.

Das neue Ubuntu Linux 12.04 LTS ist selbstverständlich auch eine gute Alternative, allerdings stellt sich hier die Frage, wie gut man mit dem Unity-Desktop zurechtkommt.
Unity ist doch nicht in Stein gemeißelt. Dir gefällt Unity nicht? Dann installier Gnome3, KDE, Xfce,.... Ist doch alles nur einen Klick in Synaptic entfernt.
 
Windows ist ein Betriebssystem, das für bequeme Nutzer wie geschaffen ist. Da lädt man sich beispielsweise eine exe-Datei herunter, klickt so lange herum bis es geht. Das ist bei Linux anders. Da muss man sich erst mal mit dem Konzept (Was sind Pakete? Warum Pakete? Was ist die Paketverwaltung? Wie konfiguriert man? etc.) befassen und das kann einige Tage in Anspruch nehmen.

Ich finde Linux macht das aktuell sogar besser. Auf Ubuntuusers kann man sogar Programme per Schaltfläche auf der Seite installieren. Einfacher gehts doch fast gar nicht mehr. Und dann den Quellen im Hintergrund hat mich wirklich "saubere" Software.

Auch das Softwarecenter ist doch sehr einfach. Zu vielen Anwendungen gibt es eine Beschreibung/Bilder und Userbewertungen. Was will man als User mehr?

Und was auch noch extrem schön ist: Ein Update betrifft "alle Pakete".. Nicht wie in der Windowswelt wo man jede Anwendungen einzeln updaten muss.
 
Vielleicht wäre "Zorin OS 5.2" eine Alternative.
Das ist im Grunde ein Debian Linux mit den Vereinfachungen von ubuntu, aber vorinstallierten Sachen wie Wine und einer GUI, die so aussieht wie Windows.
Nahezu alles klappt sofort.

MP4 MKV Videos, MP3 Musik, Word Doc, Excel XLS lassen sich sofort mit Klick starten.
Sogar Windows-EXE funktioniert in vielen Fällen.
Internet und Firefox sowieso.
DirectX ist ein Knackpunkt.
Braucht man kein DirectX, dann braucht man eigentlich kaum noch Windows.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben